Welche Aktien-ETFs in dieser Zeit würdet ihr kaufen?

  • Schon die Frage würde ich etwas kritisch sehen. "Zu dieser Zeit" klingt für mich nach Market Timing (wobei aus meiner Sicht der Satz vollumfänglich richtig ist "time in the market beats timing the market"). Ebenso wird aus meiner Sicht der einfache und charmante (sowie kostengünstige) ETF-Ansatz "weltweit und breit gestreut" sprich optimal diversifiziert, verwässert (um nicht zu sagen unterlaufen), wenn man dann mit ausgerechnet diesem "Instrument ETF" wieder auf irgendwelche "Nischen" (von einzelnen Ländern bis hin zu speziellen Themen) setzt.


    Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Verstehe wenig bis nix von ETFs - den Grundgedanken finde ich dennoch charmant und ziemlich überzeugend. Den (bescheidenen) Aktienanteil in meinem Portfolio habe ich über Einzelwerte abgebildet (aktuell um die 20 Werte rum). Einfacher Grund: Als ich damals gestartet bin, waren ETFs noch kein Thema. Und Veränderungen in meinem Depot habe ich (aus verschiedenen Gründen) kaum vorgenommen. Insgesamt habe ich wohl nur drei oder vier Werte getauscht (bzw. einige aktiv aussortiert).


    Keine Anlageempfehlung ! Aber vielleicht ein Gedanke, den man als ETF Sparer oder Anleger mal prüfen und/oder verfolgen könnte. Bei einigen ETF Depots in meinem Umfeld (mit erheblichen Volumina) geführt von durchaus - aus meiner Sicht jedenfalls - kundigen und erfahrenen Anlegern ist mir aufgefallen, daß da unisono das Thema "Basiskonsumgüter" gespielt wird. Zum Teil nur als kleine Beimischung, zum Teil auch ganz schön prominent (nennt sich, glaube ich, Consumer Staples Sector; gibt es wohl z. B. von ishares auch auf den MSCI World). Mein Gedanke als ETF-Laie: Wenn die das machen (das sind keine Zocker sondern langfristig orientierte Anleger bzw. Investoren), könnte da was dran sein. Könnte (Betonung liegt auf dem Konjunktiv) also eine Prüfung wert sein, da solche Güter gerade in unruhigen Zeiten (m. E. werden die unruhig bleiben und/oder noch unruhiger werden) einen zusätzlichen Hauch Stabilität ins Depot bringen könnten. Schon wieder Konjunktiv. Vielleicht lohnt sich das mal anzuprüfen. Oder vielleicht haben das die ETF-Experten hier auch schon mal an anderer Stelle ausführlich getan ?!

  • Zu Basiskonsumgütern:

    Fondsvergleich https://www.fondsweb.com/de/ve…IE00BYTRR756,LU0392494562

    Hier mit der Einstellung 1, 3, 5, Max über der Grafik spielen.


    Man erkennt, dass mit den Basiskonsumgütern im Grundsatz nicht so viel zu verdienen war wie im breiten Markt, ca. 2% p.a. weniger, das hat sich im letzten Jahr (und auch bei Corona und auch Ende 2018 beim letzten Zinserhöhungszyklus) gedreht. Stichwort ist hier die sog. Sektorrotation, d,h, es werden bei aufziehenden Krisen temporär Anlagen in stabile, eingeführte Geschäftsmodelle bevorzugt.


    So wie ich das verstanden habe wird dies in Deinem Umfeld als Daueranlage gesehen, dann entfällt das Timing-Problrm. Ein Mittelding ist noch der Minimum Volatility-Ansatz, da hier die Sektorrotation mit durchgeführt wird. Das kann aber auch genau gegenteilig wirken, je nach dem Zeitpunkt des Rebalancing. https://www.fondsweb.com/de/ve…IE00BYTRR756,LU0392494562

  • Zu Basiskonsumgütern:

    Fondsvergleich https://www.fondsweb.com/de/ve…IE00BYTRR756,LU0392494562

    Hier mit der Einstellung 1, 3, 5, Max über der Grafik spielen ...


    ... je nach dem Zeitpunkt des Rebalancing. https://www.fondsweb.com/de/ve…IE00BYTRR756,LU0392494562

    Vielen Dank für die Aufklärung und die interessanten Infos !


    War echt ziemlich überrascht, daß vom ETF-Gedanken überzeugte und eingefleischte ETF-Anhänger dann doch noch solche "Spezial-ETFs" hinzufügen.


