• Wenn das Gerät die Wärme sehr stark lokal begrenzt abgibt und im schlimmsten Fall vor allem den Bereich um die Steckdose oder die Steckdose selbst erwärmt, die vielleicht auch noch in einer schlecht gedämmten Außenwand sitzt, während der Heizlüfter gut ausgerichtet das Rauminnere erwärmt, sind solche Unterschiede vorstellbar.


    Die Angaben, die ich zum Gerät finden konnte, deuten auf eine nur lokale Erwärmung hin.


    Ich persönlich würde statt elektrisch zu heizen lieber umweltfreundlich Snake oil verbrennen, aber das Zeug ist immer so teuer. ;)

  • Mich stört halt vor allem, dass der "Test" vollkommen sinnlos ist. Statt einfach klarzustellen, dass Physik nicht erlaubt mit einem Heizlüfter mehr als 1kWh Wärme pro kWh Strom zu produzieren (Stichwort Bildungsauftrag), wird ein pseudowissenschaftliches Szenario mit einem "renommierten Institut" aufgebaut. Dabei ist auch so klar, dass ein 500W Heizlüfter bei Wärmeverlusten von der Hälfte viel zu schwach ist. Insbesondere für die Aufgabe möglichst schnell aufzuheizen.


    Und dadurch kommt dann halt der andere Quatsch raus. Würde man den großen Lüfter auch 2 Stunden laufen lassen, dann hätte der ebenfalls 0,7kWh Verbrauch. Das würde aber natürlich den Beitrag weniger spektakulär werden lassen. Was dabei gerne vergessen wird...mit solchen Aktionen liefert man Kritikern des ÖR Munition frei Haus

  • Mich stört halt vor allem, dass der "Test" vollkommen sinnlos ist.

    Wieso ist der Test sinnlos? Hier geht es doch nicht um einen Physikkurs, sondern um den Praxiseinsatz.:/

    Diese Teile werden aktuell massiv als 'Lösung' für die steigenden Energiepreise beworben. Und zwar mit völlig falschen Aussagen zu Effizienz oder praktischem Nutzen (nutzbare Raumgröße).

    Es geht also darum Verbraucher davor zu schützen a) Sinnlos Geld zu investieren und b) durch die Nutzung dieses Geräts im Endeffekt noch mehr Energiekosten zu produzieren. Die Stromrechnung kommt halt immer erst verzögert an.


    Neulich flatterte mal wieder Werbung ins Haus. Eines der Angebote beinhaltete einen Staubsauger mit einer 'Saugleistung' von 2000W! Was bitteschön soll eine 'Saugleistung' sein?:/

    Das Gerät selbst hatte natürlich 'nur' 850W Anschlussleistung.

    Aber auch hier ist es mir völlig schnuppe, welche Anschlussleistung oder 'Saugleistung' das Gerät hat. Wichtig bei einem Staubsauger ist mir, dass er die beste Reinigungsleistung in Kombination mit Lautstärke, Gewicht und Preis liefert.

    Und in einem entsprechenden Test erwarte ich keine physikalische Lehrstunde zur Luftströmung in einem Staubsauger, sondern, dass genau die o.g. Dinge in der Praxis getestet werden. Einfach damit ich die Staubsauger untereinander vergleichen kann.

    Das würde aber natürlich den Beitrag weniger spektakulär werden lassen. Was dabei gerne vergessen wird...mit solchen Aktionen liefert man Kritikern des ÖR Munition frei Haus

    Ich weiß nicht in welchen Wald Du gerade stehst und nach den Bäumen suchst.:/ Aber der Betrag war kaum spektakulär (ganz in Gegensatz zu den Werbeaussagen für den InstaHeat).

    Aber sicherlich gehöre ich auch zu den 'Schlafschafen', die nicht das große Ganze dahinter erkennen.

    Damit kann ich Leben. Für mich endet diese Diskussion hier.

  • Wieso ist der Test sinnlos? Hier geht es doch nicht um einen Physikkurs, sondern um den Praxiseinsatz. :/

    Aber die Konsequenz für den Praxiseinsatz war doch vorher klar. Etwa so wie wenn ich einen Porsche mit 500PS gegen die Familienkutsche mit "Sports Tourer" o.ä. im Namen und 100PS antreten lasse und mich nachher beschwere, dass die Familienkutsche nicht mithalten kann obwohl die Werbung quasi einen Sportwagen suggeriert ;)


    Dieser Test hilft Leuten wie dem TE nichts dabei in Zukunft ein unseriöses Angebot zu erkennen oder auch nur einen Heizlüfter ordentlich zu dimensionieren. Und die Suggestion, dass ein Heizlüfter mit vierfacher Leistung nur ein Viertel der Stromkosten hat, ist grob irreführend. Im Dauerbetrieb brauchen beide das Gleiche. Physikalisch ist das anders nicht möglich.

