Einmarsch russischer Truppen Ukraine

  • Liebe Community,


    wie zu erwarten hat der Einmarsch der Russen in die Ukraine einen Börsencrash ausgelöst.

    Wie verhaltet ihr euch?


    Umschichten? Falls sich das noch zu einem großen Krieg ausweitet..


    Aussitzen? Krieg bleibt vermutlich auf Ukraine beschränkt..


    oder

    Nachkaufen? Der Krieg ist mit der beschränkten Invasioen der Ostukraine bald vorbei…


    oder

    ich spende kräftig? Das Leid in der Ukraine muss abgefedert werden…


    LG

  • Ich habe meinen monatlichen Sparplan und führe ihn unbeirrt fort. Die fallenden Kursen nutze ich als Gelegenheit relativ günstig einzukaufen.

    Ich habe allerdings auch einen sehr langfristigen Anlagehorizont für meine Anlage.

    Trotzdem hoffe ich natürlich, dass die Krise bald vorüber ist und die Sache noch einigermaßen gut ausgeht.

  • wie zu erwarten hat der Einmarsch der Russen in die Ukraine einen Börsencrash ausgelöst.

    Habe ich nicht mitbekommen. Der S&P500-Future steht um 2,5% tiefer als Freitag, der MSCI World steht rund 12% unter dem Hoch von Dezember, das ist kein Crash.

    Nachkaufen? Der Krieg ist mit der beschränkten Invasioen der Ostukraine bald vorbei…

    Heute wird ein Sparplan ausgeführt, da werde ich günstig kaufen, und kaufe noch zwei andere manuell, das mache ich immer am 22., da da die Kurse statistisch niedrig sind.

    Umschichten? Falls sich das noch zu einem großen Krieg ausweitet..

    Das muss man vorher machen, nicht wenn es schon geknallt hat.


    Ich habe mehrere Shorts am laufen, die gestern 7 -13% gestiegen sind. Auch meine Goldbestände entwickeln sich nett.

    Aussitzen? Krieg bleibt vermutlich auf Ukraine beschränkt..

    Das Thema des Jahres 2022 ist die Inflation und daraus folgende Reduzierung der Liquidität durch die Notenbanken. Auch das ist seit Dezember bekannt.


    Generell: Hier tun ja fast alle so, dass sie die ganz entspannten buy-and-hold-Anleger sind. Das kann auch zu langen Verlustphasen führen. Wahrscheinlich kommt jetzt eine. Wenn man das nicht möchte muss man reduzieren oder aussteigen, was allerdings langfristig ein Fehler sein wird, weil man den Aufschwung dann verpasst. Also jetzt überlegen was man in Zukunft als Aktienquote haben möchte.

  • wie zu erwarten hat der Einmarsch der Russen in die Ukraine einen Börsencrash ausgelöst.

    Wie verhaltet ihr euch?

    Na ja... davon habe ich nix mitbekommen. Ein Crash sieht doch etwas anders aus... er könnte aber kommen... was mir auch egal wäre...

    Ich bin vor und nach dem Jahreswechsel inzwischen auf eine Cash-Quote von fast 75% gekommen, aber weder wegen Corinna, noch wegen der Ukraine, sondern ganz einfach deshalb, weil die Kurse soft in Richtung 'Schmerzgrenze' gefallen sind. Steuern waren mir dabei egal, da mein Bestand sowieso stark versteuert ist/war.

    Umschichten? Falls sich das noch zu einem großen Krieg ausweitet..

    Wann? Wenn die Kurse richtig purzeln sollten, wer will dann deine Aktien/Fonds/ETF kaufen? Bei Fonds/ETF sollte es nicht so dolle problematisch sein, da durch neues Geld (Sparpläne) ja eh nachgekauft wird. Die Frage ist halt, wann du umschichten willst und worauf. Gold ist wieder im Gespräch... aber da hätte man sich schon lange vorher 'eindecken' sollen...

