LBS Bausparvertag kündigen und in ETFs anlegen

  • Hallo,


    ich habe einen Bausparvertrag bei bei LBS. Da ich schon 38 Jahre alt bin und in diesen Vertrag nur ca. 9500 € sind rückt eine Hausfinanzierung in weiter ferne. Ich behaupte einfach mal das der Zug abgefahren ist...


    Aus diesen Grund bin ich am überlegen diesen Bausparvertrag zu kündigen und das ausgezahlte Geld langfristig in ETFs (MSCI World, Emerging Markets etc.) anzulegen.


    Wie sieht ihr persönlich mein Vorhaben? Ich bin für jede Antwort Dankbar.


    Beste Grüße

  • Um hier eine seriös Tipps geben zu können, fehlen noch einige Details, z.B. Gesamtvermögen, Anlagehorizont, Risikobereitschaft, sind die wichtigsten Lebensrisiken bereits abgesichert, sind Rücklagen für kurzfristige Investitionen vorhanden...


    Dann kann man meiner Meinung nach eine Aussage treffen.


    Zudem waren noch Infos zum Bausparvertrag interessant.


    Viele Grüße Michael

  • Ich habe quasi kein Eigenkapital. Ich würde vielleicht auf 15000 Euro kommen.

    Eine Rentenversicherung ist vorhanden, aber wie schon erwähnt sind meine Rücklagen aktuell nicht wirklich hoch.


    Der LBS Bausparvertrag ist ein Riester Classic F Ma (Guthabenzins 0,5 %, Darlehens-Sollzins 3,3 % , Bausparsumme 40000 €. Den Vertrag habe ich vor einer Ewigkeit abgeschlossen gehabt

  • Ich habe quasi kein Eigenkapital. Ich würde vielleicht auf 15000 Euro kommen.

    Eine Rentenversicherung ist vorhanden, aber wie schon erwähnt sind meine Rücklagen aktuell nicht wirklich hoch.


    Der LBS Bausparvertrag ist ein Riester Classic F Ma (Guthabenzins 0,5 %, Darlehens-Sollzins 3,3 % , Bausparsumme 40000 €. Den Vertrag habe ich vor einer Ewigkeit abgeschlossen gehabt

    Das mit dem Riester macht die Sache jetzt nicht unbedingt einfacher:)

    Hier gibt es einige Punkte mehr zu beachten.

    Welche Erwartung hast du denn an deine ETF Anlage? Was möchtest du erreichen?

  • Das glaube ich sofort ;(:D


    Ich habe vor das meiste Geld davon in den MSCI World ETF zu packen und so eine jährliche Rendite von 5-7 % zu bekommen. Zusätzlich werden die ETFs dann auch monatlich bespart. Mindestens 10-15 Jahre soll das Geld dort angelegt bleiben. Je nach was in den Jahren passiert natürlich...

  • Das glaube ich sofort ;(:D


    Ich habe vor das meiste Geld davon in den MSCI World ETF zu packen und so eine jährliche Rendite von 5-7 % zu bekommen. Zusätzlich werden die ETFs dann auch monatlich bespart. Mindestens 10-15 Jahre soll das Geld dort angelegt bleiben. Je nach was in den Jahren passiert natürlich...

    Das ist zumindest eine realistische Erwartung. Kann man definitiv so machen.

  • ... Den Vertrag habe ich vor einer Ewigkeit abgeschlossen gehabt

    Vor einer Ewigkeit abgeschlossen und noch nicht mal 25% angespart, d.h. es dauert noch mehr als eine weitere Ewigkeit, bis der Vertrag zuteilungsfähig ist ...

    Klassisches Beispiel für eine Fehlberatung mit viel zu hoher Bausparsumme?


    Aber ich verstehe auch Deine alte Planung nicht. Deine Sparquote scheint extrem niedrig zu sein. Das hätte auch nicht gereicht, wenn es Wohnungen zum Schnäppchenpreis gäbe. Und mit der Altersvorsorge musst Du dringendst anfangen!! Gut, dass Du das jetzt machen willst.

