Was ist los mit meinen ETF Lyxor MSCI New Energy ESG Filtered

  • Hallo liebe Community,

    ich bräuchte mal Hilfe!

    Ich bin relativ neu in der ETF-Branche, hab mich eingelesen usw.

    Das es momentan zu Kursschwankungen kommt weiß ich, auch die Verluste der letzten Wochen machen mich nicht nervös.


    Ich würde nur gerne den schon länger anhaltenden Kursverlust des ETF

    Lyxor MSCI New Energy ESG Filtered (DR)

    verstehen.


    Was läuft bei dem falsch??


    Danke euch!!

  • Du hast auf eine Branche gesetzt, hier sind weit unter 100 Unternehmen vereint. Hier ist die Chance aber auch das Risiko deutlich höher als bei einen MSCI World oder ähnlichem ETF. Da momentan einige Umstände (Atomkraft und Gas EU Beschluss) ungünstig sind musst du leider damit leben. Wie es in Zukunft läuft kann dir hier niemand beantworten.

  • Dieser ETF ist für einen Anfänger bzw. als Basisinvestment nicht geeignet.

    Da der ETF relativ wenig streut, hat er auch eine relativ große Volatilität. Im Endeffekt ist dieser ETF eine Wette auf eine bestimmte Branche bzw. einen begrenzten Anlagebereich.

  • Was läuft bei dem falsch??

    Nix!

    Du hast auf eine Branche gesetzt,

    Nein

    hier sind weit unter 100 Unternehmen vereint.

    Ja

    Hier ist die Chance...

    Nein

    aber auch das Risiko deutlich höher als

    Ja

    Da momentan einige Umstände (Atomkraft und Gas EU Beschluss) ungünstig sind

    Quark. Schau dir mal die Verteilung auf europäische Akatien an...

    Wie es in Zukunft läuft kann dir hier niemand beantworten.

    Da muss ich zustimmen!

    Da der ETF relativ wenig streut, hat er auch eine relativ große Volatilität.

    Die Aussage "Nachts ist es kälter als draußen!" teilt die gleiche Logik.

    Hast du mal geguckt, in welche Aktien der ETF investiert?

    Das ist der richtige Ansatz zu mehr Verständnis, weshalb und wie dieser Körnerfresser-Fonds performt!

    JustEtf gibt "Strategie-Risiko" mit "Long-only" an...

    Und wer sich den Kursverlauf seit Auflage ansieht, merkt rasch wie 'attraktiv' dieser Index ist bzw. war.

  • Was ist denn an meiner Aussage, weniger Streuung, höhere Volatilität falsch?;)

    Lerne gerne dazu..

  • Dass es momentan zu Kursschwankungen kommt weiß ich, auch die Verluste der letzten Wochen machen mich nicht nervös.

    Hier geraten wir wieder einmal in den Bereich für Diskussionen über Buy-and-Hold vs. Limit-Verkäufe/-käufe... also über Prinzipien (Strategien) zur Investition in volatile Produkte.

  • Hier geraten wir wieder einmal in den Bereich für Diskussionen über Buy-and-Hold vs. Limit-Verkäufe/-käufe... also über Prinzipien (Strategien) zur Investition in volatile Produkte.

    Wenn zu mir ein Kunde sagt ich bin Einsteiger im Bereich ETF, dann würde ich ihm als Basisinvestment einen globalen Aktien-ETF empfehlen.

    Spielereien kann er dann immernoch hinzukaufen, wenn er eine ordentliche Summe hat und der Meinung ist, er braucht so ein "Spielzeug".


    Zudem bleibe ich bei meiner Meinung, dass Buy and Hold der erfolgsversprechendste Ansatz ist.


    Ich bin aber bereit einmal mit 1.000 Euro auf deine Signale zu hören und lasse mich gerne überzeugen, dass es anders besser funktioniert;)

  • Was ist denn an meiner Aussage, weniger Streuung, höhere Volatilität falsch?;)

    Lerne gerne dazu..

    Angenommen, es gäbe 10mal so viele Aktiengesellschaften, die zu diesem Index passen würden... also Unternehmen, die alle quasi "am gleichen Tropf hängen"... hätte die 'breitere Streuung' einen 'spürbaren' Einfluss auf die Vola?


