Gemanagte Investmentfonds - Kosten senken durch Auszahlung Kickback

  • Wichtig und beachtenswert sind in jedem Fall nicht die Höhe des "werblichen" herausgestellten Kickbacks, sondern die des tatsächlich gezahlten Kickbacks in Abhängigkeit von Depotbank und Fonds.


    Die Kickbacks je Depotbank variieren erheblich. Nachfolgend ein Vergleich über 2.856 - bei allen Banken gleichzeitig - verfügbare Fonds:

  • Die Kickbacks je Depotbank variieren erheblich.

    Das stimmt. Die Kickbacks hängen insb von zwei Faktoren ab:


    1) wie viel lobt die Bank als Kickback aus - das ist tatsächlich nur die halbe Wahrheit, weil zunächst unklar ist, auf welche Bemessungsgrundlage sich die Kickbacks beziehen


    2) Die Höhe der Bestandsvergütung die die Bank bekommt ist wiederum ganz wesentlich davon abhängig, wie viel Bestand sie hält. In dem oben genannten Beispiel vom DWS Top Dividende ist also davon auszugehen, dass die Comdirect einen sehr hohen Bestand hält und ebase oder Augsburger Aktienbank eben eher wenig.

  • Ein weiterer Aspekt sind die unterschiedlichen Depotgebühren (comdirect 0, ebase 36 Eur p.a.), wohingegen die Transaktionen bei ebase kostenlos sind, der Kauf bei comdirect außerhalb eines Sparplans sehr teuer ist. Wie immer also vor der Entscheidung das Hirn und den Taschenrechner einschalten.

  • Da stimme ich Oekonom und Kater.Ka vollkommen zu.


    Der "Teufel" steckt im Detail - wir haben versucht etwas Licht ins Dunkel der Depotbankenkonditionen (Depotbetreuung durch Finanzvermittler) zu bringen und deshalb eigene Depotbanken-Tests (insbesondere auch der "weichen" Kriterien wie Service, Erreichbarkeit und Kommunikationswege) durchgeführt.
    In folgendem Blogbeitrag sind die Ergebnisse und Konditionen kurz zusammengefasst (Stand: Februar 2017):


    http://blog.rentablo.de/vergle…-consorsbank-und-weitere/


    Die Darstellung der Konditionen in Tabellenform erscheint uns am übersichtlichsten.
    Eure persönlichen Erfahrungen, Feedback und Optimierungsvorschläge sind jederzeit gerne willkommen.

  • die Transaktionen bei ebase kostenlos sind, der Kauf bei comdirect außerhalb eines Sparplans sehr teuer ist.

    Wenn das Comdirect-Depot über einen Vermittler läuft, halten sich die Kaufkosten in Grenzen. Eine Fonds-Order von 10 TEUR kostet 37 Euro - nicht umsonst, aber jetzt auch nicht so teuer.


    Interessant wäre eher, ob es für solche Depots auch kickbacks gibt. Bisher kannte ich das nur für Depots bei Fondsbanken wie ebase oder FFB.


    Ein weiterer Aspekt sind die unterschiedlichen Depotgebühren (comdirect 0, ebase 36 Eur p.a.),

    Das gilt leider nicht mehr uneingeschränkt. Die comdirect erhebt zB seit Juni 2017 für einzelne Wertpapiere eine Depotgebühr. Für Xetra-Gold sind das zB immerhin 36 Euro pro 10 TEUR Depotwert....

  • Eine Fonds-Order von 10 TEUR kostet 37 Euro - nicht umsonst, aber jetzt auch nicht so teuer.

    Das finde ich sehr teuer. Aus steuerlichen Gründen rolle ich die Bestände meiner Kinder und dort wären die Kosten signifikant


    Mindestprovisision sind wohl 17,50 Euro bis 9.999 Euro.

    Interessant wäre eher, ob es für solche Depots auch kickbacks gibt.

    Ja, s. Website u.a. von Rentablo, und die sind besser als bei ebase!


    Das gilt leider nicht mehr uneingeschränkt.

    Bezug ist hier auch wieder "gemanagte Fonds", da ist dies lt. Website Rentablo so


    Link zu den Comdirect-Konditionen bei Rentablo https://rentablo.de/comdirect

  • Das finde ich sehr teuer. Aus steuerlichen Gründen rolle ich die Bestände meiner Kinder und dort wären die Kosten signifikant. Mindestprovisision sind wohl 17,50 Euro bis 9.999 Euro.

    Auf dieser Basis schon - aber im meinen Augen eher ein Spezialfall, der für die Mehrheit hier wohl nicht so einschlägig ist. Für den buy and hold Anleger sind die Kaufkosten in meinen Augen tolerierbar, insb. weil sie auch nicht höher sind im Vergleich zu dem, was ETF-Anhänger bei Einmalanlagen über die Börse zahlen. Darüber hinaus hat man eben eine Vollbank im Hintergrund. Zumindest für die interessant, die nicht mehrere Depots führen wollen und dafür halt auch ein paar Euros bereit sind zu zahlen.


