Nicht überwundene Corona-Krise und die Inflation

  • Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage, die wir in Deutschland und Europa haben. So wollte ich zu diesem Anlass euch in diesem Thread zu einem Diskurs einladen. Hierfür möchte ich euch kurz eine Beobachtung schildern: Im Herbst 2019 haben billige Nudeln der Eigenmarken der Discounter/Supermärkte 0,39 Euro für 500g gekostet, nun habe ich gestern einen Preis von 0,65 Euro für das gleiche Produkt gesichtet. Nun noch eine weitere Beobachtung: Durch die Corona-Pandemie sind die Preise für Sprit gefallen, ich erinnere mich an Dieselpreise unter einem Euro. Ja, das war natürlich eine Ausnahmesituation, jedoch sichte ich nun Dieselpreise über 2 Euro in einigen Regionen. Wenn wir nun davon ausgehen, dass nun zur Corona-Krise, die wir in vielen Bereichen noch haben oder besser gesagt mit den Folgen noch zu kämpfen haben, so kommt nun endgültig die Energiekrise hinzu, welche in Deutschland politisch immer verdrängt wurde. Die Abhängigkeit von einem Land hat natürlich nie Vorteile, aber wie nun die Politik über die wenigen Monate in den nächsten Winter helfen wird, dies betrachte ich wirklich mit Vorsicht, denn einige Kommentare weisen daraufhin, dass die Energieversorgung nicht innerhalb von Monaten umstrukturiert werden kann, außer es ist bezahlbar. Die Politik, wenn ich an Herrn Habecks Ausführungen denke, gibt an, dass wir, also die Verbraucher, das zahlen müssten, denn, mit dem Zusatz von Herrn Finanzminister, ist es der Preis für unsere Freiheit.. Angesichts der eingehenden Inflationswelle, welche gefühlt laut einer aktuellen Untersuchung bei fast 10 Prozent liegt, so vermute ich, dass die Konjunktur langfristig deutliche Dämpfer spüren wird.


    Ich freue mich auf eine kontroverse Diskussion. Schönes Wochenende !

  • Hallo.


    Da man immer nur eine Realität hat und daher schlecht vergleichen kann, was wäre wenn, müssen wir es wohl auf uns zukommen lassen.

    Zu meckern, dass alles hätte anders laufen sollen, ist allein nicht zielführend.


    Mobilität wird teurer und man muss schauen, wie man sich anpasst. Wer auf Widrigkeiten nicht reagiert, erhöht nur den späteren Anpassungsdruck.


    Konjunktur hatte schon immer Berge und Täler. Daher also nichts Neues.

  • Ich würde nicht vom Meckern sprechen, sondern viel mehr von einem kontroversen Kritisieren, denn nur so lebt eine Demokratie. Wir leben nicht nur in eine Realität, wir leben in der Gegenwart, die geprägt durch die Vergangenheit ist, und auch die zukünftigen Möglichkeiten/Wege beachten sollte. Diese Gegenwart ist abhängig unter anderem von subjektiven und gesellschaftlichen Wertesystem, aber auch Erfahrungen und Erlebnisse..


    Wie wir uns Anpassen, dies als eine Möglichkeit zu betrachten, da stimme ich dir auf jeden Fall zu. Hier in der Familie haben einige(Pendler) schon den Blick auf das Jobticket der Bahn gerichtet, um erstmal 3 Monate den erhöhten Kosten aus dem Weg zu gehen. Es gilt abzuwarten, wie die Situation in einem Jahr ist..

  • Ich würde nicht vom Meckern sprechen, sondern viel mehr von einem kontroversen Kritisieren, denn nur so lebt eine Demokratie. Wir leben nicht nur in eine Realität, wir leben in der Gegenwart, die geprägt durch die Vergangenheit ist, und auch die zukünftigen Möglichkeiten/Wege beachten sollte. Diese Gegenwart ist abhängig unter anderem von subjektiven und gesellschaftlichen Wertesystem, aber auch Erfahrungen und Erlebnisse..


    Wie wir uns Anpassen, dies als eine Möglichkeit zu betrachten, da stimme ich dir auf jeden Fall zu. Hier in der Familie haben einige(Pendler) schon den Blick auf das Jobticket der Bahn gerichtet, um erstmal 3 Monate den erhöhten Kosten aus dem Weg zu gehen. Es gilt abzuwarten, wie die Situation in einem Jahr ist..

