Finanztip sollte das Veräppeln bei der Mehrwertsteuer auf den Gaspreis anprangern

  • Hallo zusammen!

    Sind folgende Fakten richtig:

    1) dass an den sowieso schon von ca. 6 Cent/kWh in 2021 auf augenblicklich rund 18 Ct/kWh erhöhten Gaspreisen der Staat 2,3 Ct. MWSt zusätzlich vereinnahmt und

    2) die jetzt diskutierte Mehrwertsteuer auf den neuen Umlage-Zuschlag i.H.v. 2-5 Ct. eine Kleinigkeit von nur 0,4-1 Ct/kWh wäre ?


    Wenn das richtig ist, dann verstehe ich nicht, weshalb Finanztip oder andere Verbraucher-Aufklärer das Veräppeln nicht anprangern?


    Mit freundlichen Grüßen

    Klaus

  • Ist doch schon überall bekannt und wird schon überall angeprangert. Selbst der FDP sagt, dass sie momentan prüft, wie man das verhindern kann. In meinen Augen ist also kein zusätzliches Anprangern momentan erforderlich.
    Erst, wenn die FDP behauptet, es würde nicht gehen

  • Hallo zusammen,

    es sind sicher zusätzliche Kosten.

    Von „veräppeln“ würde ich nicht sprechen und gleichzeitig wäre es ehr gut hier keine Mehrwertsteuer zu erheben.

    Eine Prüfung, ob eine Streichung so ohne weiteres möglich ist, macht erstmal Sinn.


    LG

  • Ich glaube mal, Verbraucherschützer wie auch Finanztip, sollten aktiv werden wenn ein Beschluß gefasst wird. Wenn auf jede eventuelle Möglichkeit, die vielleicht kommen soll oder kommen könnte reagiert wird, ist die Übersichtlichkeit dahin. Erinnert mich teilweise an unsere Presse, da wird auch jeder zitiert der zu irgend einen Thema was zu melden hat, ob derjenige es beeinflussen kann oder nicht.

  • Weil Wissensvermittlung und eine Empörungswelle reiten zwei unterschiedliche Geschäftsmodelle sind?

    Wobei generell - und damit auch bei anderen Themen - die Verortung der Demarkationslinie zwischen den beiden in einem Spannungsfeld liegenden Aspekten von der jeweiligen Regierungs- und damit letztlich auch der Staatsgläubigkeit abhängen dürfte.

  • BS.C zu "... überall bekannt und wird schon überall ..."

    Entschuldigen sie bitte, genau dieses Missverständnis versuchte ich in meiner Frage zu debattieren: die jetzt diskutierte Mehrwertsteuer auf den neuen Umlage-Zuschlag i.H.v. 2-5 Ct. ist nur eine Kleinigkeit von 0,4-1 Ct/kWh. Davon unberührt wird nach meiner Wahrnehmung die zusätzliche MWSt für den sowieso verdreifachten Gaspreis gar nicht gestritten. Und das ist doch der große Klotz!

    Liege ich falsch, wenn nur ich das meine zu erkennen?

  • Davon unberührt wird nach meiner Wahrnehmung die zusätzliche MWSt für den sowieso verdreifachten Gaspreis gar nicht gestritten. Und das ist doch der große Klotz!

    Liege ich falsch, wenn nur ich das meine zu erkennen?

    Jep, das ist so.

    Und die zusätzlichen MwSt.-Einnahmen durch die exorbitanten Spritpreise werden auch gerne mitgenommen. Die sind nämlich heute trotz gesenkter Energiesteuer immer noch höher als bei den "normalen" Spritpreisen um den Jahreswechsel.

  • Hallo,


    ich muss auf die Diskussion noch eins oben drauf setzen. Nicht die Mehrwertsteuer auf die Habeck- Umlage ist das schwerwiegende Thema, sondern die Umlage überhaupt. Wenn es die nicht geben würde, wäre die Diskussion über die Mehrwertsteuer gegenstandslos.


