Betriebsrenteauszahlung

  • Zum Vergleich:

    Die DRV würde grob 300 Euro monatlicher Rente (vor Steuern) aus den 67.000 Euro machen.

    Da sollten wir denn aber noch dazu sagen, dass die Leistung dynamisch ist und dabei ganz grob gesagt der Inflation folgt.


    Gerade wenn man von zukünftig eher hoher Inflation und einem eher langen Leben ausgeht (des eigenen und auch der DRV), wäre das eine erwägenswerte Option. Aber um die 67k mit 64 Jahren noch steuerschonend dort zu deponieren, müsste man wahrscheinlich einige Register ziehen.

  • [...]

    Ansonsten ist der Kurs für die Verrentung extrem attraktiv. Wenn Du Dir das jetzt auszahlen und dann irgendwo verrenten ließest, würdest Du um die Hälfte davon angeboten bekommen.

    ("extrem attraktiv" von mir eingefettet)
    Daher wäre es mal interessant zu erfahren, ob der Anbieter ein normaler Marktteilnehmer (gerne auch einer von den vergleichsweise günstigeren) ist oder die Konstellation "400 MR vs. 67T einmalig vorab" einen außergewöhnlichen Hintergrund hat.

    Immerhin ist ja auch schon der Stöckchenspringer "plötzlich 67T statt eingangs 50T Einmalbetrag" ein leichtes Indiz, dass da noch was bisher noch nicht ans Tageslicht Gezerrte im Busch sein könnte.


    Wenn nicht, natürlich umso besser.

    Heinrich Zille: "Vorne zu eng, hinten jeht er ausenander - det is'n Schuh von Salamander!"

  • Daher wäre es mal interessant zu erfahren...

    Ich bin ja auch immer neugierig. Vielleicht verrät Paul58 uns das. Ich tippe auf einen schon recht alten Altvertrag mit einem von Beginn an garantierten Rentenfaktor.


    Vor 20 oder mehr Jahren waren Faktoren von über 50 zwar auch schon gut, aber nicht wie heute absolut utopisch. Das lag weniger an der damals etwas geringeren Lebenserwartung, sondern an den damaligen Zinsen, die den Versicherern in der Auszahlungsphase die Möglichkeit gaben, einen Teil der laufenden Rentenzahlung über Zinsen zu refinanzieren. Diese Möglichkeit gibt es heute kaum noch. Die Versicherung wäre wahrscheinlich sehr froh, wenn Paul sich für die Einmalzahlung entscheidet, um das Risiko aus den Büchern zu bekommen.

  • Hallo,

    ich habe bereits die Beträge gegenüber gestellt. Bei dem Einmalbetrag hatte ich mich vertan, es sind ca. 67000 Euro Brutto, die monatliche Rente sind ca. 400 Euro Brutto.

    Nach Abzug von Steuer und sozialversicherungs Beträgen würde ich mich ab dem 14. Jahr mit der monatlichen Rente besser stellen. Bei dem Einmalbetrag bezahle ich einmalig einen hohen Steuerbetrag und 10 Jahre KV und PV. Bei der monatlichen Rente bezahle ich diese Beträge lebenslang, allerdings monatlich wesentlich weniger. Ich bin jetzt am Abwägen, im Bezug auf den Kapitalmarkt, Inflation usw. welche Variante am besten wäre.


    Ich selber bin zwar bereits Betriebsrentenbezieher, hatte aber überhaupt keine Wahl von wegen Einmalzahlung oder nicht. Ich habe aber im Nachhinein festgestellt, dass es bei diesem Thema so viel Kleingedrucktes und auch mögliche Fallstricke gibt, vor allem was die Krankenversicherungsbeiträge angeht. Da kann alleine der Unterschied, ob man als Rentner pflichtversichert ist oder freiwillig versichert, zu bösem Erwachen führen.


    Ich finde, bei einem solchen Betrag lohnt es sich schon, Leute zu Rate zu ziehen, die darauf spezialisiert sind. Es gibt ja bei der gesetzlichen Rente die sogenannten Versichertenältesten, vielleicht beraten die einen ja auch in Bezug auf Betriebsrenten. Oder wenn man Mitglied im VdK ist, findet man dort auch jemanden.


    Oder man fragt mal bei der örtlichen Volkshochschule an, ob die schon mal einen Rentenexperten als Dozent hatten. Klingt lächerlich, aber vor Jahren hatte ich mal einen VHS-Kurs zu einem ähnlichen Thema belegt, und der Dozent war tatsächlich professioneller Rentenberater und auch privat "buchbar" .

  • Also eigentlich "irgendwo bei einer privaten Versicherung verrenten ließest" - die DRV ist ja u.a. dem Namen nach auch eine Versicherung.


    Mit dieser Einschätzung der DRV sollte man vorsichtig sein, zumindest so lange, wie man noch berufstätig ist. Gerade bei schweren Erkrankungen ist die DRV nämlich sehr viel mehr als "nur eine Versicherung" und bietet z. B. Rehabilitationsleistungen an, die im Beitragssatz enthalten sind.