    Das "Meckern" bezog sich nicht auf Deinen Beitrag. :saint:


    Ich würde davor warnen, alles zu dramatisieren. Uns (der BRD insgesamt) geht es vergleichsweise gut und selbst wenn morgen nicht die Vollbeschäftigung ausbricht, jammern wir immer noch auf sehr hohem Niveau.


    Hinter dem Horizont geht's weiter...

  • Das ist sehr viel vielschichtiger als nur "Inflation" und "Inflation schadet uns".


    Das Nudel-Thema war angekündigt, weil die Preise für Hartweizengrieß aufgrund von Ernteausfällen in den Hauptlieferländern massiv gestiegen sind.


    Beim Spritpreis sind kaum die 90 Cent aus der Corona-Lockdown-Zeit der Maßstab sondern das Jahr davor und wenn man das anschaut, dann ist die Steigerung gar nicht mehr so heftig. Das wäre der Zeitraum Ende 2019 bis Ende 2021.

    Und dann muss man noch sehen, dass der CO2-Preis den Liter Sprit um ca. 10 Cent verteuert hat.

    Soweit sind das normale und von der Politik bewusst herbeigeführte Effekte.

    Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland treiben den Preis weiter, aber das sehe ich als Sondereffekte, die niemand absehen konnte.

  • Ich freue mich auf eine kontroverse Diskussion. Schönes Wochenende !

    Eine Diskussion lebt von Vorschlägen, wie man ein Problem lösen kann.

    Wie wäre denn Deine Vorschläge?

    Weiter wie bisher und den Klimawandel schlichtweg leugnen?

    Vor Putin den Kniefall machen und darauf hoffen, dass er uns günstig mit Energie versorgt?

    Den Mindestlohn senken, damit wir billigst produzieren können?


    Wir Deutschen sind die Weltmeister im 'Schwarzmalen'. Nicht umsonst sind die Deutschen für Ihre 'German-Angst' weltweit bekannt. ;)

    Ich kann nicht ändern was aktuell auf der Welt passiert. Aber wir haben auch die 70'er und 80'er überlebt. Da hatten wir auch hohe Energiepreise, der Russe stand vor (je)der Tür und die Inflation war deutlich höher als aktuell.

    Trotzdem leben wir noch. Und der Lebensstandard ist heute deutlich größer als in den 70'er Jahren. :/

    Ich mach jetzt Wellness)Wochenende!

  • Das ist sehr viel vielschichtiger als nur "Inflation" und "Inflation schadet uns".


    ......

    Soweit sind das normale und von der Politik bewusst herbeigeführte Effekte.

    Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland treiben den Preis weiter, aber das sehe ich als Sondereffekte, die niemand absehen konnte.

    Das ist es in der Tat, daher kann über gewisse Faktoren durchaus diskutiert werden.

    Absolut richtig, ich kann dazu nur sagen, dass so gut wie alle aus meinem Umfeld diese Maßnahmen der Politik ablehnen.


    Diese Sondereffekte werden uns langfristig verfolgen, davon gehen einige Analysten aus.

    Eine Diskussion lebt von der Analyse, wenn die Analyse schon unsachlich wird, dann bringen unrealistischen Vorschläge keine Lösung.

    Den Klimawandel haben wir global, aber gerade in Deutschland wird versucht diesen national zu lösen, wobei gleichzeitig viele Länder(Indien, China, Pakistan, Nigeria...) unseren nationalen Ausstoß mehr als vervielfachen. Daher vertrete ich die Meinung, dass Klimaschutz nur international verbindlich geregelt werden kann.(Gegenüber Russland findet die Mehrheit der internationalen Gemeinschaft auch eine ablehnende Haltung..)

    Verhandlungen mit Putin sind zwingend erforderlich, aber stattdessen wird rigoros mit Sanktionen geantwortet. Es müssen alle an einem Tisch und nicht nur Einzelgespräche erfolgen.

    Der Mindestlohn hat an dieser Stelle wenig damit zu tun, kann jedoch für Friseurbetriebe und dem Einzelhandel, der nicht tariflich agiert, eine teure Angelegenheit werden. Ich bin eher für die allgemeine Einführung von verpflichtenden Branchentarifverträge.


    Dieser Thread lud nicht zum "Schwarzmalen" ein, da hast du etwas falsch beim Lesen impliziert. Die aktuelle Situation ist dennoch besorgniserregend, denn unsere Gesellschaft hat viele Jahre nur Frieden gekannt, daher kam es beispielsweise hinsichtlich der Bundeswehrstruktur und dem Bundeswehrbudget zu einigen Missständen, die uns nun bei solch einer Situation auffallen.(Davon abgesehen, dass es dutzende fachliche Meldungen zum Zustand der Bundeswehr gab.)


