Haushaltsbuch per App - Erfahrungen und eierlegende Wollmilchsau

  • Hallo zusammen,


    wie handhabt ihr es mit einem Haushaltsbuch? Was sind eure Erfahrungen? Macht ihr es garnicht, manuell (auf Papier), in Excel, über einen CSV-Import/Export des Bankkontos oder über eine App?


    Ich würde mich für eine App interessieren, da ich das Handy eigentlich immer dabei habe und dann nicht jedes Mal an den PC muss um z.B. die Brötchen vom Bäcker (ich bin da sehr penibel:saint:) einzugeben. Daher wollte ich fragen, ob hier schon jemand Erfahrungen damit hat.


    Mir wären folgende Punkte wichtig :


    1. Export zu Excel/csv


    2. Für iOs und Android


    3. Backup Funktion (Handys gehen leider auch schon mal schnell kaputt und dann möchte ich die Daten vorher gesichert bzw. auch auf ein neues Handy übertragen können)


    4. nach Möglichkeit am PC editierbar oder csv-Import (um rückwirkend Einnahmen/Ausgaben einzutragen, welche entstanden sind, bevor die App auf dem Handy war. Ich finde es einfacher das am "richtigen" PC zu machen, also quasi ein Nachpflegen alter Daten in der App durchzuführen)


    5. Unterstützung für monatliche Einnahmen/Ausgaben (Miete und Gehalt muss nicht jedes Mal eingetragen werden)


    6. kostenlos :thumbsup:


    Gibt es so eine eierlegende Wollmilchsau? ^^


    Alternativ habe ich auch überlegt, ob es nicht eine Möglichkeit ist z.B. Google Sheets zu verwenden, dies kann man sowohl am Handy, als auch am PC nutzen. Hier ist hingegen die erste Einrichtung und die Bedienung aufwendiger (meiner Meinung nach) als bei dafür vorgesehene Apps.:/


    Ein direktes Koppeln der App mit meiner Bank möchte ich auf keinen Fall.:thumbdown:


    Ich bin gespannt auf euer Feedback und eure Erfahrungen!:thumbsup:


    Vielen lieben Dank im voraus!

  • Ich nutze eine Multibanking App, damit habe ich gefühlt am wenigsten Arbeit ;)

    Früher Outbank aber nachdem die ein unverschämt teures Abomodell eingeführt haben jetzt Banking4 (kostet einmalig ~10€).

    Den Finanzguru z.B. gibt es auch in einer kostenlosen Variante, mir war aber wichtig, dass meine Daten nur lokal auf meinem Gerät gespeichert werden.

  • Ich habe seit vielen Jahren die schlichte App MoneyBook von noidentity GmbH genutzt.
    Die ist total schlicht und hat einen übersichtlichen Balken, wie viel Geld man noch ausgeben darf. Der Balken hat eine grüne Zone über gelb zu rot. Somit sehe ich sofort, wie es in dem Monat um meine Ausgaben steht.
    Exakt muss ich es ja nicht wissen.

    Die Einträge können exportiert werden.

    Ich brauche keinen Schnickschnack. Einfach schnell während eine Ausgabe getätigt wird den Wert und die Art in die App eingeben und gut ist es.

    https://noidentity.ch/wp-conte…07/moneybook-1024x576.jpg


    Gibt es leider nur für IOS.
    So etwas Schlichtes und Einfaches mit optischer Anzeige sollte es für Android auch geben. Am besten Open Scource. Falls jemand was weiss, gerne posten.

  • Ich checke nur Einnahmen gegen Ausgaben am Monatsende. Wenn das Vermögen langfristig steigt ist alles ok. Hab über Jahre jede Ausgabe getrackt. Langfristig habe ich aber aus den Details keinen Mehrwert gezogen.

  • Dito, bin Excel-Fan. Dann ist das Tool genau so, wie ich es möchte.

    Ich tracke aber nur Kontobewegungen. Barabhebungen sind Lebenshaltungskosten, egal ob die beim Bäcker, an der Kinokasse oder in einer Spendendose landen.

  • Ich checke nur Einnahmen gegen Ausgaben am Monatsende. Wenn das Vermögen langfristig steigt ist alles ok. Hab über Jahre jede Ausgabe getrackt. Langfristig habe ich aber aus den Details keinen Mehrwert gezogen.

