• Soso, der Staat soll nun also laut den selbsterklärten Experten die Gasrechnung von jedem für Dezember bezahlen. Gigantische Idee, wie lang haben die darüber nachgedacht?


    Öl nun 10% teurer als vor einer Woche. Wohin soll man seine Ölrechnung schicken? An den Robert?

    Vor allem frage ich mich, warum immer nur Gas unterstützt wird. Auch Strom ist teurer geworden, meine Wärmepumpe war deutlich teurer als eine Gasheizung - warum werden jetzt also diejenigen unterstützt, die damals gespart haben?

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.


    Grover Norquist

  • Auf 5.000 macht mein Versorger leider nicht so ohne weiteres mit. Von 315 auf 1.246 und anschließend ab Januar wieder zurück auf 286 ginge aber mit zwei Klicks online. Mal abwarten, wie das dann konkret umgesetzt werden soll. Am Ende haben vielleicht die Mieter sogar einen Schadensersatzanspruch, wenn der Vermieter solche "Gestaltungsmöglichkeiten" nicht bis an die Grenze ausreizt. Irgendwie hatte ich bei der Pressekonferenz den Eindruck, dass da auf dem Podium Leute sitzen, die sich noch nie selbst um die Bezahlung ihrer Energierechnung gekümmert haben und denen deshalb für die normalen Abläufe des täglichen Lebens das Verständnis fehlt.

  • ... Auch Strom ist teurer geworden, meine Wärmepumpe war deutlich teurer als eine Gasheizung - warum werden jetzt also diejenigen unterstützt, die damals gespart haben?

    Du wirst doch unterstützt. Wenn ab Januar regelmäßig die Stromversorgung unterbrochen wird, sinken natürlich auch deine Stromkosten. Solange die Wärmepumpe wegen Strommangels außer Funktion ist, kostet sie auch nichts mehr

  • Vor allem frage ich mich, warum immer nur Gas unterstützt wird. Auch Strom ist teurer geworden, meine Wärmepumpe war deutlich teurer als eine Gasheizung - warum werden jetzt also diejenigen unterstützt, die damals gespart haben?

    Gab doch ganze 300 Euro für jeden.

    Ist eine absolute Marktverzerrung, aber mit der Vernunft ist es spätestens seit Corona vorbei. Jetzt kommen erst noch ein paar Atombomben, danach noch eine China Bankenkrise und dann kann der letzte das Licht ausmachen.

  • Gab doch ganze 300 Euro für jeden.

    Ist eine absolute Marktverzerrung, aber mit der Vernunft ist es spätestens seit Corona vorbei. Jetzt kommen erst noch ein paar Atombomben, danach noch eine China Bankenkrise und dann kann der letzte das Licht ausmachen.

    Die Verzerrung besteht doch schon darin, dass in einem ohnehin schon nicht funktionierenden Markt (weil es zu wenige Beteiligte gibt) die wenigen Spieler die Preise nach Belieben nach oben setzen können.
    Das war absehbar, als die Debatte über den Ausstieg aus der fossilen Energieerzeugung startete. Die heute großen Spieler sind dann draußen und natürlich nutzen sie jede Gelegenheit, nochmal ordentlich Geld zu machen.
    Ein Ex-Kanzler prägte den Begriff "Mitnahmementalität" - selten war er treffender als heute.

  • Wurden/werden Wärmepumpen nicht mit zigtausend Euro bezuschusst? ^^ sollte man da nicht den Ball flach halten ?

    Wow... Da warens dann plötzlich nur noch 20.000 Euro kosten statt 6.000 wie bei der Gasheizung.

    Ich bleibe dabei: Klimatechnisch Unsinn, Gas zu bezuschussen. Aber andererseits - wir verzichten ja auch auf Atom und lassen lieber Kohle am Netz.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.


    Grover Norquist

  • Aber andererseits - wir verzichten ja auch auf Atom und lassen lieber Kohle am Netz.

    Der Atomausstieg war eine Entscheidung, die von einer breiten Mehrheit in der Bevölkerung getragen wurde. Möglicherweise, wenn man die Frage jetzt wieder stellen würde, sehe die Entscheidung anders aus.;)

    Ist halt ein grundsätzliches Dilemma. Man muss heute Entscheidungen treffen, die sich evtl. erst in Jahrzehnten auswirken. Aktuell scheint die Entscheidung für den Atomausstieg eher eine blöde Idee zu sein. Wer weiß, wie unsere Kinder und Enkel in 50 Jahren darüber urteilen.

    BTW: Man könnte ja regelmäßig Volkabstimmungen zu solch wichtigen Grundsatzentscheidungen durchführen. Da der Bau von neuen Atomkraftwerken ja offenbar > 10 Jahre dauert (siehe UK, Frankreich, usw.), hätte jeder Bürger dann immer genügend Bedenkzeit seine Ansichten zu hinterfragen und Sie ggf. an seine jeweilige Kassenlage anzupassen.

    Und ja, jedem der pro Atom stimmt, sollte dann gleichzeitig klar sein, dass dann ein neues AKW auch in seiner Nachbarschaft gebaut werden kann und dass das analog auch für ein atomares Endlager gilt.