  • Au weia.

    Das kann man doch locker flockig ausrechnen, wie hoch der Temperaturunterschied maximal werden kann, wenn man einen Raum mit z.B. 30 m³ Luft mit 1 kWh Energie versorgt.

    Da kommt irgendwas raus, was das maximal mögliche ist, von wegen Energieerhaltung und so.

    Und dann zieht man noch x % ab, weil der Wirkungsgrad nie 100 % ist und weil das oben eine Näherung ist (man heizt nicht nur die Luft im Raum, sondern auch einen Teil der Wände mit)...

  • LebenimSueden

    Zunächst mal Sorry, dafür dass ich mich im Ton vergriffen habe.

    Aber die Konsequenz für den Praxiseinsatz war doch vorher klar. Etwa so wie wenn ich einen Porsche mit 500PS gegen die Familienkutsche mit "Sports Tourer" o.ä. im Namen und 100PS antreten lasse und mich nachher beschwere, dass die Familienkutsche nicht mithalten kann obwohl die Werbung quasi einen Sportwagen suggeriert ;)

    Nicht Alles was hinkt ist ein Vergleich.

    Testszenario:

    Ich nehme einen Porsche mit 500PS und einen 'Familien-Sports-Tourer' mit 100PS und lasse damit 2. Testfahrer gleichzeitig mitten in der Hauptverkehrszeit von Flensburg nach München fahren. Beide Fahrer müssen die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen/StVo. beachten.

    Am Ende schaue ich

    a) welcher Wagen welche Zeit für die Strecke gebraucht hat

    b) welcher Wagen weniger Sprit (Energie) für die Strecke gebraucht hat

    Das Ergebnis kann ich dann ganz neutral einordnen.


    Ja, und ein Physiker mag dann noch genau ausrechnen, wie effizient der jeweilige Motor pro km und bezogen auf das Gesamtgewicht des Fahrzeugs ist. Am nackten Ergebnis der obigen Zahlen ändert das wenig.

    Wäre dieser Praxisvergleich zweier Fahrzeuge im realen Einsatz nun Deiner Meinung nach falsch oder unrealistisch?:/

    Oder darf ein Porsche grundsätzlich nur auf Rennstrecken genutzt werden?

    BTW: Ich habe keine Ahnung was bei so einem Praxistest herauskommen würde. Rein gefühlt würde ich annehmen, dass der Porsche weniger Zeit und die Familienkutsche unterm Strich weniger Sprit verbrauchen würde.


    Um nochmal auf den Test InstaHeat vs. Heizlüfter zu kommen. War es völlig praxisfremd oder gar 'spektakulär' zu versuchen damit einen Raum von 9 qm aufzuheizen?:/

    Das Bad in unserer Wohnung hat eine ähnliche Größe. Anzunehmen das die Bäder in unseren Nachbarwohnungen ähnliche Größen haben.

    Da könnte man doch glatt auf die Idee kommen mit so einem InstaHeat das Bad zu Heizen oder? Insbesondere nachdem einem durch die Werbung suggeriert wird, wie toll und effizient so ein Teil doch sei.

    BTW: Ich bin auch überrascht, wie schlecht der InstaHeat in der Praxis geeignet war diesen 9 qm Raum zu heizen. Mag auch daran liegen, dass das Teil eben keine 500W Leistung hat, sondern im Test eben nur 340 Watt.

  • Auf Ideen kann man immer kommen, ob sie gut sind ist eine andere Frage. Auch wenn ich weiß, dass es Leute gibt die es so handhaben dass sie das Bad nur zur Benutzung kurz hochheizen und dann wieder die Heizung abstellen...besonders sinnig ist es nicht einen Feuchtraum nach Benutzung wieder auskühlen zu lassen. Schimmel lässt sich da kaum vermeiden.

    Wenn man das aber macht, dann ist klar dass der stärkste Heizlüfter gerade gut genug ist. 2000W wird für diesen Anwendungsfall 500W immer schlagen, egal von welcher Bausubstanz wir reden. Und wenn wir alternativ vom Dauerbetrieb reden, dann werden beide Heizlüfter immer etwa gleich viel verbrauchen.


    BTW: Ich bin auch überrascht, wie schlecht der InstaHeat in der Praxis geeignet war diesen 9 qm Raum zu heizen. Mag auch daran liegen, dass das Teil eben keine 500W Leistung hat, sondern im Test eben nur 340 Watt.

    Ja, die 340W sind ein Problem. Besonders wenn der Raum auch noch 230W Verlustleistung hat. Effektiv heizt der nur mit 110W, das dauert dann ewig. Der große Lüfter heizt mit netto 1770W und braucht dann auch entsprechend ein sechzehntel der Zeit. (Geht übrigens ziemlich genau auf). Aber selbst bei den versprochenen 500W würde der ca 40Min brauchen, eben wegen den hohen Wärmeverlusten.