Schul Projekt Präsentation

  • Guten Tag liebes Finanzteam und Community, ich heiße Annabel und besuche die 9te Klasse in der real Schule. Wir müssen momentan eine Projekt Präsentation machen und meine Gruppe und ich beschäftigen uns mit dem Thema Finanztips und finanzbildung. Nun wollte ich sie fragen ob sie einige Ideen haben die wir in unsere Präsentation einbauen könnten wenn ja schreibt mir gerne hier oder auf Instagram: Annabel._.studi

    Ich würde mich sehr auf eine Rückmeldung freuen!

    Schönen Tag noch

    Lg annabel :)

  • Ich finde es super, dass ihr euch in der Schule mit diesem Thema beschäftigt!

    Vielleicht kann man das Thema erst mal in folgende Bereiche gliedern:


    1) Risikoabsicherung (Welche Versicherungen sind sinnvoll, welche unsinnig?)

    2) Geldanlage zum Vermögensaufbau (Welche Produkte sind für welche Ziele/Situationen sinnvoll?)

    3) Kontrolle der eigenen Einnahmen und Ausgaben (denken in Budgets, Haushaltsbuch und so)

  • Hallo Annabel301106 willkommen im FT-Forum,

    dieses Thema ist toll und ich bin begeistert, endlich befassen sich auch Schulen mit diesem Thema. Zunächst volle Zustimmung zu den Punkten von FinanzPanda als Ergänzung könnte man noch das Thema Finanzberater mit einbeziehen, braucht man die? Oder ist es sinnvoll sich selbst um sein sauer verdientes Geld zu kümmern. Nutzt man Webseiten wie diese von Finanztip oder fällt man auf Finanzgurus rein? Vielleicht auch auf Versprechungen mit großen Gewinnen eingehen, viele haben ein Großteil ihres Vermögens eingebüßt, Thema Gier frisst Hirn!

    Jetzt ist der Moment gekommen, ein paar Videos von Saidi zu schauen und zu überlegen was ihr einbauen könnt. Ich bin sicher ihr schafft das und es wird eine geile Präsentation.

  • Ich finde die Antwort von Panda auch gut und möchte ergänzen/ausschmücken (ohne Anspuch auf Vollständigkeit!) :


