R+V-IndexInvest-Renterversicherung abwickeln/kündigen

  • Hallo,


    ich habe 2012 eine R+V-IndexInvest-Renterversicherung abgeschlossen. Ich zahle jeden Montag 170€ ein und es wird ausschließlich in Deka EURO STOXX 50 investiert. Ich habe mich alle Jahre für die Index-Partizipierung entschieden.


    Nun habe ich mich schon vor 2-3 Jahren mal schlau gemacht, was die Kosten eigentlich sind. R+V berechnet jeder Jahr 1x170€ + jeden Monat ~9.90€.


    Leder ist wie Wertentwicklung seit ein paar Jahren sehr schlecht, weshalb ich über die Kosten nicht hinwegsehen möchte. 170€ kann ich jeden Monat per Dauerüberweisung auch selber in einen Fond schieben. Dazu brauche ich keine Versicherung. Klar ist natürlich auch, dass ich 1,25% garantiert bekomme und nichts verlieren kann.


    Nur wenn ich sehe, dass mein Aktiendepot aktuell bei > 30% Rendite liegt, würde ich es selber in die Hand nehmen wollen, auch mit einem Risiko das ich tragen muss.


    Gibt es Erfahrungsgemäß eine Chance aufgrund von möglichen Vertragsfehlern den Vertrag rück abwickeln zu können? Über die Verbraucherzentrale NRW kann ich den Vertrag für ~350€ prüfen lassen. Nur wenn die Chance sehr gering ist, weil die Versicherer handwerklich keine Fehler gemacht haben, würde ich es nicht prüfen wollen. Ich habe recherchiert und es sind wohl nur Verträge abgeschlossen bis 2007 möglicherweise betroffen.


    Hat es Nachteile, wenn ich jetzt den Vertrag stilllege (Beitragsfreistellung) und erst in 3-4 Monaten mir die Versicherungssumme auszahlen lasse?


    Vielen Danke,


    André

  • FooBar3000

    Hat den Titel des Themas von „R+V-IndexInvest-Renterversicherung abwickeln7küdnigen“ zu „R+V-IndexInvest-Renterversicherung abwickeln/kündigen“ geändert.
  • Korrekt, die Versicherung ist in aller Regel unnötig und viel zu teuer. Siehe

    https://www.finanztip.de/alter…/flexible-altersvorsorge/


    Genau, wer die Garantie aufgibt (die kostet nur), hat mehr Risiko und deutlich mehr Ertrag.


    Und kündigen ist häufig die beste Wahl. Es ist egal, ob die vorher stillgelegt wurde oder nicht. Wichtig ist die Steuer: In dem Jahr, in dem es zur Auszahlung kommt, werden auch Gewinn bzw Verlust wirksam.


    Und eine Rückabwicklung wegen falscher Widerrufsbelehrung ist bei einem

    Vertrag von 2012 höchst unwahrscheinlich. Da wird sich das Geld der Prüfung wahrscheinlich nicht lohnen.

  • Vielen Dank für Deine Antwort.


    Die Gebühren entsprechen einem Betrag von rund ~2.300 € und bekomme es verkraftet, war ja eh weg. Dann befasse ich mich morgen mal mit der Kündigung. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.