ETFs trotz Fondsgebundener RV?

  • Sollte ich einen zusätzlichen ETF besparen? 6

    1. Ja (6) 100%
    2. Nein (0) 0%

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Forum und hoffentlich an der richtigen Stelle. Falls es diesen Thread bereits geben sollte, weist mich gerne darauf hin. Ich habe anhand der Suchfunktion noch nicht das passende gefunden.


    Und zwar geht es darum, ich habe letztes Jahr eine fondsgebundene Rentenversicherung bzw. Lebensversicherung abgeschlossen. Ich habe mich dabei von Hoesch&Partner beraten lassen. Die Kosten sind gering und die abgesicherte Höhe der Rente ist garantiert. Zusätzlich habe ich noch einen alten Bausparvertrag, den ich definitiv behalten möchte, Riester-Vertrag, da fließen also min. 4% des Brutto-Einkommens im Jahr rein + Zulagen.

    Jetzt meine Frage: Ich habe noch voraussichtlich 37 Jahre bis zur Rente. Sollte ich zusätzlich einen ETF-Sparplan anlegen? Ich könnte dort aktuell maximal 50-100€ im Monat investieren. Allerdings nur, solange ich meine Spartöpfe auf dem Tagesgeldkonto nicht auffüllen muss, nach Urlauben oder Käufen.

    Macht es Sinn in ETFs zu investieren, wenn ich das doch bereits bei der RV mache? Klar, die Kosten sind vergleichsweise höher als wenn man selbst die ETFs kauft aber ich möchte unbedingt abgesichert sein bei der Rente (daher Versicherung mit Garantie gewählt) und mich nicht aktiv um die ETFs kümmern.

    Also: Ersetzt die RV eurer Meinung nach den klassischen ETF-Sparplan?


    Ich bin gespannt auf eure Antworten, danke einmal im Voraus!

    VG Larissa

  • Die Kosten sind gering und die abgesicherte Höhe der Rente ist garantiert. Zusätzlich habe ich noch einen alten Bausparvertrag, den ich definitiv behalten möchte, Riester-Vertrag, da fließen also min. 4% des Brutto-Einkommens im Jahr rein + Zulagen.

    Jetzt meine Frage: Ich habe noch voraussichtlich 37 Jahre bis zur Rente. Sollte ich zusätzlich einen ETF-Sparplan anlegen?


    Also: Ersetzt die RV eurer Meinung nach den klassischen ETF-Sparplan?

    Hallo PinkCushion und Herzlich Willkommen im FT-Forum,

    das aktuelle Problem ist die Beitragsgarantie Deiner Versicherung. Aktuell haben wir eine absolute Niedrigzinsphase.

    Wie soll die Versicherung Dir eine Beitragsgarantie aussprechen, wenn nicht der überwiegende Teil Deiner Versicherungsprämie in 'sichere' und damit renditeschwache Anlagen fließt? :/

    Um es klar zu sagen: Du brauchst eine jährliche Rendite oberhalb der Inflationsrate, damit sich eine RV überhaupt rechnet! Wenn wir also mal vom 2% Inflationsziel der EZB ausgehen, muss Deine RV jährlich ~ 2% Rendite nach Kosten liefern nur um überhaupt die Inflation auszugleichen!

    Dann hast Du aber noch nicht einen Cent verdient!

    Ich würde sehen, dass ich solche 'Garantieprodukte' loswerde und entweder eine ETF-Nettopolice oder gleich ganz einfach auf ein eigenes ETF-Depot setzten. Langfristig sind damit Renditen von 7% drin.

    BTW: Du hast auch keine 'Garantie' überhaupt noch 37 Jahre zu leben! ;)


    'Klassischer' ETF-Sparplan, der Witz ist echt gut!:D

    Ich habe noch eine 'klassische' KLV von 1990 mit einem Garantiezins von 3,5%. Die Versicherungen wollen solche hochverzinsten Altverträge lieber heute als morgen 'loswerden'. Schon mehrfach hat der Gesetzgeber zugunsten der Lebensversicherungskonzerne die 'Spielregeln' geändert -> Renditen der Versicherten gesenkt. Da geht nämlich 'Systemschutz' vor Verbraucherschutz!

