Vanguard startet Robo Advisor

  • Vanguard startet einen eigenen Robo-Advisor. https://www.de.vanguard/de/anlegen-sparen/anlageservice


    Man kann ohne Anmeldung einen Anlagevorschlag erstellen lassen, wenn man das ausprobieren möchte.


    Die Kosten sind sehr hoch, zusätzlich zu den ETF-Kosten kommen 0,65% All-in-Servicegebühr hinzu. s. PLV https://www.de.vanguard/de/sta…nlageservice.9fe71119.pdf Soweit ich den Kundenvertrag verstehe läuft das Depot auf einer Plattform direkt bei Vanguard.


    Persönliche Wertung:

    Das Angebot braucht man nicht, mit einer Eigenanlage kommt man besser weg, z.B. mit einem Vanguard LIfeStragy bei einem Neobroker würde man über den Daumen ein halbes Prozent sparen. Von FT empfohlene Robos sind tlw. günstiger https://www.finanztip.de/robo-advisor/


    Vanguard ist für mich eine totale Enttäuschung. Es wird von sich selbst behauptet, dass man durch die genossenschaftliche Struktur Nutzen für den Anleger schaffe. Die Preise in D sowohl bei den ETF als auch jetzt beim Robo liegen jedoch nicht besser als sonst im Markt. Damit liegt der Verdacht nahe, dass die deutschen Anleger zugunsten der amerikanischen Anleger abgezogen werden.


    Wenn ich dann so was lese kann ich nur sagen Vanguard sollte sich für ein derartiges Angebot schämen.

    „Vanguard ist ein besonderer Asset Manager, sowohl was die Organisationsform angeht, als auch, was unsere Unternehmensphilosophie betrifft. Aufgrund der genossenschaftlichen Struktur unserer Muttergesellschaft ist die gesamte Unternehmensgruppe vom genossenschaftlichen Gedanken geprägt, bei dem unsere Anleger und Anlegerinnen stets im Mittelpunkt stehen.“

    Quelle https://www.de.vanguard/de

  • Ich habe mir den Robo gestern auch angeschaut. Auch das es eine Mindesteinlage von 5000,- € gibt empfinde ich jetzt als nicht sonderlich prickelnd.

    Klar, für den einen sind 5000,- € nicht so viel aber gerade für Leute die anfangen wollen sich mit der Materie zu beschäftigen bzw. erst Anfangen in der ETF Welt ist das schon eine kleine Hausnummer.

    Also einfach nur 25,- € Sparplan Anlegen und Ausprobieren oder laufen lassen ist nicht.

    Somit sind die ersten 5000,- € und somit 33,- Euro p.A. Gebühren für den Service schon mal fix.


    Ich würde mich da Kater.Ka auch anschließen und sagen das z.B. die Vanguard Lifestrategy besser bei weg kommt (keine pauschale Empfehlung, nur ein Beispiel) und interessanter erscheint.

  • Auch das es eine Mindesteinlage von 5000,- € gibt empfinde ich jetzt als nicht sonderlich prickelnd.

    1. http://www.das-dass.de

    2: Diese Bude versteht sich als Vermögensverwalter und nicht als Sparschweinchen ;-)

    aber gerade für Leute die anfangen wollen sich mit der Materie zu beschäftigen bzw. erst Anfangen in der ETF Welt ist das schon eine kleine Hausnummer.

    Also einfach nur 25,- € Sparplan Anlegen und Ausprobieren oder laufen lassen ist nicht.

    Dafür ist der Robo nicht gedacht. Hier in Schland ist eine GmbH tätig, und keine Wohlfahrtsorganisation.

    Robos sind 'Geldeinsammler' für die jeweiligen Anbieter und sie richten sich an faule / denkfaule Anleger. Wer denkfaul ist darf gerne etwas mehr ausgeben.

    Die Klamotte mit dem genossenschaftlichen Anspruch ist zwar werbewirksam, aber der Vorteil für den 'aufgeklärten' Kunden (egal wo) ist nicht erkennbar...

  • Mir wurde ein Portfolio mit 15% Anleihen und 85% Aktien vorgeschlagen, obwohl ich als Ziel Altersvorsorge mit mehr als 15 Jahren Laufzeit angegeben habe, bei vollem Risiko...

    Der Vorschlag lautete, das Geld in sieben Anleihefonds und sechs Aktienfonds zu investieren.

    Das wäre mir persönlich viel zu komplex.

  • Mir wurde ein Portfolio mit 15% Anleihen und 85% Aktien vorgeschlagen...

    Anlageentscheidungen sollte man von Produktentscheidungen getrennt sehen... und immer im Kontext mit der Gesamtsituation aus Einkünften und Vermögen...


    Ein Robo (ein Programm) kann dem Anspruch insoweit nicht gerecht werden.

  • Anlageentscheidungen sollte man von Produktentscheidungen getrennt sehen... und immer im Kontext mit der Gesamtsituation aus Einkünften und Vermögen...


    Ein Robo (ein Programm) kann dem Anspruch insoweit nicht gerecht werden.

    Wenn Vanguard folgendes schreibt: "Wir erarbeiten zusammen Ihr Profil mit Ihren Zielen, Ihrer finanziellen Situation und Ihrer Risikoneigung.", dann könnte man das schon erwarten. Aber dann dauert der Prozess deutlich länger als fünf Minuten.

  • Meiner Meinung nach gilt hier das Gleiche wie für alle "Robos". Sie sind viel zu teuer für das gebotene und durch einen Multi-Asset-Fonds mit fixer Strategie besser ersetzt.

    Hier kommt noch dazu, dass ich die Ermittlung vom Risikoprofil nicht verstehe. Irgendwie muss ich 6 Mal gefühlt beim gleichen einen Slider schieben und dann ändern sich irgendwelche Zahlen. So richtig nachvollziehen kann ich nicht was da im Hintergrund passiert

  • Aber dann dauert der Prozess deutlich länger als fünf Minuten.

    Die Sinnhaftigkeit ist nicht vom Zeitaufwand abhängig.


    Bei den 'Profilen' geht es weniger um deine Ziele als Anleger, sondern vorwiegend darum, die Haftung für die 'Anlageberatung' zu vermeiden. Dgl. gibt's auch in den Protokollen bei den Banken etc., wenn ein Profil erstellt wird. Ganz platt und banal... wenn auf dem 'Schnuddel Papier' steht, dass du dir möglicher Verluste im Klaren bist, und du den Schnuddel unterzeichnet hast bzw. den Inhalt bestätigt hast, kannst du hinterher nicht meckern ;-)