    1. Haushaltskosten
      • Mietvertrag (viele Schüler wird es früher oder später aus dem Elternhaus ziehen und eine Wohnung anmieten, anstatt selbst ein Haus zu kaufen/bauen)
        • wie sieht ein solcher aus und welche Rechte und Pflichten ergeben sich daraus
        • vor allem in Bezug auf Schönheitsreparaturen und muss ich bei Einzug/Auszug "renovieren" oder nicht ?)
        • jährliche Nebenkostenabrechnungen
      • Stromvertrag (ggf. Heizung, wenn nicht "warm" angemietet)
        • Unterschied & Zusammenspiel von Grund- & Arbeitspreis
        • Bonuszahlungen
      • Hausratversicherung
        • welche Bestandteile sind wichtig, welche vernachlässigbar (Bsp: Elementar, Glas, Fahrrad, etc.)
      • Lebensunterhalt
        • Essen & Getränke einkaufen; wie viel brauche ich pro Monat dafür ? koche ich selber oder wie oft kann ich es mir leisten Essen zu gehen ?
      • Steuererklärung
        • ab wann ist diese Pflicht (Bsp.: Selbstständig, Kurzarbeitergeld, Sozialleistungen, Ehegattensplitting)
        • wann macht diese Sinn (bspw. in der Erst-/Zweitausbildung ? Bsp:. Studienkosten für einen Bachelor kann ich nur absetzen, wenn ich vorher eine "klassiche" Ausbildung abgeschlossen habe, sonst erst die Studienkosten für ein Masterstudium)
      • generell am Anfang ein Haushaltsbuch führen, damit man als unerfahrener Jugendlicher/junger Erwachsener mal ein Gefühl für Geld bekommt und was es bedeutet wie viel etwas kostet (hier kann es auch interessant sein, seinen Stundenlohn bspw. in der Ausbildung und nachher im Berufsleben mal vor Augen zu halten: wie lange muss ich für einen 1000€-Urlaub sparen ? ACHTUNG: Bruttolohn, Nettolohn und Netto nach allen Abzügen wie Miete, Versicherung und Lebenshaltung)
      • Spritkosten vs. Bus-/Bahnticket vs. Fahrradfahren
      • was kostet ein Handy und Mobilfunkvertrag
    2. Risikoabsicherung
      • Privathaftpflicht als Minimum
      • Berufsunfähigkeitsversicherung
        • hier kann/sollte man sich schon als Schüler Gedanken machen, wenn die Eltern es nicht schon getan haben, denn je nach Berufswahl ist eine ordentliche BU in der Ausbildung/im gewählten Beruf zu teuer (Handwerk & Pflege sind leider traurige Beispiele, während dessen im Vergleich risikoärmere & hochbezahlte Berufe wie Ingenieur/Arzt "lächerlich" günstig wirken); Schüler-BUs sind günstiger und man ist meistens noch topfit ohne "Wehwehchen".
        • selbstständige BU vs. kombinierte BU mit Rentenversicherung (letzteres ist m.E. zu 98% nicht zu empfehlen)
      • (Hausratversicherung)
      • KFZ-Versicherung (Haftpflich/Teilkasko/Vollkasko; Schadenfreiheitsklassen)
      • Krankenversicherung (als Schüler/Student bis & ab 25 Jahre; als Azubi; als Arbeitnehmer; als Selbstständiger; als Arbeitsloser) (gesetzlich vs. privat versichert; Beitragsbemessungsgrenze & Jahresentgeltgrenze)
      • gesetzl. Rentenversicherung (Beitragsbemessungsgrenze; wie viel € entspricht Rentenpunkt; Kaufkraftverlust/Inflation - heute vs. in 30-40Jahren)
      • (private Rentenversicherung) siehe Punkt 3
    3. Vermögensaufbau
      • Girokonto, Sparkonto, Festgeldkonto, Bausparvertrag, Depot (was ist sinnvoll, was brauche ich für was ?)
      • Sparziele & Sparquote festlegen und auf die Konten verteilen (siehe Youtube-Videos von Saidi/Finanztip)
        • laufende Kosten über Girokonto abdecken
        • Notgroschen
        • Vermögensaufbau (Börse und hauptsächlich ETFs (Einzelaktien sind erstmal nachrangig und sollten nur bei stark ausgeprägtem Interesse und eingebrachten Zeitaufwand ein Thema spielen)
      • ggf. bei Wunsch nach dem eigenen Haus (oder der eigenen Wohnung): Bausparvertrag oder Sparkonto ?
      • Schulden vermeiden bzw. gibt es "gute" Schulden ?
        • hier spreche ich mal aus meiner persönlichen Erfahrung: ich habe nie Konsum-Schulden aufgebaut und alles andere - was ich nicht aus eigenen Mitteln nicht sofort hab kaufen können - habe ich auch nicht gekauft. Meine laufenden Kosten im Bachelorstudium konnte ich stemmen, weil es ein duales Studium war. Mein Masterstudium war jedoch Vollzeit und ich habe mich entschieden, mich voll darauf zu konzentrieren, ohne einen Nebenjob auszuüben. Leider konnte ich nicht auf finanzielle Hilfe meiner Eltern/Familie zurückgreifen und habe einen Studienkredit aufgenommen. Jetzt habe ich einen sehr gut bezahlten Job mit >70k€ Brutto und zahle jeden Monat 500€ von den 46k€ Studienkredit ab. Das dauert und schmerzt/ärgert mich schon etwas. Aber ich bin glücklich, NUR DIESE Art von Schulden zu haben, weil ich damit in mich, meine Bildung und meine Zukunft investiert habe. Wenn ich mir überlege, ich müsste diese Summe bspw. für ein Auto, dass in 5 Jahren schon wieder alt und langweilig/normal geworden ist, weil man sich schnell an solche Sachen & einen Standard gewöhnt.... Worüber ich mich auch ärgere: ich habe mich leider nicht um ein Stipendium gekümmert. Nicht nur "reiche Elite-Studenten" bekommen eins - auch gute und durchschnittliche Studenten. Vorteilhaft und tlw. ausschlaggebend kann hier auch ein Ehrenamt bei der Feuerwehr, DRK etc. sein. Stipendien gibt's auch für Ausbildungen ! Man muss sich nur drum kümmern und darf nicht faul sein.

