Ist das ETF Pferd tot - reiten alle ETF Sparplanler ein totes Pferd - wer hat mut abzusteigen

  • ETF sind doof - mein hart verdientes Geld wird jeden Tag vor meinen Augen vernichtet.


    A0RPWH am 4.1.2022 hat ein All Time High erreicht --> EUR 79,972

    Damals habe ich viel investiert - weil es hieß - egal wann du in ETF investiierst - langfristig (> 15 Jahre Anlagehorizant) machst Du nie minus.


    Heute steht der Kurs bei EUR69,502 - das entspricht ein Wertverlust von über 13 %


    Tendenz absteigend.


    This time it is different.


    Wir werden alle unsere Geld verlieren - warum sagt niemand, dass wir alle vor der finanziel Ruin stehen.


    Wir sind blind wenn wir weiterhin in ETF investieren.


    Ich habe angefangen meine ETF zu verkaufen (mit Verlust) - es ist mir lieber ain Teil meines Vermögens zu vernichten als alles zu verlieren, weil ich auf ein falsches Pferd gesetzt habe


    Neulich habe ich im Podcast gehört, dass es nicht mehr sicher ist 15 Jahre Sparplanmassig zu investieren - nun ist die Rede von 20 Jahre.


    Warum diese Sinneswandel???

  • Elgob

    Hat den Titel des Themas von „Ist das ETF Pferd tot - sind alle ETF Spanplan´ler aud dem toten Pferd?“ zu „Ist das ETF Pferd tot - reiten alle ETF Sparplan´ler ein totes Pferd - wer hat mut abzusteigen“ geändert.
  • A0RPWH am 4.1.2022 hat ein All Time High erreicht --> EUR 79,972

    Damals habe ich viel investiert - weil es hieß - egal wann du in ETF investiierst - langfristig (> 15 Jahre Anlagehorizant) machst Du nie minus.


    Heute steht der Kurs bei EUR69,502 - das entspricht ein Wertverlust von über 13 %

    Wie du selbst schreibst, hat man mit einem Invest in die breiten Aktienmärkte nach 15 Jahren bisher nie einen Verlust gemacht. Und weil die Märkte jetzt nach 4 Monaten 13% im Minus steten, verkaufst du alles?

  • Daran sieht man wieder sehr gut, der größte Feind ist man selbst!


    Warum genau hast du jetzt verkauft? Oder trollst du uns vlt? Wenn ich mich an deine älteren Beiträge erinnere, wirktest du eigentlich recht rational:/

  • Elgob , minus 13% in knapp 5 Monaten ist nicht schön. Da sind wir uns alle hier einig.


    Aber jetzt schaue Dir bitte mal einen langfristigen Chart vom MSCI World an. Da gibt es sehr häufig Kursrückgänge, die viel größer waren, als in den letzten Monaten. In der Tat ist es auch gut möglich, dass die Kurse in den nächsten Monaten weiter fallen oder sogar noch stärker fallen. Gerüchteweise gab es auch in der Vergangenheit schon Kriege und andere Krisen.


    Aber trotzdem stellst Du fest, dass es langfristig immer hoch ging. Und in der Vergangenheit ist es noch nie vorgekommen, dass Du nach 15 Jahren noch nicht im Gewinn warst, selbst wenn Du zum ungünstigsten Zeitpunkt eingestiegen bist und die Kurse direkt danach deutlich über 50% verloren haben.


    Keiner weiß, was in der Zukunft passiert, aber es gab auch schon deutlich größere Probleme in den letzten 150 Jahren. Daher die wichtige Regeln, nicht gleich bei kleinen Bewegungen die Nerven verlieren, sondern stur durchhalten. Diese Regel war zumindest in der Vergangenheit immer erfolgreich.