    Die breite/re Streuung wirkt sich dann auf die Vola aus, wenn auf verschiedene Industriezweige und Branchen, die sozusagen an verschiedenen Tröpfen hängen, 'ausgedehnt' wird.


    Nur mal so als Erklärungsversuch eines Laien ;-)

  • Da der ETF relativ wenig streut, hat er auch eine relativ große Volatilität. Im Endeffekt ist dieser ETF eine Wette auf eine bestimmte Branche bzw. einen begrenzten Anlagebereich.

    Der erste Satz ist insofern angreifbar, dass die Volatilität eines Produktes von der Volatilität der Einzelkomponenten und deren Korrelation abhängt. MMn könnte man ein Produkt aus weniger Komponenten bauen, das eine geringere Vola als ein breit gestreutes Produkt aufweist. Klassiker der MSCI World vs. seiner Minimum Volatility Variante mit 1.545 zu 292 Komponenten.


    Bezogen auf dieses Produkt ist der Satz richtig, da es zum einen Wachstumsunternehmen umfasst, die durch die erwartete Zinssteigerung belastet werden, zum anderen Versorger, die häufig eine überdurchschnittliche Verschuldung haben und damit auch tendenziell bei verschlechterten Finanzierungskonditionen leiden.


    Der zweite Satz ist natürlich richtig.

  • Angenommen, es gäbe 10mal so viele Aktiengesellschaften, die zu diesem Index passen würden... also Unternehmen, die alle quasi "am gleichen Tropf hängen"... hätte die 'breitere Streuung' einen 'spürbaren' Einfluss auf die Vola?


    Die breite/re Streuung wirkt sich dann auf die Vola aus, wenn auf verschiedene Industriezweige und Branchen, die sozusagen an verschiedenen Tröpfen hängen, 'ausgedehnt' wird.


    Nur mal so als Erklärungsversuch eines Laien ;-)

    Dann sind wir uns doch einig;)

    Mir fehlen einfach diverse Branchen..

  • Zudem bleibe ich bei meiner Meinung, dass Buy and Hold der erfolgsversprechendste Ansatz ist.

    Micha, die Sonne scheint mir auf den Frühstückstisch... und ich habe diese Aussage völlig wertfrei ausgekotzt ;-)


    Für den 'passiven Investor' ist B&H nicht nur der erfolgversprechendste Ansatz, sondern eigentlich sogar der einzige, alternativlose Ansatz... wenn denn auch das oder die ausgewählte/n Finanzprodukt/e für B&H geeignet ist/sind. Der genannte New Energy Kram past sicherlich nicht dazu...


    Ich bin aber bereit einmal mit 1.000 Euro auf deine Signale zu hören und lasse mich gerne überzeugen, dass es anders besser funktioniert;)

    Ich habe keine Signale hören lassen. Echt nicht.

    Bei solchen Spielereien (dein Terminus) hätte ich, je nach Einstiegstermin und Einmalinvest oder Sparplan, ggfs. bei i-wo zwischen minus 10 bis minus 15 Prozent auf den Entsorgungsknopf gedrückt, um entweder Gewinne 'bei begrenzter Gier' mitzunehmen, oder um Verluste zu begrenzen. Selbstverständlich wären Gewinnmitnahmen nur netto realisierbar gewesen.

    Ich hätte aber auch neben den 'Spielereien' bzw. neben der 'Spielerei' andere, weniger 'verspielte' Sachen am laufen...


    Und für 1.000 € würde ich vielleicht Rubbellose kaufen ;-), aber mit einem solchen Betrag nicht investieren, bzw. nicht aktiv investieren wollen. Angenommen du würdest durch aktives Investieren 200€ an Gewinnen im Jahr Eins realisieren können, dann läge dein 'Stundenlohn' bei um die 28 Cent. Pfanddosen und- flaschen zu sammeln wäre sicherlich ertragreicher und weniger risikobehaftet.


    In diesem Sinne... einen schönen Sonntag.

  • Und für 1.000 € würde ich vielleicht Rubbellose kaufen ;-), aber mit einem solchen Betrag nicht investieren, bzw. nicht aktiv investieren wollen. Angenommen du würdest durch aktives Investieren 200€ an Gewinnen im Jahr Eins realisieren können, dann läge dein 'Stundenlohn' bei um die 28 Cent. Pfanddosen und- flaschen zu sammeln wäre sicherlich ertragreicher und weniger risikobehaftet.

