• @drgonzo das Gute bei Riester-Sparplänen ist, dass man sie problemlos (und zu relativ geringen Kosten) als Einmalzahlung in ein anderes Rister-Produkt (z.B. den fairr Fondssparplan) umkippen kann.


    Das ist einer der wenigen Punkte, bei denen Riester durchdacht und flexibel ist. Insofern ist die Strategie mit einem Banksparplan anzufangen gar nicht so verkehrt.

  • @drgonzo das Gute bei Riester-Sparplänen ist, dass man sie problemlos (und zu relativ geringen Kosten) als Einmalzahlung in ein anderes Rister-Produkt (z.B. den fairr Fondssparplan) umkippen kann.


    Das ist einer der wenigen Punkte, bei denen Riester durchdacht und flexibel ist. Insofern ist die Strategie mit einem Banksparplan anzufangen gar nicht so verkehrt.


    Du hast recht. Das ist auch mein Gedanke. Das gute bei dem Angebot der Volksbank ist zudem auch, dass sie keinerlei Verwaltungsgebühren nimmt. Das ist lobenswert. Gut im Gegenzug ist die Rendite auch stark begrenzt (jedoch transparent und belastbar). Die Gebühr für einen Wechsel ist mit 50€ o.k.
    Das Produkt der Sparkasse finde ich aufgrund der höheren Rendite natürlich besser. Was mich hier jedoch stört sind die 3fach so teuren Wechselgebühren mit 150€ (+10€/p.a. für Kontoführung). Wie Franziska schon erwähnte, das lohnt sich dann nur wenn man auch länger dabei bleiben will. Ansonsten fressen Gebühren wieder Rendite. Und gerade hier wollte ich versuchen die Kostenseite möglich klein zu halten. Die Ertragsseite ist mir momentan erst mal egal, da die Renditen gerade alle im Keller sind und ich eigentlich auch nur auf die Zulagen aus bin um die Rendite damit zu "hebeln".


    Und zum Anbieter von fairr.de: da bin ich etwas skeptisch geworden, was ich bei Recherchen so gefunden habe spricht nicht unbedingt dafür:
    Fazit:"Finger weg davon"
    "In den wirren Zeiten nach der Bankenkrise würde ich mein Geld für die Rente nicht jedermann anvertrauen. Die Versicherungen und Banken, mit denen ich persönlich meine Altersvorsorge, die über Jahrzehnte läuft, planen würde, kann ich an einer Hand abzählen.
    Die Sutorbank und ein Startup, das unfertige Produkte an den Markt bringt, gehört definitiv nicht dazu.
    "
    Quelle: http://www.kundenorientiert-be…ester--fairr-im-test.html


    eine andere Meinung:
    http://www.finanzwesir.com/blog/fairr-riester


    Allerdings habe ich auch zum Banksparplan etwas Negatives gefunden.
    "Fazit: Kostengünstig und transparent sind Riester-Banksparpläne nur während der Ansparphase. Weil die Bedingungen für die Auszahlung erst zum Rentenbeginn festgeklopft werden, wissen der Sparer trotzdem nicht, was sie im Alter an Rente erwartet. Gewiss ist nur eines: Eine kräftige Subvention für die Versicherer."
    (Tücke bei Riester-Banksparplänen - Zuletzt kassiert die Versicherung)
    http://www.n-tv.de/ratgeber/Zu…erung-article3685461.html


    Zu diesem Sachverhalt kann ich es allerdings noch nicht einordnen ob das auch auf das Produkt von der Volksbank/Sparkasse zutrifft (also schon während der Sparphase) oder erst in der Auszahlungsphase als lebenslange Rente z.B.
    Hier würde ich eine Variante mit Einmalauszahlung und Kauf/Bau Eigenheim bevorzugen. Ich denke hierfür eignet sich ein stupider Banksparplan doch wunderbar oder? Fonds, ETFs, kann ich persönlich auch selber per Sparplan erwerben.

  • Das mit der Rentenversicherung ist richtig - das Problem ist allerdings bei allen Riesterprodukten vorhanden.