    Wie Du richtig vermutest, ist das eine Daueranlage in einem sozusagen Ewigkeitsdepot.


    Hatte unter diesem Aspekt übrigens auch mal mein Depot betrachtet. Erstaunlicherweise bilden da - neben z. B. Pharmatiteln - solche Werte auch den Schwerpunkt (Nestle, Pepsico, Procter & Gamble, Walmart, Colgate, Coca-Cola - die kann man wohl grob auch unter dieser Richtung einordnen). Könnte damit zusammenhängen, daß ich auch bei Aktien einen eher defensiven Ansatz bevorzuge. Soweit das bei "unternehmerischen Beteiligungen" eben möglich ist ... Das es nix umsonst gibt: Der "Preis" dafür könnte auf lange Sicht eine leicht schwächere Wertentwicklung sein. Damit kann ich leben.

  • Gar keine. Ich selber habe seit Februar experimentell in verschiedene ETFs investiert und bereue es jetzt.


    Zuerst (Mitte Feb.) in einen Rohstoff-ETF (aber nicht Erdöl und Edelmetalle), der als einziger noch im Plus liegt (nach zwei Monaten > +20%, jetzt noch > +10%) und in einen skandinavischen "Dax" (min. schwächer als der DAX). In April und Mai habe ich dann bei "justETF" und "finanztip" durchgeschaut, was an "Nachhaltigen" empfohlen wird und zuletzt noch einen Teil in Edelmetalle angelegt (größter Fehler: Gold). Gesamtverlust des Depots aktuell knapp 5%.

    Dieser Post passt besser zu Ist das ETF Pferd tot - reiten alle ETF Sparplanler ein totes Pferd - wer hat mut abzusteigen - Geldanlage - Finanztip Forum,

    kurz mal Aktien ausprobiert, mehrmals rein - raus und schon festgestellt, dass man so nicht schnell reich wird. Und daraus den Schluss zieht, dass Aktien und ETFs alle doof sind.

    Glückwunsch!

    Versuche es mal mit Investieren statt zocken.


    Wer im März 2000 bei DAX-Spitzenwerten Geld angelegt hat, hatte erst 20 Jahre später wieder denselben Kurswert

    Verstehe ich nicht, im März 2000 stand der DAX unter 8.000, im Juni 2007 höher.


    ...sollte man wohl den vermuteten Tiefstpunkt abwarten, bevor man investiert.

    Das ist natürlich ein genialer Trick, darauf muss man erst mal kommen!

    Schau mal nach, wann der Tiefstpunkt seit Deiner Geburt war. Vermutlich recht kurz danach!

    Warum bist Du im Februar 2022 eingestiegen, das war kein Tiefpunkt, erst recht kein Tiefstpunkt?

  • War echt ziemlich überrascht, daß vom ETF-Gedanken überzeugte und eingefleischte ETF-Anhänger dann doch noch solche "Spezial-ETFs" hinzufügen.

    Wieso bist Du überrascht?

    Ein ETF ist ja auch nur ein Fonds und warum sollte ein Investor nicht in das gesamte Spektrum von möglichen Investments nutzen, wenn es in Seine Anlagestrategie passt!? :/


    Die verwechselt einen rein passiven Anleger mit einem aktiven Anleger. Für einen rein passiven Anleger ist alles jenseits eines marktbreiten Indexfonds reine 'Spekulation'. Ich schätze aber, dass selbst viele Anleger, die sich selbst als passive Anleger bezeichnen würden, doch mal den einen oder anderen Spezialfonds besparen oder noch die eine oder andere Einzelaktie im Depot haben.;)
    Es gibt sogar ETF, die je nach Markttrend Ihre gehaltenen Aktien aktiv austauschen und dadurch stark im Inhalt bzw. in der Ausrichtung variieren können (z.B. Momentum ETF).

    Das Anlageuniversum ist groß und es gibt quasi nichts was es nicht gibt.

  • Von ETFs habe ich keine Ahnung, wie ich auch schon in Nr. 62 geschrieben hatte. Für meinen Teile investiere ich ausschließlich nur in Dinge, die ich zumindest rudimentär verstehe (oder meine zu verstehen).

    Wieso bist Du überrascht?