    So ähnlich mache ich es seit ein paar Jahren auch. Ich weiss gar nicht mehr genau, was ich ausgebe und es zählt der Kontostand am Monatsende. Bzw. muss es auch nicht monatlich sein.Es reicht alle 3 Monate.
    Mir hat das Tracking keinen signifikanten Mehrwert gebracht.
    Falls ich nochmals tracken würde, dann nur mit einer ganz schlichten App, wo ich optisch sofort sehe, in welchem Bereich ich bin. Das hatte gewirkt Ausgaben zu vermeiden.

    Wenn der Balken im roten Bereich war, habe ich dann unnötigen Konsum eingestellt, den ich sonst nicht unbedingt eingestellt hätte.

  • Ich gehe immer im Edeka einkaufen. Wenn es eine App gäbe, die meine Einkäufe zeilenweise analysiert und mir sagt "im Netto nebenan hätten diese Produkte xx Euro weniger gekostet", das wäre für mich ein echter Mehrwert. Gibt es aber nicht. Wäre mit der DeutschlandCard easy, ist aber auch ein Datenschutzproblem.


    Einfach nur zu wissen, dass ich Betrag x für Konsum ausgeben habe, bringt mich nicht weiter.

  • Ich gehe immer im Edeka einkaufen. Wenn es eine App gäbe, die meine Einkäufe zeilenweise analysiert und mir sagt "im Netto nebenan hätten diese Produkte xx Euro weniger gekostet", das wäre für mich ein echter Mehrwert. Gibt es aber nicht. Wäre mit der DeutschlandCard easy, ist aber auch ein Datenschutzproblem.


    Einfach nur zu wissen, dass ich Betrag x für Konsum ausgeben habe, bringt mich nicht weiter.

    Netto ist die Schwester von EDEKA 😉

  • Am Anfang des Monats werden meine Sparraten (40% vom Gehalt) direkt abgezogen, den Rest meines Geldes gebe ich immer und auch gerne aus. Solange ich am Ende des Monats nicht im Minus bin, ist mir fast egal wofür. ;) Daher tracke ich meine Ausgaben nicht.

  • Ich benutze moneymoney für macOS.

    Das habe ich auch einige Zeit mal benutzt und war grundsätzlich sehr zufrieden und ich fande die Software toll. Super Preis Leistungsverhältnis.

    Dann gab es mal einige Zeit, da haben dann nicht mehr alle Konten funktioniert, da die Banken die 2 Faktor Authentifizierung eingeführt haben. Das ging mir dann zu lange, bis es unterstützt wurde und dann bin ich ausgestiegen.

    Ich nutze es aber hauptsächlich deswegen nicht mehr, weil es nur für macOS ist und ich grundsätzlich keine Software mehr benutze, die mich abhängig von einem Betriebssystem macht.

    Wenn es so etwas wie moneymoney von einem Hersteller gibt, der plattformübergreifend seine Software anbietet und von dem nicht auszugehen ist, dass er in 5 Jahren seine Software einstellen wird - da es z.B. eine kleine "Softwarebude" ist, die das Produkt sofort einstellen muss, wenn nicht mehr genügend Umsatz kreiert wird würde ich solch eine Software wieder nutzen.


    Positiv an Money Money ist, dass man die Daten wieder exportieren kann.
    Ob das mit einer neuen Software gut funktioniert, das weiß ich nicht, da ich keine benutze.


    Ich will mich nicht an etwas gewöhnen und dann wegen einer Software an ein Betriebssystem gebunden sein. Auch ist es mir wichtig, dass die Software von einem Hersteller kommt, der eine gewisse wirtschaftliche Trockenzeit aushalten kann. Denn ich will ja nicht permanent die Software wechseln müssen.
    Am liebsten wäre mir eine Software, die die Daten nur lokal speichert, betrieb systemübergreifend ist und open source ist.

    Deshalb kann ich die an sich sehr gute und schlichte iOS App MoneyBook von noidentity GmbH auch nicht mehr empfehlen.

  • Netto ist die Schwester von EDEKA 😉

    Kann man so einfach nicht sagen. :/

    Der 'rote' Netto ist eine EDEKA-Tochter.

    Der 'schwarze' Netto gehört zu einem dänischen Handelskonzern.


