Vier Töpfe Prinzip

  • Saidi sagt ja bei seinem vier Töpfe Prinzip man sollte sowohl Notgroschen als auch Depot bei einer anderen Bank haben als sein Girokonto (damit man nicht in Versuchung kommt). Spricht etwas dagegen Notgroschen und Depot dann bei der gleichen Bank zu haben?

  • Hallo.


    Kann man machen. (Wenn man will.)


    Die Idee ist ja, dass der Notgroschen da, aber ausser Sicht ist. Wenn man das Depot nicht ständig im Fokus hat, dann wird man den Notgroschen auch nicht im Blick haben.

    Zum Daytraden rät Finanztip ohnehin nicht.

  • Spricht etwas dagegen Notgroschen und Depot dann bei der gleichen Bank zu haben?

    Wenn man bei seiner Planung und dem Handling der Töpfe eine gewisse Portion Disziplin mitbringt, dann spielt der 'Lagerort' (Bank, andere Bank...) keine Rolex.


    Ich führe so etwas wie einen 'Geldkalender', in dem alle Töpfe (quasi das Nettovermögen) tagesaktuell aufgeführt sind. Mit anderen Worten ist da nix ausser Sichtweite... und trotzdem funktioniert es.

  • Meine Meinung ist, hier geht es nicht um verschiedene Banken, es geht um Selbstdisziplin. Was helfen mehrere Konten wenn man trotzdem darauf zugreift? Für mich ist mein Girokonto mein Ausgabenteil, monatlicher Sparbetrag in Richtung Depot, wenn der Stand zu hoch ist dann auch mal eine Sonderzahlung in diese Richtung. Mein Notbaustein ist ein Tagesgeldkonto, habe ich momentan etwas aufgestockt, da die Nebenkosten deutlich steigen werden und ich für diesen Fall was zurück auf das Girokonto holen kann. Beides bei einer Bank, Festgeld bei einer anderen Bank, aber nur wegen der Minuszinsen, dieses wird jetzt erhöht da die Rente näher kommt und ich dann auf die Ersparnisse zugreifen will. Depot beim Broker, allerdings wegen der Kosten. Ich bin bisher noch nicht in Versuchung gekommen.... wenn es bei dir auch so ist/wird ist die vielzahl der Banken egal ;)

  • Aktuell habe ich nur noch ein (Giro)Konto und mein Depot. Das 'Töpfe-Prinzip' verwalte ich halt im Kopf.

    Mir doch egal, ob das Geld aus der rechten oder linken Tasche kommt.


    Evtl. werde ich mir aber demnächst mal ein TG-Konto bei einer anderen (deutschen) Bank holen. Einfach getreu dem Motto 'Leg nicht alle Eier in einen Korb'.

  • Für mich persönlich finde ich Kontenmodelle absolut unnötig. Ich gebe ja kein Geld aus, nur weil es auf dem Konto liegt. Aber manchen hilft das wohl, das Geld vor sich selbst zu verstecken. Und in diesem Fall kann man es ruhig machen.


    Wieso ist es für mich Quatsch? Weil ich keine Lust habe, 12 Konten einzeln zu überwachen und Kleinstbeträge dauernd hin und her zu buchen. Da fällt schon genug Aufwand an, wenn manche Konten Verwahrentgelte fordern oder man über eine Bank eine Wertpapierorder aufgeben will, bei der das Geld gerade nicht liegt. Keep it simple.

  • Für mich persönlich finde ich Kontenmodelle absolut unnötig. Ich gebe ja kein Geld aus, nur weil es auf dem Konto liegt.

    Ich auch nicht, aber ich finde es trotzdem praktischer verschiedene Budgets auf verschiedenen Konten zu haben als diese im Kopf zu verwalten ;)

    Und das Verwahrentgelt spricht ja eher für mehrere Konten um nicht über die Grenzen zu kommen.

  • Bei mir sind's eigentlich nur 3 Töpfe:

    • Girokonto: hier trifft das Gehalt ein, von dort aus gehen die Raten für die diversen Sparpläne zu Beginn des Monats ab (das ist in meinen Augen der Hauptunterschied zwischen arm und reich - man sollte sparen, wenn noch was da ist, nicht wenn man hofft, dass vielleicht noch was da sein könnte). Dies führt auch zur doppelten Bekämpfung der Rentenlücke: einerseits setzt man die Erwartungshaltung für später niedriger (nicht Nettogehalt, sondern Nettogehalt minus der Sparsumme), andererseits hat man dann definitiv auch Geld für das Ansparen eines Alterssicherungsbetrags.
    • Tagesgeldkonto: hier kommt ein Betrag hin, der einige Monatsnettogehälter ausmachen sollte (bei mir so 4-6 MNG). Damit bleibt man flexibel, wenn mal was kaputt geht, wenn etwas teureres angeschafft werden soll etc. Dieser Topf sollte in der Höhe halbwegs stabil sein, wenn man was wegkommt (wg. Anschaffungen etc.), dann sollte das zeitnah wieder aufgefüllt werden. Dieser Topf kann auch mal dazu dienen, bei starkem Abfall des Markts einzelne Wertpapiere zu günstigem Kurs nachzukaufen (Liquidität).
    • Depot: hier liegen dann die Investments, bei mir vorrangig ETFs, aktive Fonds und/oder Einzelaktien. Als unkorrelierte Komponenten kann man auch noch Gold oder Kryptos hinzunehmen.

    Mit dieser Konstellation fahre ich jetzt seit gut 10 Jahren recht ordentlich, man ist liquide und flexibel in den finanziellen Entscheidungen.