Sberbank komme ich weiterhin an mein Geld?

  • Wiesooooo? FT hat doch ordentlich recherchiert und Konditionen bei faktischer Sicherheit gelistet.

    Die Empfehlungen von FT erstrecken sich darüber hinaus auch nicht darauf, das Hirn ausgeschaltet zu lassen :D

    Da machst du es FT aber leider ein bisschen leicht, als gemeinnützige Stiftung. Da sollte halt in Zukunft bisschen mehr einfließen, als Kondition und faktische Sicherheit. Auf Fairriester gehe ich jetzt mal lieber nicht ein.


    Und wenn hier Personen bewusst empfohlene Konten von Finanztip eröffnen, hat das schon lange nichts mit Hirn ausschalten zu tun. Hier wird auf den Rat eines "Verbraucherschützers" vertraut. Dass du dein Hirn nie ausstellst, wissen wir ja mittlerweile :-)

  • Und wenn hier Personen bewusst empfohlene Konten von Finanztip eröffnen, hat das schon lange nichts mit Hirn ausschalten zu tun.

    Ja und nein... Ich kann mir doch ausrechnen, wieviel an Zinsen rüberkommen... und wenn ich einen "Notgroschen" von 10k anlege, sind doch andere Aspekte wichtig, als 5 oder 50€ Zinsertrag pro Jahr...

    Da lasse ich das Geld doch liebr unterm Kopfkissen und sammel auf meinen Spaziergängen ein paar Einwegpfanddosen und/oder -flaschen ein ;-)


    Soll Finanztipp bei jeder Empfehlung auch auf solche banalen Dinge eingehen? Was sagt denn Xenia dazu?

  • Ja und nein... Ich kann mir doch ausrechnen, wieviel an Zinsen rüberkommen... und wenn ich einen "Notgroschen" von 10k anlege, sind doch andere Aspekte wichtig, als 5 oder 50€ Zinsertrag pro Jahr...

    Da lasse ich das Geld doch liebr unterm Kopfkissen und sammel auf meinen Spaziergängen ein paar Einwegpfanddosen und/oder -flaschen ein ;-)


    Soll Finanztipp bei jeder Empfehlung auch auf solche banalen Dinge eingehen? Was sagt denn Xenia dazu?

    Ich finde den Weg den die Diskussion gerade nimmt eher schwierig. Ich glaube viele haben verstanden demnächst noch genauer zu recherchieren. Aber hier jemandem vorzuwerfen „Zinsgeil zu sein ( bei 0,10%) und sein Hirn ausgeschaltet zu haben ist schon sehr grenzwertig. Nicht jeder hat jahrelange Erfahrung in diesen Themen. Und ich glaube niemand hat damit gerechnet dass Hr. Putin so agieren wird.

  • Meiner Ansicht nach hat niemand sein Hirn ausgeschaltet, wenn er einer top bewerteten Einlagensicherung vertraut. Diesen Vorwurf müssen sich eher die Aufsichtsbehörden machen. Lehman Brothers, Greensill und jetzt Sberbank liefen alle nach demselben Muster ab. Und auch bei Wirecard hat man sich erst vor kurzem nicht mit Ruhm bekleckert.

  • Hier noch eine kleine Frage von einem "Zinsgeilen". Ich habe mein Geld von der Sberbank am 24.02. auf mein Referenzkonto der DKB gebucht. Valuta gemäß Sberbank der 25.02.. Aktuell ist das Geld noch nicht gutgeschrieben und hängt irgendwo Äther. Ich gehe aber aktuell davon aus dass ich gerade noch die Kurve bekomme habe und das Geld bekomme oder bin ich da zu naiv?


    Kontostand gemäß Onlinebanking bei der Sberbank aktuell 0,00€.

  • ok. liebe Leute, ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich das hier alles richtig verstehe.

    Aber mal so viel vorab: Wir von Finanztip haben beim Festgeld immer von Anlagen in unsicheren Ländern abgeraten. Auch in Russland.

    Allerdings gibt es Töchter russischer Banken, nämlich die VTB Direkt in Frankfurt und die Sberbank in Wien, die bisher zu unseren Empfehlungen gehörten. Denn Einlagen dort sind durch die Einlagensicherungen von Deutschland und Österreich geschützt. Trotz der Sanktionen gegen die Mutterkonzerne, die beide mehrheitlich im Staatsbesitz sind, musst Du Dir also keine Sorgen machen. Geld ist sicher.