    Die Mehrwertsteuer auf den (un-) normalen Gaspreis ist noch ein anderes Thema.


    Die Habeck- Umlage betrifft wirklich alle. Selbst wer nicht mit Gas heizt, wird indirekt über den Strompreis (Gaskraftwerke) oder die ganzen Produkte, die zur Herstellung Gas benötigen, mit betroffen sein.


    Gruß Pumphut

  • Hallo zusammen,

    der Gegner ist Putin.

    Der Feind ist nicht die Regierung.

    Wir sind im Krieg mit Russland.

    Die Regierung hat einen Lösungsansatz erarbeitet, es gibt ggf. andere, nun haben wir jedenfalls mindestens einen.

    (Die Mehrwertsteuer wird überprüft, da wird es eher auch eine Lösung geben).

    Harte Zeit. (Fangen gerade erstmal an… es dauert Jahre).

    LG

  • Naja. Politische Entscheidungen sind so gut wie nie alternativlos.

    Und gerade bei dieser Gasumlage fehlt konsequent die Begründung, warum die Bürger über diese Umlage zu irgendeiner Sicherheit beitragen sollen, während die Konzerne im Energiesektor sich derzeit eine goldene Nase verdienen und nichts zu dieser Sicherheit beitragen müssen.

  • Hallo zusammen,

    m.E. ist die Energiesicherheit der entscheidende Teil.

    Die Regierung muss diese unter allen nur denkbaren Umständen sicherstellen.

    Wenn unsere Ökonomie leidet leiden alle.

    Was Unternehmen dazu beitragen oder nicht beitragen, ist ein weites Feld.

    Thema „Übergewinne“.

    Um so wichtiger ist die weltweite Investition.

    Es wird deutlich wie richtig FT mit ihrem MSCI World liegt. Schon i m m e r gelegen hat.

    In Krisen wird es „nur“ deutlicher.

    LG

  • Wenn man wollte, bräuchte man nur die Italiener um Rat fragen. Wenn es einen Trick zur Umgehung von EU Vorgaben gibt, dann kennen die den garantiert.


    Da der Staat aber gierig auf die Mehreinnahmen schaut, wird man wohl "leider" die EU vorschieben und kassieren.


    Wobei ich mich freuen würde, wenn ich mich irre.

  • Davon unberührt wird nach meiner Wahrnehmung die zusätzliche MWSt für den sowieso verdreifachten Gaspreis gar nicht gestritten. Und das ist doch der große Klotz!

    Wenn inflationsbedingt oder aus anderen Gründen preise steigen, dann steigt selbstverständlich auch die Umsatzsteuer. Denn die hängt definitionsbedingt vom Umsatz ab. Da kann ich beim besten Willen keinen Skandal der Regierung erkennen.


    Falls es Dich beruhigt: Inflationsbereinigt zahlst Du genauso viel Umsatzsteuer, wie vorher!

  • Hornie

    Ist mir alles nicht UNbekannt!

    Fakten sind:

    1. Es wird um für die meisten unbedeutende 19% auf 2-5 Cent/kWh "Umlage" in der Politik gestritten.
    2. Die Ver4fachung des Gaspreises ist nicht inflationbedingt, sondern von der internationalen Politik und Putins Erpressung verursacht.
    3. Auf plus 15 Ct./kWh Preiserhöhung beim Gas machen 19% MWSt 3 Cent aus!
    4. Diese 3 Ct./kWh würden vielleicht die Umlage ersetzen und die Mittelschicht ein bisschen entlasten. Darüber wird leider in der Politik nicht gestritten!
    5. Ich meine, dass sei unberechtigter windfall profit der Regierung, der nur durch die plötzlich unkalkulierbare Marktlage/Strategie entstanden ist.
    6. Es scheinen noch nicht alle mit Gasheizung in Deutschland die +2500 € zusätzlich zu den debattierten +300 bis +800 € erkannt zu haben. Schade!