    Man hat im Prinzip zwei Möglichkeiten: Man schließt heute schon eine Rentenversicherung ab, dann hat man Sicherheit über die zukünftige Rentenhöh, aber ein unflexibles und tendenziell unprofitables Produkt. Und legt sich heute auf einen Versicherer fest, der in 30 Jahren zahlen soll.


    Oder man schließt zum Renteneintritt eine solche Versicherung ab - und kann sich dann den besten Anbieter aussuchen. Aber dafür gelten dann auch sämtlichen anderen Rahmenbediungen. Wer kann schon sagen, wie die Sterbetafel etc in 30 Jahren aussehen...

  • Riester....altes Thema, immer noch keinen genauen Plan :-)
    Ich bin 40, wir gehen beide arbeiten (wieder, Elternzeit meiner Frau) und haben zwei Kinder. Normales Einkommen, ca 50.000 brutto zusammen. Was tun ?
    1. Lohnt sich Riester für uns ? Man liest soooo viel und wird nur verwirrter
    2. Welcher Riester-Vertrag ?
    3. Beide oder ein Einzahler ?
    Wiegesagt, habe wenig Ahnung davon und auch schon andere Private Vorsorgen für das Alter (KapLV / RV Usw....)
    Danke und gruss

  • Ah ok....Dann mach ich mich ggf mal schlau darüber, bin da immer etwas versunichert...zahlen und zahlen und zahlen :-) aber scheint sich ja zu lohnen, was die Zulagen betrifft. Was nachher dabei rauskommt, auch mit besteuerung usw., ist bestimmt ein wenig geringer als man meint.

  • Hallo Rotor,
    Ihr dürftet so ca. 6000 € Steuern zusammen zahlen, das ist also ein Prozentsatzvon 12%. Da ist die Zulagenfinanzierung interessanter. Daher würde ich nur einen Vertrag machen und da die Zulagen konzentrieren.
    Wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass einer 30.000 € von euch verdient, muss die Person dann 1200 € inkl. Zulagen pro Jahr zahlen. Zulagen sind (wenn die Kinder noch klein, also ab 2008 geboren sind) 754 € im Jahr, bleibt eine Eigenbeitrag von 37,17 € im Monat. Oder anders: Für jeden Euro, den du einzahlst, kommen 1,69 € vom Staat dazu. Klar lohnt sich das ;-)
    Am besten in einen Fondssparplan, Finanztip empfielt Fairr (spricht aus meiner Sicht nichts dagegen).
    Gruß
    Alexander

  • @Rotor Was das Thema Besteuerung angeht, hat man ja heute auf jeden Fall einen Vorteil, da die Beiträge als Sonderaufwendungen geltend gemacht werden können, und so heute die Steuerlast reduzieren. Das Einkommen aus der Riesterrente muss dann irgendwann mal (wenn Sie in Rente gehen) versteuert werden.


    Der große Vorteil ist, dass man tatsächlich Geld vom Staat geschenkt bekommt. Und zwar nicht zu knapp wenn man Kinder hat. Wenn Ihre beiden Kinder nach 2008 geboren sind, dann bekommen Sie als Familie 2 x 154€ (Ihre Frau und Sie) und 2 x 300€ (Ihre beiden Kinder) = 908 € im Jahr als Zulagen. Das ist schon ein Batzen Geld.


    Überschlägig gerechnet müssen sie dafür ca. 1100€ Eigenleistung bringen.
    (50.000€ Jahresbrutto x 4% Mindesteigenbeitrag - 908€ Zulagen = 1092€ Nettoeigenbeitrag)


    Das heißt, Vater Staat verdoppelt ihre Sparleistung nahezu! Da ist es dann auch fast egal, wieviel Rendite das Produkt abwirft, in welches Sie das Geld investieren. Die Rendite für Sie kommt aus den Zulagen.



    Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie sich von einer Verbraucherzentrale (nicht einer Bank oder Versicherungsmakler, die haben ihre ganz eigenen Interessen) beraten. Das sind gut investierte 30€.