    Ich habe Bekannte, die solche Beträge in BTC investiert haben. Und zwar in der Hoffnung das der Kurs des BTC in den nächsten Jahren nochmals um 100x oder gar 1000x steigt. ;)

    Wenn dass passiert, freue ich mich wirklich für Sie.

    Ich wette aber, dass Sie spätestens bei 10x aussteigen würden! :evil:

  • Ich habe Bekannte, die solche Beträge in BTC investiert haben. Und zwar in der Hoffnung das der Kurs des BTC in den nächsten Jahren nochmals um 100x oder gar 1000x steigt. ;)

    Wenn dass passiert, freue ich mich wirklich für Sie.

    Ich wette aber, dass Sie spätestens bei 10x aussteigen würden! :evil:

    Mir ging es auch ursprünglich nicht darum mit 1.000 Euro ein Vermögen aufzubauen, ich möchte lediglich zeigen, dass Markettiming nicht wirklich funktioniert.

    JDS: du hast zumindest in alten Beiträgen ja immer wieder Mal davon gesprochen, dass du es etwas anders siehst;)

  • du hast zumindest in alten Beiträgen ja immer wieder Mal davon gesprochen, dass du es etwas anders siehst;)

    Ja, das sehe ich 'anders'. Es funct, aber nie optimal. Und... es erfordert viel Zeit und auch 'Eier', sowie auch ein kleines Quäntchen Glück.


    Auf ETF bezogen kann ich leider nicht mit Daten und/oder Zahlen aufwarten, da ich mich nicht um Investitionen in ETF gekümmert habe. Lediglich auf einen 'gesunden' Aktienmix bezogen kann ich dir sagen, dass ich mit moderatem Handeln signifikant mehr an Rendite 'erzockt' habe, als dies mit sturem B&H machbar gewesen wäre.

    Und... so einfach eins zu eins kannst du das nicht auf dich übertragen...

  • Ja, das sehe ich 'anders'. Es funct, aber nie optimal. Und... es erfordert viel Zeit und auch 'Eier', sowie auch ein kleines Quäntchen Glück.

    Mich würde z.B. deine Einschätzung zur aktuellen Russland-Ukraine Krise stark interessieren.

    Hast du bereits verkauft?

    Wenn nein, planst du zu verkaufen und wenn ja wann?;)


    Ich frage mich einfach wenn es nicht Mal die Profis schaffen, warum wir Laien?

  • Micha, ich bin kein Hellseher... aber auch kein Schwarzseher ;-)


    Auch wenn wir off-topic unterwegs sind... Die Russland/Ukraine-Krise interessiert mich nicht. Ich habe ein paar Aktien von Firmen im Depot, deren Geschäftsmodelle ich wenigstens ansatzweise verstehen kann. Wenn zu vermuten ist, dass deren Entwicklung stockt, nehme ich Gewinne mit und basta. Oder wenn der Kurs mit gleichzeitige hohen Handelsvolumina fällt, drücke ich bei zwischen 5 und 15% (Schmerzgrenzen ;-)) auf den 'und-Tschüß-Knopf'.

    Derzeit bin ich wieder mal bei ca. 50/50 Cash und Aktien...

    Ich frage mich einfach wenn es nicht Mal die Profis schaffen, warum wir Laien?

    Wenn du mit Profis Bänker meinst, enthalte ich mich der Stimme ;-)

    Meinst du jedoch Fondsmanager, dann erlaube ich mir auf die jeweiligen Korsetts zu verweisen, die sich die Fondsgesellschaften zwangsweise angezogen haben. Die Ausrichtung der Fondsmanager entspricht nicht der von 'normalen' Investoren, welche eigenes Geld einsetzen.

    Und... private wie auch professionelle Investoren (die mit eigenen Geldern arbeiten), hängen ihre Methoden nicht an die große Glocke. Du wirst nix dazu in den Medien finden... aber dennoch gibts es sie.

  • Die Methoden würden mich tatsächlich sehr interessieren;)

    Nein, alles gut.. mit deinem Post kann ich definitiv was anfangen. Hört sich auch nicht verkehrt an so ne hohe Cash-Quote.

    Bin gespannt was diese Woche bzw. in den nächsten Wochen noch passiert.