Lastenausgleichsgesetz

  • Hallo liebe COM,


    ich habe vor ein paar Tagen das schöne Briefchen mit dem Zensus bekommen und hab am Rande gehört das, dass Lastenausgleichsgesetz bis 2025 kommen soll wenn ich richtig informiert bin. Weiß jemand Näheres darüber in welchem Umfang es kommt oder wie es sich genau gestaltet?


    Eine Podcast Folge über dieses Thema wäre super!


    Mich würde es hauptsächlich interessieren, ob es eventuell im Vorhinein ratsam wäre z.b positive Schulden zu haben im Sinne einer Gebäude Sanierung um Nebenkosten zu sparen oder das Thema völlig überbewertet wird und nichts dahinter steht.


    Vielen Dank im voraus für eure Mühe


    Lg

  • Hallo Ben88, willkommen im Finanztip-Forum.


    MMn ist das Youtube-Propaganda. Der Fiskus kennt über die bisherige Einheitswertbescheide sowie die Grundsteuer sowie jeden Eigentümer und einen Wert. Das Jahr 2025 kommt mMn daher, dass dieses Jahr ebenfalls eine Grundsteuererklärung abzugeben ist, auf deren Basis ab 2025 die Grundsteuer neu erhoben wird.

  • Also ist abwarten und Tee trinken angesagt 🫖 bin gespannt in wie fern die neue Grundsteuer erhoben wird! Eigentlich möchte man meinen die wissen eh schon alles über uns. 😅


    Der Lastenausgleich wird quasi dann nicht kommen wenn ich das richtig verstanden habe.

  • Der Lastenausgleich wird quasi dann nicht kommen wenn ich das richtig verstanden habe.

    Das ist u.a. steuerbar in der Wahlkabine. Es gibt politische Vertreter, die privates Vermögen als Raub ansehen, der verteilt werden muss trotz rekordhoher Sozialausgaben, die eh schon von den vermögenden Steuerzahler stark gespeist werden. Generell würde ich davon ausgehen, dass höhere Abgaben auf uns zu kommen.

  • bin gespannt in wie fern die neue Grundsteuer erhoben wird! Eigentlich möchte man meinen die wissen eh schon alles über uns.

    In BW wird die neue Grundsteuer sehr einfach berechnet: Fläche x Bodenrichtwert.

    Würde der Hebesatz identisch bleiben, so müsste ich ab 2025 weniger Grundsteuer zahlen ab jetzt.

  • Der Lastenausgleich wird über die neue Grundsteuer realisiert. Es ist einfach für den Staat zu verlockend, bei der besitzenden Rasse zuschlagen zu können.


    Der Hebesatz bleibt nicht identisch.

    Lass keinen zwischen Dich und Dein Geld.

  • Ein Lastenausgleich sieht sicherlich anders aus. Da kommen ganz andere Beträge zusammen als 100€ mehr oder weniger Grundsteuer im Jahr. Und dabei nicht vergessen, die alte Grundsteuer hatte sich mit ihren Werten doch ein kleines bisschen vom Erhebungszeitpunkt entfernt, eine Reform war also überfällig. Ob die dann wirklich aufkommensneutral umgesetzt wird, wage ich auch zu bezweifeln. Am Ende wird die Verlockung zu groß sein, bei schlechten Gemeindefinanzen den Hebesatz nicht entsprechend anzupassen.

  • Der Lastenausgleich wird über die neue Grundsteuer realisiert. Es ist einfach für den Staat zu verlockend, bei der besitzenden Rasse zuschlagen zu können.


    Der Hebesatz bleibt nicht identisch.

    8| Ich hoffe, es sollte "Klasse" heißen.


    Grundsteuer und Lastenausgleich sind aber unterschiedlich und sollten nicht in einen Topf geworfen werden.

  • Ein Lastenausgleich sieht sicherlich anders aus. Da kommen ganz andere Beträge zusammen als 100€ mehr oder weniger Grundsteuer im Jahr. Und dabei nicht vergessen, die alte Grundsteuer hatte sich mit ihren Werten doch ein kleines bisschen vom Erhebungszeitpunkt entfernt, eine Reform war also überfällig. Ob die dann wirklich aufkommensneutral umgesetzt wird, wage ich auch zu bezweifeln. Am Ende wird die Verlockung zu groß sein, bei schlechten Gemeindefinanzen den Hebesatz nicht entsprechend anzupassen.

