Lohnen sich Deka-Fonds (trotz hoher Grbühren) als Geldanlage?

  • Moin, Moin!

    Im Bekanntenkreis hat sich ein Pärchen von Ihrem Berater mal wieder einlullen lassen und Verträge abgeschlossen.

    Die Eckdaten der Papiere kenne ich nicht, jedoch haben m. E. die Produkte der Sparkassen nicht gerade den besten Ruf.


    Was ist Euere Meinung bzw. Erfahrungen dazu?

  • Hallo.


    Die Ausgangslage für eine Diskussion ist nicht wirklich günstig. (Datenlage dürftig.)


    Wahrscheinlich wird man jeden Fonds der Deka-Gruppe auch woanders in besser und in günstiger finden, das heißt aber nicht, dass der Gang zur Sparkasse zwingend mit dem Gang zum (finanziellen) Schafott zu vergleichen ist.

    Schlimmer geht immer.


    Mit Details ließe sich leichter diskutieren.

  • us den Gebühren und sonstigen Kosten wird die laufende Verwaltung und Verwahrung des Fondsvermögens sowie der Vertrieb

    der Fondsanteile finanziert. Anfallende Kosten verringern die Ertragschancen des Anlegers.

    Einmalige Kosten vor und nach der Anlage:

    Ausgabeauf- und 3,75 %

    Rücknahmeabschläge 0,00 %

    Dabei handelt es sich um den Höchstsatz, der von Ihrem Anlagebetrag bei Kauf bzw. Verkauf abgezogen wird und somit Ihre

    Rendite mindert. Im Einzelfall können diese Kosten niedriger ausfallen. Den tatsächlich für Sie geltenden Betrag können Sie

    jederzeit in Ihrer Sparkasse erfragen.

    Kosten, die vom Fonds im Laufe des Jahres abgezogen werden:

    Laufende Kosten 1,51 %

    Die hier angegebenen laufenden Kosten fielen im Geschäftsjahr des Fonds an, das im November 2021 endete. Sie können von

    Jahr zu Jahr schwanken und enthalten weder Kosten für den An- und Verkauf von Wertpapieren (Transaktionskosten) noch ggf.

    anfallende, an die Wertentwicklung des Fonds gebundene Gebühren. Sie beinhalten jedoch alle Kosten, die bei der Anlage in

    andere Fonds anfallen, sofern diese einen wesentlichen Anteil am Fondsvermögen ausmachen.

    Kosten, die der Fonds unter bestimmten Umständen zu tragen hat:

    keine

  • Meine Erfahrungen mit Deka-Fonds sind gemischt:


    Vor 15 Jahren hatte ich mal einen mit europäischen Rentenpapieren, der lief 10 Jahre ganz gut, aber dann nicht mehr so, so dass ich ihn mit leichtem Gewinn (unter Berücksichtigung der Ausschüttungen) verkauft habe.


    Vor 2 Jahren habe ich mir einen anderen Rentenfonds von Deka gekauft, der in der FT-Liste gut bewertet war, aber der lief vor allem im letzten Jahr so schlecht, dass ich ihn lieber mit leichtem Verlust wieder verkauft habe.


    Beide hatten im Vergleich zu Papieren anderer Anbieter überdurchschnittliche laufende Kosten.


    Ich sollte noch dazu sagen, dass ich kein Depot bei einer Sparkasse habe und dort, wo ich bin, auch keine Jahresgebühr zahle.


    Meine Erfahrungen mit Finanzberatern anderer Banken war bisher so, dass ich in den wenigen Fällen, in denen ich deren Angebote annahm, immer den vollen Ausgabeaufschlag zahlen musste, selbst bei Fonds der Hausbank. Aus genau diesem Grund mache ich das inzwischen auch nicht mehr und ordere meine Fonds in Eigenverantwortung online.


    FT hat übrigens kürzlich auch mal wieder ihr Verzeichnis von günstigen Fondsparplänen auf den neuesten Stand gebracht.

  • dunnerkeilnochemool

    Es wäre wohl ziemlich egal gewesen, ob der Rentenfonds von der Deka oder einem sonstigen Emitenten aufgelegt worden wäre.

    Durch die Kursänderung im Zinsumfeld haben nahezu alle Rentenfonds im letzten Jahr massiv verloren. Nicht umsonst lautet die Empfehlung vieler Finanzexperten für Kleinanleger aktuell den sicheren Vermögensanteil durch Tages- bzw. Festgeld abzubilden. Das kann sich mit steigendem Zinsen natürlich mittelfristig ändern und so auch Rentenfonds wieder interessant machen.

