• Grundsätzlich ja. Du überträgst / schenkst der Tochter die entsprechenden Anteile mit dem entsprechenden Wert.
    Schenkungsfreibetrag Eltern -> Kind sind 400.000€ pro Elternteil (auf einen 10j. Betrachtungszeitraum).

    Sie hat bei Verkauf dann den Gewinn zu versteuern.


    Aber: Wenn sie dir dann das Geld zurück schenkt, unterliegt das einem deutlich geringeren Freibetrag von 20.000€ in 10 Jahren.

    Man sollte also aufpassen wie oft oder in welcher Höhe man das Spiel treibt,

    sollte ein Zurückschenken geplant sein.


    Davon ab: wozu überhaupt verkaufen, wenn dein Freibetrag schon ausgeschöpft ist?
    Möchtest du das Risiko runter fahren bzw. benötigst du das Geld?

  • Wie alt ist deine Tochter? Unter 18 kann sie dir nicht einfach das Geld zurück schenken.


    Knapp gesagt: Die begehst aus meiner Sicht Steuerhinterziehung.

    Ich sehe da keine Steuerhinterziehung, sondern ein kreatives Nutzen von Freibeträgen. Meiner Ansicht nach legitim, sofern die Freibeträge beachtet werden.

  • "Ich sehe da keine Steuerhinterziehung, sondern ein kreatives Nutzen von Freibeträgen. Meiner Ansicht nach legitim, sofern die Freibeträge beachtet werden."


    Ich komme aus dem Steuerrecht und sehe es schon.


    Wenn die Tochter unter 18 ist, dann kann er ihr zwar Geld schenken, er darf es aber nicht einfach wieder zurückholen. Verschenkt ist verschenkt und er als Verwalter des Kinderdepots darf nicht einfach das Geld der minderjährigen Kindes (zurück)verschenken.


    Andernfalls geht der Gesetzgeber davon aus, dass es gar keine echte Schenkung war und man das ganze Gehampel nur aus Gründen der Steuerminderung gemacht hat. In dem Falle wird alles rückabgewickelt und der Verkaufsgewinn wird ihm zugerechnet.

  • In der Tat könnte bei Minderjährigen Kindern die Schenkung zurück an die Eltern problematisch sein. Ist ja auch immer weider bei Kinderdepots zu lesen. Die Eltern dürfen nicht mehr über das Geld verfügen, welches im kinderdepot liegt. Von daher ist das zurück Schenken dann wohl doch eher problematisch.

    Also hoffen wir auch ein volljähriges Kind beim TE :)

  • Unfassbar, was der Staat an Querelen treibt um seinen legalen Diebstahl (Steuern, SCNR) durchziehen zu können....

    Ich sehe da keine 'Querelen'. :/

    Im Kindergarten hieß es früher: "Geschenkt ist geschenkt und wiederholen ist gestohlen"

    PS: Ich zahl eigentlich ganz gern Steuern, weil ich gern in Deutschland lebe und es hier gar nicht sooo schlecht finde (vom Wetter mal abgesehen ;)).

  • Ich finde es auch beachtlich, was für ein Aufwand teilweise betrieben wird um ein paar € Steuern zu sparen, um dann im nächsten Moment nach dem Staat zu schreien um irgendwelche Zuschüsse zu bekommen. Der Staat ist auch nur der Verwalter von Steuereinnahmen und Ausgaben, wenn auch vieles da sehr eigenartig geregelt wird. Allerdings haben 10 verschiedene Leute, 10 verschiedene Ideen was mit Steuergeld passieren müsste.

  • Ich sehe da keine 'Querelen'. :/

    Im Kindergarten hieß es früher: "Geschenkt ist geschenkt und wiederholen ist gestohlen"

    PS: Ich zahl eigentlich ganz gern Steuern, weil ich gern in Deutschland lebe und es hier gar nicht sooo schlecht finde (vom Wetter mal abgesehen ;)).

    Aber ernsthaft, ein Gericht dafür zu brauchen, damit man seinen Eltern etwas schenken darf? Das ist typisch deutsch...

    Ich lebe auch gerne in Deutschland, allerdings könnte der Staat einiges gerne streichen (Gender-Lehrstühle, kostenlose Corona-Tests, die kostenlose Familienversicherung, Subventionierung des ÖPNV...) und dafür die Steuern senken.

  • Ich finde es auch beachtlich, was für ein Aufwand teilweise betrieben wird um ein paar € Steuern zu sparen, um dann im nächsten Moment nach dem Staat zu schreien um irgendwelche Zuschüsse zu bekommen. Der Staat ist auch nur der Verwalter von Steuereinnahmen und Ausgaben, wenn auch vieles da sehr eigenartig geregelt wird. Allerdings haben 10 verschiedene Leute, 10 verschiedene Ideen was mit Steuergeld passieren müsste.

    Und genau aus dem Grund sollte der Staat nur Kernaufgaben übernehmen und den Menschen den Rest selbst überlassen - ich weiß ziemlich gut, was ich mit meinem Geld machen würde.

  • Aber ernsthaft, ein Gericht dafür zu brauchen, damit man seinen Eltern etwas schenken darf? Das ist typisch deutsch...

    Es geht um minderjährige Kinder. Ein erwachsenes Kind darf seinen Eltern selbstverständlich schenken, was es möchte, ohne dass dafür ein Gericht nötig ist.

    Aber die Eltern eines minderjährigen Kindes müssen das Vermögen des Kindes in dessen Interesse verwalten. Und tendenziell ist es eben nicht im Interesse des Kindes, wenn ihm Geld weggenommen wird.

  • Aber ernsthaft, ein Gericht dafür zu brauchen, damit man seinen Eltern etwas schenken darf? Das ist typisch deutsch...

    Dir ist schon klar, dass es um ein minderjähriges Kind geht oder!? :/ Und da hat es halt ein Geschmäckle, wenn Du einem Kind erstmal Geld schenkst und Dir dann als Vormund des Kindes einen Teil dieses Geldes wieder 'zurückschenkst'.

    Ein volljähriges Kind kann seinen Eltern problemlos Geld schenken.

  • Dir ist schon klar, dass es um ein minderjähriges Kind geht oder!? :/ Und da hat es halt ein Geschmäckle, wenn Du einem Kind erstmal Geld schenkst und Dir dann als Vormund des Kindes einen Teil dieses Geldes wieder 'zurückschenkst'.

    Ein volljähriges Kind kann seinen Eltern problemlos Geld schenken.

    Ja. Aber dieses Kind ist ab einem gewissen Alter in den meisten Bundesländern in der Lage, zu wählen. Eines der höchsten staatsbürgerlichen Rechte. Eine Verfügung über das eigene Vermögen traut man ihm aber nicht zu. :rolleyes: