Anlage für 2 Jahre: Was würdet ihr machen?

  • Hallo!


    Ich möchte meine PKV Beiträge für 2 Jahre im Voraus zahlen. Ich bekomme bei meinem Versicherer dafür 4% Skonto

    Anschließend möchte ich 2 Jahre mit einem Sparplan das Geld ansparen und anschließend wieder 2 Jahre im Voraus zahlen.


    In welches Produkt würdet ihr selbst die ca 360 EUR monatlich besparen?


    Möchte ein bisschen Ideen sammeln. :S

  • Bleibt meines Erachtens nur Tagesgeld oder Kopfkissen

    Sehe ich ähnlich. Festgeld wird wohl nur in Teilen funktionieren und man müsste den Aufwand betrachten.


    Bondora Go & Grow wäre mir persönlich zu riskant für ein derartiges Sparziel.


    Dran denken, die anderen Versicherungen immer im anderen Jahr zu bündeln, sonst fehlt die Steuerkomponente zusätzlich zum Skonto. ;)

  • 4% für zwei Jahre lohnt sich eigentlich gar nicht. Da ist ja abzusehen, dass man selbst in den nächsten zwei Jahren für nicht vorausgezahlte Beträge einen höheren Ertrag erzielen wird. Und 4% Nachlass für zwei Jahre Vorauszahlung sind auch ungewöhnlich wenig. Branchenüblich sind eigentlich 4-5% für die Vorauszahlung eines Jahresbeitrags.

  • Punktvorstrich ist wegen der Steueroptimierung zur Vorauszahlung bereit:

    https://www.steuertipps.de/ges…zahlen-und-steuern-sparen

    https://www.haufe.de/steuern/k…eitraegen_170_304490.html


    Mitlerweile kann sogar das 36-fache (3 Jahre) des Monatsbeitrags der Basis-PKV vorausgezahlt werden.

    Mache ich auch. Meine HUK PKV gibt auch 4% Nachlass. Von Ergo bzw. SDK sind mir gleiche Nachlässe bekannt.

    Ich puffere die Rückstellungen in den Arero.

  • 4% für zwei Jahre lohnt sich eigentlich gar nicht. Da ist ja abzusehen, dass man selbst in den nächsten zwei Jahren für nicht vorausgezahlte Beträge einen höheren Ertrag erzielen wird. Und 4% Nachlass für zwei Jahre Vorauszahlung sind auch ungewöhnlich wenig. Branchenüblich sind eigentlich 4-5% für die Vorauszahlung eines Jahresbeitrags.

    Naja, diese 5% Skonto - oder Vermeidung eines entspr. Ratenzuschlags auf den Jahresbeitrag - pro Jahr kenne ich in der KV von keinem Anbieter - was aber nichts zu sagen hat. Andererseits haben 2012 - zur Einführung der Unisextarife - die Aktualisierung der AVB u.a. dazu genutzt, sich zumindest für neue Verträge von hohen Skonti für Vorauszahlungen zu verabschieden, da die Nettoverzinsung ja schon generell im Sinkflug war.


    4% für 24 Monate Vorauszahlung sind immerhin schon eine Basis, wenn auch eine schmale. Wenn aber punktvorstrich dann noch - siehe Hinweis von Referat Janders - in jedem 2. Jahr seine bis zu 1.900 € aus nachrangig abziehbaren Beiträgen (u.a. AN-Anteil Arbeitslosenvers., Privat- und KFZ-Haftpflicht, BU, Risiko-LV u.a.) absetzen kann die sonst ja unter den Tisch fallen würden, wird der Vorauszahlungskohl schon deutlich fetter.


    Bei z.B. 40% Grenzsteuersatz sind das immerhin bis zu 380 € aufs Jahr umgerechnet. Und damit deutlich mehr als das Skonto selbst und die Tgesgeldzinsen ausmachen dürften.

    "Allmählich neigt sich die Nacht der Dunkelheit zu."

  • Bei der HUK gibt es 4% Nachlass für die Vorauszahlung eines Jahresbeitrags, für zwei Jahre gibt es zweimal 4%. Das kann sich in der Tat rechnen, wenn das Geld frei verfügbar herum liegt. Und steuerlich ist das nur interessant, wenn du weißt, dass du im Folgejahr weniger Steuern zahlen wirst, z. B. weil Arbeitslosigkeit oder Verrentung bevorstehen. Andererseits musst du aufpassen, dass die Vorsorgeaufwendungen im Jahr mit den vorausgezahlten KV-Beiträgen nicht die Kappungsgrenze übersteigen. Dann fährst du steuerlich sogar schlechter. Mal davon abgesehen, dass es selten sinnvoll ist, etwas nur wegen vermeintlicher Steuersparmöglichkeiten oder Steuerschlupflöcher zu tun. Dafür ist der Steuergesetzgeber viel zu unzuverlässig bzw. zu rege, wenn es darum geht, Schlupflöcher zu schließen.

  • Bei der HUK gibt es 4% Nachlass für die Vorauszahlung eines Jahresbeitrags, für zwei Jahre gibt es zweimal 4%. Das kann sich in der Tat rechnen, wenn das Geld frei verfügbar herum liegt. Und steuerlich ist das nur interessant, wenn du weißt, dass du im Folgejahr weniger Steuern zahlen wirst, z. B. weil Arbeitslosigkeit oder Verrentung bevorstehen. Andererseits musst du aufpassen, dass die Vorsorgeaufwendungen im Jahr mit den vorausgezahlten KV-Beiträgen nicht die Kappungsgrenze übersteigen. Dann fährst du steuerlich sogar schlechter.