    Wenn Du aber wirklich nach so kurzer Zeit schon total die Nerven verlierst, kann es natürlich auch sein, das Du schlicht als Investor nicht geeignet bist. Das ist schade, aber nichts Böses. Dann solltest Du vielleicht zum guten, alten Sparschwein oder Sparbuch zurück gehen.

  • Elgob Solche Äußerungen werden hier im Forum als Gotteslästerung angesehen.


    Jeder, der schon länger an der Börse unterwegs ist, weiß, dass einige Schwergewichte des MSCI World extrem stark überbewertet waren und vielleicht noch sind. Nur, wann, wie lange und wie viel es rückwärts geht, kann man nicht vorhersehen.


    M.E. muss man immer auch mal verkaufen, wenn etwas gut gelaufen ist. Mit einer ein ETF Strategie ist das sicherlich schwieriger als mit einem breiter aufgestellten Depot.


    Insgesamt ist Geduld in der Börse erfolgreicher als Panik.

  • Solche Äußerungen werden hier im Forum als Gotteslästerung angesehen.

    Das stimmt sicherlich nicht! Hier werden im Allgemeinen Kursveränderungen pragmatisch als normal angesehen... oder ignoriert.

    Für jemanden, der gerade einen größeren Betrag um ein ATH investiert hat... was bei den Sparplan-Investoren eher selten vorkommt... gibt es eigentlich nur die beiden Extrema, nämlich beim Erreichen einer (prozentualen) Schmerzgrenze konsequent zu verkaufen, oder 'Augen zu und durch' (buy & hold).

    Je nach Einstiegszeitpunkt oder Zeitrahmen realisiert man Gewinne oder Verluste und muss damit leben, einen passenden Zeitpunkt für einen Wiedereinstieg zu finden. Und auch dabei besteht die Gefahr des 'Griffs ins Klo'...


    Elgob , ich hoff du siehst mir meine vorherigen 'Blödelkommentare' nach...

    Ich selbst bin immer wieder mal nahezu komplett ausgestiegen und zwangsläufig auch mit größeren Beträgen wieder eingestiegen... und dies niemals zum optimalen Zeitpunkt! Allerdings habe ich mich dabei nicht von den 'News' irgendwelcher selbsternannter Experten, Podcasts, Videos, Zeitungsbereichten etc. leiten lassen, sondern von selbst gestellten (eher oberflächlichen) Analysen. Und ja, einige Werte waren und sind nach wie vor überbewertet...


    Unterm Strich zählt mMn die individuelle 'Strategie' (Handelsprinzip), die allerdings sehr stark der Risikobereitschaft und maßgeblich vom Zeiteinsatz für die Pflege des jeweiligen Depots/Portfolios abhängig ist. Investitionen in volatile Anlageprodukte waren in der Vergangenheit eigentlich alternativlos. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass sie es erst recht auch in der Zukunft sein werden. Eine gewissen 'Unsicherheit' wird immer mitlaufen. Und die bekommst du emotional halbwegs in den Griff, wenn das Volumen (Depotvermögen) eher in die Richtung getrimmt wird, deutlich größer zu sein oder zu werden), als es deinem 'Bedarf' entspricht.


    Ich wünsche dir, Elgob , und allen anderen auch, strapazierfähige/re Nervenkostüme!

  • Hallo,


    nachdem hier alle Elgob mehr oder weniger deutlich kritisiert haben, muss ich ihm einmal etwas beispringen.

    Wir werden alle unsere Geld verlieren

    In dieser Schlichtheit ohne Angabe des Zeitraums und der Höhe des Verlustes eine zumindest nicht ganz falsche Aussage.


    Ich gehe davon aus, dass das Geld für die Anlage in ETF nicht vom Munde abgespart wurde. Welche Alternativen haben Sie zu Anlagen in ETF?


    Geld, ob als Bargeld oder Sichteinlage verliert aktuell mit Sicherheit 5-10% p.a. an Wert. Ein politischer Eingriff, der morgen das Geldvermögen auf 10 oder weniger Prozent reduziert, ist zumindest nicht ausgeschlossen (ohne dass ich für die nächsten 1-2 Jahre damit rechne).