    Aussitzen? Krieg bleibt vermutlich auf Ukraine beschränkt..


    oder

    Nachkaufen?

    Aussitzen? - Langfrist Pantoffeldepot-Anleger werden dies sowieso tun...

    Nachkaufen? - Langfrist Pantoffeldepot-Anleger werden dies sowieso via Sparplan tun...Ansonsten ist die Frage: "Wann?"


    Vermutlich ist die derzeitige Zins- und Geldmarktpolitik das größere 'Problem' bzw. hat mehr Einfluss auf die Kurse, als das östliche Säbelrasseln. Schaun mer mal...

    ... ich spende kräftig?

    Wir Steuerzahler 'spenden' eh genug...

  • Generell: Hier tun ja fast alle so, dass sie die ganz entspannten buy-and-hold-Anleger sind.

    Jo, hier meldet sich Einer! ;)

    Sparplan läuft einfach weiter. Verkauft wird höchstens etwas um ggf. den Freibetrag auszunutzen.

    Schauen wir mal wohin das Ganze (noch) führt. :/

    Meine Gedanken sind bei den Menschen, die wirklich darunter zu leiden haben.

    Bei mir zuckt aktuell höchstens der Chart etwas nach unten.

  • Schau Dir einfach mal den Verlauf der Indizes über viele Jahre an, da gibts eine Menge Einbrüche - viele weit größer als der Knick der letzten Wochen. Eine klare Handlungsempfehlung für Anleger läßt sich daraus nicht ableiten außer der Trost, dass sich die Dinge nach einiger Zeit wieder einrenken.


    Als Erfahrungswert kann ich sagen, dass es bei mir meist schief ging, wenn ich dem Herdentrieb gefolgt bin und panisch getradet habe.

    Woran wir uns gewöhnen müssen: dass jeden Tag irgendwo die Welt untergeht und der Alarmismus weiter zunimmt (es gibt einfach zuviele Medien, für die zählt "bad news is good news" und nur wer lauter schreit als die anderen, findet Gehör. Wenn Du ein Magengeschwür bekommen willst und Dein Depot kaputt-traden möchtest: zieh Dir n-tv online news rein... :-) ).


    Was man sich vielleicht fragen kann: wenn Rohstoffe und fossile Brennstoffe wie Öl und Gas aus diversen "geopolitischen" Gründen nun immer teuerer werden: was bedeutet das mittelfristig für die Entwicklung und den Einsatz alternativer Energien? In gewisser weise zwingt uns die politische Lage nun zu Diversifikation - vielleicht lassen sich daraus mittelfristige lohnende Anlageziele ableiten? ;-)

  • Auf jede Krise folgen üppige Subventionen für Aktionäre. Ohne "Krisen" wären diese noch schwerer zu rechtfertigen. Wobeis in letzter Zeit auch in Boomzeiten und prall gefüllten Kassen Geschenke an Unternehmen und ihre Besitzer gab. Man denke an die Trumpschrn Steuergeschenke die zu nahezu 100% in Aktienrückkäufe und Dividenden geflossen sind. Wer der finanziellen Möglichkeiten hat sollte solche Geschenke mitnehmen, es werden weitere folgen.

  • Wobei ich mir gerade wegen dieser Geschenke in guten Zeiten weniger Sorgen um die Ukraine oder Russland machen würde. Und viel mehr über einen möglichen Bumerang dieser Geschenke und der lockeren Geldpolitik des letzten Jahrzehnts. Die Bewertungen vieler Unternehmen sind aktuell sehr hoch und werden sich auf die eine oder andere Art normalisieren müssen.

  • Hallo in die Expertenrunde,


    ich habe mich kürzlich gegen das Thema Hauskauf entschieden und möchte nun 65 % meines EK (100-Lebensalter) in den FTSE All World schieben. Das sind grob 50.000. Ein Sparplan über 100 Euro läuft bereits seit einem Jahr, der soll dann auch auf 300-400 aufgestockt werden.