    Ja, s. Website u.a. von Rentablo, und die sind besser als bei ebase!

    Das ist nicht so eindeutig! Die comdirect Kickbacks sind bei Rentablo in der Tat günstiger als die ebase-Kickbacks. Aber im Vergleich zum Alpha-Tarif muss man schon auch wieder Hirn und Taschenrechner einschalten. Dort gibt es zwar "nur" 80 Prozent (statt 100 bei Rentablo), dafür aber keine jährliche Fee von 180 Euro p.a. Da muss das Depotvolumen schon groß sein, damit man besser fährt als bei AAV. Nach Adam Riese rechnet sich das bei einem reinen Aktienfondsdepot so ab ca. 180.000 EUR, eher mehr.

  • @ Oekonom


    Ich habe mich gerade noch einmal bei der Comdirect rückversichert und den Wert prüfen lassen.
    Stand heute liegt unser Kickback für den Kanam Leading Cities Invest (ISIN: DE0006791825) bei exakt 0,6425% .


    Wir aktualisieren regelmäßig den Kickback-Detailrechner: https://rentablo.de/calculator/details


    Apropos Orderkosten, diese können wir durch unsere Sonderkonditionen auf 17,50 € begrenzen - unabhängig von der Investmenthöhe. Das lohnt sich ab ca. 8.000 € Orderhöhe.


    Kleiner Tipp: Sparpläne haben bei der Comdirect keine Ordergebühren, d.h. bei einem Fondskauf (Einmalausführung des Sparplanes in der gewünschten Höhe) entfallen selbst die 17,50 € - so können Sie ganz legal nochmals sparen...;-)


    Rentable Grüße


    André

  • Ich habe mich gerade noch einmal bei der Comdirect rückversichert und den Wert prüfen lassen.
    Stand heute liegt unser Kickback für den Kanam Leading Cities Invest (ISIN: DE0006791825) bei exakt 0,6425% .

    cool, aber auch erstaunlich, dann zahlt die Comdirect mehr, als KanAm offiziell auslobt. Eigentlich kenne ich das nur von hauseigenen Produkten, also wenn die Comdirect jetzt für den hausinvest mehr zahlen würde....


    Apropos Orderkosten, diese können wir durch unsere Sonderkonditionen auf 17,50 € begrenzen - unabhängig von der Investmenthöhe. Das lohnt sich ab ca. 8.000 € Orderhöhe.

    Das ist wirklich attraktiv, findet man aber so nicht unmittelbar in der Übersicht hier: http://blog.rentablo.de/vergle…-consorsbank-und-weitere/


    Kleiner Tipp: Sparpläne haben bei der Comdirect keine Ordergebühren, d.h. bei einem Fondskauf (Einmalausführung des Sparplanes in der gewünschten Höhe) entfallen selbst die 17,50 € - so können Sie ganz legal nochmals sparen...;-)

    Ja, nettes Hintertürchen, leider gibt es bei der Comdirect viele gute Fonds nur als Einmalanlage, nicht aber als Sparplan, so dass dieser Tipp leider oft ins Leere läuft...


    However, für mich ist rentablo eine sehr transparente Bereicherung am Markt.

  • Vielen Dank, Ihre Einschätzung freut mich. :-)


    Unser Ziel ist maximale Transparenz, deshalb gibt es auch unsere Cashback-Modelle ohne sonstige Bedingungen wie Mindestdepotvolumen, Treuprämien oder Boni. Zudem haben wir bei Rentablo eine "Best Price-Garantie" eingeführt, d.h. wir halten alle realistisch am Markt verfügbaren Konditionen.


    Kickbacks sind aber nur eine Möglichkeit die eigene Rendite/Performance zu verbessern. Die aus meiner Sicht noch wichtigere Voraussetzung für eine nachhaltig hohe Rendite ist die Kenntnis der Höhe und Verteilung des eigenen Vermögens, des Risikos der getätigten Investments, der Abhängigkeiten untereinander und der tatsächlich langfristig erwirtschafteten Rendite - über alle Depots und Konten hinweg, unabhängig davon wie viele Konten und Depots man besitzt. Mit diesem Wissen kann man die eigene Anlagestrategie überdenken, optimieren und somit die Rendite wirklich erhöhen.
    Diese Transparenz ist, neben der Kostensenkung, die Grundidee von Rentablo. Alle wichtigen Informationen erhält man kostenfrei mit unserem Finanzmanager - in der Praxis sieht das u.a. so aus: https://rentablo.de/statistic/index

  • Ist nun Alpha-Tarif ein eigenständiger Fondsvermittler ? Oder ist Alpha-Tarif Bestandteil von AAV ?