    So viel von meiner Seite. Mich beschleicht das Gefühl, etwas vergessen zu haben - also her mit euren Ergänzungen.


    Und viel Erfolg, Annabel. Das ist vor allem für euch Vortragenden ein gutes Thema, weil ihr damit am Meisten lernt und euch auf euer eigenständiges, unabhängiges Leben vorbereitet. Ich hoffe, dass es euch auch Spaß macht, dann fällt das meist trockene Thema einem sofort einfacher. :)

  • Zunächst volle Zustimmung zu den Punkten von FinanzPanda als Ergänzung könnte man noch das Thema Finanzberater mit einbeziehen, braucht man die? Oder ist es sinnvoll sich selbst um sein sauer verdientes Geld zu kümmern.

    Wenn ich mich recht erinnere, dann haben bei meinen Kindern, als sie in der 9ten bzw. 10ten Klasse waren, sogar Bankster und Versicherungsvertreterspacken (Spacken darf man laut Kubicki sagen) bezüglich Bankangelegenheiten und Versicherungsklamotten Vorträge gehalten... über die sich meine Kids schlapp gelacht hatten ;-)... und die in Punkto Finanzbildung überwiegend weltfremden Lehrerlein haben bei dieser gequirlten Sch... sogar noch wohlwollend genickt. LOL


    Liebe Annabel, füge eurer Präsentation bitte noch die "qui bono-Geschichte" mit ein! Und dann macht ihr euch noch nein paar Gedanken, von wem ihr etwas lernen könnt.


    Kann man beim örtlichen Metzgermeister Medizin studieren? - Wenn nicht, warum nicht?


    Kann man bei einer Bleiente Schwimmen lernen? - Wenn nicht, warum nicht?


    Kann man von einer 'armen Sau' lernen, wie man intelligent mit seinem Geld umgehen kann? - Wenn nicht...


    Kann man von einem Blinden und Taubstummen lernen, wie man Auto fährt? - Wenn nicht...


    Kann man von einem Bankangestellten lernen, wie man sein Geld intelligent anlegt? - Wenn nicht...


    Kann man von einem Versicherungsvermittler (Eingesellschaftenvertreter, Ausschließlichkeitsvermittler, Mehrgesellschaftenvertreter, Vermögensverbrater) lernen, wie man eine Altersversorgung strickt? - Wenn nicht...


    Weshalb sollte man Vermögensverbrater meiden?


    Und noch ebbes...


    Rechnet einmal durch bzw. lasst von euren Kameraden und Kameradinnen live ausrechnen, mit welcher Summe ihr in Rente gehen würdet, wenn eure Eltern in euren ersten 3 Lebensjahren Kleingeld in Höhe von lediglich 3.000 Öcken in einen Fonds gepackt hätten, der eine Verdopplung alle 10 Jahre ermöglicht.

  • Vielen lieben Dank an alle die mir geholfen haben das freut mich sehr! Wir sind sehr fleißig an unserer Präsentation am Arbeiten und haben ein super Gefühl vorallem nach euren ganzen Tipps :)

    Ich werde versuchen alles umzusetzen!

    Schönen Abend euch allen noch 🙂

  • Vielen lieben Dank an alle die mir geholfen haben das freut mich sehr! Wir sind sehr fleißig an unserer Präsentation am Arbeiten und haben ein super Gefühl vorallem nach euren ganzen Tipps :)

    Ich werde versuchen alles umzusetzen!

    Schönen Abend euch allen noch 🙂

    Perfekt, ich habe ein gutes Gefühl, kannst uns dann ja mal informieren wie es gelaufen ist, bis dahin Toi, Toi, Toi