    Nicht das ich die Deka in Schutz nehmen will, aber das hat eben nichts mit der Gebührenstruktur der Deka zu tun.

  • Um nochmal etwas klarer zu sein: Das waren natürlich nicht die einzigen Rentenfonds in meinem Depot. Andere konnte ich länger halten, weil es da eine Weile noch relativ attraktive Ausschüttungen gab.


    Aber in der Tat: Anfang dieses Jahres habe ich alle meine restlichen Rentenfonds auf einen Schlag verkauft, und wenn ich mir jetzt nochmal deren Kurse anschaue, war ich gut beraten.

  • Es muss ja nicht unbedingt ein Rentenfonds sein. Aktienfonds, wenn man sie nur lange genug bespart und sich einen mit geringen Nebenkosten ausgesucht hat, sind immer eine Option. Die jetzige Weltlage macht es einem halt schwer, die Zukunft zu prognostizieren. Aber seinem Geld auf einem Tagesgeldkonto beim Verschimmeln zuzuschauen ist ja auch keine gute Option.

  • dann macht es doch sinn den fonds von meinen kinder nicht mehr zu besparen

    das hatte ich im anderen Thread geschrieben

    ihn dann irgendwann rausnehmen in paar jahre

    Im Moment würde ich ihn nicht rausnehmen aber im Auge behalten


    https://www.fondsweb.com/de/ve…LU1508359509,LU0392494562


    verursacht das auch kosten

    Musst Du in Dein Preisverzeichnis schauen. Üblicherweise kann man gemanagte Fonds kostenlos zurückgeben.

  • Guten Morgen zusammen, das hat mir mein berater geschrieben was sagt ihrdazu....



    für jeden Sparbeitrag gehen 3,75 % Ausgabeaufschlag ab. Das sind pro Sparplan mit 25 Euro ca. 94 Cent pro Monat.


    Somit landen tatsächlich 24 Euro und 6 Cent im Depot.


    Des weiteren haben die Fonds laufende jährliche Kosten von 1,45 %, die werden zwar nicht abgebucht, aber sie sind


    im Kurs enthalten.



    Die Fondsentwicklung ist derzeit negativ aufgrund der Ukraine-Krise, Energiekrise,…


    Dafür bekommt man allerdings derzeit mehr Anteile für das gleiche Geld, kauft also günstig ein.



    Gibt es noch weitere Fragen?



    Einen schönen Tag und viele Grüße

  • Hermann Tenhagen hat mal vor Jahren einen Artikel zu Riesterrenten mit Fondssparplänen geschrieben, gibt es heute noch, wenn man mit "Tenhagen nebenkosten fondsparpläne" googelt. Ich meine eine ähnliche Rechnung hat er auch kürzlich woanders gemacht. Sehr aufschlussreich, wenn man alle Kosten so über die Jahre summiert.

  • Genau das was ich im anderen Thread ausgeführt habe. Einfach dem Berater sagen, dass Du das Geld haben willst und er es sich nicht einstecken soll.

    Danke für die rückantwort.. bin aber 300 € im minus… was kann man hier machen… fonds sparen aussetzen und hoffen das sich der index erholt?! Geht das überhaupt dass ich wieder auf 0 komme…

  • Ich würde ihn nicht mehr besparen und liegen lassen. Da du ja bereits Anteile erworben hast wird der wert in der Regel auch wieder irgendwann steigen das du mit Plus verkaufen kannst.

    Als Tipp: Ich habe für meinen Junior vor ein paar Monaten bei der ING so ein Junior Depot aufgemacht und bespare dort für ihn jetzt den MSCI World und einen EM ETF.
    Durch den Sparplan bei der ING hast du als Kosten nur den TER des ETF.
    Auf das Depot kam ich durch ein Youtube Video von Finaztip :thumbsup:

  • bin aber 300 € im minus…

    Das Geld ist weg und kommt auch nicht wieder!

    Die einzige Frage, die Du für Dich klären must: Schafft es das aktuelle Investment (Deka Fonds) langfristig besser zu performen als ein alternatives Investment (z.B. ETF)!

    Wenn Du davon nicht ausgehst, weil der Deka Fonds in den letzten 10 Jahren schlechter performt hat, als ein vergleichbarer ETF, dann weg damit!

  • Danke für die rückantwort.. bin aber 300 € im minus… was kann man hier machen… fonds sparen aussetzen und hoffen das sich der index erholt?! Geht das überhaupt dass ich wieder auf 0 komme…

    Wie im anderen Thread ausgeführt würde ich die Deka-Fonds aktuell nicht verkaufen, da diese rückblickend analog zum MSCI World bzw. besser gelaufen sind. Auch mit einem MSCI World würdest Du im Minus liegen.