Lohnen sich Vermögenswirksame Leistungen ohne AG Zuschuss?

  • Hallo!


    Folgende Frage:

    Meine Frau ist beruflich "normal" angestellt (also keine Beamtin o. ä.), hat einen Verdienst, welcher keine Sparzulagen mehr zulässig machen. Der Arbeitgeber steuert zu der VL nichts bei, also werden die 40Euro vom Nettolohn abgezogen und fließen in einen Bausparvertrag.

    Macht eine solche VL Sinn? Hat sie Steuerliche vor oder Nachteile?


    Ich bitte um hilfreiche Antworten.

    Danke!

  • Ergibt Sinn, wenn man die Arbeitnehnersparzulage mitnehmen möchte (Voraussetzungen prüfen!). Bei meinem AG (TVÖD) ist der Zuschuss monatlich mit 6,65 Euro brutto auch nicht der Rede wert, aber ich stocke auf 40 Euro auf und spare so zusätzlich zum regulären ETF-Sparplan etwas Geld in ETF fürs Alter an.

  • Nein hat keine steurlichen Auswirkungen, ist ne Erfindung der Finanzindustrie zur Kundenbindung mit Verträgen über lächerlich geringe Summen. Und der AG kann es als Gimmick verkaufen, ebenfalls bei lächerlich geringen Zuschüssen. Aber man bietet ja nicht Nichts sondern sorgt sich um das Wohl der Mitarbeiter im Alter und bezuschusst großzügig mit nen paar € VL.

  • Danke für die Antworten.

    Tatsächlich sehe ich das so ein bisschen, wie von euch beiden beschrieben. Es ist zwar nicht viel Geld, aber 6€ im Monat über 30 Jahre ist halt trotzdem Geld. Aber wenn ich 40€ selbst bezahle, dann brauche ich keinen vl Vertrag dafür..

    Leider besteht keine Chance auf Wohnungsbauprämie,Arbeitnehmersparzulage oder Ähnliches, da der Verdienst zu hoch ist.


    Wenn jemand noch einen anderen schlauen Vorschlag hat, immer raus damit 🙂

  • Also wenn schon vl, dann würde ich einen ETF mit z.B. finvesto/ebase besparen und keinen Bausparvertrag. So mach ich es, aber bei mir übernimmt der AG die kompletten 40€.


    Ist denn der Bauspar dazu da, eine Immobilie/Renovierung zu finanzieren?

    Wenn nein, würde ich es lassen und das Geld lieber in ein ETF-Depot stecken.

  • Ohne Zuschuss vom AG oder Staat kann ich wirklich keinen Sinn erkennen.

    Ich hatte nie einen eigenen VL-Vertrag abgeschlossen, sondern immer direkt auf einen Wohnungsbaukredit zahlen lassen. Dadurch hat sich meine monatliche Lastschrift sofort um 40€ reduziert. Unter dem Strich habe ich also die VL (inkl. AG-Zuschuss) direkt ausgezahlt erhalten.

  • Seo: ja, wir haben ein Haus gekauft und dieses wird über einen Bausparer mitfinanziert. Deswegen ist es im Endeffekt nicht ganz so schlimm.


    Ich habe mich nur gewundert, dass sowas überhaupt geht. Ich kenne das ganze nur so, dass der AG den Mindestbetrag oder bis maximal 40€ hinzu zahlt.

    Im Internet hatte ich dann noch diese Variante gefunden, welche vorteilhaft für Geringverdiener, Studenten und ähnlichen Angestellten sein kann.


    Aber unter dem Strich, verstehe ich diese VL nicht und aber auch den AG nicht, welcher die VL gewährt, aber keinen Zuschuss gibt. 🤨


    Danke trotzdem für alle Antworten! 🙂