Renditeberechnung bei ausschüttenden Fonds

  • Üblicherweise wird die sog. BVI-Methode verwendet. dabei wird unterstellt, dass Ausschüttungen zum Anteilswert wieder investiert werden. Das funktioniert bei meinen gemanagten Fonds, da ich 0% Ausgabeaufschlag zahle und das bei der ebase so eingerichtet ist. Allerdings nur solange der Freistellungsauftrag nicht überschritten ist. Bei Indexfonds geht dies i.d.R: nicht, da ich keinen Online-Broker kenne, der ohne Gebühren und ohne Spread eine Anlage erlaubt.


    http://www.bvi.de/statistik/wertentwicklung/

  • winter: Wie Du richtig schreibst, reicht Aktueller Kurs - Kaufkurs nicht aus.


    Wenn Du ein Jahr betrachtest, ist es noch relativ simpel: Die Formel ist Aktueller Kurs - Kaufkurs + Ausschüttung geteilt durch anfänglich investiertes Kapital. Schwierig wird es, wenn Du mehrere Perioden berechnen willst.


    Dann musst Du eigentlich unterstellen, dass die Ausschüttung stets wieder zum Anteilswert angelegt wird. So wie es @Kater.Ka beschrieben hat und wie es auch der BVI macht.


    Wenn Du jetzt allerdings die Ausschüttung z.B. als Ergänzung zur Rente verbrauchst, dann stimmt das Modell nicht mehr.
    Dann musst man trennen: Einerseits gibt es eine "Ausschüttungsrendite". Die ist z.B. vergleichbar mit der "Dividendenrendite" bei einer Einzelaktie. Da betrachtet man nur das Verhältnis Ausschüttung zu eingesetztem Kapital - ohne die Kursentwicklung zu beachten.


    Und daneben gibt es die "Wertsteigerungsrendite". Das ist der Prozentbetrag, um den der Wert der Anlage (Fonds oder Aktien) in der Periode gestiegen ist - ohne Berücksichtigung der Ausschüttungen.


    Grundsätzlich können dann beide Werte wieder addiert werden. Dann hast Du die Gesamtrendite für das betreffende Jahr.
    Das kannst Du in der Rückschau Jahr für Jahr machen. Z.B. für einen Zeitraum von 10 Jahren.


    Das Problem besteht in der "Annualisierung". Meine finanzmathematischen Kenntnisse reichen nicht aus, um eine Formel nennen, die hier eine einzige Renditezahl als "Rendite pro Jahr" errechnet.


    Eines ist klar: die einzelnen Jahre zu addieren und durch 10 zu teilen, funktioniert nicht, weil das Kapitalwachstum bei Zinseszinsrechnung nicht linear verläuft.


    Aber wie man zu einer zutreffenden Formel kommt, weiß ich nicht.