Haushaltsbuch per App - Erfahrungen und eierlegende Wollmilchsau

  • PS: Mit Bargeld zahlen hilft ungemein. Ich pack mir am Anfang des Monats mein 'Klimpergeld' in die Geldbörse. Dann habe ich immer die Übersicht, welche 'unnötigen' Kleinigkeiten ich mir diesen Monat noch kaufen kann. Wenn alle dann alle!

    Das sollte ich auch mal wieder machen. Google und Apple Pay sind bequem, aber irgendwie weis sich gar nicht wirklich was ich ausgeben. Getrackt wird es dann ja auutomatisch und man kann sich die Umsätze in Excel importieren und nachverfolgen.

    Besser ist es allemal, was ich leider auch nicht mehr mache - jede Woche einen Betrag X an Bargeld abzuholen und mal schauen wie weit man damit kommt, oder mit dem Betrag X zurechtzukommen.
    Wenn die Kohle weg ist, dann kann man sich fragen, war es mir Wert, was ich ausgegeben habe.
    Früher vor vielen Jahren war das ein Spiel von mir mit einem Betrag X so lange wie möglich über die Runden zu kommen, oder jeden Montag einen Betrag X abzuheben und dann die ganze Woche damit auszukommen. Wenn man das Geld in den Händen hat, hat man auch den Kaufschmerz. Bargeldloses Zahlen bescheißt einem, da es die Kauffreunde von den Bezahlschnerz psychologisch trennt. Erst bei der Monatabrechnung kommen dann die Schmerzen. So wird man geschickt fremdgelenkt.

  • Ich hebe auch im Urlaub gern Bargeld in Fremdwährung ab, dadurch habe ich ein viel besseres Gefühl wieviel ich schon ausgegeben habe.

    Einen Großteil unserer Ausgaben im Alltag oder auch im Urlaub machen wir natürlich auch per Giro- oder Kreditkarte (Einkäufe, Tanken, Hotelzimmer, usw.). Da besteht aber nach so vielen Jahren auch kein Bedarf mehr die Ausgaben konkret nachzuverfolgen (Vorteil des Alters ;)).

    Aber gerade diese 'Impulskäufe' machen schon eine Menge aus. Ich hole mir gern mal schnell ein belegtes Brötchen, Eis oder eine Kaffee so für zwischendurch.

    So etwas zahle ich grundsätzlich nur bar. Dann sieht man in echt, ob das Budget dafür diesen Monat schon ausgeschöpft ist, oder ob man sich noch etwas gönnen kann.

    Früher vor vielen Jahren war das ein Spiel von mir mit einem Betrag X so lange wie möglich über die Runden zu kommen, ...

    Ich mach das Spiel jeden Monat. ;)

    Meist schaffe ich es auch noch ein paar Euro mit in den nächsten Monat zu nehmen. Wobei das auch nur ein Selbstbetrug ist, da ich das 'gesparte' Geld ja nicht aus der Geldbörse nehme und ins Sparschwein lege, sondern mein nächstes Monatsbudget halt größer ist.


    Evtl. sollte ich das Geld was 'über' ist wirklich mal jeden Monat ins Sparschwein legen und sehen was nach einem Jahr dabei herumkommt. :/

    Aber sparen ist halt nicht Alles im Leben!

  • Ich Ausland zahle ich bewusst nie bar und bevorzugt mir Karte.
    Ich war schon ein paar Mal so doof, dass ich massiv beim Wechselgeld beschissen wurde.

    Auch habe ich keine Lust dann viele neue Münzen kennenzulernen.

    Da ist mir bargeldloses Bezahlen am liebsten. Da ist das Tracking dann ja auf der Kreditkarte.
    Ich achte halt darauf, dass die Kreditkartenumsatzgebühren so wenig % wie möglich sind. Sonst kannst das schon teurer werden.

    Auch habe ich dann kein Risiko, beim eventuell gefakten Geldautomaten abgezockt zu werden.

    Gerade ein Touristenviertel soll es ja so etwas öfters geben, dass die Karte kopiert wird

    Ich mache dafür aber immer ein "Kopfrechenspielchen" Wenn der Kurs z.B 3 zu 1 ist, dann rechne ich immer grob was es in Euro wären. Durch diese Kopfrechenarbeit habe ich den Konsum gut in Griff.