    Bestimmte Zeiten miteinander zu vergleichen ist vollkommen in Ordnung, dennoch würde ich von einem Gleichsetzen einen Abstand nehmen, denn jede Zeit hat seine Umstände. Es lassen sich Rückschlüsse treffen, aber zu sagen, weil es früher so war, dann kann es heute auch so sein, dies ist meiner Ansicht nach naiv zu bewerten.

    Der höhere Lebensstandard lässt sich unter anderem technologisch und sozialgeschichtlich erklären, dies würde ein ganzes Seminar an einer Universität füllen. Gleichzeitig möchte ich darauf zurückkommen, dass wir zusammen durchaus die Welt/Gesellschaft verändern können, dafür gibt es etliche historische Belege. Die Tiefe und die Wirkung dieser Veränderungen sind natürlich unterschiedlich zu bewerten, je nach Standortgegebenheit des Betrachters.

  • Das ist es in der Tat, daher kann über gewisse Faktoren durchaus diskutiert werden.

    Absolut richtig, ich kann dazu nur sagen, dass so gut wie alle aus meinem Umfeld diese Maßnahmen der Politik ablehnen.

    In meinem Umfeld lehnt es keiner ab, auch wenn alle über die Folgen stöhnen - Diesel bei 1,90 usw.

  • In meinem Umfeld lehnt es keiner ab, auch wenn alle über die Folgen stöhnen - Diesel bei 1,90 usw.

    So unterschiedlich sind die Meinungen, dann hoffe ich, dass es noch teurer wird und dementsprechend eine Gegenbewegung für soziale Gerechtigkeit aufkommt. Denn Klima- und Umweltschutz muss stets sozial verkraftbar sein, dies ist aktuell nicht der Fall, denn schwächere und stärkere Schultern müssen gleich viel leisten. Die schwächeren Schultern müssen derzeit prozentual mehr zahlen..

  • Den Klimawandel haben wir global, aber gerade in Deutschland wird versucht diesen national zu lösen, wobei gleichzeitig viele Länder(Indien, China, Pakistan, Nigeria...) unseren nationalen Ausstoß mehr als vervielfachen. Daher vertrete ich die Meinung, dass Klimaschutz nur international verbindlich geregelt werden kann.

    Der Pro-Kopf CO2-Ausstoß eines Deutschen liegt ca. um den Faktor 2-10 vor dem Pro-Kopf-Ausstoß der von Dir genannten Länder!

    Daher ist es absolut richtig, wenn zunächst mal wir unseren Pro-Kopf-Ausstoß verringern, bevor wir anderen Ländern vorschreiben sollten, wie hoch Ihr Ausstoss pro Kopf sein darf! BTW: Und Deutschland liegt Pro-Kopf noch weit unterhalb der USA.

    Aber irgendjemand muss halt mal anfangen.

    Verhandlungen mit Putin sind zwingend erforderlich, aber stattdessen wird rigoros mit Sanktionen geantwortet. Es müssen alle an einem Tisch und nicht nur Einzelgespräche erfolgen.

    Evtl. sollte Putin dann aber zunächst mal Seine Truppen wieder aus einem Land zurück ziehen, dass er überfallen hat! Und wer soll denn Alles an den Tisch und worüber verhandeln!? Russland hat sich seinerzeit verpflichtet die staatliche Souveränität der Ukraine zu garantieren! Und zwar inkl. Krim und der Ostukraine.

    Wer willkürlich Grenzen verschiebt, wird niemals einen Frieden erreichen.

    Der Mindestlohn hat an dieser Stelle wenig damit zu tun, kann jedoch für Friseurbetriebe und dem Einzelhandel, der nicht tariflich agiert, eine teure Angelegenheit werden. Ich bin eher für die allgemeine Einführung von verpflichtenden Branchentarifverträge.

    JEDER der Vollzeit in Deutschland arbeitet, muss sich mit seinem Lohn ein Leben in Deutschland leisten können! Und das gilt auch, wenn man später Rentner ist.

    Es steht ja jeder Branche frei, einen eigenen Branchentarifvertrag abzuschließen. Der Mindestlohn sorgt ja nur dafür, dass niemand weniger verdienen soll.

    Ich werde auch anständig bezahlt und billige dieses Recht auch jedem anderen zu. Ich zahle auch gern beim Friseur oder sonst wo etwas mehr, damit die Angestellten ein lebenswerten Lohn erhalten.

