Sinnvoll, eine private Rentenversicherung nach einem Jahr zu kündigen?

  • Liebe Leute,


    mit privater Rentenvorsorge glaube ich, ganz gut aufgestellt zu sein (Schatzbriefe der Allianz als Rente, Privatrenten mit Garantieverzsinsung von 2,25%, Riesterrente.)
    Ich weiß, dass manche User hier v.a. die Riesterrente nicht befürworten. Das ist aber gar nicht mein Thema.


    Meine Frage ist eine andere: Zu meinen Verträgen habe ich vor ziemlich genau einem Jahr noch die PrivatRente KomfortDynamik bei der Allianz abgeschlossen, die ich mit 120 € /mtl. bespare. Es ist eine Dynamik von 2% eingebaut.
    Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Abschluss angesichts der schon vorhandenen anderen Versicherungen nötig war. Ich denke nicht, ich denke, dass ich mich falsch entschieden habe.
    Am liebsten würde ich diese Versicherung kündigen und die 120€ in einen ETF-Sparplan stecken.

    Ist das Eurer Meinung nach eine gute Idee?


    Natürlich gibt es bei einer Kündigung der Rentenversicherung Abzüge beim Rückkaufswert. Ich würde aber mutmaßen, dass die sich in Grenzen halten vielleicht umso mehr, wenn die Versicherung noch nicht so lange läuft. Ich denke mir, besser JETZT die Weichen umzustellen als auf Gedeih und Verderb die Versicherung noch über 20 Jahre lang "durchzuziehen"...

    Ich bedanke mich im Voraus für Eure Meinungen und Einschätzungen!

  • Nireno

    Hat den Titel des Themas von „Sinnvoll, eine private Rentenversicherung nach einem Jahr kündigen?“ zu „Sinnvoll, eine private Rentenversicherung nach einem Jahr zu kündigen?“ geändert.
  • Die Frage musst Du selbst beantworten, da Du Dich mit Deinen Geldanlagen gut fühlen musst.


    FT sieht im Vergleich der selbst gemachten Anlage mit einer Nettopolice die selbst gemachte Anlage vorne. Da Deine Versicherung wohl keine Nettopolice ist dürfte die Anlage grundsätzlich in der Rendite schlechter sein.


    Bei der Allianz habe ich zwei Darstellungen hinsichtlich des Anlageerfolgs gefunden. Danach hatte das Sondervermögen mit rund zwei Drittel Aktienanteil in 2021 12,8% gebracht. Bei einer selbst gemachten Anlage nach FT wären das eher rund 20% gewesen. Analog hatte das Gesamtvermögen mit rund 40% Sachwerten 6,9% gebracht. Auch hier hätte man nach FT knapp das Doppelte erreicht.

    Quellen:

    https://goa-eportale.allianz.d…--0128Z0.pdf.download.pdf

    https://goa-eportale.allianz.d…--4113Z0.pdf.download.pdf

    Bitte beachten, dass hier nur die Kosten der Anlagen ausgewiesen sind, die Kosten des Vertrages kommen noch hinzu.


    Ich vermute, dass der Rückgang in 2022 bei der Allianz aufgrund des hohen Anleihenanteils geringer war als bei der FT-Anlage, was sich aber drehen wird wenn die Märkte wieder steigen.

  • Liebe Leute,


    mit privater Rentenvorsorge glaube ich, ganz gut aufgestellt zu sein (Schatzbriefe der Allianz als Rente, Privatrenten mit Garantieverzsinsung von 2,25%, Riesterrente.)
    Ich weiß, dass manche User hier v.a. die Riesterrente nicht befürworten. Das ist aber gar nicht mein Thema.

    Das solltest Du aber zu Deinem Thema machen. Und zwar lieber heute als morgen!

    Die 'Garantieverzinsung' bezieht sich nur auf den reinen Sparanteil Deiner Beiträge! Nach Kosten kommen da dann evtl. 1,4 - 1,8% rum. Und was einem solche Zinsen in Zeiten von Inflationsraten > 5% bringen sollen, sollte man sich ernsthaft überlegen.<X


    Und das sagt Jemand, der seit 1990 eine 'klassische' Lebensversicherung hat.

  • mit privater Rentenvorsorge glaube ich, ganz gut aufgestellt zu sein (Schatzbriefe der Allianz als Rente, Privatrenten mit Garantieverzsinsung von 2,25%, Riesterrente.)

    Hier im Forum und auch im richtigen Leben (live und auf der Erde) bewerten/beurteilen viele Leute Produkte (Finanzprodukte) nicht isoliert/logelöst von der Gesamtsituation.


    Vielleicht solltest du, anstatt zu glauben ganz gut aufgestellt zu sein, mal mit dem Rechnen beginnen. Welchen Anteil am Gesamtvermögen (jetzt und so weit als prognostizierbar zum Rentenbeginn) machen denn die Schmatzbriefe und die Rentenversicherungen aus und inwiefern kann man sie als sog 'sicheren Anteil' am Gesdamtvermögen sehen?

    Ich unterstelle einfach einmal, dass du jene Finanzprodukte nicht zielsicher gekauft hattest, sondern sie dir aufs Auge gedrückt worden sind... mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von jemandem, der bezüglich Vermögensaufbau und Altersvorsorge ähnlich qualifiziert ist, wie der Dackel meines Nachbarn.

    Ist das Eurer Meinung nach eine gute Idee?


    Natürlich gibt es bei einer Kündigung der Rentenversicherung Abzüge beim Rückkaufswert.

    Meiner Meinung nach ist die Kündigung eine gute Idee, selbst wenn der Rückkaufswert vielleicht nur für 'n Kaffee oder 'n Eisbecher reicht. Den Verlust darfst du, wie viele andere Leute vor dir, als Lehrgeld verbuchen.


    Private Rentenvorsorge (deine Bezeichnung) geht anders bzw. schlauer, als mit Riester, Rentenversicherungen und Schmatzbriefen ;-)