  • Mein Ansatz ist dieser:

    • Kreditkarte möglichst meiden, speziell die "Credit" Variante (Sammel-Abbuchungen)
    • möglichst wenig bar bezahlen (ist ja quasi auch eine Sammel-Abbuchung)
    • Home Banking mit StarMoney, Kategorisieren aller Buchungen (größtenteils automatisch)
    • ab und zu ein paar Auswertungen in StarMoney, mehr zur Übersicht
    • monatliche Exports und einfache Auswertungen in Excel zur Übersicht und Trendbeobachtung
    • jährliche Exports und detaillierte Betrachtungen in Excel.
      Das liefert auch ganz gute Inputs für die Steuererklärung.

    Dieser Ansatz taugt wohl weniger für die kurzfristige Ausgabenkontrolle.

    Eher zur mittel- bis langfristigen Steuerung: für welche Themen gebe ich zu viel aus, kann ich mir was größeres leisten (Auto, Haus, ...), usw.

  • Mein Ansatz ist dieser:

    Kreditkarte möglichst meiden, speziell die "Credit" Variante (Sammel-Abbuchungen)

    Ich mache das genau umgekehrt, ich habe drei getrennte Kreditkarten für Einkaufen, Tanken, Online-Shopping, die ich im Plus führe. Mit der Monatsabrechnung sehe ich dann in wie weit ich das Budget eingehalten habe und habe die Ausgaben gleich richtig zugeordnet. Über das Giro laufen dann i.w. nur noch die laufenden Abbuchungen wie Strom, Gas, Versicherungen, Schulgeld, etc. sowie die Krankheitskosten, wobei letztere durch die KK wieder ausgeglichen werden.

    möglichst wenig bar bezahlen (ist ja quasi auch eine Sammel-Abbuchung)

    richtig, da damit die Übersicht verloren geht

  • Jeder scheint da unterschiedlich Ansätze zu haben. Je nach Kontroll-/Lebensstil.


    Ich wollte dem TE auf jeden Fall noch als App MoneyManager empfehlen (Android). Ist zwar alles zum manuellem eintragen, aber das geht über "wiederkehrende Zahlungseinstellungen" sehr gut und man hat praktische Übersichten und kann auch Budgets pro Kategorie festlegen und dann vergleichen.


  • Doch, die Software darf sehr gerne etwas kosten, solange sie es wert ist, spricht das nichts dagegen. Darf halt nur nicht ein dummes Abomodel sein. Ein Fixpreis, dann ist gut.

    Software Entwicklung, Wartung, IT Operations und Support kostet kontinuierlich. Ein Abomodel ist eine faire Lösung, wenn man keine Werbung sehen möchte und nicht mit seinen Daten zahlen will. Ich denke die meisten möchten nicht für jedes Update und jede Supportanfrage einzeln bezahlen.

  • Hallo GE-izhals,

    wenn ich deine Wünsche an ein Online-Haushaltsbuch so lese, fällt mir spontan das Onlinehaushaltsbuch vom Beratungsdienst Geld und Haushalt ein.

    Es ist nutzbar für Smartphone und PC, Excel/CSC-Import, wiederholte Buchungen über Jahre fortschreibbar, .... grundsätzlich kostenfrei und ohne Kontoanbindung.

    Das Tool heißt Web-Budgetplaner und hier ist der Link zur Anmeldung:

    https://www.geldundhaushalt.de/web-budgetplaner/
    Viele Grüße aus Berlin :)

  • Hallo,


    Ich nutze für Android die App "Meine Ausgaben" https://play.google.com/store/…=org.totschnig.myexpenses und bin sehr glücklich damit.


    Einfache Eingabe der Daten, Automatische Umrechnung von Fremdwährungen, kostenfrei nutzbar und Gute export Funktion (csv und qif)....


    Fehlende Funktionen können gewünscht werden und kommen recht schnell.


    Falls einen die Werbung stört oder mehr Funktionen benötigt werden kann dies nachgekauft werden. Habe ich bisher aber nicht gebraucht.


    Ich benutze dies seit einigen Jahren und bin sehr zufrieden damit

  • mir wurde letztens von einem Bekannten diese Multi-Asset-Plattform [Link wurde von der Moderation entfernt] zum Vermögensmonitoring empfohlen die ich jetzt nütze der Haushaltsplan ist euch super und ist alles drin was ich im Blick behalten möchte alle Depots Konten Immobilien Krypto ? wäre auch gespannt was die Spezialisten von Finanztip dazu meinen würden, ich würde sie gerne weiterempfehlen.

