Riestern mit Fairr.de - Top oder Flop?

  • Liebe Community,


    ich bin über die Presse auf Fairr.de gestoßen. Habt Ihr bereits Erfahrungen mit der Riesterrente über www.fairr.de gesammelt?


    Ich überlege derzeit meinen Riester-Banksparplan mit fairr.de zu ergänzen, denn die Zinsen im Banksparplan sind bekanntermaßen katastrophal.
    Ich frage mich nun, ob ich den staatlichen Zuschuss auch auf zwei Riesterrenten aufteilen kann. Bisher habe ich im Banksparplan für die Bemessungsgrenze monatlich nur 2% investiert. Wenn ich nun zusammen mit Fairr.de auf - sagen wir - 3% komme, müsste ja anteilig auch die staatliche Zulage steigen, oder? Ich habe keine Ahnung ob sich das kombinieren lässt und ob fairr.de überhaupt etwas taugt.
    Danke Euch für Eure Meinungen.


    Viele Grüße
    BAMU

  • Hallo Franziska,


    danke für den Tipp - diesen Thread hatte ich bereits über die Suchfunktion gefunden. Allerdings bin ich nicht der Simulations-Crack und verstehe von der dortigen Diskussion so ziemlich garnichts :whistling:
    Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit die dortigen Erkenntnisse etwas einfacher zu formulieren. Mir geht es bei meiner Frage auch weniger um (Vergleichs-)Simulationen sondern um die generelle Frage ob fairr.de etwas taugt.


    Vielen Dank und liebe Grüße
    BAMU

  • sondern um die generelle Frage ob fairr.de etwas taugt.


    Hallo BAMU!


    Ich glaube, dass die Frage, ob fairr.de generell etwas taugt, so einfach nicht zu beantworten ist. Ich setze mich seit längerer Zeit mit den verschiedenen Produkten auseinander. Nicht so wissenschaftlich wie manch ein Institut und auch nicht so fundiert wie Versicherungsmathematiker – aber ich kann sagen, dass fairr.de unter den Blinden der Einäugige ist. Immer wieder höre – und teile dieses Argument auch – dass die eigentlich gute Idee des Kapitalerhalts natürlich in der heutigen Zeit enorme Nachteile bringt. Soweit ich weiß, kommt fairr.de ohne Deckungsstock aus – aber auch sie müssen zum Ende der Laufzeit garantieren, dass Beiträge und Zulagen vorhanden sind. :-)


    Auf meinem Blog habe ich kürzlich ein Interview mit fairr.de-Gründer Jens geführt. Ich habe ihn gefragt, warum man sich ausgerechnet für die Sutor Bank als Partner entschieden habe... Nun ja! Es sieht halt so aus, dass Du Fairr den Auftrag gibst, dass Fairr Sutor den Auftrag gibt, für Dich ETF zu kaufen... Was soll man nun davon halten!? Wie gesagt: Besser als vieles andere; aber auch nicht ganz optimal.


    Entscheidend ist, glaube ich, der breite Mix aus allem. Ein bisschen Riester (aber genügend, um die Zulage voll zu sichern), vielleicht ein ETF-Sparplan im Versicherungsmantel (Ersparnis Abgeltungssteuer bei etwaigen Umschichtungen) und natürlich direktes Investment über den Online-Broker deines Vertrauens.


    Zumindest deine andere Frage konnte ich klären. Der GDV erklärt in den Riester-FAQ:


    4. Kann ich für mehrere Riester-Verträge eine staatliche Förderung bekommen?
    Förderberechtigte können die Zulage auf maximal zwei Verträge verteilen. Die Zulage gibt es insgesamt aber immer nur einmal. Ehepartner mit abgeleiteter Förderberechtigung erhalten die Zulage nur für einen Vertrag.


    Dein 50/50-Modell halte ich aber für inkonsequent. ICH würde den Banksparplan beitragsfrei stellen, wenn ich damit nicht zufrieden wäre – und bei fairr.de an den Start gehen. Kommt aber natürlich auf den Einzelfall an. :-)