    Seit einigen Jahren setzte ich zusätzlich auf das eigene ETF-Depot. Und mit dem Wissen von heute, und wenn es 1990 überhaupt schon so etwas wie ETF gegeben hätte, hätte ich von Anfang an zu 100% auf das eigene Depot gesetzt!:)

    Lieber eine realistische Chance auf eine gute Rendite als eine Versicherung, die nicht mal das Papier wert ist, auf das die Police seinerzeit gedruckt wurde!

    BTW: Meine KLV ist bei der Allianz. Wenn ich vom meinen Versicherungsbeiträgen immer schön Allianz-Aktien gekauft hätte, wäre meine Rendite heute deutlich besser als mit meiner KLV!!!

  • Vielen Dank schon einmal für die Antworten, toll, dass man hier so schnell Feedback bekommt und ich bin über jeden Kommentar dankbar.

    Ich möchte die RV nicht los werden, auch wenn sie, wie schon angedeutet, höhere Kosten und womöglich geringere Renditen bringt, als direkt in ETFs zu investieren. Das ist mir bewusst gewesen als ich die RV abschloss. Wie gesagt, habe ich mich bewusst gegen das Risiko entschieden und für eine gesicherte Rente, jeder muss selbst entscheiden wie risikofreudig er ist. Ich habe da schwache Nerven :) Darüber hinaus kann ich selber die Fonds auswählen, in die für mich investiert werden sollen. Unter dem MSCI World habe ich den Fokus auf Schwellenländer gelegt. Man darf durchaus aktiv mitwirken und so das Potenzial erhöhen mehr Rendite abzugreifen. Nur falls eben alles den Bach runter geht, habe ich eben safe das, was ich haben muss um später nicht zu verarmen, Inflation inklusive. Das gefällt mir!


    Meine Frage ist einzig und allein, ob ich noch zusätzlich einen ETF-Sparplan anlegen sollte. Eigentlich macht das wenig Sinn, wenn der Hintergrund der Vermögensaufbau für die Altersvorsorge sein soll, oder sehe ich das falsch? Mittelfristig spare ich Vermögen in meinem Bausparer an, langfristig habe ich die RV.

    Würde man dann übriges "Spielgeld" nicht in so etwas wie z.B. Kryptowährungen investieren oder alternative Anlageoptionen wählen? Oder ist das dann schon "übersparen" ^^

  • ichbins

    Die Threaderstellerin hat keine Nettopolice, wie Sie im Video besprochen wird, sondern eine fondsbasierte 'Garantieversicherung'!

    Sozusagen das schlechte aus beiden Welten zusammen! Garantie und Fonds funktioniert langfristig nicht, wie 2020 erst wieder das Desaster von Fairr-Riester eindrucksvoll gezeigt hat. Und schon mal gar nicht in einer Niedrigzinsphase.

  • ichbins

    Die Threaderstellerin hat keine Nettopolice, wie Sie im Video besprochen wird, sondern eine fondsbasierte 'Garantieversicherung'!

    Sozusagen das schlechte aus beiden Welten zusammen! Garantie und Fonds funktioniert langfristig nicht, wie 2020 erst wieder das Desaster von Fairr-Riester eindrucksvoll gezeigt hat. Und schon mal gar nicht in einer Niedrigzinsphase.

    Sollte ja nur zeigen, dass selbst bei bester RV der ETF-Sparplan überlegen ist, zu Vertragskosten usw. wurde im Eingang nichts erwähnt.

  • Meine Frage ist einzig und allein, ob ich noch zusätzlich einen ETF-Sparplan anlegen sollte. Eigentlich macht das wenig Sinn, wenn der Hintergrund der Vermögensaufbau für die Altersvorsorge sein soll, oder sehe ich das falsch? Mittelfristig spare ich Vermögen in meinem Bausparer an, langfristig habe ich die RV.

    Würde man dann übriges "Spielgeld" nicht in so etwas wie z.B. Kryptowährungen investieren oder alternative Anlageoptionen wählen? Oder ist das dann schon "übersparen"

    Für diese Frage sind zuviele Evantualitäten offen, ist eine Immobilie geplant, Familie,Kinder usw. Wann wird Geld vor der Rente benötigt.... Auf jeden Fall wirst du zu Rentenbeginn über jeden € froh sein. Vorteil ETF: sollte in den 37 Jahren etwas besseres auf den Markt kommen, kannst du sofort verkaufen, bei deinen anderen Anlagen wird das schwieriger. Fazit: Jeder bestimmt selber was er mit seinem Geld anstellt ;)