    Gold gilt zwar als krisensicherer Hafen. Die Nachteile wurden hier auch schon hoch und runter diskutiert.


    Für Kleinanleger – die sich nicht 10 Immobilien in 5 Ländern kaufen können – ist m.E. die Anlage in ETF noch die sicherste Variante. Auch wenn morgen der Aktienmarkt vielleicht auf 1/3 crasht und viele Jahre zur Erholung braucht.


    Also, Kopf oben behalten. Nur weil eine Anlageform derzeit nicht optimal läuft, bedeutet es nicht, dass die Alternativen besser sind.


    Gruß Pumphut

  • Tja,

    was soll ich groß sagen. :/

    Im Dezember 2019 5-stellig eingestiegen kam im März 2020 Corona und das Depot sackte um 30% ins Minus. <X

    Aber ich habe mich zuvor länger mit dem Schritt vom 'Sparer' zum 'Investor' beschäftigt. Und hatte mir genau meine Strategie überlegt, wie ich mein Vermögen aus dem Spargeld in das Depot überführe.

    Ich blieb als meinem Plan treu und habe jeden Monat schön weiter investiert (4-stellig). Ende 21 kam dann meine letzte große Sparplanrate und 60% meines Vermögens stecken jetzt im ETF-Depot.

    Der Sparplan läuft natürlich weiter, allerdings jetzt nur noch mit dem Geld, was ich jedem Monat aus meinem Gehaltszahlungen erübrigen kann. Immerhin in diesem Jahr auch schon wieder über 4000€.

    Seit seit Januar 22 habe ich alle meine 'Buchgewinne' seit meinem Börseneinstieg 2019 wieder abgegeben. In meinem Depot steht aktuell eine Schwarze '0'!


    Und wie geht es mir?

    Blendend. :)

    Warum? Weil sich in meinem Leben überhaupt nichts geändert hat! Ich habe 'nur' das an Geld investiert, was sich in den letzten 30 Jahren auf Konten oder in Bausparverträgen angesammelt hat. Ich habe dieses Geld die letzten 30 Jahre meines Lebens nicht gebraucht und werde es voraussichtlich auch die nächsten 15 Jahre nicht brauchen!

    Und schaue ich genau in mein Depot stelle ich fest, dass meine ETF-Anteile vom MSCI World die ich 2019 und 2020 gekauft habe immer noch statt im Plus sind. Also genau so, wie es sein soll und voll im Plan!

    Meine MSCI World ETF-Anteile die ich 2019 gekauft habe, haben aktuell eine Rendite von 9,1% p.a.

    Meine MSCI World-ETF-Anteile die dich 2020 gekauft habe, liegen aktuell bei folgender Rendite p.a.:

    9,7%

    22,0%

    14,6%

    16,2%

    14,9%

    12,6%


    Wenn man sich jetzt mal in Erinnerung ruft, dass die langfristige zu erwartende Rendite bei 7% p.a. liegt ist da sogar noch Luft nach unten!


    This time it is different.


    Wir werden alle unsere Geld verlieren - warum sagt niemand, dass wir alle vor der finanziel Ruin stehen.


    Wir sind blind wenn wir weiterhin in ETF investieren.

    Kann es sein, dass Du Deine finanzielle Risikotragfähigkeit überschätzt hast? :/

    Ja, es kann sein, dass ich mein Geld verliere. Aber wenn ich Alles verlieren sollte, glaubst Du dann, dass Du dann noch etwas von Deinem Geld hast bzw. Dir etwas von Deinem Sparguthaben oder einer Lebensversicherung bliebe?

    Ich denke es ist sehr, sehr unwahrscheinlich, dass alle Unternehmen in meinen ETF-Pleite gehen. ;) Das wäre dann der totale Kollaps der Weltwirtschaft.