    Weil ich den passiven Ansatz des ETF-Gedankens - jedenfalls aus meiner Laiensicht - auch basierend auf der Markteffizienzhypothese (Eugene Fama) sehe. Wenn die Assetpreise immer alle Informationen kongruent widerspiegeln sprich enthalten, folgt daraus als Konsequenz, daß kein Marktteilnehmer den Markt langfristig schlagen kann. Und daraus folgt dann, daß man am besten den ganzen weltweiten Markt über einen Index einkauft. Einzelne Segmente (und/oder Länder) über- oder unter zu gewichten, scheint mir diesem Grundgedanken zu widersprechen. Und da ich diese Protagonisten für solch eingefleischte ETF-Anhänger hielt, hat mich der zusätzliche Ansatz (Beispiel: "Basiskonsumgüter") eben überrascht. Das nur zur Erklärung. Da ich von ETFs aber nix weiß, dürfte da ein weiterer Austausch leider sinnlos sein.


    Meine diesbezügliche konkrete Frage hatte Kater.Ka netterweise erschöpfend beantwortet (s. 63)

  • monstermania hat es ansatzweise schon gestreift, ich möchte es noch mal unterstreichen: Die Investition in Indizes ist im Grundsatz vorteilhaft. Die üblicherweise nach Marktkapitaliserung aufgestellten Indizes stellen nicht unbedingt das Optimum dar. Es gibt darüber hinaus verschiedene Faktoren, die besser abgeschnitten haben. Einer ist der genannte Faktor Momentum.


    Finanztest hat in der aktuellen Ausgabe August 22 sechs dieser Faktor-Strategien dargestellt; nur eine war über die letzten 20 Jahre schlechter als der breite Markt. Richtig und wichtig ist das Fazit, dass man trotzdem die Faktor-ETF nicht als Basisinvestment nehmen sollte, da diese trotz des grundsätzlichen statistischen Vorteils auch mal längere Zeit unterperformen können.


    Auch Kommer als "Passiv-Pabst" verfolgt wohl eine Multi-Faktor-Strategie mit vier Faktoren, zumindest ist diese bei JustETF abgebildet. https://www.justetf.com/de/pub…ublicPortfolioId=15512773

  • Value -0,6, High Dividend +-0, MinVol +0,7, Quality +1,5, SC +1,7, Momentum +2,3


    Es sind auch konkrete ETF angegeben, die z.T. in meinem Thread zu höheren Ausschüttungen enthalten sind. Ich werde übers Wochenende die ETF-Liste durchgehen, falls da was mit höheren Ausschüttungen dabei ist würde ich den Thread aktualisieren.


    Kann ich sonst noch zu Diensten sein?

  • … muss man … das Heft kaufen, um zu erfahren, welche in dieser Untersuchung schlechter angeschnitten hat? 😇

    Was würde es nutzen, wenn man weiß welcher Faktor sich in den letzten 20 Jahren schlechter als der breite Markt geschlagen hat? :/

    Ich kann mein Geld jedenfalls nicht in der Vergangenheit investieren.;)


    PS: Für das Backtesting kannst Du unter https://backtest.curvo.eu/ einfach Deine Allocation eingeben und u.a. auch gegen diverse Faktor ETF 'laufen' lassen. Ist dann schon interessant, wie sich Ergebnisse schlagartig ändern, wenn man z.B. einen Einmalinvest vs. einen Sparplan laufen lässt. Aber immer daran denken: Du kannst zwar die Vergangenheit analysieren, aber Dein Leben nur nach vorne Leben!

  • Kater.Ka


    Vielen Dank für die vertiefende Erläuterung !


    Einer der Protagonisten hatte mir gegenüber sogar den besagten Herrn Gerd Kommer mehrfach erwähnt (dieser hatte wohl schon vor sehr langer Zeit (2002 rum ?) mal eine Art "Standardwerk" zum Thema "Investieren mit ETFs" geschrieben). Die Grundthese klang damals sehr einfach - wurde dann aber wohl immer weiter ausdifferenziert und verfeinert. Mag ja sinnvoll sein. So ganz einfach klingt das jetzt für mich - als zugegebenermaßen ETF-Laie - aber nicht mehr. Wobei das Investieren ja nie einfach ist ...


