Ist das ETF Pferd tot - reiten alle ETF Sparplanler ein totes Pferd - wer hat mut abzusteigen

  • Eigentlich ist es doch positiv: In fast allen Bereichen wird es teurer z.B. Einkauf im Supermarkt, nur an der Börse wird es grad immer billiger - da macht einkaufen noch Spaß :)

    Deine Bemerkung könnte von Altmeister Benjamin Graham stammen! ;) Börsenguru Kostolany sagte sinngemäß ähnliches: man solle kaufen, wenn die Kurse niedrig sind, und umgekehrt. Eigentlich logisch...:/


    Problematisch sehe ich die massiven Fluktuationen, die sind in der Tat neu: zuviele Panikmacher und Berufsalarmisten, die davon leben, verunsicherte Aktionäre am Oszillieren zu halten. Das geht mir fast zusehr in Richtung "Wag the dog", wo man sich die Katastrophen herbeiredet.


    Mir fällt momentan allerdings auch keine andere Anlageform ein, die mittel- bis langfristig die Inflation kompensieren hilft. Edelmetalle wirken auch nur auf die Psyche, sie tragen weniger als erhofft zur Stabilisierung des Portfolios bei (... gut, es gibt noch Betongold, das man sich schönrechnen kann - aber da kommt es doch sehr auf die Lage und Ausstattung an).

  • Hallo Elgob

    "Hat sonst noch niemand Angst ?"

    Angst? Wir gehen jetzt alle shoppen und kaufen billig auf, was Leute wie Du und andere warum auch immer in Mengen auf den Börsenmarkt geworfen haben. Vor 3 Wochen hätten wir noch mehr bezahlen müssen. So funktioniert das.

  • Problematisch sehe ich die massiven Fluktuationen, die sind in der Tat neu: zuviele Panikmacher und Berufsalarmisten, die davon leben, verunsicherte Aktionäre am Oszillieren zu halten. Das geht mir fast zusehr in Richtung "Wag the dog", wo man sich die Katastrophen herbeiredet.

    Nun ja, wir Kleinanleger sind an der Börse die absolute Minderheit, womit sich deine Aussage relativiert.

  • 14% minus ist mir zum Nachkaufen noch zu teuer. Ich hoffe, dass bei meinem World ETF die 20% gerissen werden, dann wird abgestaubt. Die Limit Order steht schon länger, man weiß ja nie, wie schnell das geht. ;)

  • Hallo zusammen.

    Hier kommt ein Kommentar von McProfit.

    Ich bin zur Zeit im Urlaub, habe aber dennoch in das Forum reingeschaut.

    Wegen den aktuellen Börsen Turbulenzen haben ich mir gedacht, dass einige hier Nervös werden.

    Die Aufregung hält sich jedoch in Grenzen.

    Das ist ein Beweis für den hohen Informationsstand hier in diesem Forum.

    Als Anleger der schon seit 40 Jahren Aktien kauft, kann ich daher nur das bestätigen, was die Mehrheit hier schon gesagt hat.

    Nachkaufen bei Fallenden Kursen ist natürlich sinnvoll.

    Dazu braucht man aber auch das nötige Kapital. Da man nie genau weiß, wie lange und wie tief die Kurse noch fallen werden,

    Sollte man sein Kapital auf jeden Fall aufteilen. Damit man bei noch tieferen Kursen immer noch Geld hat.

    Bitte nicht vergessen:

    Je tiefer die Kurse, desto schlechter sind die Meldungen.

    Man braucht also Nicht nur mehr Kapital, sondern auch immer mehr Mut zum kaufen.

    Gute Nerven wünscht euch McProfit

    Kleiner Tipp: es ist manchmal besser, nicht jeden Tag auf die Kurse zu schauen.

  • Wenn ich jetzt mal nur mein Fondsdepot betrachte, sind die Gewinne seit 2004 in etwa gleich den Verlusten in 2022. Das ist mir auch ganz schön happig. Ich habe aber trotzdem schon 2mal nachgekauft,weil Festgeld ausgelaufen ist. Ich habe Vertrauen das es eine Wende nach oben geben wird.

    Gruß


    Altsachse

  • Wenn ich jetzt mal nur mein Fondsdepot betrachte, sind die Gewinne seit 2004 in etwa gleich den Verlusten in 2022.

    Das erscheint mir doch etwas heftig!