    Der Alpha-Tarif ist der Kickback-Tarif von AAV. Es gibt grundsätzlich keinen Telefonsupport mehr und die Kommunikation läuft nur per Mail. Oder man wählt die kostenpflichtige Nummer 0900 - 1 110 123 (0,99 €/Min*).


    Hier kannst du die Infos abgleichen:
    - http://www.alpha-tarif.de/impressum-kickback.html
    - http://www.fondsvermittlung.de…eaufschlag/impressum.html

  • Also erst mal schaue ich wo es die günstigste Fondstranche gibt, im Idealfall eine institutionelle Tranche weil die i. d. R. die niederigsten laufenden Kosten für den jweiligen Fonds ausweisen. Kostensparen geht vor Kickback-Erstattung. Ansonsten steht das Finanzamt zwischen Kickbackerstattung und Wiederanlage und das ist aus Sicht der Anlegers kontraproduktiv.


    Dann prüfe ich mögliche Kickbackerstattungen und Kaufkosten. Mit Blick auf ebase, comdirect und DAB liegt hier regelmäßig die DAB über Fondsvermittler für meine Fonds auf dem ersten Platz mit Blick auf die Gesamtkosten.

  • Moin,


    die spannende Frage ist immer, wieviele "Zwischenhändler" sich an dem Strom der Bestandsprovisionen bedienen.
    Sofern die Abwicklung über einen Dienstleister - Pool läuft, kann es sein, dass der sich noch etwas abschneidet, bzw. je nach Größe des aufgeschalteten Finanzdienstleisters unterschiedlich hohe Kickbacks zahlt.


    Als Honorarberater mit 34h Zulassung kann ich meinen Kunden als reine B-Pro (Bestandsprovision) z.B. beim Leading Cities im Mai 2017 maximal -0,756% gutschreiben. Dazu kommen für mich aber noch Prozesskosten für den Dienstleister.


    Rentablo ist ein cooles Modell mit einem klaren Fokus - gefällt mir. Noch schöner wären echte Netto-Tranchen. Besonders bei den Immobilienfonds, die sich nicht durch ETFs ersetzen lassen.

  • Hallo Kater.Ka


    Zu deiner Kickback-Frage kann ich dir profinance-direkt empfehlen.
    Bin von moneymeets dorthin gewechselt weil die Kickbackzahlung höher ist und für jeden Fonds die Erstattung veröffentlicht wird. Unsere Clique hat sich dort wegen dem zusätzlichen Bonus zu einem Team zusammengeschlossen. Die Auswahl der Depotbanken (FFB, ebase, Fondsdepotbank) ist etwas eingeschränkt, aber die Auszahlung und der Support einwandfrei.


    Hallo sfielmann und liebe Finanztip-Community,


    ich habe mich hier neu angemeldet und durchforste gerade diesen Thread. Auf Seite 1 habe ich den Beitrag von sfielman über profinance gelesen. Was wisst ihr über den Anbieter und wie hoch ist bei diesem die Kickback-Zahlung?


    Ich habe schon einiges über diesen Fondsvermittler gelesen, doch benötige einen Ratschlag, ob er sich wirklich lohnt.


    Ich danke euch schon einmal für eure Hilfe :)


    Euer Hager

  • Hallo @u.hager , willkommen in der Community.


    Die grundsätzlichen Konditionen hatte ich oben im Post #6 dargestellt, soweit ich erkennen kann stimmen die im Grundsatz noch. Es können jetzt wohl die Depots aller gängigen Fondsbanken eröffnet werden. Das Basis-Cashback liegt jetzt wohl bei 66%.


    Du müsstest Dir anhand der Suchfunktion auf der Webseite von ProFinance-direkt pro Fonds und Depotbank das Cashback abfragen und dann entsprechend der Gesamtsumme den Zusatz-Bonus errechnen. Dann mit den anderen Anbietern vergleichn. MMn sind je nach Depotgröße unterschiedliche Modelle am günstigsten. Man sollte auch schauen wo man die Depots kostenlos bekommt und wo nicht.



  • Hey U. Hager,


    sei willkommen im Finanztip-Forum und na klar helfe ich dir gerne weiter ;)


    Ich bin nun schon seit einigen Jahren bei profinance24. Seit den letzten Jahren hat sich da viel getan. Es sind nun auch Depots über weitere Fondsbanken (nicht nur die FFB) verfügbar, die man zu sehr günstigen Konditionen nutzen kann.


    Für den Kauf der Fonds zahlt man außerdem keinen Ausgabeaufschlag. Ebenfalls profitiert man von einer jährlichen Treueprämmie.


    Und jetzt kommt das Besondere: Das Fonds-Cashback kann bis zu 99%! der Bestansprovision betragent! Und wichtig, es fallen keine zusätlichen Kosten oder Gebühren an, wi z.B. bei rentablo!


    Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.