• Hallo zusammen,
    ich bespare derzeit 2 ETFS, wobei der eine ( LU0274208692) für meine AV gedacht ist. Sparquote liegt hier bei 14%.
    Der zweite IE00B57X3V84 (30%) dient dazu, in evtl (sic!) 15-20 jahren eine Immobilie zu erwerben. Mag ich derzeit lieber aussitzen dank glücklicher Voraussetzungen. Nun würd ich gern meine Herangehensweise reflektieren und euch um eure Einschätzung bitten. Würde eine 70/30 Gestaltung Sinn machen? Und wie würde die konkret aussehen? Man kann und muss hier einfach immens viel dazu lernen.
    Danke im Voraus und liebe Grüße

  • Ich habe mit der Aufstellung im Grundsatz kein Problem.


    Wenn die 70/30 sich auf den Sicherheitsbaustein bezieht wäre das mir für das Lebensalter und der sonstigen Rücklage (s. Dein erster Post) zu konservativ.


    Wenn die 70/30 sich auf einen BIP-gewichteten EM-Anteil bezieht gibt es hier unterschiedliche Ansichten: ich finde einen Schurkenstaaten-Anteil wie im ACWI ausreichend, respektiere aber auch die Meinung speziell China höher gewichten zu wollen.

  • Der zweite IE00B57X3V84 (30%) dient dazu, in evtl (sic!) 15-20 jahren eine Immobilie zu erwerben

    Sind das jetzt dann 30% deines Einkommens die in den ETF laufen?


    Grundsätzlich würde ich beide Depots gleich aufbauen. Für mich ist nicht ganz klar mit welcher Begründung beide Depots/Töpfe zu 100% in Aktien aber konzeptuell unterschiedlich sein sollen.

  • Ich würde gar nicht unterscheiden, wofür ich spare. Liegt auch daran, dass ich eine Immobilie unverändert als Altersvorsorge betrachte.

    Entsprechend würde ich bei Immobilienkauf auch den AV-Teil für die Finanzierung überwiegend nutzen, dann erst den Kredit tilgen und danach erst neue AV aufbauen.

  • Sind das jetzt dann 30% deines Einkommens die in den ETF laufen?


    Grundsätzlich würde ich beide Depots gleich aufbauen. Für mich ist nicht ganz klar mit welcher Begründung beide Depots/Töpfe zu 100% in Aktien aber konzeptuell unterschiedlich sein sollen.

    ja exakt, die Sparquote gesamt liegt also bei etwa 50% (5% Notgroschen).
    Nun, ich möchte die AV nicht 'überbewerten', auch wenn man das vermutlich nie kann, sondern realistisch bleiben. Ich bin kein alter Hase in dem Bereich :) Was würde das denn konkret bedeuten? Danke

  • ja exakt, die Sparquote gesamt liegt also bei etwa 50% (5% Notgroschen).
    Nun, ich möchte die AV nicht 'überbewerten', auch wenn man das vermutlich nie kann, sondern realistisch bleiben. Ich bin kein alter Hase in dem Bereich :) Was würde das denn konkret bedeuten? Danke

    50% Sparquote sind sehr viel, da kommen die meisten nicht einmal ansatzweise ran. Die 14% für die Altersvorsorge sind dagegen eher durchschnittlich.

    Letztendlich sollte man sich aber auch nicht zu sehr auf solche Zahlen fokussieren. Mittelfristig wird vielleicht ein größerer Teil deines Einkommens in eine Immobilie laufen (=Lifestyle, oft keine gute Anlage), dafür hast du im Alter vielleicht weniger Wohnkosten. Ich würde die beiden Themen alle paar Jahre anschauen und prüfen ob du grunsätzlich noch nach deinen Wünschen sparst. Jetzt für die Rente zu planen ist in deinem (und auch meinem) Alter nicht mehr als ein Schuss in die grobe Richtung. Auf dem Weg zur Rente habe ich nach Lebenszeit etwa die Hälfte geschafft. Damals gab es noch zweimal Deutschland und Telefone hatten noch ein Kabel und meistens eine Wählscheibe. Die nächsten dreieinhalb Jahrzehnte wird sich bestimmt ähnlich viel ändern. Die Richtung sollte stimmen (=vernünftige Sparquote) aber mit Details würde ich mich jetzt nicht verkopfen.