  • Vielen dank schonmal an alle hier die wirklich "Ahnung" haben, für mich ist das immer sehr kompliziert, aber auch verständlich. Ich überlege echt sowas, hab auch schon ein Angebot bekommen, kombi riester+fondssparen glaube ich, aber ich überlege mal was da wirklich sinnvoll für uns ist. Die Kids sind erst zwei jahre, von daher....Ob man das dann über die Frau macht oder über mich schauen wir dann, denke mal je mehr man einzahlt (Aufgrund des Brutto) je mehr hat man ja auch später davon. Das wäre dann mein Gehalt, da meine Frau nur eine 1/2 stelle hat.

  • Hallo zusammen,


    ich habe gesehen, das man hier im Forum viele Tipps bekommt.


    Zu mir: Ich bin 24 Jahre alt, werde am 23.03 25 Jahre alt und würde gerne vor dem 25 Lebensjahr noch einen Rister Banksparplan abschließen.


    Nach einer Beratung bei der Verbraucherzentrale bin ich auf den Banksparplan der Volksbank Gronau-Ahaus aufmerksam geworden. Ich würde gerne riestern und das Geld in ca. 5-8 jahren für Wohneigentum nutzen wollen, dennoch den Vertrag weiter laufen lassen und besparen. Würde sich dieser Vertrag dort für mich lohnen? Mein Arbeitgeber finanziert nur AVWL.


    Wann genau ist Stichtag für das 25. Lebensjahr? Ich habe gelesen, dass es darauf ankommt wie alt man am 01.01.2016 war. Ich würde gern auf die neuen Tests warten, aber habe Angst, das ich nachher die 200 Euro Extra-Förderung nicht bekomme.


    Vielen Dank vorab.

  • Hallo @Sarah.P.


    herzlich willkommen hier im Forum. Und schön, dass Du Dir in einem relativ jungen Alter schon sehr fundierte Gedanken über Deine Altersvorsorge machst.


    Zu Deinen Fragen:
    Mit einem Banksparplan machst Du am Anfang erstmal nichts falsch. In Deinem Alter könntest Du auch über ein Produkt mit Aktien nachdenken (ein Fondssparplan, z.B. von Fairr). Aber nur, wenn Du Dich damit wohlfühlst. Insofern ist ein Banksparplan erstmal ein guter Einstieg. Du kannst das Geld immer zu einem späteren Zeitpunkt in ein anderes Riesterprodukt übertragen. Das kostet auch nichts oder nicht viel.


    Mit dem 25. Lebensjahr ist es so: Laut §84 Einkommensteuergesetz gilt:
    "Jeder Zulageberechtigte erhält eine Grundzulage; diese beträgt jährlich 154 Euro. Für Zulageberechtigte nach § 79 Satz 1, die zu Beginn des Beitragsjahres (§ 88) das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, erhöht sich die Grundzulage nach Satz 1 um einmalig 200 Euro. Die Erhöhung nach Satz 2 ist für das erste nach dem 31. Dezember 2007 beginnende Beitragsjahr zu gewähren, für das eine Altersvorsorgezulage beantragt wird."


    Ok, also checken, ob Du nach §79 Satz 1 zulageberechtigt bist:
    "Die in § 10a Absatz 1 genannten Personen haben Anspruch auf eine Altersvorsorgezulage (Zulage)."



    Ok, also weiter zu §10a Absatz 1:
    "(1) In der inländischen gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtversicherte können Altersvorsorgebeiträge (§ 82) zuzüglich der dafür nach Abschnitt XI zustehenden Zulage jährlich bis zu 2 100 Euro als Sonderausgaben abziehen;"



    Klingt gut. Wenn Du in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert bist, können wir an das erste Kriterium schon mal einen Hakren machen.



    Was ist mit dem zweiten Kriterium ("die zu Beginn des Beitragsjahres (§ 88) das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben")?


    Wieder der Blick ins Gesetz, §88 EStG


    "Der Anspruch auf die Zulage entsteht mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Altersvorsorgebeiträge geleistet worden sind (Beitragsjahr)."