    Um was für Fonds handelt es sich (Rentenfonds)?


    Wer z.B. vor 12 Monaten in einen breit streuenden Aktien-ETF wie den MCSI World investiert hat ist aktuell auf €-Basis immer noch im Plus.

  • Hallo monstermania ,

    das hast Du aber falsch verstanden. Meine Gewinne seit 2004 sind sind jetzt noch so hoch wie die Verluste in 2022. Ich habe also noch Gewinne, nur waren die Mitte November 2021 doppelt so hoch wie heute. Und wenn ich nicht verkaufe, bleiben das auch nur Buchverluste.

    Gruß


    Altsachse

  • Auf Dollarbasis -20,6% s. https://www.msci.com/end-of-da…cy=15&size=36&indexId=106


    Hier direkt als Grafik von Zschäpitz auf Twitter https://pbs.twimg.com/media/FV…format=png&name=4096x4096

    Du hast natürlich recht. Auf Dollarbasis für den Index stimmt das. Ich nutze für meine Limits immer den Xetra-Kurs meines konkreten ETF (der XTrackers) in EUR. Die Zahlen habe ich schneller parat, und da sind wir heute zum Schlusskurs von 74,12 ca 15,3% unter dem 52 Wochen Hoch. Ich hoffe, ich mache dadurch keine groben Fehler, aber ich kaufe ja den ETF in EUR und nicht den Index in Dollar. Hat ja eigentlich zur Folge, dass der Index dann noch tiefer steht (jedenfalls zur Zeit, wenn der EUR schwächer ist).

  • ich mache dadurch keine groben Fehler,

    Nein, machst Du nicht.


    Ich bin gedanklich bei den 10, 20 und 20+%-Korrekturen, die es in gewisser Regelmäßigkeit gibt. Daher habe ich bei Beginn Ukraine-Krieg (10%) und Anfang Mai (knapp 20%) gekauft. Da die USD/EUR-Relation sich schon seit Anfang 2021 stark verändert ist die Drawdown-Statistik dadurch überlagert.


    Das ist insoweit wichtig wenn man die derzeitige Korrektur mit Corona vergleicht. Damals war zumindest im engeren Zeitfenster der Wechselkurs in einer relativ engen Spanne. Wenn man also annähme, dass die derzeitige Bewegung sich wie die Corona-Bewegung verhält fehlen dem Index noch ca. 10 PP. Durch den Wechselkurs (=Deine Betrachtung) noch so ca. 18PP. Das ist schon ein Unterschied für die Setzung des Limits.


    Mit Deinem Vorgehen zielst Du auf eine 20+-Korrektur. Die wird nach meiner momentanen Einschätzung (leider) noch kommen und Du kaufst damit noch besser ein als ich im Moment im Durchschnitt, aber ich setze mein Limit kontinuierlich tiefer ;-)

  • Vielen Dank für deine ausführlichen Erläuterungen! Deine Beiträge empfinde ich immer als sehr wertvoll und nützlich.


    Ja, ich ziele dadurch wahrscheinlich unbeabsichtigt auf noch niedrigere Kaufkurse, was ja aber kein Fehler ist. :D

    Mein NASDAQ ETF steht jetzt bei 615 EUR. Da habe ich schon bei -25% gekauft. Der nächste Kauf steht bei -35% an, und ich habe das dumme Gefühl, dass das auch noch klappen könnte. Der geht sicher noch deutlich unter 600 EUR. Unfassbar.

    Ich könnte mich sonstwohin beißen, dass ich im November noch zu über 800 EUR gekauft habe! Das werden wir wohl so schnell nicht mehr sehen. ^^

  • An alle : vielen Dank für eure Ratschläge.


    Die Mehrheit meinte, dass ich zu schwach für die Börse bin, weil ich langfristig nicht durchhalten kann.


    Da ich meine MSCI beim Kurs von EUR69,502 verkauft habe - macht es heute Sinn meine ETF “zurück zu kaufen” ?


    Heute steht der Kurs bei EUR 67,65


    Da ich mit Verlust verkauft habe, habe ich nun einen gut gefüllten “allgemeinen Verlusttopf”


    Da kann ich zukünftige Gewinne damit verrechnen - quasi alle zukünftige Gewinne (Stichwort “rollen” sind steuerfrei)


    Habe ich irgendwo ein Denkfehler ??


    Bin sehr dankbar für eure Feedback