  • Hallo zusammen,


    mich hat bisher noch keine App wirklich überzeugt, in der ich einfach und übersichtlich meine Einnahmen und Ausgaben im Blick habe. Die meisten Apps sind aufgebläht und unübersichtlich. Ich habe mir meine eigene App programmiert, so wie es für mich am besten passt. Ich würde die App öffentlich zur Verfügung stellen, weiß aber nicht genau wie ich den Leuten am besten klar machen kann, dass ich keinerlei Bankdaten sehen kann. Hat jemand schon Erfahrung oder nen Tip wie man da den Trust am besten vermittelt?

  • mir wurde letztens von einem Bekannten diese Multi-Asset-Plattform LINK zum Vermögensmonitoring empfohlen die ich jetzt nütze der Haushaltsplan ist euch super und ist alles drin was ich im Blick behalten möchte alle Depots Konten Immobilien Krypto ? wäre auch gespannt was die Spezialisten von Finanztip dazu meinen würden, ich würde sie gerne weiterempfehlen.

    Der erste Beitrag in eher unmoderierter Zeit und direkt mit Link (absichtsvoll nicht zitiert) und positiven Aussagen, die man als Werbung interpretieren könnte?

  • Ich benutze die iOS-App Today’s budget, die gefällt mir recht gut dank des recht einfachen Grundprinzips. Man trägt zum einen seine periodischen Einnahmen und Ausgaben ein, daraus ergibt sich ein Tagesbudget. Dieses kann man dann ansparen oder auch überziehen, man sieht dann immer, wo man im Saldo steht. Ausgaben oder Einnahmen lassen sich darüber hinaus auf beliebige Zeiträume verteilen, um sich z. B. auf eine größere Ausgabe vorzubereiten und dann nicht so sehr in den virtuellen Miesen zu stehen.


    Theoretisch lässt sich das auch mit Excel/Calc selber basteln, aber so ist es schön in einer App.


    Zusätzlich benutze ich noch Finanzguru, das ist mit meinem Konto verbunden, da bekomme ich dann auch Nachrichten bei Lastschriften oder Gutschriften.

  • Vielen lieben Dank für eure Meinungen und Erfahrungen!:thumbup:


    Ich denke, ich werde nun die Lösung über eine Tabellenkalkulation verwenden. Dann kann ich es komplett individuell gestalten - nach einem erhöhten anfänglichen Aufwand.


    Zudem kann ich mir das auch immer wieder sichern und der csv-Import/Export funktioniert ebenfalls. :saint:

    Ich habe mich nun doch dazu entschieden eine App zu verwenden und bin mit der App "Haushaltsbuch: Money Manager" bisher ganz zufrieden. :)

  • Hallo zusammen,


    ich erlaube mir, diesen Thread hier aufzuwärmen. Gegen Jahresende beschäftige ich mich immer etwas intensiver mit meinen Finanzen. Ich erzähle euch mal, wie ich das mache und wonach ich suche.


    Vor zwei Jahren habe ich angefangen ein Haushaltsbuch in Excel zu führen. Ich wollte einen kategorisierten Überblick über meine Einnahmen und Ausgaben gewinnen. Schnell habe ich gemerkt, dass es unheimlich mühselig ist, einzelne Buchungen manuell in Excel zu pflegen. Also habe ich nach einer App gesucht und Finanzguru gefunden. Und tatsächlich bin ich sehr zufrieden mit der bezahlten Version.


    Mein Vorgehen:

    • Ich habe in Finanzguru all meine Konten verknüpft. Buchungen komme automatisch rein und werden teilweise auch automatisch kategorisiert. Die Kategorisierung habe ich individualisiert.
    • Ausgaben aus verschiedenen Kategorien habe ich als Budgets zusammengefasst (Lebensmittel, Freizeit, etc.) und versuche diese Budgets einzuhalten
    • All meine fixen Einnahmen und Ausgaben habe ich als Verträge hinterlegt, können von Finanzguru also prognostiziert werden.
    • Kommen nun neue Buchungen rein, kategorisiere ich diese, definiere Umbuchungen, schließe Buchungen aus der Auswertung aus, damit ich eine saubere Datenlage habe.
    • Das tolle ist, dass für den aktuellen Monat eine Prognose auf Basis meiner Budgets, erwarteter Einnahmen und Ausgaben (Verträge) gemacht wird. So weiß ich immer schon, wo ich Ende des Monats ungefähr lande.
    • Das reichte mir aber nicht, denn was mir vor allem wichtig ist, ist eine mittelfristige (das aktuelle und das nächstes Jahr) Prognose, also eine Liquiditätsvorschau, so wie ich es auch in meinem Unternehmen mache.
    • Also habe ich mir eine Art Forecast in Excel gebastelt. Einnahmen und Ausgaben untereinander, jede Zeile eine Kategorie oder ein zusammengefasstes Budget. So sehe ich dann die Summen für Liquiditätszugang und Liquiditätsabgang (unterteilt in Laufende Verträge, Budgets, Sonstige Ausgaben, Kredittilgung, Investments). In Spalten die Monate mit jeweils einer SOLL und einer IST-Spalte.
    • In die IST-Spalten übertrage ich die Daten aus den Verträgen, Auswertungen und Budgets von Finanzguru. Das klappt relativ gut, sofern ich meine Buchungen sauber gehalten habe.
    • In die SOLL-Spalten trage ich meine erwartete Einnahmen und Ausgaben ein. Eine dritte Spalte je Monat zeigt mir dann die Differenz zwischen SOLL und IST. So sehe ich nach mehreren Monaten wo ich sparen, meine Budgets erhöhen oder verringern muss/kann.
    • Erwarte ich Einnahmen oder Ausgaben, die aus dem Rahmen fallen (Gehaltserhöhung, Nachzahlungen, Steuererstattungen, etc.), kann ich diese schon in den entsprechenden Monaten einplanen, so sehe ich zumindest grob die Entwicklung meiner Liquidität um beispielsweise Investitionen im Voraus zu planen. Ich kann so z.B. relativ genau planen, wann ich Sparpläne erhöhe.
    • Der (prognostizierte) monatlichen Überschuss oder Manko/Fehlbetrag (welche Begriff ist hier korrekt?) übertrage ich dann automatisch ich den nächsten Monat und heraus kommt eine schöne Liquiditätserwartung bis Ende nächsten Jahres.

    Probleme:

    • Wie gesagt, nun ist Jahresende und gerade in den letzten Wochen wurde ich etwas nachlässig in der Pflege dieser Excel. Auch die Buchungen immer auf dem Smartphone zu bearbeiten ist etwas mühselig. Leider bietet Finanzguru keine Desktop-App oder Webversion, was ich absolut nicht nachvollziehen kann. Auch fehlt eine längerfristige Prognose, weshalb ich diese ja in Excel abgebildet habe. Ich suche also nach einer einfacheren und umfassenderen Lösung.
    • Im Businessbereich gibt es viele Tools, die genau das abbilden was ich auch im privaten machen möchte (z. B. Agicap). Ich habe mich also durch alle möglichen Tools getestet (StarMoney, Banking4, Outbank, etc.) und muss ernüchternd feststellen, dass es kein Tool für den privaten Bereich gibt, das genau das bietet was ich suche. Noch dazu sehen die Tools größtenteils so aus, als wären sie seit den 90ern nicht mehr weiterentwickelt worden.

    Ein Tool habe ich noch vor mir (WISO Meine Geld), aber viel Hoffnung habe ich nicht mehr.


    Wie macht ihr eure Finanzplanung? Erwarte ich zu viel oder habe ich diesbezüglich zu hohe Ansprüche? Habe ich vielleicht ein Tool übersehen? Ist es so abwegig eine Finanzplanung auf Basis seines Haushaltsbuches zu machen? :/


    Liebe Grüße

    Toni

  • Meine eigenen Ausgaben tracke ich nicht. Ich habe eine Excel-Tabell für meine Fixkosten und für dynamische Ausgaben reicht mir die Transaktionsliste in meiner Banking-App.

    Anders handhabe ich es aber mit den gemeinsamen (Haushalts-)kosten mit meiner Freundin (haben aus diversen Gründen nur ein Gemeinschaftskonto für Fixkosten).
    Hier hatten wir zuerst eine Excel-Tabelle in einer Cloud, in der jeder Ausgaben eingetragen hat.
    Das wurde aber irgendwie schnell sehr umständlich. Wir haben daher "Splid" und "Splitwise" getestet, aber so richtig zufrieden für Langzeittracking waren wir damit auch nicht.

    Ich habe dann eine eigene kleine Web-App gebastelt, die im Endeffekt unserer vorherige Excel-Tabelle nachbildet. Wer mag, kann ja mal "SpendingSpace Expenses Tracker" googlen.

    Ansonsten habe ich kürzlich noch den Finanzfluss Copilot ausprobiert, aber das ist mir auch viel zu überladen für den Zweck.