    Und wenn ich einen Teil meines Geldes verliere, dann ist das halt so! Viel schlimmer wäre es für mich, wenn ich mein Leben verliere.

    Sozusagen Totalschaden!


    Neulich habe ich im Podcast gehört, dass es nicht mehr sicher ist 15 Jahre Sparplanmassig zu investieren - nun ist die Rede von 20 Jahre.


    Warum diese Sinneswandel???

    15 Jahre für jeden Euro den Du in marktbreite ETF investierst!!!


    Leider verstehen viele den einfachen Unterschied zwischen einer Einmalanlage und einem Sparplan hier nicht. Wenn ein Sparplan 15 Jahre läuft, darfst Du die letzte Sparplanrate eben auch erst 15 Jahre nach der Einzahlung wieder entnehmen!;)

    Im übrigen waren es m.W. nach sogar 22 Jahre für einen Sparplan im ungünstigsten Fall!


    Ich warte einfach mal ab. Nach jedem Sturm geht auch wieder die Sonne auf!


    PS: Meine Sparpläne laufen natürlich einfach weiter!:)

  • Es ist auch wichtig daran zu denken, dass die 15 Jahre einfach ein Erfahrungswert sind und dem schlechtesten bisher beobachteten Ergebnis entsprechen. Jeder bekannte Extremwert ist aber per Definition noch extremer als der vorher beobachtete Extremwert. Entsprechend ist absolut nicht auszuschließen, dass die Zukunft auch mal 20 Jahre Wartezeit bringt. Und wer Ende der 80er markbreit in Japan investiert hat, wartet noch heute auf den Break-Even ;)

  • Es ist auch wichtig daran zu denken, dass die 15 Jahre einfach ein Erfahrungswert sind und dem schlechtesten bisher beobachteten Ergebnis entsprechen. Jeder bekannte Extremwert ist aber per Definition noch extremer als der vorher beobachtete Extremwert. Entsprechend ist absolut nicht auszuschließen, dass die Zukunft auch mal 20 Jahre Wartezeit bringt. Und wer Ende der 80er markbreit in Japan investiert hat, wartet noch heute auf den Break-Even ;)

    Völlig richtig.

    Niemand kennt die Zukunft. Aktuell haben wir noch nicht mal die -20% bei einem weltweiten Index wie dem FTSE All World oder dem MSCI ACWI 'gerissen'.

    Ich frage mich immer, was in diesem Fall Elgob gedacht hat, als er sein Geld in den Aktienmarkt investiert hat.:/

    So hat von September - Dezember 2018 der MSCI World auch mal eben 13% verloren. Das ist nicht mal 4 Jahre her! Und was ist allein schon in dieser kurzen Zeitspanne Alles auf der Welt passiert.

    Jeder der sich einmal den Kursverlauf des MSCI World ansieht, kann unschwer feststellen, dass auch mehrjährige Rücksetzer einfach dazu gehören.

    Nun nach wenigen Monaten 'Gegenwind' schon die Flinte ins Korn zu werfen und den 'Tod' des marktbreiten ETF auszurufen halte ich da schon für extrem anmaßend! Elgob Timing war nicht optimal, aber die Erfahrung zeigt, dass man langfristig gute Renditechancen hat. Dazu muss man aber langfristig investiert bleiben! Oder man 'zockt' halt und dann war das Timing wirklich schlecht.


    Und zum Japan-Beispiel sollte man erwähnen, dass es sich beim Nikkei um einen Performance-Index ohne Berücksichtigung der Dividendenzahlungen handelt.

