Jetzt Wertpapierdepot (aktiv gemanaged) verkaufen und in ETF investieren oder warten?

  • Hallo zusammen!


    Es geht um die Wertpapierdepots (aktiv gemanaged) unserer Kinder (Jg. 2012 und 2015).

    Diese existieren seit 2017 und starteten mit 13000 bzw. 15000 € und werden seitdem mit monatlich 100€ bespart.

    Letztes Jahr habe ich angefangen, mich mit der Thematik ETF zu befassen und bin gegen Ende 2021 soweit gewesen, die Depots zu kündigen und in Zukunft einen ETF auf den MSCI World pro Kind zu besparen (also Gewinn da rein und Sparplan laufen lassen). Ich habe dazu 2 neue Depots (ja, bewusst auf den Namen des jeweiligen Kindes) bei der ing eröffnet, einen ETF rausgesucht, zwischendurch Panik gehabt, ob ich das alles richtig mache, wieder recherchiert, etwas zur Seite geschoben, prkrastiniert, mich informiert und so weiter und so fort und nun ist die Welt eine andere, die Kurse im Keller und ich verunsichert, wann denn nun der Zeitpunkt gekommen ist, mein Vorhaben umzusetzen.


    Oder ist es wirklich so "einfach" - jetzt zum schlechten Kurs verkaufen und kaufen und in 10 Jahren ist's eh wurscht? Oder lieber noch warten und hoffen, ähm, ja, worauf, keine Ahnung, ich bin verunsichert (wie so viele in diesen Zeiten)....


    Danke im Voraus!

  • Sehe ich auch so, der Zeitpunkt zum Umschichten spielt kaum eine Rolle. Da bei niedrigen Kursen das sowohl für den Verkauf, als auch für den Neukauf gilt.Bei höheren Kursen ist das auch so, dann sind Verkaufskurs und Neukaufskurs eben hoch.

    Gruß


    Altsachse

  • Hallo, eine Frage an die Fachleute hier, ich überlege, obwohl ich kurz vor der Rente stehe, Geld in einem ETF anzulegen. Tagesgeld kostet mich bald Negativzinsen. Aber wenn man immer hört das so etwas nur langfristig sinnvoll ist, frage ich mich ob sich so eine Anlage auch für 2-3 Jahre lohnen kann? Und, ist es in dieser Krise nicht schlecht ausgerechnet jetzt einzusteigen?

  • Tagesgeld kostet mich bald Negativzinsen.

    Da habe ich wohl gepennt; mir ist nix davon bekannt, dass für Termingelder Verwahrentgelte kassiert werden.

    Aber wenn man immer hört das so etwas nur langfristig sinnvoll ist, frage ich mich ob sich so eine Anlage auch für 2-3 Jahre lohnen kann?

    Es kann sich lohnen, wenn die Kurse in 2 oder 3 Jahren höher stehen als heute. Da wir hier, von wenigen Ausnahmen (aus dem Lager der Crash Propheten) abgesehen, keine Glaskugel haben, habe wir es mit einer Spekulation zu tun.


    Welchen Grund gibt's denn, Geld für 2 bis 3 Jahre anzulegen bzw. zu investieren?

    Von den schreibenden Forenmitglieder sind einige Rentner und einige stehen ebenfalls kurz vor der Rente... und sind noch investiert bzw. werden auch investiert bleiben, bis der Deckel drauf kommt.


    Einen vernünftigen Ratschlag, eine Empfehlung was du tun solltest, wird dir hier niemand geben können... zumindest nicht, wenn deine Gesamtsituation unbekannt ist. Unter Gesamtsituation versteht man die derzeitigen und künftigen Einkünfte, Lasten (Kredite... ) oder die Ausgabensituation (Wegfall von Annuitäten o.ä.) sowie das derzeitige und künftige Nettovermögen (inkl. Aufteilung auf Geld- und Sachwerte) ... wenn man es bei den harten Fakten belassen will oder kann.

  • Danke für die ausführliche Antwort :-)

    Die 2-3 Jahre sind nur geschätzt weil ich dann in Rente gehe und noch keine Pläne habe. Ich habe noch nie irgendwas mit Aktien oder Fonds gemacht, bin also völlig blank. Es könnte ja sein das ich in Rente irgendwo was kaufen möchte oder auswandern, oder, oder….deshalb so 2-3 Jahre, es kann auch länger gehen.

  • Ich habe noch nie irgendwas mit Aktien oder Fonds gemacht,

    Dann würde ich mich an deiner Stelle mal etwas belesen. Finanztip hat auf der website zahlreiche Informationen bereitgestellt und darüber hinaus viele Videos (YT) für die eher lesefaulen Menschen hochgeladen.

    Ansonsten... gerne hier weitere Fragen stellen ;-)

  • Grundsätzlich ist eine Krise zum Einstieg nicht schlecht, da sie einen großen Teil der möglichen Verluste bereits vorweggenommen hat. Aber man weiß nie wie schlimm es kommt und aktuell sehe ich auch eher so 10% zum Höchststand als 50%.

    Nach unten wäre also trotz alles Krisen noch sehr viel Luft und die Bewertungen ala Kurs-Gewinn-Verhältnis sind immer noch relativ hoch. Wobei da auch schon der Knackpunkt ist, überhaupt eine vernünftige Gewinnprognose für die nächsten Jahre abzugeben. Das ist schon in normalen Zeiten schwer und jetzt kommen noch ein paar Unbekannte dazu. Tendenziell würde ich den Markt immer noch als hoch bewertet einstufen.


    Ansonsten gilt das was JDS gesagt hat. Erst einmal eine Bestandsaufnahme über aktuelle und zukünftige Finanzen machen. Nach deren Ergebnis richten sich dann alle anderen Fragen

  • Solange der Sparerfreibetrag noch nicht ausgeschöpft ist, spielt das auch keine Rolle.

    Gruß


    Altsachse

    Und wenn der Sparerfreibetrag ausgeschöpft sein sollte, rechtzeitig eine NV-Bescheinigung für die Kinder beantragen. Geht einfach und Du musst nicht mehr auf den geringen Freibetrag achten, gerade bei Umschichtungen!