    Inzwischen betreibt Herr Kommer, wie man mir sagte, auch seine eigene Firma (Vermögensverwaltung). Was natürlich völlig in Ordnung und legitim ist, die Frage nach der Neutralität und Unabhängigkeit stellt sich dann aber stets (so wie auch bei Aussagen von "aktiven" Fondsmanagern, die meist auch für ihr (Geschäfts)Modell bzw. ihren Fonds trommeln. Was ebenfalls völlig normal und legitim ist). Marketing in eigener Sache ist ja nichts Verwerfliches. Aus meiner Sicht sollte man den Aspekt (pro domo) aber zumindest mitberücksichtigen. Der Herr Kommer ist nichtsdestotrotz und fraglos ein hoch kompetenter Fachmann. Das sehen auch diese Protagonisten ausdrücklich so. Nicht zuletzt deshalb haben sie ja wohl auch ETF-Depots.


    Hatte sogar mal vor vielen Jahren (damals unwissentlich, daß es sich um den ETF "Passiv-Pabst" handelt) ein Buch von ihm an ein Patenkind verschenkt (Titel: Kaufen oder Mieten oder so ähnlich), die junge Dame stand damals vor der Entscheidung Wohneigentum Ja oder Nein. Das Buch hatte ich nach dem Kauf selbst mal quergelesen - fand es beim Überfliegen aber leicht tendenziös (Richtung contra Immobilie). Viele gute Aspekte und Argumente waren m. E. dennoch enthalten. Die junge Dame hatte sich damals gegen den Wohnungskauf (Stuttgart) entschieden - was sie heute allerdings sehr bereut. Den Anteil von Herrn Kommer und seinem Buch an der damaligen Entscheidung kenne ich allerdings nicht.

  • Value -0,6, High Dividend +-0, MinVol +0,7, Quality +1,5, SC +1,7, Momentum +2,3


    Anbei mal 2 Grafiken mit ein paar Faktoren, die ich auch mal analysiert habe...

    Zeitraum von Januar 2001 - Juni 2022, einmal als Einmalinvestition und einmal als Sparplan


    Aber immer schön dran denken: Performance der Vergangenheit ist keine Aussage für die Zukunft!

  • Value -0,6, High Dividend +-0, MinVol +0,7, Quality +1,5, SC +1,7, Momentum +2,3

    Dankeschön!

    Was würde es nutzen, wenn man weiß welcher Faktor sich in den letzten 20 Jahren schlechter als der breite Markt geschlagen hat? :/

    Ich hatte ja eigentlich nicht gefragt, welcher Faktor wie performt hat, sondern - ich zitiere mich selbst - wer in dieser Untersuchung schlechter abgeschnitten hat?* Und das einfach interessehalber, weil mein Eindruck ist, dass in Printerzeugnissen häufiger mal … steile Thesen vertreten werden, da diese eher für Auflage sorgen als flache Thesen. Deshalb an der Stelle einfach nochmal der Disclaimer: Ich war keinesfalls auf der Suche nach etwas oder habe etwas propagieren wollen, das ähnlich verlässlich gut ist wie ein marktbreites Investment in einen MSCI World. 😉

    Für das Backtesting kannst Du unter https://backtest.curvo.eu/ einfach Deine Allocation eingeben und u.a. auch gegen diverse Faktor ETF 'laufen' lassen.

    Dankeschön für den Tipp und Hinweis!



    * Okay, eigentlich hatte ich gefragt, wer schlechter „angeschnitten“ hat … aber den Tippfehler bin ich ihn diskret übergangen.

  • Verstehe ich nicht, im März 2000 stand der DAX unter 8.000, im Juni 2007 höher.

    Sorry, ich mir ist da tatsächlich ein heftiger Fehler unterlaufen, als ich statt "nach 13 Jahren" von "20 Jahren" sprach (eine Korrektur ist leider nicht mehr möglich - kein "Bearbeiten")


    Laut laut einer Kurve von Google (Suche: DAX Kurs - wenn man dort "Mehr zu DAX Performance Index" klickt, sieht man schon wieder andere Werte):


    7975,95 am 10.03.2000, 8048,32 am 06.07.2007, 8122,29 am 03.05.2013


    Dass der Kurs von 2000 nach 7 Jahren kurzfristig überstiegen wurde (aber ohne Gewinn für den Anleger) war nicht das Thema, sondern, dass er erst 13 Jahre später wieder erreicht wurde und erst ab da (mit kurzfristigeren Einbrüchen) kontinuierlich anstieg. Dieser Anstieg begann schon Anfang 2009 (was ein perfekter Zeitpunkt für einen Einstieg gewesen wäre, weil man dann nur halb so viel hätte investieren müssen wie neun Jahre zuvor, um die gleichen Werte zu erreichen).


