Was ist/bedeutet Zinskupon?

  • Bei einer Anleihe spricht man von einem (Zins-)Kupon. Hintergrund ist, dass das früher zwei Bögen waren, einer für die Anleihe als Inhaberpapier, der andere hatte halbjährliche/jährliche Kupons, die man abgeschnitten hat und bei der Bank gegen Abgabe den Zins ausgezahlt bekommen hat. Analog bei Aktien mit Dividendenkupons und Fonds mit Ausschüttungskupons. Das war nach meiner Erinnerung so bis Mitte der 2000er üblich. Bei Fonds mussten die eingeliefert werden, sonst wären die nicht mehr handelbar.


    Zum konkreten Angebot des Depotanbieters müsste es sich um Aktienanleihen handeln. Das sind Zertifikate, mit denen man auf den Kurs einer Aktie bzw. eines Index wettet. Die funktionieren i.d.R. so, dass man nur dann seinen Einsatz in voller Höhe zurückgezahlt bekommt, wenn der Kurs nicht unter eine Schwelle fällt. Dafür, dass man diesen Verlust ggf. in Kauf nimmt, bekommt man eine Prämie, die im Fall der Aktienanleihe wie der Zins einer Anleihe dargestellt wird, obwohl es keine Anleihe im eigentlichen Sinne ist.