    OK, also grünes Licht: Wenn Du pflichtversichert bist UND Anfang des Jahres 2016 noch unter 25 warst UND in 2016 auch Beiträge zahlst, dann hast Du Anspruch auf die 200€ extra.


    Die Quelle dafür übrigens hier: http://www.deutsche-rentenvers…e_gesetze/Indexseite.html




    Kurzer Exkurs: Warum mache ich das so ausführlich, mit Hangeln von Paragraph zu Paragraph?
    Weil bei allen Altersvorsorge- und Finanz-Geschichten gilt: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Und zur Wahrheitsfindung hilft oft ein Blick ins Gesetz. (Zwei 5-Euro Phrasenschwein-Phrasen hintereinander.)


    Und da es um Dein Geld geht, und andere im Zweifelsfall da ran wollen, hilft es immer, das ganze Marketing-Blabla und gutgemeinte Ratschläge vieler Leute, die auf gefährlichem Halbwissen beruhen, zu ignorieren und wirklich zu schauen, was im Gesetz oder im Vertrag steht. Dann klären sich viele Fragen (so wie diese), ganz von selbst.


    Hope that helps,
    Elias

  • Hallo,


    da ich in dem ganzen Riester-Wirrwarr nicht mehr weiterkomme, wende ich mich an euch in der Hoffnung, dass ihr mir weiterhelfen könnt.


    Seit ca. vier Jahren habe ich eine fondsgebunde Riester-Rente mit Garantiefond der Gothaer, nennt sich Ergänzungsvorsorge ReFlex (Tarif PRRF2). Ein 3-Topf System mit Garantiefond, klassischer Geldanlage und freier Fondsauswahl.
    Auf Anfrage bei der Gothaer wurde mit mitgeteilt, dass die eingezahlten Beträge derzeit nur im Garantiefond sowie in den klassischen Topf eingezahlt werden, da keine Überschüsse erzielt werden, meine Fondsauswahl geht leer aus und der Garantiefonds hatte in den letzten 10 Jahren eine Wertentwicklung von etwa 0%.


    Ich würde gerne wechseln. Meine Fragen wären nun:
    Soll ich überhaupt wechseln? Oder diesen Vertrag besser still legen und einen neuen Vertrag abschließen?


    Von einem Berater wurde mir die WWK mit der förder Rente Protect (oder so) vorgeschlagen. Wäre dies zu empfehlen?


    Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen oder ein paar Tips geben wie ich verfahren sollte.


    Danke.


    Viele Grüße
    Oliver

  • Willkommen in der Community.


    Die Redaktion von Finanztip hat eine eigene Seite zu Riester-Fonds-Sparplänen, auf der zum einen ein günstiger Anbieter empfohlen wird und zum anderen Aussagen zu einem möglichen Wechsel gemacht werden.


    http://www.finanztip.de/riester/riestern-mit-fonds/


    Vorher am besten noch mal den Grundsatzartikel lesen und überlegen, ob die Fondsanlage das richtige für die individuelle Lebensplanung ist.


    http://www.finanztip.de/riester/

  • @Oliver13


    Ich würde generell von allen Versicherungslösungen Abstand nehmen. Ob Gothaer, WWK oder sonst wem.
    0% Performance bekommt sogar ein Banksparplan hin, aber ohne die hohen Kosten dieser Lösungen ;-)


    Fondssparplan, Baknsparplan oder vielleicht noch Wohnriester (wenn Du ein Haus fürs Leben kaufen willst).


    Jeder Berater wird Dir sagen, dass das Geld eh irgendwann in eine Rentenversicherung überführt werden muss - und es sei ja sicherlcih besser, das gleich mit zu erledigen. Solange mir das keiner mathematisch belastbar beweisen kann, halte ich das für Augenwischerei.


    Natürlich muss das Geld beim Renteneintritt in eine Rentenversicherung eingezahlt werden. Aber dann kannst Du Dir dann den besten Anbieter aussuchen.


    Cheers,
    Elias

  • Diese Webseite hat auch recht viele Informationen zur Riester-Rente, sicher auch einen Blick wert, besonders in Kombination mit den zwei oben genannten Links.