    R.F. , vorausgezahlte KV-Beiträge - zumindest der 80-90% Basisanteil davon - und Pflegepflichtbeiträge fallen nicht unter die jährliche Kappungsgrenze, egal wie hoch sie sind und wie lange zulässig sie vorausgezahlt werden.

    "Allmählich neigt sich die Nacht der Dunkelheit zu."

  • Also 4% gibt auf den Jahresbeitrag. Ob ich bin 4% auf ein Jahr nehme oder 4% auf beide Jahre ist ja im Endeffekt das gleiche.


    Die Idee war den regulären Beitrag zu besparen und den üblichen Beitrag / Skonto im Fonds / Depot zu lassen und so anzusparen.


    Den Steuervorteile für andere Produkte möchte ich so natürlich nutzen. Für 3 Jahre vorauszuzahlen, ist es mir zu viel Kapital was ich dort binden müsste.


    Auf eine Sicht von über 40 Jahren müsste doch so (wie eine Art Sparplan) etwas zusammen kommen.

    Mache mir eher Sorgen wegen der Volatility.

  • Bist Du punktvorstrich Angestellter oder Selbstständig? Sprich gibt es steuerfreien AG-Zuschuss zu berücksichtigen?


    Neben den 4% Ersparnis winkt nämlich noch eine weitere Ersparnis wie Alexis schreibt. Damit das trotz AG-Zuschuss lukrativ ist, zahlt man aber am besten in den auf die Vorauszahlung folgenden Jahre ca. die 6 bis 9 Monatsraten ein. Am besten mal durchrechnen (mit Berücksichtigung von Beitragsrückerstattung und dem Verhältnis aus Basis/Zusatzabsicherung) und in Elster simulieren, bei mir war ein Rhythmus aus 1. Jahr doppelt einzahlen, und dann drei Jahre jeweils ca. 8 Monate einzahl ganz gut.

  • Ich wechsle demnächst zur Barmenia und dort sind es ebenfalls 4%.


    Galileo Ich bin Beamter. Bekomme also Beihilfe.

    Weißt du, wie es sich da verhält und ob ich so was auch bei WISO simulieren kann? Höre davon, wie du es beschreibst, auch zum ersten mal. Legst du das Geld unterjährig dann irgendwo an, oder besparst du das auf einem Tagesgeldkonto?

  • OK, als Beamter ist es weniger lukrativ, da man den Arbeitslosenversicherungsanteil nicht hat, und daher vermutlich kaum auf die 1900 Euro weitere Vorsorgekosten kommt, die bei jährlicher Einzahlung sonst verpuffen. Klar, kann man das auch simulieren, einfach mal machen :-). Und nein, ich lege das nicht an, sondern spare auf dem Tagesgeldkonto (bzw entnehme die Einmalzahlung aus der Reserve, die dann wieder aufgefüllt wird)

  • Galileo auf die vollen 1900 EUR komme ich nicht.

    Haftpflicht sind vllt. 70 EUR. Dazu kommt noch 70 EUR für eine DU und 60 EUR Pflege. Also ins. 1630 EUR jährlich. Die wollte ich auch jährlich zahlen, da es da auch Skonto geben sollte / gibt (muss ich nochmal nachschauen).


    Ich wollt etwas mehr rausholen als "nur" Tagesgeld. Na mal gucken, was von anderen noch so als Ideen / Vorschläge kommt. Danke schon mal bis hier hin! (:

  • OK, als Beamter ist es weniger lukrativ, da man den Arbeitslosenversicherungsanteil nicht hat, und daher vermutlich kaum auf die 1900 Euro weitere Vorsorgekosten kommt, die bei jährlicher Einzahlung sonst verpuffen. Klar, kann man das auch simulieren, einfach mal machen :-). Und nein, ich lege das nicht an, sondern spare auf dem Tagesgeldkonto (bzw entnehme die Einmalzahlung aus der Reserve, die dann wieder aufgefüllt wird)

    Galileo, du hast genau beschrieben, was Sache ist. Ja, ich wusste aus anderen Beiträgen von punktvorstrich, dass er beihilfeberechtigt ist. Aber Mitleser, welche sehr wohl den immerhin fast vierstellig möglichen Arbeitsosenversicherungsanteil - bis 1.900 € also schon die halbe Miete - zu berappen haben, sollen ja auch ins Grübeln kommen dürfen.:)

    "Allmählich neigt sich die Nacht der Dunkelheit zu."

  • Galileo, du hast genau beschrieben, was Sache ist. Ja, ich wusste aus anderen Beiträgen von punktvorstrich, dass er beihilfeberechtigt ist. Aber Mitleser, welche sehr wohl den immerhin fast vierstellig möglichen Arbeitsosenversicherungsanteil - bis 1.900 € also schon die halbe Miete - zu berappen haben, sollen ja auch ins Grübeln kommen dürfen.:)

    Sorry, seit 2021 muss "fast" nicht unter-. sondern durchgestrichen werden: Aktuell sind es bis zu 1.015 € (1,2% von 84.600 €) Alo-Arbeitnehmeranteil.

    "Allmählich neigt sich die Nacht der Dunkelheit zu."