    PS. Beide Banken, sowie VTB Invest sind aufgrund der russischen Angriffs auf die Ukraine, keine Empfehlungen von Finanztip mehr.

  • Das Muratorium läuft bis morgen 23.59 Uhr. Danach sollte es die Feststellung der Zahlungsunfähigkeit geben. Dann muss die BaFin aktiv werden und von da an hoffentlich den gesetzlich vorgegeben Weg einschlagen. Der Hinweis mit der Bonität passt meiner Meinung nach nicht ganz. 1. ist die Sberbank auch seitens FT mehrfach vorgeschlagen worden ( hier besteht meinerseits das Vertrauen entsprechender Prüfung). 2. Was bringt in solch einem Fall die Bonität?


    ok. liebe Leute, ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich das hier alles richtig verstehe.

    Aber mal so viel vorab: Wir von Finanztip haben beim Festgeld immer von Anlagen in unsicheren Ländern abgeraten. Auch in Russland.

    Allerdings gibt es Töchter russischer Banken, nämlich die VTB Direkt in Frankfurt und die Sberbank in Wien, die bisher zu unseren Empfehlungen gehörten. Denn Einlagen dort sind durch die Einlagensicherungen von Deutschland und Österreich geschützt. Trotz der Sanktionen gegen die Mutterkonzerne, die beide mehrheitlich im Staatsbesitz sind, musst Du Dir also keine Sorgen machen. Geld ist sicher.

    PS. Beide Banken, sowie VTB Invest sind aufgrund der russischen Angriffs auf die Ukraine, keine Empfehlungen von Finanztip mehr.:thumbup:

  • FT konnte doch genauso wenig wie alle anderen wissen, dass Putin ausgerechnet im Februar 2022 einen Krieg vom Zaun bricht.
    Hätte er das nicht getan, gäbe es bei der Sberbank überhaupt kein Thema.

    natürlich konnten sie das nicht. Das habe ich auch nicht behauptet. Aber sie wussten ja, welcher autokratische Staat da dran hängt

  • Aber hier jemandem vorzuwerfen „Zinsgeil zu sein ( bei 0,10%) und sein Hirn ausgeschaltet zu haben ist schon sehr grenzwertig.

    Ja... es ist immer schwierig, wenn Teilaussagen, die aus dem Kontext herausgenommen sind, bewertet werden. Ich werfe übrigens niemanden nix vor! Mit 'Hirn ausgeschaltet zu lassen' meinte ich nicht, blind und doof irgendwelchen Empfehlungen zu folgen. Vielmehr sollte 'mit eingeschaltetem Hirn' - so zu sagen - ermittelt werden, was es mir bringt, wenn ich einer Empfehlung folge.


    Mal 'unter Brüdern'... von welchen Größenordnungen reden wir denn hier? Der brave Sparer packt z.B. 5.000€ auf so 'n Konto und bekommt ( bei 0,1% ) 5€ an Zinsgutschrift für einen Anlagezeitraum von einem ganzen Jahr. Bringen ihn die 4,90€ weiter, die er mehr bekommt als vor der Haustüre?

    Solche Fragen stelle ich mir generell, und völlig losgelöst von der derzeitigen Situation in Europa, besonders wenn die Ergebnisse der Zinsportale auf'n Tisch kommen. Ich schicke auch keinen Cent an eine Zinsbude in Italien, die einem internationalen Konsortuim von Investoren gehört, und auch nicht einer Bank in Süd-Ost-Europa, die von einem Konzern aus Malaysia betrieben wird... selbst wenn faktischer Einlegerschutz besteht.

  • Uns allen würde hier ein wenig Mäßigung gut tun. Es gab ein großes Interesse an guten Beziehungen, auch Wirtschaftsbeziehungen mit Russland. Insofern war auch der Geschäftsverkehr mit einer deutschen Niederlassung / Tochter einer russischen Bank nicht verwerflich.


    Ich für mich kann sagen, dass ich wie der Frosch im Kochtopf den Kipppunkt nicht gemerkt habe, wobei ich weder in Russland investiert bin noch Konten bei einer russischen Bank habe. Allerdings hat mein Gasversorger gerade im letzten Sommer auf russisches Gas umgestellt ...

