Rentenpunkte kaufen

  • Kosten Entgeltpunkt (in 2022) geteilt durch Entgeltpunkt (ab 01.07.2022) ergibt aufgerundet 201. Also ohne die ggf. Steuererstattung durch die Beitragszahlung zu berücksichtigen, aber auch ohne die Steuern und Beiträge der späteren Rente zu berücksichtigen, braucht es fast 17 Jahre an Rentenbezug, um das Geld wieder drin zu haben.

    Je nachdem, was man an Steuererstattung (Beiträge), Steuern und Beiträge (Rentenzahlung) und künftigen Rentenanpassungen annimmt, variieren die Ergebnisse.

    Wer im Rentenbezug privat krankenversichert ist, kommt über den (steuerfreien) Zuschuss zur Krankenversicherung eher ins Plus.

  • Ich überlege ob ich doch ein paar Rentenpunkte kaufen soll--und suche dafür eine Musterechnung bzw. wie alt man werden muss damit es sich lohnt.

    Ich zahle als Angestellter bereits seit 5 Jahren freiwillig in die GRV ein, meine eigene Rechnung, zusammen mit einem befreundeten privaten Rentenberater, hat in etwa 11-12 Jahre bis zum Umschlag in den Gewinn ergeben. Bei der Berechnung haben wir die Steuerersparnis (in meinem Fall etwas über 40%), und die zu erwartende Steuerbelastung und gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung im Ruhestand eingerechnet. Auf Rentenerhöhungen in der Zukunft haben wir bewußt verzichtet. Diese könnte man im Durchschnitt sicherlich mit 1,5% konservativ ansetzen, damit würde die Gewinnzone geringfügig schneller erreicht. Alles eine Wette auf`s Alt werden, aber günstiger als alles an privaten Renten incl. BAV und Riester. Ich sehe es als Teil meines späteren Sicherheitsbausteins und bin momentan zu frieden damit, was da noch so kommt ist eh der berühmte Blick in die Glaskugel.

  • Der-Gute-2022

    Ich halte mir da noch jede Option offen.

    Ich will mit 63 in Rente gehen. Nach aktuellem Stand würde meine voraussichtliche Altersrente mit allen Abschlägen ausreichen um meine Grundbedürfnisse zu decken (Wohnen, Essen, usw.).

    Ich werde dann mit 60 entscheiden, ob ich trotzdem meine Rente über freiwillige Zahlungen aufstocke, da ich dann noch eine größere Zahlung aus meiner Lebensversicherung erhalte.

    Evtl. ganz interessant, ab wann eine freiwillige Zahlung in die GRV 'sicherer' ist als eine Zahlung in einen ETF-Sparplan:

    Aktien-ETF mit Entnahmestrategie oder gesetzliche Rente – was ist vorteilhafter? - Finanzen? Erklärt! (finanzen-erklaert.de)

  • Für die Ausgleichszahlung ist das vorläufige Durchschnittsentgelt des Jahres der Zahlung entscheidend.


    Im September wird der Referentenentwurf für die neuen Werte für das Jahr 2023 erwartet. Sobald der vorliegt, kann man abwägen, ob man lieber in 2022 oder 2023 zahlt. Steuerlich gesehen wird 2023 wohl besser sein, aber wenn man den Antrag ab Oktober erst stellt, könnte man in 2023 zu (rententechnischen) 2022er Konditionen zahlen.


    Für Leute, die mit mehr als einer Nachkommastelle rechnen. ;)

  • monstermania vielleicht schon mal ein paar Jahre eher gucken, wichtig ist der Steuervorteil und dieser ist pro Jahr für die Einzahlbeträge gedeckelt. Ohne die Nutzung der Steuerrückzahlung macht es meines Erachtens weniger Sinn da einzuzahlen.

  • ichbins

    Ja, wenn ich wüsste was ich nicht weiß...8o

    Ich habe stand heute überhaupt nicht vor freiwillig in die GRV einzuzahlen.

    - wer weiß wie sich mein Vermögen bis 2035 entwickelt.

    - wer weiß, wie sich die Inflation in den nächsten Jahren entwickelt.

    - wer weiß, welche Kröten uns die Politik in Sachen Rente noch zu schlucken gibt.

    - wer weiß, ob ich in überhaupt und in welchen Gesundheitszustand das Rentenalter erreiche


    Ich halte mir halt Optionen offen. Und ja mir ist klar, dass die maximale Summe p.a. gedeckelt ist. So ist das eben mit Kompromisslösungen.;)

    Aber ich fahre auf jedem Fall auf 'Sicht'. Ist daher nicht auszuschließen, dass ich bereits mit 55-58 statt in mein ETF-Depot zu investieren anfange in die GRV zu 'investieren'.

    Ich werde berichten.