• Guten Abend liebe Community,


    ich bin aktuelle langweilige ETF-Anlegerin und zwar bei der DKB, aber ich habe auch schon einige Aktien geordert. Für das ETF-Besparen ist das Depot in Ordnung, aber für das Aktienhandeln sind 10 Euro nicht wenig Geld. Mache ich mir unnötige Gedanken?


    Freundliche Grüße

    Ella

  • Hallo Ella , willkommen im Finanztip-Forum.


    Es kommt mMn darauf an wie oft und in welcher Höhe Du handelst. Bei geringen Anlagesummen und häufigen Trades würde ich mir einen günstigen Zweitbroker suchen.

    Herzlichen Dank.


    Ich handeln meist über 1.000 Euro.

    Welche Zweitbroker sind denn seriös und technisch gut entwickelt? Habe hier leider keine Erfahrungen. Lässt man die erworbenen Werte beim Zweitdepot oder wieder ins Hauptdepot übertragen?

  • Kommt wie immer darauf an, was man möchte. Generell kann man bei den Neos ab 500€ über gettex kostenlos handeln (Smartbroker, Zero) bzw. 1€ (Scalable) bzw. 1€ über LS-X (Trade Republic). SB hat weitere Börsenplätze für 1€ (L&S) und 4€ (eigentlich alle). SC auch Xetra für ca. 4€.


    SB ist Web-basiert und recht altertümlich von der Anmutung (ich bin schon älter und kenne sie aus den 2000er), allerdings mit vielen Reporting-Funktionalitäten. TR ist Smartphon-basiert mit zusätzlichem Web-Zugang. Bei Zero und SC geht beides, wobei ich nur Web nutze.


    Bitte frage ggf. detaillierter, worauf es Dir ankommt.


    Die Werte kann man im Zweitdepot lassen.

  • Hinsichtlich Transparenz der Depotführung und Abrechnung sehe ich SB vorne. Diese alte DAB-Plattform ist eigentlich für Vermögensverwalter und erscheint mir daher am ausgereiftesten. Bei Zero und SC läuft im Hintergrund Baader, auch das ist eine Bank für Vermögensverwalter, auch das daher solide, allerdings mit weniger Funktionalität.


    Zur Technik hatte TR letztes Jahr durch zu starkes Wachstum ein Problem. Bei SC wird das Fehlen einer 2FA kritisiert, ich kann nach Einloggen ohne weiteres traden. Finde ich komfortabel, hat aber ein Sicherheitsthema.


    Kundendienst hatte ich mit TR und SC jeweils Mail-Kontakt. Die Probleme wurden gelöst. Bei Smartbroker gibt es Telefon-Support, den ich aber noch nie brauchte.


    Wenn man mit einer alten Oberfläche und ohne Smartphone-App zurecht kommt ist für den Aktienhandel wahrscheinlich SB die umfassendste Variante. Eine Umstellung des Systems weg von DAB auf eine eigene Plattform ist angekündigt. Aktien handle ich bei SB und Zero, letztere ist sehr einfach von der Bedienung her. Die Abwägung kann ich für Dich leider nicht lösen.

  • , aber für das Aktienhandeln sind 10 Euro nicht wenig Geld. Mache ich mir unnötige Gedanken?

    Ich handeln meist über 1.000 Euro.

    Bei einer Kostenquote von <1% beginnt irgendwo der Grenznutzen. Sprich die Gebühren gehen irgendwo im Rauschen des Marktes unter.

    Klar, am Besten wären immer gar keine Kosten. Nur, möglicherweise verleiten 'keine' Kosten auch zum wilden kaufen/verkaufen (Traden).


    Der Finanzblogger 'Finanzrocker' kauft seine Aktien ganz bewusst bei einem 'teureren' Broker ein.

    Lt. seiner eigenen Erfahrung halten Ihn die höheren Kosten vom zu schnellen Kauf/Verkauf ab (Traden).

    So muss jeder seinen Weg finden.