Depotumzug

  • Habe ich selbst 2011 mit mehreren Depots gemacht um diese zusammen zu führen. Ich habe den jeweiligen Banken das Zieldepot genannt und diese haben die Wertpapiere dorthin umgebucht. Ging komplett problemlos und kostenlos. Betroffen waren Aktien und gemanagte Fonds, die ich zu unterschiedlichen Zielen geroutet habe.


    In einem Fall habe ich eine Zielbank beauftragt die Wertpapiere vom bisherigen Depot einzuziehen und das Depot schließen zu lassen. Auch dies hat funktioniert. Im Zweifelsfall mal nach dem Begriff Depoteinzug auf der Webseite der Zielbank suchen.

  • Moin,


    aus der Erfahrung mit einigen Depotüberträgen...

    • - Verlusttöpfe "mitnehmen" ist extrem wichtig - schon alleine wenn Fonds steuerlich wertvoll sind, also der Verkauf abgeltungssteuerfrei ist.
    • nicht alle Banken übertragen die Anschaffungskurse in das Kundenportal ein- das kann meistens aber mit einem formlosem Auftrag nachgeholt werden.

    Viele Grüße,
    Stefan Adam

  • Ich habe vor ca. einem Monat einige Wertpapiere von einem in ein anderes Depot umgezogen.
    Das ganze hat (brutto) max. zwei Wochen gedauert. Manche Wertpapiere waren schon nach 4 Tagen im neuen Depot.
    Mit brutto meine ich, vom Einwerfen des Briefes an die neue Bank, die es dann ja an die alte Bank weitergeleitet hat usw. bis zum vollständigen Ankommen der Papiere im neuen Depot, inklusive Einstandskurse.


    Die Banken sind verpflichtet, die Einstandskurse mitzuliefern, wenn sie vorliegen. Hat bei mir auch alles geklappt.
    Hatte sogar Wertpapiere dabei, bei denen auch welche vor 2009 gekauft wurden, im neuen Depot tauchen sie nun als "steuerfreier Altbestand" auf.


    Die Banken dürfen keine eigenen Gebühren verlangen.
    Mich hat es ca. 2 Euro gekostet, schätze das war wegen einiger ausländischen Papiere. Ist mir zu gering um es nachzuverfolgen.


    Vor der Beauftragung hatte ich darauf geachtet, dass in den nächsten Tagen keine Ausschüttung kommt. Nicht damit sie während der Übertragung irgendwie untergeht :-)
    Falls Verkauf o.ä. ansteht: Am besten vor der Übertragung oder nach Abschluss der Übertragung machen.


    Wenn in den Verlusttöpfen was drin ist, dann natürlich mitumziehen.
    Das geht allerdings nur, wenn das komplette Depot umgezogen wird und nicht nur einzelne Papiere.

  • Ich würde mein Depot auch gerne umziehen. Aktuell läuft auf mein bestehendes Depot ein Fondssparplan mit monatlicher Einzahlung. D.h. jeden Monat geht ein Betrag vom Girokonto ins Depot, wobei Girokonto und Depot bei derselben Bank sind.
    Gibt es in diesem Fall beim Umzug etwas besonderes zu beachten? Läuft der Sparplan dann automatisch weiter?


    Danke und Gruß

  • Der Sparplan muss beendet und für die neue Depotbank neu eingerichtet werden. Es gibt Depots, die auf ein externes Konto zugreifen können, z.B. ebase. Ansonsten künftig zwei Schritte: Dauerauftrag auf Verrechnungskonto der neuen Depotbank einrichten und von dort den Sparplan abbuchen lassen. Vorsicht: Dabei treten Laufzeiten auf, etwas Puffer lassen.

  • Hallo zusammen,


    bei einem Depotübertrag gilt es einiges zu beachten:


    1. Verlusttöpfe übertragen lassen


    2. ggfs. Gläubigerwechsel beachten


    3. Bruchstücke werden ggfs. nicht übertragen


    4. Im Zeitraum des Übertrags ist man nicht handlungsfähig


    5. Aufpassen, dass die Anschaffungsdaten übertragen werden


    Das dürften so die wichtigsten Punkte sein.


    Natürlich sollte man im Vorfeld die Konditionen am Markt vergleichen und überlegen welches Depot am besten zu einem passt. Oft gibt es auch attraktive Depotübertrag Prämien. Da kann man bares Geld "verdienen".


    Grüße
    Finanzheini