Einstiegszeitpunkt für Kauf von ETF

  • Ich habe mein Geld bisher immer nur in diversen Sparprodukten angelegt. Jetzt möchte ich gern einen Teil in der Hoffnung auf bessere Renditen in ETF investieren.und habe einen kleinen (150€) ETF Sparplan abgeschlossen, würde aber gerne noch 15000€ in ETF anlegen (Zeitraum ca 10 Jahre). Macht es Sinn damit noch zu warten oder den Betrag aufzuteilen, da die Kurse derzeit sehr hoch sind. Freue mich über eure Tipps.

  • Den richtigen EInstiegszeitpunkt gibt es nicht bzw. man sieht ihn erst mit zeitlichem Abstand. Auch wenn sich über den langen Anlagezeitraum sich ein positives Ergebnis eingestellt hat besteht immer das RIsiko zwischenzeitlicher größerer Buchverluste. Bei großen EInmalanlagen ist das ein wenig ein Glücksspiel, speziell wenn man dann doch mal ans Kapital muss,.


    Wenn die 15.000 Euro einen wesentlichen Teil der Ersparnisse darstellen würde ich die Sparplanrate erhöhen und damit den Anlagebetrag über 12-24 Monate anlegen.

  • Danke für den Hinweis..die 15.000 sind etwa 20% von meinen Ersparnissen,die aktuell auf Tages, bzw. Festgeldkonten liegen und die ich vermutlich in den nächsten 10 bis 15 Jahren nicht brauchen werde. Deshalb die Überlegung ETFs zu kaufen, eventuell auch einen Teil davon ARERO Fonds.

  • Danke für den Hinweis..die 15.000 sind etwa 20% von meinen Ersparnissen,die aktuell auf Tages, bzw. Festgeldkonten liegen und die ich vermutlich in den nächsten 10 bis 15 Jahren nicht brauchen werde. Deshalb die Überlegung ETFs zu kaufen, eventuell auch einen Teil davon ARERO Fonds.


    ... dann macht nach meiner irrtumsbehafteten Meinung ein MIschfonds keinen Sinn. Selbst wenn die 20% = 15.000 Euro komplet Aktien sind würde man das Portfolio 80% Festgeld / 20% Aktiien noch als sehr konservativ und sicherheitsorientiert bezeichnen.


    Zum Morningstar-Artikel: Die 20% über ETF selbst zusammen bauen sollte günstiger sein.


    Aber: Immer erst mal mit sich selbst ins Reine kommen, ob ein 50% Verlust beim hier in Finanztip empfohlenen MSCI World wie in 2008/2009 geschehen tolerabel sind. Aktien sind eben kein Festgeld.

  • Danke für die hilfreichen Überlegungen. Im Moment nerven mich die sicheren schleichenden Verluste auf Sparkonten mehr als ein möglicher Absturz der Aktien, da ich auch Zeit habe auf deren Erholung zu warten und das Geld nicht zwingend brauche. Ein bisschen Rendite macht natürlich mehr Laune.


  • Ich würde nicht sagen, dass er bejubelt wird. Er stellt eine einfache Möglichkeit dar, ein diversifiziertes Portfolio in einem einzigen Produkt relativ kostengünstig zu erwerben. Nicht mehr und nicht weniger. Aus diesem Grund ist er prinzipiell eine ideale Lösung für Menschen, die sich selbst nicht zutrauen oder es nicht wollen, ein eigenes Portfolio zusammenzustellen und vor allem auch jährlich ein Rebalancing durchzuführen. Das einzige, was mich etwas stört, ist die Tatsache, dass mit Swaps gearbeitet wird. Da bin ich persönlich nicht so erpicht darauf.

  • Hallo Zusammen,
    ich möchte ein paar kleine Anmerkungen zur Diskussion besteuern:


    Der Arero ist prinzipiell ein guter Fonds. Zur Zeit empfehlen wir aber keine Mischfonds wegen des zum Teil hohen Anleihe-Anteils. Die Aussichten von Anleihen sind wegen der niedrigen Zinsen langfristig schlecht. Mehr dazu hier:
    http://www.finanztip.de/mischfonds/
    Zum Thema Markttiming: Es klappt in der Regel nicht, den optimalen Einstiegszweitpunkt zu finden. Wäre das möglich, würden fast alles Fondsmanager den Markt schlagen, was sie ja aber nicht tun.
    Einen größeren Betrag nach und nach zu investieren, ist nur ein Vorteil in bereits fallenden Märkten, die anschließend wieder steigen. Siehe auch Durchschnittskosten-Effekt:
    http://www.finanztip.de/aktienfonds-sparplaene/


    In einem Bullenmarkt wie zur Zeit, ist es besser gleich komplett ins kalte Wasser zu springen. Stabilität ins Portfolio bringt der Festgeldanteil, dessen Erträge mögliche Aktienverluste zum Teil ausgleichen können.
    In Kürze erscheint ein Beitrag zum Thema Aktienmarktbewertung. Der hilft bei der Beantwortung der Timing-Frage.


    Beste Grüße, Markus

  • Hallo,
    Ich habe einen Arero Sparplan seit Dezember 2014 - bisher macht er Verlust. Soll ich dabei bleiben, oder lieber wechseln?


    Bleiben. Und weiter besparen.


    Ganz im Ernst: Ein Aktien-Investment sollte auf einen Zeitraum von 10 Jahren oder mehr angelegt sein. Wenn man nach einem Jahr kalte Füße bekommt ist das verständlich, sollte einen aber nicht zum hektischen Handeln verleiten.


    Ob der ARERO der beste Fonds ist, weiß kein Mensch. Es ist aber bestimmt kein schlechter. Der ARERO Fonds ist breit aufgestellt, da wird es auch irgendwann wieder bergauf gehen.


    Wenn sich die Wogen etwas geglättet haben, kann man immer noch schauen, ob es Sinn macht etwas anderes als den ARERO zu besparen. Aber bitte nicht hektisch verkaufen.

  • Aber bitte nicht hektisch verkaufen.


    Das sicherlich nicht.


    Grundsätzlich überlegen ob das im Moment der richtige Ansatz ist darf man schon:
    Der Rohstoffkomponente geht es aufgrund der Weltmarktsituation schlecht.
    Die Rentenkomponente leidet unter der Zinserhöhungsfantasie.
    Insofern wäre vielleicht eine Hinzunahme des ausgewogenen oder langfristigen Ansatzes aus http://www.finanztip.de/geldanlage/ zu überlegen, da diese beiden akuten Themen ausgeklammert sind.