JuniorSchutzbrief sinnvoll?

  • Hallo zusammen,


    hoffentlich habe ich das richtige (Unter-)Forum gewĂ€hlt und finde hier Hilfe. 😀


    Wir haben fĂŒr unsere beiden Kinder 2009 bzw. 2012 bei der NĂŒrnberger jeweils einen Biene Maja Junior Schutzbrief, eine fondsgebundene Rentenversicherung abgeschlossen. Dort zahlen wir seither jeweils 50,- Euro im Monat ein.


    Inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher, ob das so eine gute Idee war, und ob es nicht besser wÀre, die VertrÀge aufzulösen, das Geld rauszuholen und in einen weltweit streuenden ETF zu stecken.


    Was denkt Ihr darĂŒber? Kann man das pauschal sagen, oder sind fĂŒr eine EinschĂ€tzung weitere Infos notwendig? Die gebe ich sehr gerne, wenn Ihr mir sagt, welche Infos benötig werden.


    Schonmal vielen Dank fĂŒr Eure Hilfe!


    Viele GrĂŒĂŸe!

  • Tut mir leid, wenn ich mit meinen Antworten nicht 100%ig treffe 
 ich checke diese Versicherungen nicht wirklich. Aber ich tue mein bestes, die richtigen Infos zu geben!



    Fangen wir bei der Versicherung von K1 an:


    Tarif: NF2516/60CR*M

    Versicherungsbeginn: 01.02.2009

    Ablauf der Versorgungsphase: 01.02.2036

    Ablauf der Beitragszahlung: 01.02.2071

    frĂŒhester Rentenbeginn: 01.02.2071


    Es sind angegeben: „bei Rentenbeginn jĂ€hrliche Rente pro 1.000 Euro Fondsguthaben“


    - zum 01.02.2071 35,267870 Euro

    


    - zum 01.02.2076 37,834791 Euro



    Und weiter geht es mit der Versicherung von K2:


    Tarif: NF2616/10CRS*F

    Versicherungsbeginn: 01.12.2012

    Ablauf der Versorgungsphase: 01.12.2030

    Ablauf der Beitragszahlung: 01.12.2074

    frĂŒhester Rentenbeginn: 01.12.2074


    Es sind angegeben: „bei Rentenbeginn jĂ€hrliche Rente pro 1.000 Euro Guthaben zum 01.12.2074 30,456207“



    Helfen diese Infos?

  • Es sind angegeben: „bei Rentenbeginn jĂ€hrliche Rente pro 1.000 Euro Fondsguthaben“

    Wirklich pro 1.000 euro? Oder pro 10.000 €


    Da steht noch nichts zu den Kosten! Die mĂŒssten sich auch irgendwo, meist sehr intransparent, finden lassen.


    GrundsÀtzlich gilt:

    Ein gutes Prinzip, was zukĂŒnftig helfen sollte (musste ich auch erst lernen, obwohl total logisch): Nur in das investieren, was man auch versteht ;)

  • Wirklich pro 1.000 euro? Oder pro 10.000 €

    Ja, wirklich: pro 1.000 Euro. Bei rd. 30,50 Euro pro Jahr dauert es ja schon so mehr als 32 Jahre, bis man das reingeholt hat.


    Da steht noch nichts zu den Kosten! Die mĂŒssten sich auch irgendwo, meist sehr intransparent, finden lassen.

    In den Versicherungsbedingungen des Vertrags von K1 findet sich der folgende Passus:


    „FĂŒr diesen Vertrag sind Abschlusskosten und weitere Kosten zu entrichten, die im kalkulierten Tarifbeitrag bereits enthalten sind. Diese Kosten bestehen aus einem einmaligen Betrag von 1.080,00 Euro und weiteren BetrĂ€gen von 8,27 Euro pro BeitragsfĂ€lligkeit. Die einmaligen Kosten werden bei KĂŒndigung oder Beitragsfreistellung wĂ€hrend der ersten 5 Jahre nur anteilig in Rechnung gestellt.“



    GrundsÀtzlich gilt:

    Ein gutes Prinzip, was zukĂŒnftig helfen sollte (musste ich auch erst lernen, obwohl total logisch): Nur in das investieren, was man auch versteht ;)

    Mmhhh, ja! Der Rest ist wohl 
 Lehrgeld. 😕

  • Oh, da hast Du recht! Danke! Das habe ich nicht mehr als aktives Wissen gehabt, aber jetzt, wo ich es lese, erinnere ich mich.


    Ja, die Option gibt es. Die war damals auch ein Argument 
 Vorerkrankungen gibt es bei beiden Kindern nicht, damals nicht und heute nicht.


    Ist es daher / dennoch ratsam, die beiden Bausteine zusammen in diesem einen Produkt zu vereinen? Oder sollte man lieber trennen: jetzt Umstieg auf ETFs und bei Berufseinstieg eine BU-Versicherung?

  • Soweit ich weiß gibt es sogar ab 10 Jahren schon SchĂŒler-BUs. Die sollte man sich evtl mal anschauen.


    Es ist fast immer ratsam, Versicherungen und Vermögensaufbau zu trennen! HĂ€ngt aber etwas vom Einzelfall ab. Wenn bei euch noch keine Vorerkrankungen existieren, sollte man die Option der Trennung auf jeden Fall prĂŒfen

  • Losgelöst von der BU-Frage:

    • Verstehe ich das richtig, dass dieser Tarif vorsieht, dass nach erst mehr als 32 Jahren Rentenzahlung das „Fondsvermögen bei Rentenbeginn“ ausgezahlt ist und man bei dieser wohlwollenden Rechnung noch nicht mal einkalkuliert hat, dass in den ĂŒber drei Jahrzehnten ja auch noch Rendite erwirtschaftet wird?
    • Verstehe ich das richtig, dass von monatlich 50,- Euro nur 41,33 Euro in die zugrundeliegenden Fonds fließen, weil der Rest als Kosten an die Versicherungsgesellschaft geht?


    Das wĂ€ren fĂŒr mich beides Punkte, die mir eine KĂŒndigung und Auflösung nahelegen wĂŒrden.

  • Zu 1: Ja zur Auszahlung, nein zur Kalkulation.

    Das Fondsvermögen wird 2074 komplett aufgelöst und in eine klassische Rentenversicherung umgeschichtet. Ab dann gilt der Rechnungszins von vermutlich 1,75% bei K2 (Bei K1 noch 2,25%). Die kalkulatorische Lebenserwartung sollte etwas höher als 62 Jahre+32 Jahre sein.


    Zu 2: Kann gut sein.

    Wobei Du beachten solltest, dass Du ja nicht nur Kosten fĂŒr den Versicherungsmantel zahlst, sondern auch fĂŒr die (besser zu trennende) BU. Bei der BU wĂŒnsche ich Dir, dass Du immer nur Kosten und nie ErtrĂ€ge haben wirst ;).


    Wie hoch ist denn die BU, kann man davon leben? Oder zahlt die nur eine Minisumme, die im Extremfall mit Hartz IV verrechnet wird?


    Siehe auch Be­rufs­un­fÀ­hig­keits­ver­si­che­rung (BU): Ist sie sinnvoll? - Finanztip

    und BerufsunfĂ€higkeitsversicherung fĂŒr SchĂŒler & Kinder - Finanztip

  • Die BU gibt es noch nicht 
 sie kann lediglich am Ende der Versorgungsphase (ohne weitere Gesundheitsfragen) zusĂ€tzlich abgeschlossen werden, wenn bis dahin keine Schul-, Berufs- oder ErwerbsunfĂ€higkeit vorliegt und keine PflegebedĂŒrftigkeit.