    Der Ideale Einstiegszeitpunkt war aber gar nicht mein Thema, sondern der heftige Verlust, der (durch Gebühren und Inflation) nach 13 Jahren ohne Kursgewinn entstanden ist. Wer also gar nicht aktiv am Wertpapierhandel verdienen, sondern lediglich sein Vermögen erhalten will, hätte gut auch noch (+-) 2013 einsteigen können...


    Dass rückblickend durchschnittlich 15 Jahre Anlage-Dauer ausgereicht haben, um Verluste wieder auszugleichen, mag ja stimmen, und selbst in meinem negativen Beispiel wird nach 15 Jahren kurzfristig ein Kursgewinn von 50% erreicht, aber verlustfrei endet es vermutlich erst 2021...


    Noch eine Laienfrage: Ist "DE0008469008" (Xetra) eigentlich die korrekte Darstellung des DAX? (Die meisten scheinen sich ja darauf zu beziehen)

  • Noch eine Laienfrage: Ist "DE0008469008" (Xetra) eigentlich die korrekte Darstellung des DAX?

    Ja, der DAX hat diese ISIN.

    Dass der Kurs von 2000 nach 7 Jahren kurzfristig überstiegen wurde (aber ohne Gewinn für den Anleger) war nicht das Thema, sondern, dass er erst 13 Jahre später wieder erreicht wurde und erst ab da (mit kurzfristigeren Einbrüchen) kontinuierlich anstieg. Dieser Anstieg begann schon Anfang 2009 (was ein perfekter Zeitpunkt für einen Einstieg gewesen wäre, weil man dann nur halb so viel hätte investieren müssen wie neun Jahre zuvor, um die gleichen Werte zu erreichen).

    Wenn Du zu einem Höchstkurs einsteigst, ist das natürlich schlechter, als wenn Du zu einem Tiefstkurs einsteigst. Diese Erkenntnis hattest Du ja oben schon. Bitte beachte aber, dass beides gleich unwahrscheinlich ist. Mein Tipp: Versuche es gar nicht erst, auf einen Tiefpunkt zu warten!


    Langfristig steigen Aktien um ca. 7-8% p.a. Aber eben nur in Durchschnitt und unter großen Schwankungen.

    Daher investieren viele hier per Sparplan, investieren also jeden Monat eine kleine Rate. Dann ist es egal, dass auch eine Rate zum Höchstkurs investiert wird, eine andere Rate wird zum Tiefstkurs investiert! Du wirst Dich also langfristig dem Durchschnitt annähern und genau das ist das Ziel. Schaue nicht auf irgendwelche Extrema!

  • Mein Tipp: Versuche es gar nicht erst, auf einen Tiefpunkt zu warten!

    Mein Vorschlag wäre, zumindest nicht deutlich über "Mittelwert" einzusteigen...


    Ziel des Wertpapierhandels ist, dass sich eine Minderheit geschickter Strategen an den Fehlern der Mehrheit bereichert. Laut John C. Bogle können seine Index-Fonts diese "Ungerechtigkeiten" umgehen - und wir damit wieder zu reinen Wirtschaftsbeteiligungen zurückzukehren. Was ich hier vorschlage ist also ein Kompromiss.


    Sparpläne werden oft empfohlen, weil dann an Tiefpunkten automatisch höhere Anteile erworben werden und bei Spitzenwerten entsprechend geringere, ohne dass diese vorhergesehen werden müssen.

  • Sparpläne werden oft empfohlen, weil die meisten Menschen nunmal keine 100k auf einmal investieren können, sondern halt nur jeden Monat ein paar Euros ihres Gehalts sparen können.

    Und bevor man dann auf ein separates Konto spart bei Niedrigzinsen, bis es voll ist um dann auf einen Schlag zu investieren, macht es nunmal mehr Sinn, direkt monatlich über einen Sparplan zu investieren. So ist man länger im Markt.

    Das ist für mich persönlich auch der einzige Grund.

  • Es sind auch konkrete ETF angegeben, die z.T. in meinem Thread zu höheren Ausschüttungen enthalten sind. Ich werde übers Wochenende die ETF-Liste durchgehen, falls da was mit höheren Ausschüttungen dabei ist würde ich den Thread aktualisieren.

    Bei der Durchsicht der ETF waren leider keine Ausschütter dabei, daher keine Aktualisierung meiner Liste.