Entschädigung nach TKG gedeckelt?

  • Hallo,


    mein Internetanschluss bei Vodafone war über einen Monat komplett ausgefallen. Ich hatte Vodafone den Ausfall gemeldet und angekündigt, dass ich Entschädigung nach §58 TKG (https://www.gesetze-im-internet.de/tkg_2021/__58.html) fordern werde. Der Anschluss ist nun wieder verfügbar und meine Forderung summiert sich auf über 400 €. Ich verstehe das Gesetz nämlich so, dass die Entschädigung nicht gedeckelt ist.


    Vodafone scheint das anders zu sehen und bietet mir ca. 1,5 Monatsbeiträge als Entschädigung an. Ist das Gesetz tatsächlich so zu verstehen? Sollte ich mich nun an die Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur wenden?

  • Gar nicht. Die schreiben:


    Wir können Ihnen anteilig des Monatspreis für die Tage vom 12.07.2022 - 30.08.2022 insgesamt XX,XX Euro gutschreiben.

    Die Summe die Sie uns da nennen können wir Ihne nicht gut schreiben.

  • Gar nicht. Die schreiben:


    Wir können Ihnen anteilig des Monatspreis für die Tage vom 12.07.2022 - 30.08.2022 insgesamt XX,XX Euro gutschreiben.

    Die Summe die Sie uns da nennen können wir Ihne nicht gut schreiben.

    Können hoffentlich. Dürfen und müssen ja. Wollen nein. Vodafone eben.


    Bleib dran, Harry. Wenn es von Euch zweien einer verbockt hat, dann die, nicht Du.

    Heinrich Zille: "Vorne zu eng, hinten jeht er ausenander - det is'n Schuh von Salamander!"

  • Naja, dass die Schadersatz leisten müssen, ist klar, die Frage ist nur, wie man sie dazu bringt. Für HarryHirsch wäre mein Rat, die Forderung mit Verweis auf das Gesetz zu begründen, die geforderte Summe herzuleiten und dann unter Angabe der Kontoverbindungen eine Zahlungsfrist zu setzen (z.B. ein konkretes Datum in 2 Wochen), und zwar schriftlicht (per FAX mit Sendungsbestätigung oder per Einschreiben/Rückschein). Auf jeden Fall hinzuschreiben, dass man sich gezwungen sieht, beim Ausbleiben der Zahlung in vollständiger Höhe den Rechtsweg zu beschreiten. Es ist allerdings gut möglich, dass die ohne Klage nicht zahlen. Das Schlichtungsverfahren kann man probieren, ich würde mich allerdings nicht auf einen Vergleich einlassen. Mit der Erfahrung von einigen solchen Fällen würde ich mittlerweile nach dem Verstreichen der Frist direkt klagen - wenn die Forderung klar ist wie hier und nur Zahlungsunwilligkeit besteht dann zahlen die direkt und das Verfahren wird noch vor einer Verhandlung beendet.

  • Danke für eure Antworten. Den Betrag habe ich mit Verweis auf das Gesetz hergeleitet und auch eine Frist von zwei Wochen gesetzt. Dann kam die oben zitierte Antwort.


    Mit dem Anwalt habe ich noch nicht gedroht, das wäre dann wohl der nächste Schritt.

  • Danke für eure Antworten. Den Betrag habe ich mit Verweis auf das Gesetz hergeleitet und auch eine Frist von zwei Wochen gesetzt. Dann kam die oben zitierte Antwort.


    Mit dem Anwalt habe ich noch nicht gedroht, das wäre dann wohl der nächste Schritt.

    Ersetze "das wäre dann wohl" durch "das ist dann", denn sie werden vorerst weiter mauern.


    Obwohl die Drohung als solche -. wir spielen hier ja nicht Schach - vermutlich auch noch ausgesessen werden wird. Vllt. verstärkst Du die Drohung noch durch die Behauptung, Du seist rechtschutzversichert bei der XYZ - eine Vertragsnummer musst Du ja nicht dazuschreiben.

    Heinrich Zille: "Vorne zu eng, hinten jeht er ausenander - det is'n Schuh von Salamander!"