  • So unterschiedlich sind die Meinungen, dann hoffe ich, dass es noch teurer wird und dementsprechend eine Gegenbewegung für soziale Gerechtigkeit aufkommt. Denn Klima- und Umweltschutz muss stets sozial verkraftbar sein, dies ist aktuell nicht der Fall, denn schwächere und stärkere Schultern müssen gleich viel leisten. Die schwächeren Schultern müssen derzeit prozentual mehr zahlen..

    Wie würdest du denn aktuell auf die Situation reagieren? Die Ukraine lieber platt machen lassen und bloß nichts gegen Putin unternehmen, damit wir uns das Auto fahren noch leisten können? Oder würdest du hier lieber eine militärische Konfrontation mit Russland befürworten, anstatt mit wirtschaftlichen Sanktionen zu versuchen, ein Umdenken der Bevölkerung zu erreichen?

    Oder kommst du zu dem Schluss, dass Naturschutz einfach zu teuer ist, weil sich das nicht alle leisten können, daher lieber so weiter machen wie bisher? Ziemlich zeitnah sind die Rohstoffe der Erde zu Ende, für alle, die es noch nicht verstanden haben! Und nicht erst in 1000 Jahren, sondern wir alle werden das sicher noch erleben....


    Ziemlich engstirnig gedacht, wo du doch der Meinung bist, dass es ohnehin nichts bringt, wenn ein "kleines" Land wie Deutschland nachhaltig versucht zu leben, wenn die "Großen" (China, Russland USA) nicht mitmachen.

  • So unterschiedlich sind die Meinungen, dann hoffe ich, dass es noch teurer wird und dementsprechend eine Gegenbewegung für soziale Gerechtigkeit aufkommt. Denn Klima- und Umweltschutz muss stets sozial verkraftbar sein, dies ist aktuell nicht der Fall, denn schwächere und stärkere Schultern müssen gleich viel leisten. Die schwächeren Schultern müssen derzeit prozentual mehr zahlen..

    Krass,

    etwas weiter oben lehnst Du noch einen einheitlichen Mindestlohn ab und hier beklagst Du, dass die steigenden Energiekosten nicht sozial verkraftbar sind. :/

    Ja wie denn nun?

    Der Mindestlohn garantiert den Geringverdienern zumindest ein höheres Grundeinkommen. Das das evtl. nicht mal reichen wird um die steigenden Energiekosten aufzufangen steht dann ja auf einem ganz anderen Blatt.

    Man könnte ja z.B. die unsägliche Pendlerpauschale abschaffen und dafür jedem Bürger eine Pro-Kopf-'Energiepauschale' zahlen. Das wäre dann unabhängig vom Einkommen.

  • Der Pro-Kopf CO2-Ausstoß eines Deutschen liegt ca. um den Faktor 2-10 vor dem Pro-Kopf-Ausstoß der von Dir genannten Länder!

    Daher ist es absolut richtig, wenn zunächst mal wir unseren Pro-Kopf-Ausstoß verringern, bevor wir anderen Ländern vorschreiben sollten, wie hoch Ihr Ausstoss pro Kopf sein darf! BTW: Und Deutschland liegt Pro-Kopf noch weit unterhalb der USA.

    Aber irgendjemand muss halt mal anfangen.

    Ich muss dazu sagen, dass ich den Pro-Kopf Ausstoß als relativ betrachte, denn viel wichtiger ist mir: Wie viel CO2 stößt ein Land prozentual am globalen CO2 Ausstoß aus? Denn viel Ausstoß und viel Bevölkerung drückt dieses Ergebnis, sodass Deutschland einen höheren Pro-Kopf Ausstoß als beispielsweise China hat, aber China für deutlich mehr CO2 Ausstoß global gemessen verantwortlich ist.


    Zum Thema Putin: 2014 hat die Weltgesellschaft schläfrig auf die Situation reagiert, daher eskalierte dieser Konflikt leider weiter.. Wie und in welcher Form verhandelt wird, dies können nur die beteiligten Länder entscheiden, ob beispielsweise die NATO oder EU am Tisch mitwirken können. In dieser Situation lassen sich solche Verhandlungen nicht verpflichten, sondern müssen ausdrücklich erwünscht sein. Diese Willkürlichkeit, wie du siehst, muss historisch analysiert werden. Es gab leider schon einige völkerrechtswidrige Einmärsche, die je nach Gegebenheit sogar legitimiert wurden, aber grundsätzlich zu verurteilen sind.


