neue Grundsteuer ab 2025 NRW

  • Schade, dass es für dieses Thema keine eigene Rubrik sortiert nach Bundesländern gibt. Dürfte in den kommenden Wochen mehr als sinnvoll sein.

    Meine Erklärung ist fertig. Zeitaufwand: weniger als 2 Minuten. Mein Haus wird 25,- Euro billiger.

    Erstellt bei http://www.grundsteuer.de - Rechner.

    Ich finde bei Elster-online das Formular für die Erklärung aber nicht. Die Suche danach ergibt 7057 Treffer.

    Wie finde ich dieses Formular bei Elster?

  • Mal ne blöde Frage:


    Ich nutze für meine Einkommenssteuererklärung WISO. Finde ich echt klasse. Sehe hier auch einen Mehrwert ggü. Elster.


    Wie verhält sich das aber bei der Erklärung zur Grundsteuerreform? WISO wirbt ja mächtig.. hat das mal jemand ausprobiert und kann berichten? Hätte geschätzt, dass hier Elster reicht.

  • "Die wissen anscheinend nicht wo sich ihre Immobilie befindet, wie groß sie ist ob es Fenster gibt etc. Die Miete wird einfach nach Gefühl festgelegt."


    Wenn man nur in allerkleinsten Dimensionen denkt, dann sollte man seine Meinung nicht als ultimative Wahrheit hinausposaunen.

  • Habe das eben gemacht für ein Mehrfamilienhaus in Erbengemeinschaft. Selbst in dem nicht ganz einfachen Fall war das Ausfüllen mit Elster kein Problem (Bundesmodell).

    Also ich würde keine Software kaufen (oder bei Haus und Grund 900 Eur für das Ausfallen zahlen (kein Witz!))...

  • Die Hebesätze werden alle noch an die neuen Berechnungsgrundlagen angepasst. Daher kann heute keiner wissen, ob es für ihn teurer oder billiger wird.

    Was ist mit "neuen Berechnungsgrundlagen" gemeint?

    Lt. dem Rechner kann die Gemeide den Hebesatz noch verändern - mehr aber auch nicht.

    Da wir aber schon bei 680% sind, denke/hoffe ich da wird sich nichts ändern.

  • Wie verhält sich das aber bei der Erklärung zur Grundsteuerreform? WISO wirbt ja mächtig.. hat das mal jemand ausprobiert und kann berichten? Hätte geschätzt, dass hier Elster reicht.

    Das kommt doch erst in 2+ Wochen raus! Da eine Feststellungserklärung nicht so komplex ist, kann man das über Elster machen. Man muss die Hinweistexte lesen.

  • Was ist mit "neuen Berechnungsgrundlagen" gemeint?

    Damit meine ich die Berechnung der Grundsteuerwerte (bisher Einheitswerte genannt), die ab 2025 gelten und für die wir derzeit die Daten liefern sollen.

    Lt. dem Rechner kann die Gemeide den Hebesatz noch verändern - mehr aber auch nicht.

    Da wir aber schon bei 680% sind, denke/hoffe ich da wird sich nichts ändern.

    Die Gemeinden werden die Hebesätze ändern!


    Offiziell soll die Grundsteuer ja ergebnisneutral sein, d.h. in der Summe sollen die Grundsteuereinnahmen 2025 den Grundsteuereinnahmen 2024 entsprechen.

    (Daher erhöhen die meisten Gemeinden ja vorher schnell die Hebesätze. Das politische Ziel, in 2025 keine Erhöhung zu verursachen, lässt sich bestimmt umsetzen ...)

    Da die Gemeinden die Daten gar nicht haben, kann derzeit keiner abschätzen, was sich aus den neuen Berechnungen ergibt. Erst wenn alle Daten komplett vorliegen, können die testweise die Grundsteuereinnahmen 2025 simulieren. Da kommt dann irgend etwas heraus, was vom Vorjahr abweicht. Sollte die neue Summe z.B. 20% niedriger sein, dann werden eben die Hebesätze um 20% erhöht und umgekehrt.

  • Hallo Zusammen, bin neu hier also bitte nicht lünchen wenn ich was "falsch" mache ;)


    Habe gestern meinen neuen Grundsteuer Bescheid bekommen, der ja dann ab 2025 gelten soll.

    Darin lässt mir eine Sache keine Ruhe:

    Die Nettokaltmiete mit der die das Ertragsverfahren durchführen geben die mit ca 8,50€ für Gelsenkirchen (Standort der Immobilie) an. Das ist meines Wissens nach weit über der realen Nettokaltmiete hier, die liegt nämlich so bei 6€.


    Ist das "normal"? Heißen beide Begriffe Nettokaltmiete, sind in Wahrheit aber 2 verschiedene "Dinge"?

    Also wenn ich hier 8,50€ NKM nehmen würde, ständen die Wohnungen im Haus definitiv leer, weil es viel zu teuer wäre...


    VG Dennis

  • Hallo Dennis1907,


    also zumindest in meinen Bescheiden über den Grundsteuerwert steht drin, woher das Finanzamt die Mietwerte hat; nämlich Anlage 39 zum Bewertungsgesetz in Verbindung mit der Verordnung zur Einstufung der Gemeinden in eine Mietniveaustufe im Sinne des § 254 des Bewertungsgesetzes. Beide einmal durchlesen und die Weisheit deutscher Bürokratie genießen.


    Zum Trost, auch ich nehme in einer Boomtown zu wenig Miete – zumindest nach Meinung des Finanzamtes.


    Gruß Pumphut

  • Ich glaube da hilft nur mit dem Finanzamt in Kontakt zu treten, die Lage zu schildern und mit den Mietverträgen zu beweisen.

  • Hallo,

    Ich glaube da hilft nur mit dem Finanzamt in Kontakt zu treten, die Lage zu schildern und mit den Mietverträgen zu beweisen.

    Nö, hilft nicht. Das ist ja das Geniale. Die reale Miete interessiert nicht, sondern nur die von wem auch immer nach welchen Kriterien festgesetzte Pseudomiete (siehe Anhang 39 BewG). Sie wissen doch, alle Immobilienbesitzer sind superreich.


    Gruß Pumphut