  • Ich habe vor einiger Zeit auch mit einem Sparplan auf den MSCI World angefangen, natürlich steht der aktuell auch im Minus. Aber warum sollte ich aussteigen? Ich nehme jetzt jeden Tiefskurs für den Nachkauf mit. Ich bin aber auch realistisch und erwarte keine 7% Rendite/Jahr. Die wird es in naher Zukunft wohl auch nicht mehr geben. Ich denke die Kurse werden auch noch deutlich sinken (>30%). Daher hab ich mein Geld breit angelegt, incl. Gold, Bitcoin, Festgeld, Tagesgelt, ETFs. Irgendetwas wird einen Totalcrash schon überstehen.

  • Ob ETFs tot sind, das weiß ich leider auch nicht. Das ist halt heute total modern und Direktbanken machen es einem so einfach wie noch sie, darin Geld einzubezahlen.

    Frühere waren es die Lebensversicherungen, Bausparverträge, heute ist die Werbung für ETFs omnipräsent.


    Ich habe auch meine Zweifel gegen ETFs, aber was gibt es für Alternativen für jemand, der keine große Lust hat sich viel mit Aktien zu beschäftigen.
    Was mir halt nicht passt, sind, dass es historisch 7 % Rendite heißt. Aus der Historie leitet sich sicherlich nicht die Zukunft ab. Dieses mal ist es sicherlich anderes, als die letzten 50 Jahren. Aber ob es so anders ist, dass weiß ich nicht.

    Eigentlich gibt es 2 Lager die keine Crashpropheten sind.
    Gerd Kommer ist absolut pro ETF, wenn nicht der „Vater“ der deutschen ETF Szene.

    Max Otte ist gegen ETF.


    Beide Seiten und deren Argumente kann ich sehr gut nachvollziehen.


    Beispiel Japan spricht auch gegen ETFs, sowie dass die Weltwirtschaft nicht unendlich wachsen kann und Kurse eigentlich nicht ins Unendliche steigen können. Aber dank politischen "Interaktionen, Manipulationen" können sie dies doch. Die Frage ist halt wie lange.


    In den USA war früher ausreichend Geld für die Altervorsorge für die Bürger vom Staat da.

    Dann auf einmal nicht mehr und man musste privat vorsorgen für die Rente. Viele habe dies mit Aktien realisiert.

    Jetzt ist für viele nicht mal trotz Aktien ausreichend Geld da.

    Den Bürgern der USA wurde ihre "staatliche Rente gestohlen" und sie müssen jetzt privat vorsorgen, da es sich der Staat heute angeblich nicht mehr leisten kann. Früher ging das aber noch, wieso geht es heute nicht mehr...

    Wäre es vielleicht besser gewesen, wenn man für alle die Rente weiterhin ermöglicht hätte und es keine "Propaganda" zur privaten Vorsorge mit Aktien gegeben hätte.

    Man könnte, aber muss es nicht so sehen wie oben beschrieben.


    Dieses Beispiel passt nicht treffend zu ETFs, aber es soll halt zeigen, dass das System schlechter wurde.
    Mir persönlich wäre es lieber, wenn ich auf dem Sparbuch inflationsbereinigt 2-3% Zinsen bekäme als 7% in einem ETF. Aber diese Zeiten sind ja auch aktuell schon lange vorbei.

    Ich bin fast überzeugt, dass viele die ETFs bei einer Direktbank kaufen, gar nicht genau wissen, was sie da kaufen und die indirekt fälschlicherweise meinen, das sind die "neuen Zinsen".

    Mangels Zeit, mangels Interesse an der Auseinandersetzung mit Einzelachsen, mangels alternativen, guten, einfachen Finanzprodukten bleibt mir auch nichts anderes übrig, als Geld in ETFs zu investieren.
    Überzeugt bin ich davon nicht, aber auch ich glaube den Narrativen der Influencer der heutigen Zeit. Historisch waren sie gut auch in schlechten Einsteigs und Ausstiegspunkten und deshalb HOFFE aber nicht GLAUBE und schon gar nicht GEHE ICH DAVON AUS, dass in 20 Jahren es genau so bei mir sein wird.
    Ich rechne mit dem Schlimmsten z.B. 60% Verlust und hoffe das Beste.
    Ich gehe davon aus, dass ich kurzfristig den Markt mit Einzelaktien schlagen kann, langfristig aber nicht. Also sind ETFs für mich eigentlich weniger „schlecht“ als Einzelaktien.