    Daher führt ein 'Dann geh doch zu Netto' meiner Frau schon mal zu einer gewissen Ratlosigkeit auf meiner Seite. Ihr wisst ja wie das ist. Männer brauchen klare, unmissverständliche Anweisungen.:D

  • Also ich hole mir zum Jahresanfang immer so einen Buch-Kalender (1 seite = 1 Tag) und trage dort meine Ausgaben ein.


    Am Monatsende alles addieren fertig.


    Für regelmäßig abgebuchte Beträge reicht mir die Übersicht meiner Bank.


    Offtopic zum Thema Software:

    Prämisse: Du möchtest auch nicht ständig Werbung in der Software haben oder das deine Daten anderweitig genutzt werden.


    Ich finde die Anforderungen nachvollziehbar aber auch "frech". Es soll sich jemand mit Expertise in mehreren Plattformen Gedanken um eine gute Lösung machen aber sich diesen Aufwand nicht bezahlen lassen. Leider das Problem mit SW-Entwicklung: Man hat nichts in der Hand also kann es nix kosten.


    Sorry als ehemaliger Programmierer musste ich das mal los werden 😉

  • Genau keine Werbung und lokale Datenkontrolle sind auch noch sehr wichtig, neben der plattformübergreifendem Existenz der Software.
    Open Source wäre nett, aber nicht Pflicht.

    Doch, die Software darf sehr gerne etwas kosten, solange sie es wert ist, spricht das nichts dagegen. Darf halt nur nicht ein dummes Abomodel sein. Ein Fixpreis, dann ist gut.

  • Vielen lieben Dank für eure Meinungen und Erfahrungen!:thumbup:


    Ich denke, ich werde nun die Lösung über eine Tabellenkalkulation verwenden. Dann kann ich es komplett individuell gestalten - nach einem erhöhten anfänglichen Aufwand.


    Zudem kann ich mir das auch immer wieder sichern und der csv-Import/Export funktioniert ebenfalls. :saint:

  • Tabellenkalkulation finde ich eine super Lösung.
    Denn dann überlegst du dir, was du wirklich brauchst, kannst es permanent über die Jahre anpassen, up und downsizen und lernst noch etwas dabei.
    Du bist dann dein eigener Programmierer ;-) und kannst es auf allen Softwareplattformen benutzen.
    Es kostet Zeit und Einarbeitung bis du das erstellt hast, was du wirklich brauchst.
    Aber dafür passt du es an dein Leben individuell an und es kann ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess sein.
    Pass halt bitte auf, dass du nicht zu spezielle Dinge implementierst, die nur bei einer bestimmten Version von einer Tabellenkalkulationsfirma funktioniert. The power of less.
    Weniger Features ist mehr Leistung ;-)
    Dann bist du ultra flexibel auch noch in 20 Jahren glücklich.
    Versuche mal ne Tabellenkalkulationsdatei von 1995 zu öffnen. Da wirst du teilweise massive Probleme bekommen und der ganze Schnick Schnack funktioniert nicht mehr richtig

  • Wobei der (Lern)Effekt eines Haushaltsbuches m.E. nach einigen Monaten nachlässt. Dann hat man die versteckten Geldsenken identifiziert (mal eben nen Kaffee zum mitnehmen oder nen Twix aus der Sweetbox in der Firma, usw.).

    Ich mach mir den Aufwand heute nicht mehr.


    PS: Mit Bargeld zahlen hilft ungemein. Ich pack mir am Anfang des Monats mein 'Klimpergeld' in die Geldbörse. Dann habe ich immer die Übersicht, welche 'unnötigen' Kleinigkeiten ich mir diesen Monat noch kaufen kann. Wenn alle dann alle!

  • PS: Mit Bargeld zahlen hilft ungemein. Ich pack mir am Anfang des Monats mein 'Klimpergeld' in die Geldbörse. Dann habe ich immer die Übersicht, welche 'unnötigen' Kleinigkeiten ich mir diesen Monat noch kaufen kann. Wenn alle dann alle!

    Darüber haben wir letztens erst philosophiert. Ich hebe auch im Urlaub gern Bargeld in Fremdwährung ab, dadurch habe ich ein viel besseres Gefühl wieviel ich schon ausgegeben habe. Der Kollege dagegen hat alles mit Kreditkarte bezahlt, weil man nur dann gleich in der App den tollen Überblick hat ;)