Geld anlegen mittlerer Betrag

  • Hallo zusammen,


    bin ganz neu hier und wollte gleich mal was fragen.

    Ich habe etwas Glück gehabt in letzter Zeit und kann jetzt 500.000€ investieren.

    ich würde das Geld wie folgt aufteilen


    Sicher

    40.000€ Tagesgeld

    60.000€ Festgeld

    Risiko

    280.000€ MSCI World

    80.000€ Emerging Markets

    40.000€ Small Caps


    Die monatlichen Rücklagen würde ich dann auch 70/20/10 in ETFs aufteilen.


    Was haltet ihr davon?


    Grüße

    Mammoth

  • Hallo Mammoth und <3lich willkommen hier im FT-Forum!


    Was haltet ihr davon?

    Nun, es ist ja dein Geld... und damit kannst du machen was willst du ;-)


    Mit etwas mehr Ernst... Geldanlagen sollte man nie isoliert betrachten und bewerten, sonder sie immer im Zusammenhang mit der sog. Gesamtsituation sehen.


    Wozu willst du 100k 'sicher' halten? Wie alt bist du? Wovon lebst du jetzt und irgendwann als Renntier? Wie weit kennst du dich mit volatilen Anlagen aus?

  • Ich bin Mitte 40 und lebe mit Frau und Kindern zur Miete.

    Die 100.000€ würde ich einfach als Backup sehen, falls doch mal was passiert was unvorhersehbar war. (Auslandsjahr der Kinder,…)


    Unser Netto liegt bei etwa 7.000€

    Jeden Monat legen wir circa 1.500€ in ETFs, Sparverträgen etc. an. Bis letztes Jahr hatte ich in Fonds investiert, bin dann aber auf ETFs umgestiegen.


    Was ich wo im Alter machen möchte, weiß ich jetzt noch nicht.

    Und auch was die nächsten 20-25 Jahre bis zur Rente bringen weiß ich nicht.

  • Nein ist ja eine persönliche Geschmackssache.


    Mit 10% Small Caps ist die Position im Vergleich zum Markt eh noch ca. 5% untergewichtet.

    Und Schwellenländer untergewichtest Du dann Small Caps mit 15%.


    Ich kenne bisher nur den Ansatz Small Caps mit aufzunehmen, um das Bild so "vollständig" wie möglich zu zeichnen und dann den EM IMI und 15% Small Caps beim World zu nehmen.


    Deine Gewichtung entspricht ja eben keiner ganz klassischen Aufteilung und daher wollte ich wissen wie Du darauf gekommen bist.


    Die Prozentschubserei macht beim Endergebnis dann aber wahrscheinlich keinen großen Unterschied aus. Nur wohlfühlen muss man sich damit!:)

  • Ich bin Mitte 40 und lebe mit Frau und Kindern zur Miete.

    Die 100.000€ würde ich einfach als Backup sehen...

    Das Sichere bei den vermeintlich sicheren Anlagen ist, dass damit 'auf sicher' Geld (Kaufkraft) verbrannt wird.

    Abhängig Beschäftigte legen i.d.R. 3 bis 5 Moantsnettogehälter als Notgroschen auf die Seite und zusätzlich einen Betrag X für geplante oder wahrscheinliche Belastungen oder Ausgaben. Ohne 'Not' und in deinem Alter würde ich keine 20 und auch keine 10% des Vermögens auf sicher halten wollen, aber es ist deine Entscheidung.


    Zur geplanten Aufteilung auf ETF mag ich wenig sagen. Aufteilungen von 70/30 oder 70/20/10 sind nicht unüblich... aber ohne Kristallglaskugel kann ich keinen Mehrwert hinsichtlich einer eventuellen Überrendite gegenüber 100% World erkennen.

  • Ich bin Mitte 40 und lebe mit Frau und Kindern zur Miete.


    Unser Netto liegt bei etwa 7.000€

    Würde sich nicht auch eine Investition in eine Immobilie anbieten? Am besten selbstbewohnt, sofern es da in Eurer Gegend Möglichkeiten gibt.


    Ich weiss, Blase und ungewisse Aussichten, aber wenn ich die Zinsen für meinen Immo-Kredit mit meinen Mietwohnungen vergleiche, habe ich noch nie so günstig gewohnt.


    Oder ist Flexibilität ein wichtiges Kriterium? Dann natürlich besser in Aktien ETF anlegen wie vorgeschlagen.

  • Würde sich nicht auch eine Investition in eine Immobilie anbieten? Am besten selbstbewohnt, sofern es da in Eurer Gegend Möglichkeiten gibt.


    Ich weiss, Blase und ungewisse Aussichten, aber wenn ich die Zinsen für meinen Immo-Kredit mit meinen Mietwohnungen vergleiche, habe ich noch nie so günstig gewohnt.


    Oder ist Flexibilität ein wichtiges Kriterium? Dann natürlich besser in Aktien ETF anlegen wie vorgeschlagen.

    Das mit der eigenen Immobilie ist so ne Sache, wir wollen in den nächsten Jahren mindestens einmal für ein paar Jahre ins Ausland. Und ich bin kein Vermieter, ich möchte mich nicht mit Mietern rumärgern.

  • Gerade mit Kindern, Ausbildung, Auslandsplänen etc. sind m.E. 100k Sicherheitsbaustein auf keinem Fall zu viel. Es geht ja offensichtlich um "Geldanlage allgemein" und nicht nur um "ausschließlich Altersvorsorge".

    Die Rente / Pension ist immer noch ein weiterer Baustein.

    Da haben wir aber auch ein paar kleine Dinge abgeschlossen (BAV, AVWL, Riester, …)