    Ich würde keinen einzigen Euro in einen ETF stecken, den ich wirklich zum Leben in naher Zukunft brauchten, würde und mir diesen sicherlich nicht am Mund absprachen.

    Sparpläne und deren Cost-Average-Effekt ist auch mathematisch umstritten und eher psychologisch. Diese Sparpläne werden mir irgendwie auch zu sehr vermarktet und ich hatte vor ein paar Jahren mal einige mathematische Belege gelesen, die dagegensprechen.


    Lass dich bitte nicht von Crash Propheten versunsichern. Sie haben sicherlich auch Recht, das der Crash auch sicher ist. Eine analoge Uhr ist auch sicherlich 2 Mal am Tage auf 12 Uhr. Genau auf diesen Zeitpunkt blicken viele Crashpropheten.
    Angst ist nie gut. Denn "Hin und Herwechsen der Anlageprodukte, das macht die Taschen leer und die Transaktionskosten sind dir sicher.
    Hast du einen ETF, dann behalte ihn am besten und warte auf bessere Zeiten.
    Du schreinst deim "hart" verdientes Geld.
    Das würde ich besser nicht investierne, sonderen konsumieren. Denn du weisst ja auch nicht, ob du in 10 Jahren krank bist. Was bringt dir dann die Rendite in 15 Jahren.


    In ETFs solltest du nur Geld investieren, dass dir heute nicht zum Lebensglück fehlt und du keinen wirklichen Verzicht empfindest.

  • Zitat von ETF Capital

    In einem Interview spricht Otte darüber, wie er über die Investition in einen ETF denkt. Er ist von der Index-Idee überzeugt, da schon Warren Buffett für die Investition in einen Index plädiert. Otte ist allerdings der Meinung, dass die Idee von einem Index in der Finanzbranche schon so weit übertrieben wird, dass sie ins Gegenteil kippt. Er rät daher eher für aktiv gemanagte Fonds. Max Otte spricht sich im Interview gegen einen ETF aus, da es seiner Meinung nach mehr Indizes als Aktien gibt. Kritisch steht er Spezial-Indizes und der synthetischen Replikation gegenüber. Er denkt daran, dass bei einer Krise viele dieser Instrumente nicht mehr liquide sind.

  • Ob ETFs tot sind, das weiß ich leider auch nicht. Das ist halt heute total modern und Direktbanken machen es einem so einfach wie noch sie, darin Geld einzubezahlen.

    Frühere waren es die Lebensversicherungen, Bausparverträge, heute ist die Werbung für ETFs omnipräsent.

    Ich verstehe nicht, warum sich alle immer am Begriff 'ETF' aufhängen.:/ Indexfonds gibt es seit den 70'er Jahren und damit auch schon 50 Jahre.

    ETF sind ja nur eine Weiterentwicklung des klassischen Indexfonds den man nur über eine Fondsgesellschaft kaufen konnte.

    Ich halte den überwiegenden Teil von ETF auf jede Branche und jeden Trend auch für totalen Blödsinn. Aber der Kunde will es, also bekommt es der Kunde!

    Und was bitteschön macht die aktiv gemanagten 'Index-Schmuser-Fonds', die uns Privatkunden bei den Banken angedreht werden, besser als ein schnöder ETF? :/

    Die Börsencrashs 2000 und 2008 wurden definitiv nicht von ETF verursacht oder verstärkt.


    Und einem Herrn Otte geht es auch gar nicht um die ETF an sich. Er sieht als Fondsmanager halt seine Einnahmen dahinschwinden.

