70:30 Portfolio - bin ich zu ängstlich

  • Ich bin nach einigen hin und her endlich sehr passiv als Investor geworden


    Mein Depot (stand heute) als ganzes betrachtet sieht so aus:


    * World ETF 70 %

    (6-stellig)

    * Cash (Tagesgeld) 30%

    (6-stellig)


    Ferner habe ich ein Notgroschen was 4 Nettomonatsgehälter entspricht


    Da ich 50 Jahre alt bin, habe ich vor kein Geld mehr zu investieren.


    Spricht etwas dafür oder spinne ich (schon wieder)


    Bin ich zu passiv geworden?

  • Da ich 50 Jahre alt bin, habe ich vor kein Geld mehr zu investieren.

    Es hängt wie immer von der Gesamtaufstellung ab. Ich bin älter und investiere weiter.


    Hier bei Finanztip wird als sicherer Anteil redaktionell vom 15-Jahres-Bedarf (über die sonstigen Einnahmen hinaus) gesprochen, im Forum gehen die Diskussionen eher in Richtung mehrere Jahre. Je nach sonstigen Alterseinkünften würde ich den sechs-stelligen TG-Anteil als sehr vorsichtig einordnen.

  • Da ich 50 Jahre alt bin, habe ich vor kein Geld mehr zu investieren.


    Spricht etwas dafür oder spinne ich (schon wieder)

    Was meinst Du damit, nichts mehr investieren zu wollen? Willst Du (a) das, was Du monatlich zur Seite legst, nur noch ins Tagesgeld legen, oder willst Du (b) gar nichts mehr zur Seite leben, sondern alle laufenden Einnahmen verleben?


    Letztlich kannst Du mit Deinem Geld machen, was Du magst. Ein ernstzunehmender Rat würde nur gehen, wenn man alle Details der Lebensumstände und -pläne kennen würde. Ich ganz persönlich - was nicht heißt, dass Du das so machen sollst - hätte zu (b) gewisse Sympathien, zu (a) gar keine. Statt dessen würde ich kein Tagesgeld mehr ansparen, sondern alles, was übrig bleibt, in einen neuen weltweit marktbreit gestreuten ETF stecken.

  • Ich bin auch 50.

    Aktuell bin ich bei 60% Aktien (ETF) und 40% risikoarmen Anlagen und investiere jedes Jahr weiter im Verhältnis 7:1 in ETF und den risikoarmen Teil.

    Ziel ist mit 63 in Rente zu gehen und ab dann mit der Entnahme des Vermögens zu beginnen. Geplant ist mit einem risikoarmen Vermögensanteil in die Entnahmephase zu starten, der etwa 5 Jahre meines Finanzbedarfs abdecken soll.


    Meine jährliche Sparrate ist nicht in Stein gemeißelt. Ich investiere dass an Geld, was 'übrig' ist ohne mich einschränken zu müssen!

    Ich würde aber aktuell auch nicht anfangen zwanghaft mehr Geld auszugeben weil ich es 'über' habe. Vorteil des Alters ist halt eine gewisse Kontinuität. Die Hobbys stehen und man kennt die Kosten des persönlichen Lebens halt (Lebenshaltungskosten, usw.).

    Ich möchte dann lieber zu Beginn des Unruhestands etwas mehr finanziellen Spielraum haben um die zusätzliche Freizeit durch z.B. mehr Urlaubsreisen füllen zu können.

  • Ich habe heute das Verhältnis von 70:30 auf 75:25 umgestellt.


    Mein Notgroschen ist immer noch ca. 4 Nettomonatsgehälter.


    Da ich Sparpläne doof finde - investiere ich sehr unregelmäßig und dann als “lump sum”.


    Die nächste 15 Jahren möchte ich nicht mehr investieren - ich möchte meine Cash-Reserven aufbauen.


    Warum ?

    Ich komme aus einfachen Verhältnisse und weiß was Armut ist - meine Eltern waren sehr arm.


    Ich habe sehr viel Glück im Leben gehabt und trotzdem habe höllische Angst im Alter kein Cash zu haben.


    Mit 50 Jahren, denke ich, dass ich schon “genug” investiert habe und die nächste 15 Jahren geht es für mich mein Cash aufs Giro bzw Tagesgeldkonto zu lassen.


    In dieser Zeit soll meine ETF verdoppeln (das wäre meine mindest Erwartung 😊)


    In der Zwischenzeit habe ich Turbo Optionsscheine entdeckt.

    Ich spiele nur mit ein paar hundert Euro und es lenkt mich von mein ETF Depot ab 🤣