  • Vor einer Ewigkeit abgeschlossen und noch nicht mal 25% angespart, d.h. es dauert noch mehr als eine weitere Ewigkeit, bis der Vertrag zuteilungsfähig ist ...

    Klassisches Beispiel für eine Fehlberatung mit viel zu hoher Bausparsumme?


    Aber ich verstehe auch Deine alte Planung nicht. Deine Sparquote scheint extrem niedrig zu sein. Das hätte auch nicht gereicht, wenn es Wohnungen zum Schnäppchenpreis gäbe. Und mit der Altersvorsorge musst Du dringendst anfangen!! Gut, dass Du das jetzt machen willst.

    Mit der Fehlberatung möchte ich widersprechen. Der Differenzbetrag zur Bausparsumme sollte ja ursprünglich als günstiges Darlehen genommen werden.

  • Mit der Fehlberatung möchte ich widersprechen. Der Differenzbetrag zur Bausparsumme sollte ja ursprünglich als günstiges Darlehen genommen werden.

    Wir kennen den Tarif nicht, aber typische Bausparverträge sind meist auf eine 7-8-jährige Ansparzeit kalkuliert, d.h. nach ca. 8 Jahren sollte das Mindestguthaben für eine Zuteilung (oft 50% der Bausparsumme) erreicht sein.

    Bei einer Bausparsumme von 40k sollte die mtl. Einzahlung also etwa 20k/8/12 = €200 sein. Dann sind nach ca. 4 Jahren die 9.500 angespart.

    Wenn Pott84 4 Jahre als "Ewigkeit" bezeichnet hat, hast Du recht.


    Wenn jemand z.B. nur €100 mtl. in einen Vertrag einzahlen will, wäre 20k eine sinnvolle Bausparsumme. Ggf. sogar zunächst weniger und später aufstocken. Wenn bei dieser Einzahlung eine Bausparsumme von 40k verkauft wird (also zuteilungsreif nach 16 Jahren), dann ist das m.E. eine klare Fehlberatung zwecks Generierung von Abschlussprovision.


    Vielleicht kann uns Pott84 ja Abschlussjahr oder mtl. Rate verraten?

  • Mit der Fehlberatung möchte ich widersprechen.

    Klassisches Beispiel für eine Fehlberatung mit viel zu hoher Bausparsumme?

    Ein Urteil, ob Fehlberatung oder nicht, kann man sich doch eigentlich erst dann erlauben, wenn man weiß, was bei dem entscheidenden Beratungs-/Verkaufsgespräch (das meine ich wertungsfrei) bequatscht worden war.


    Vor dem Hintergrund, dass der TE bereits 38 Jährchen vom Mindesthaltbarkeitsdatum abgeknabbert hat, einen Bausparer und eine Rentenversicherung abgeschlossen und "Klimpergeld" (als Eigenkapital) zur Verfügung hat, würde ich - ohne Details und den TE zu kennen, und ohne despektierlich sein zu wollen - eher und insgesamt von einer Nicht-Beratung oder alternativ von der üblichen Bildungsverweigerung ( ^^ ) sprechen wollen.


    Aaaaaber, es soll ja angeblich nie zuspät sein, mit einem vernünftigen DIY-Finanzmanagement zu beginnen... um nicht zwangsläufig in die Altersarmut verfallen zu müssen. Später ist es allerdings nicht unbedingt leichter...

  • Ich habe das auf das Guthaben von 15.000 Euro bezogen in Verbindung mit der Bausparsumme. Bin mir jetzt aber auch nicht sicher, ob diese Summe vielleicht doch als Gesamtvermögen gemeint ist. Es gibt noch die Möglichkeit der Wahlzuteilung.

    Generell würde ich bei so einer engen Geschichte von Wohneigentum abraten. Das wäre mir persönlich alles zu eng.