    Wobei Herr Otte mit seinem Fonds ja nur dauerhaft eine bessere Performance als ein schnöder marktbreiter ETF abliefern müsste, oder? Dann würde ja niemand überhaupt in ETF investieren! ;)

    In den USA war früher ausreichend Geld für die Altervorsorge für die Bürger vom Staat da.

    Das Rentensystem in den USA wurde überhaupt erst 1935 eingeführt. Die USA haben genau das gleiche Problem mit der Überalterung der Gesellschaft wie wir es auch haben.

    Es sind schlichtweg zu wenig Kinder da (oder zu viele Alte!).;)

    Ich bin fast überzeugt, dass viele die ETFs bei einer Direktbank kaufen, gar nicht genau wissen, was sie da kaufen und die indirekt fälschlicherweise meinen, das sind die "neuen Zinsen".

    Man sollte nur in das investieren was man auch versteht.;)


    Historisch waren sie gut auch in schlechten Einsteigs und Ausstiegspunkten und deshalb HOFFE aber nicht GLAUBE und schon gar nicht GEHE ICH DAVON AUS, dass in 20 Jahren es genau so bei mir sein wird.

    Ich rechne mit dem Schlimmsten z.B. 60% Verlust und hoffe das Beste.

    Warum sollte ich mein Geld in etwas investieren, bei dem ich mit 60% Verlust rechne?=O

    Ich gehe davon aus, dass das was die letzten 200 Jahre funktioniert hat auch weiterhin funktioniert. Ich investiere ja mein Geld nicht in eine Wette, sondern in tausende Firmen, die Waren und Dienstleistungen produzieren.

    Und ich glaube daran das langfristig der Wohlstand auf der Welt wächst. Das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass der Wohlstand in Deutschland oder Europa wächst. Aber die Welt ist groß und es gibt viele Regionen, die noch ein gewaltiges Potential haben.

    Sparpläne und deren Cost-Average-Effekt ist auch mathematisch umstritten und eher psychologisch. Diese Sparpläne werden mir irgendwie auch zu sehr vermarktet und ich hatte vor ein paar Jahren mal einige mathematische Belege gelesen, die dagegensprechen.

    Der 'Cost-Average-Effekt' ist Blödsinn. Er ergibt sich halt aus der Natur der Sache. Ich kann halt jeden Monat nur das an Geld sparen und investieren, was reinkommt.

    Sparpläne gibt es ja auch erst einige Jahre. Zuvor musste man halt sparen bis man z.B. 2000€ zusammen hatte und hat dann seinen ETF per Einzelorder gekauft. Hat ja auch funktioniert.

    Du schreinst deim "hart" verdientes Geld.
    Das würde ich besser nicht investierne, sonderen konsumieren. Denn du weisst ja auch nicht, ob du in 10 Jahren krank bist. Was bringt dir dann die Rendite in 15 Jahren.


    In ETFs solltest du nur Geld investieren, dass dir heute nicht zum Lebensglück fehlt und du keinen wirklichen Verzicht empfindest.

    Das ist das Dilemma, dass auch mich umtreibt.

    Mein Worst-Case wäre ein Tod direkt vor meinem Renteneintritt. Dann hätte ich auch lieber mein Geld vorher verbraten.:D Wobei das mit dem verbraten auch Blödsinn ist. Mir fehlt es aktuell an nichts und ich muss mich auch nicht einschränken. Ich wüsste also gar nicht, was ich mit dem ganzen Geld so plötzlich machen sollte... :/

    Da ich aber ein positiv denkender Mensch bin, gehe ich einfach mal von einem einigermaßen gesunden Leben bis 80 aus! So lange möchte ich dann auch als Rentner meinen aktuellen Lebensstandard halten (können).

    Und ja, man sollte nur das Geld investieren, was es voraussichtlich in den nächsten Jahren nicht braucht. Und auch nicht zu 100% ins Risiko gehen. Man muss wissen, wie viel Risiko man verträgt.