    Nordet mich aber mal bitte kurz ein, ich habe sowieso schon Sch*ss wegen der für mich hohen Einmalanlage von 50 k (für die ich mich bewusst gegenüber der Tranchenanlage entschieden habe):


    Ist genau jetzt vielleicht der falsche Zeitpunkt, mit dem Großteil seines Vermögens in ETF zu gehen - annehmend, dass die Kurse in den nächsten Monaten ggf. weiter sinken werden (klar, kann hier keiner vorhersehen)? Oder spielt das auf den langen Anlagehorizont (ich bin nämlich auch ein buy-and-holder) wie schon tausendmal erwähnt/gehört auch in diesen Monaten keine Rolle?


    Danke euch für eine kurze Einschätzungen bzw. eine (wie sagt man in Süddeutschland?) "Watsche" links und rechts ;-)

    Julian

  • Schau Dir einfach mal den Verlauf der Indizes über viele Jahre an, da gibts eine Menge Einbrüche - viele weit größer als der Knick der letzten Wochen. Eine klare Handlungsempfehlung für Anleger läßt sich daraus nicht ableiten außer der Trost, dass sich die Dinge nach einiger Zeit wieder einrenken.

    ... wahrscheinlich liegt hier schon die Antwort für mich parat ...

  • möchte nun 65 % meines EK (100-Lebensalter) in den FTSE All World schieben.

    Diese Regel - 100 minus Lebensalter - ist für die Tonne! Bei deinen Quoten von Geld- und Sachwerten solltest du dich nach dem derzeitigen und ggfs. künftigen Bedarf richten. Und dieser 'Bedarf' hängt wiederm von den derzeitigen und künftigen Einkünften - welcher Art auch immer - und dem Gesamtvermögen ab.

    Klare 'Regeln', was 'man' tun sollte, gibt's nicht... außer vielleicht die weiche Masse zwischen den Ohren zu nutzen und meinetwegen mit Papier und Bleistift planen...

    Beim Thema Planen kommen vermutlich wieder die armen Experten zu Wort, die dies für überflüssig halten, weil wir die Zukunft nicht kennen. Ja... weil wir die Zukunft nicht kennen, schauen wir uns unser Plänchen Jahr für Jahr an und korrigieren es ggfs., und sei es nur über den 'Input'...


    Nordet mich aber mal bitte kurz ein, ich habe sowieso schon Sch*ss wegen der für mich hohen Einmalanlage von 50 k (für die ich mich bewusst gegenüber der Tranchenanlage entschieden habe):

    Wenn du dich für eine Einmalanlage entschieden hast, dann hau rein! Hinsichtlich der unklaren Lage (wegen Zins- und Geldpolitik) würde ich derzeit aber eher die Investition auf ein halbes Jahr verteilen... aus dem Bauch heraus und ohne stichhaltige Gründe nennen zu können.

  • Danke für deinen Beitrag JDS. In einem anderen Thread habe ich gerade Folgendes von chris2702 gelesen:


    Zitat

    Ich arbeite weniger mit deiner Formel, als mit der Überlegung, was ich eigentlich zum Leben sicher brauche. Wir leben fast ausschließlich von den Erwerbseinkommen von mir und meiner Frau. Daraus speisen sich Tagesgeld und ETF Sparplan. Das Tagesgeld soll 5 gemeinsame Nettogehälter enthalten. Der ETF Sparplan läuft seit 5 Jahren durch mit 500 Euro pro Monat. Sehe ich, dass das Tagesgeld auf 6 Monatsgehälter zuläuft, gibt es eine extra Rate in den ETF Sparplan. Sinkt das Tagesgeld deutlich, reduzieren wir unsere Konsumausgaben.

    Das - plus Hirnmasse nutzen - scheint ein Ansatz zu sein, der zu mir (und meiner Frau) passt. Stift und Papier sind gezückt, danke!