  • Ja... es ist immer schwierig, wenn Teilaussagen, die aus dem Kontext herausgenommen sind, bewertet werden. Ich werfe übrigens niemanden nix vor! Mit 'Hirn ausgeschaltet zu lassen' meinte ich nicht, blind und doof irgendwelchen Empfehlungen zu folgen. Vielmehr sollte 'mit eingeschaltetem Hirn' - so zu sagen - ermittelt werden, was es mir bringt, wenn ich einer Empfehlung folge.


    Mal 'unter Brüdern'... von welchen Größenordnungen reden wir denn hier? Der brave Sparer packt z.B. 5.000€ auf so 'n Konto und bekommt ( bei 0,1% ) 5€ an Zinsgutschrift für einen Anlagezeitraum von einem ganzen Jahr. Bringen ihn die 4,90€ weiter, die er mehr bekommt als vor der Haustüre?

    Solche Fragen stelle ich mir generell, und völlig losgelöst von der derzeitigen Situation in Europa, besonders wenn die Ergebnisse der Zinsportale auf'n Tisch kommen. Ich schicke auch keinen Cent an eine Zinsbude in Italien, die einem internationalen Konsortuim von Investoren gehört, und auch nicht einer Bank in Süd-Ost-Europa, die von einem Konzern aus Malaysia betrieben wird... selbst wenn faktischer Einlegerschutz besteht.

    Wie schon gesagt… Thema verstanden. Nur zur Einordnung… sberdirect = Sitz in Deutschland und Ableger der eigenständigen sber Europe mit Sitz in Wien. Österreich würde ich nicht als Risiko einschätzen. Und soweit ich das verstanden habe ist die sber Europe in Schwierigkeiten geraten weil kurzfristig massiv Geld abgerufen wurde und zusätzlich Mittel der Mutterbank nicht bereitgestellt wurden. Und ja, diese sitzt leider in Russland. Ich bin mir nur nicht sicher wo wir dann da anfangen und aufhören wollen in einer globalen Welt. Hier erfolgte keine Anlage in irgendeinem Dritte Weltland. Sondern in Österreich.

  • Natürlich. Darum hätte ich da persönlich auch nie was eröffnet. Aber ich bleibe dabei. Da hat FT eine Verantwortung.

    Inwiefern eine Verantwortung? Wie bereits geschrieben, deutsche/österreichische Einlagensicherung. In den Ratgebern verweisen wir stets wo die Banken ihren Sitz haben. Im Ratgeber zu sichere Banken haben wir ebenfalls transparent gelistet wie wir analysieren und Kriterien festlegen.

    Es ist immer leicht mit dem Finger auf andere zu zeigen ;) aber wir zeigen transparent welche Optionen ihr als Anleger:innen/Sparer:innen habt, Entscheidungen trefft ihr noch selbst.. habe ich zumindest gehört ;)

    und dann kommen die meisten noch in unser Forum, um auf JDS und seine Meinung zu ausländischen Banken zu treffen :D

  • Ich bin mir nur nicht sicher wo wir dann da anfangen und aufhören wollen in einer globalen Welt. Hier erfolgte keine Anlage in irgendeinem Dritte Weltland. Sondern in Österreich.

    Ist auch klar! Die Ösi-Einlagensicherung einschließlich 'Gefolge' wird's schon richten.


    Aber mal Hand auf's Herz... bei den Ösis würde ich auch keinen Cent investieren. Die Schluchtis können doch eh nix anderes, als friedliche Touristen zu blitzen :D


    Wo anfangen, wo aufhören? Ich weiß es auch nicht. Mit manchen Dingen bleibt man scheinbar besser im Ländle... und selbst zu hause fallen viele Anbieter durchs Raster...

  • Ich zeige nicht mit den Finger auf jemanden. Natürlich muss am Ende jeder selbst wissen, was er abschließt und wo. Es gibt aber Verbraucher, die hinterfragen dann eine Empfehlung für ein Tagesgeldkonto nicht. Natürlich kann dann FT sagen, wie transparent sie bei allem sind. Am Ende haftet man halt nie dafür, weil man ja nichts empfiehlt 😎 und der Kunde am Ende ja selber wissen muss, was er abschließt. So lief es ja auch bei fairriester. Das wurde ja medial von Herrn Tenhagen beworben. Wenn die Börsenwerte mal fallen, kein Problem. Ups, war dann wohl doch nicht so. Konnte man ja nicht wissenD und für Haften muss man ja auch nicht. Entscheidungen trifft der Verbraucher ja schon selbst. Habe ich zumindest gehört 😉