    Zum Thema Mindestlohn: Da sind wir anscheinend einer Meinung, wenn es um die Bedeutung für Lohn und Arbeit hat. Die Frage ist, ob eine alleinlebende Friseurin, die meistens Teilzeit beschäftigt sind, in Berlin mit 18720 Euro(6 Stunden a 12 Euro) statt 15320 Euro(6 Stunden a 9,82 Euro) nun bei steigenden Lebenskosten überhaupt effektiv mehr Kaufkraft hat? Denn monatlich sind es 170 Euro, die dort mehr vorhanden sind. Ich bin in so einem Umfeld aufgewachsen, daher bin ich hierfür sensibilisiert. Bei Lebensmittelpreisen, die teilweise um 10-20 Prozent anziehen, Nebenkosten um 5-10 Prozent und Spritpreise, die aktuell kein Ende kennen, da verpufft dieser Effekt leider ganz schnell. Denn mit der Mindestlohnerhöhung kalkulieren die betroffenen Arbeitgeber/Unternehmen auch höhere Preise ein.

  • Krass,

    etwas weiter oben lehnst Du noch einen einheitlichen Mindestlohn ab und hier beklagst Du, dass die steigenden Energiekosten nicht sozial verkraftbar sind. :/

    Ja wie denn nun?

    Der Mindestlohn garantiert den Geringverdienern zumindest ein höheres Grundeinkommen. Das das evtl. nicht mal reichen wird um die steigenden Energiekosten aufzufangen steht dann ja auf einem ganz anderen Blatt.

    Man könnte ja z.B. die unsägliche Pendlerpauschale abschaffen und dafür jedem Bürger eine Pro-Kopf-'Energiepauschale' zahlen. Das wäre dann unabhängig vom Einkommen.

    Ich habe gesagt, dass ich den Mindestlohn erweitern würde zu Tarifverträgen, die regelmäßig verhandelt werden und Betriebsräte in vielen Betrieben ermöglichen würden.

    Ja, aber es muss betrachtet werden, damit sich nicht mit der Einführung des höheren Mindestlohns geschmückt wird, denn die Wirkung der Erhöhung ist in der Realität ein Tropfen auf einem heißen Stein.

    Der Staat zahlt nichts zurück. Daher fordere ich schon immer, dass bei der Berechnung der Einkommenssteuer immer die Inflation berücksichtigt wird. Unabhängig vom Einkommen, dies führt dazu, dass die Schwachen genauso viel wie die Starken erhalten. Dies klingt im ersten Moment ganz gut, ist es jedoch nicht. Die Pendlerpauschale sollte eher gedeckelt werden, dies ist sie aktuell schon, aber beim eigenen Auto oder Dienstwagen nicht, aber hierfür bin ich nicht zwingend, denn wer keine Einkommenssteuer oder davon viel zahlt, kann auch nicht viele Werbungskosten anrechnen lassen..

  • aber beim eigenen Auto oder Dienstwagen nicht,

    Gerade das Thema "Dienstwagen" ist getrieben durch bestimmte deutsche Autohersteller. Nämlich die, die sonst ihre 70 k€-Karossen nicht mehr an den Mann bringen würden.


    Wer sind denn die Leute, die mit 200 über die Autobahn brettern und an der Autobahn für überhöhte Preise tanken? Genau die, weil sie es nämlich nicht selbst zahlen.

  • Wie viel CO2 stößt ein Land prozentual am globalen CO2 Ausstoß aus?

    Das ist aber sehr willkürlich, weil ein Land in diesem Zusammenhang kaum mehr ist als ein willkürlicher Strich auf der Landkarte.

    Wie will man China und Indien mit Luxemburg vergleichen, wenn man es nicht auf den Energieverbrauch bzw. CO2-Ausstoß pro Kopf runterbricht?

  • Das ist aber sehr willkürlich, weil ein Land in diesem Zusammenhang kaum mehr ist als ein willkürlicher Strich auf der Landkarte.

    Wie will man China und Indien mit Luxemburg vergleichen, wenn man es nicht auf den Energieverbrauch bzw. CO2-Ausstoß pro Kopf runterbricht?

    Nein, die Länder, die viel ausstoßen sind ganz oben und die prozentual weniger ausstoßen folgen darauf. Denn, wenn Luxemburg CO2 neutral wäre, hätte es global gesehen keinen Effekt. Es müssen sich die Treiber des CO2 Ausstoßes verändern, natürlich alle anderen auch, aber es muss die globale Messung im Auge bleiben.