    Viel mehr Hebel hat eine Kommune gar nicht, wenn sie schon in der Ecke bzw. mit dem Rücken an der Wand steht.

  • Wer nur eine Immobilie hat, kann die aktuelle Grundsteuer gar nicht beurteilen. Die Reform wird richtig viel bewegen.


    Meine 30 qm Fewo hat fast 50% mehr Grundsteuer gekostet als mein 200+qm Haus.

    Es gibt richtig heftige Unterschiede.

    Lass keinen zwischen Dich und Dein Geld.

  • Der Lastenausgleich wird über die neue Grundsteuer realisiert. Es ist einfach für den Staat zu verlockend, bei der besitzenden Rasse zuschlagen zu können.

    Da die Grundsteuer ja auch auf den Mieter umgelegt werden kann, werden nicht (nur) die Besitzer belastet.

    Zitat

    Der Hebesatz bleibt nicht identisch.

    Interessant dass du die Pläne für jede deutsche Kommune kennst, die ja Stand jetzt nicht einmal selber wissen, wie hoch auf das Aufkommen sein wird.

  • Interessant dass du die Pläne für jede deutsche Kommune kennst, die ja Stand jetzt nicht einmal selber wissen, wie hoch auf das Aufkommen sein wird.

    Der Hebesatz soll, wenn alle neuen Werte vorliegen, festgesetzt werden. Da es erhebliche Veränderungen der Bemessungsgrundlagen geben wird, werden auch die Hebesätze sich verändern. Dazu noch 3 verschiedene Bewertungsmodelle je nach Bundesland.

    Lass keinen zwischen Dich und Dein Geld.

  • Der Hebesatz soll, wenn alle neuen Werte vorliegen, festgesetzt werden. Da es erhebliche Veränderungen der Bemessungsgrundlagen geben wird, werden auch die Hebesätze sich verändern. Dazu noch 3 verschiedene Bewertungsmodelle je nach Bundesland.

    Mit deinem vorherigen Satz ergibt sich die implizite Aussage, dass die Hebesätze wohl steigen werden. Und das ist überhaupt nicht garantiert - es könnte auch das Gegenteil eintreten und trotzdem würde das Aufkommen aus der Grundsteuer gleich bleiben.

  • Ob die dann wirklich aufkommensneutral umgesetzt wird, wage ich auch zu bezweifeln.

    Die Hebesätze können doch sowieso jederzeit angepasst werden und jedem ist klar, in welche Richtung eine Anpassung geht. Derzeit passen wohl sehr viele Gemeinden die Hebesätze an, sicherlich auch ein Vorholeffekt. Von 2024 auf 2025 kann dann auf die Aufkommensneutralität hingewiesen werden. Eine Gemeinde hier hat die Steuer schlagartig um volle 60% (von 250 auf 400) erhöht! Ok, die alten Steuereinnahmen waren bei der Greensill-Bank angelegt ...

  • In BW wird die neue Grundsteuer sehr einfach berechnet: Fläche x Bodenrichtwert.

    Würde der Hebesatz identisch bleiben, so müsste ich ab 2025 weniger Grundsteuer zahlen ab jetzt.

    Hmm, ob diese Neuberechnung gerechter ist? :/

    Scheint so, als werden künftig dicht bebaute Grundstücke im selben Wohngebiet vergleichsweise hoch besteuert.

    Eigentümer von Einfamilienhäuser zahlen vergleichsweise weniger als Wohnungseigentümer in Mehrfamilienhäusern, richtig?

  • Scheint so, als werden künftig dicht bebaute Grundstücke im selben Wohngebiet vergleichsweise hoch besteuert.

    Eigentümer von Einfamilienhäuser zahlen vergleichsweise weniger als Wohnungseigentümer in Mehrfamilienhäusern, richtig?

    Das Gegenteil ist der Fall. Das Einfamlienhäuschen auf dem großen Grundstück wird richtig teuer, Bewohner von Eigentums- bzw. Etagenwohnungen dürften günstiger wegkommen.