  • Der Atomausstieg war eine Entscheidung, die von einer breiten Mehrheit in der Bevölkerung getragen wurde. Möglicherweise, wenn man die Frage jetzt wieder stellen würde, sehe die Entscheidung anders aus.;)

    Ist halt ein grundsätzliches Dilemma. Man muss heute Entscheidungen treffen, die sich evtl. erst in Jahrzehnten auswirken. Aktuell scheint die Entscheidung für den Atomausstieg eher eine blöde Idee zu sein. Wer weiß, wie unsere Kinder und Enkel in 50 Jahren darüber urteilen.

    BTW: Man könnte ja regelmäßig Volkabstimmungen zu solch wichtigen Grundsatzentscheidungen durchführen. Da der Bau von neuen Atomkraftwerken ja offenbar > 10 Jahre dauert (siehe UK, Frankreich, usw.), hätte jeder Bürger dann immer genügend Bedenkzeit seine Ansichten zu hinterfragen und Sie ggf. an seine jeweilige Kassenlage anzupassen.

    Und ja, jedem der pro Atom stimmt, sollte dann gleichzeitig klar sein, dass dann ein neues AKW auch in seiner Nachbarschaft gebaut werden kann und dass das analog auch für ein atomares Endlager gilt.

    Ja, und mittlerweile gibt es aber eine Mehrheit für eine Laufzeitverlängerung. Also sollte man das auch tun, zumal es keine sinnvollen Argumente dagegen gibt.


    Der letzte Punkt ist für mich kein Problem, ich bin 10 km von einem AKW entfernt aufgewachsen.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.


    Grover Norquist

  • Ist halt ein grundsätzliches Dilemma. Man muss heute Entscheidungen treffen, die sich evtl. erst in Jahrzehnten auswirken.

    Wobei der Streit aktuell ja hauptsächlich um die Frage Weihnachten '22, Ostern '23 oder Ostern '24 geht. Die Auswirkungen dürften doch recht konkret zu fassen sein.

    Neu bauen würde ich persönlich auch eher nicht, aber in der Sache kann ich die Blockadehaltung nicht nachvollziehen.

  • Der Atomausstieg war eine Entscheidung, die von einer breiten Mehrheit in der Bevölkerung getragen wurde.

    ..

    Und ja, jedem der pro Atom stimmt, sollte dann gleichzeitig klar sein, dass dann ein neues AKW auch in seiner Nachbarschaft gebaut werden kann und dass das analog auch für ein atomares Endlager gilt.

    Wenn ich mich richtig erinnere, hat Frau Merkel das über Nacht ganz alleine entschieden und ihre Paladine und Kostgänger haben das dann absegnet, so wie sie zwecks Erhalt ihrer Plätze am Fleischtopf alles abgesegnet haben.


    Was den zweiten Punkt angeht, habe ich damit auch keine Probleme. Bei mir war das Elternhaus 15 km vom zeitweise größten Kernkraftwerk Europas entfernt, das hat nicht gestört und nicht geschadet. Der schwarze Rauch aus der Pelletheizung, die mein Nachbar im Sommer als Ersatz für eine alte Ölheizung installiert hat, ist viel problematischer.

  • Wenn ich mich richtig erinnere, hat Frau Merkel das über Nacht ganz alleine entschieden und ihre Paladine und Kostgänger haben das dann absegnet, so wie sie zwecks Erhalt ihrer Plätze am Fleischtopf alles abgesegnet haben.

    Nach Artikel 65 Grundgesetz bestimmt der Bundeskanzler(in) die Richtlinien der Regierungspolitik und trägt dafür die Verantwortung.

    Und wenn ich mich richtig erinnere, gab es seinerzeit aber keinen Widerstand aus der Bevölkerung gegen diese Entscheidung (aka. 'Montagsdemos') noch wurde ich ständig von irgendwelchen 'besorgten' Bürgern mit Flugblättern über 'Planlosigkeit' des Atomausstiegs versorgt.

    Selbst jetzt stelle ich fest, dass das Meinungsbild in meinem Bekanntenkreis zur Frage der Weiternutzung der Atomkraft höchst uneinheitlich ist. Man könnte fast sagen, man liebt oder hasst Atomenergie.;)

    Von daher ja auch mein ernstgemeinter Vorschlag, dass man solch grundsätzlichen Entscheidung durchaus dem gesamten Volk überlassen sollte. Mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen!


    Warten wir mal ab, wie sich das Meinungsbild in der Bevölkerung darstellt, wenn es zum nächsten GAU irgendwo auf der Welt kommt. :evil:

  • Wir werden jetzt zwar sehr offtopic, aber ich bin kein Freund von Volksabstimmungen. Komplexe Fragestellungen lassen sich nicht in Ja oder Nein pressen.


    Um die Kurve zum Thema zumindest noch zu touchieren:


    Ich glaube, der nächste GAU ist für die Bevölkerung die bessere Alternative zum Frieren im Winter. Die älteren von uns können sich noch an Tschernobyl erinnern, das ging auch vorüber.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.


    Grover Norquist

  • Wenn ich mich richtig erinnere, hat Frau Merkel das über Nacht ganz alleine entschieden und ihre Paladine und Kostgänger haben das dann absegnet, so wie sie zwecks Erhalt ihrer Plätze am Fleischtopf alles abgesegnet haben.

    Um genau zu sein, die Regierung Merkel hat erst den besser geplanten Atomausstieg von Rot-Grün rückgängig gemacht und dann ein halbes Jahr später in einem Schnellschuss den Ausstieg verkündet um Mappus zu retten. Der Plan war so durchschaubar, dass den ohnehin keiner hier abgenommen hat. Und außerdem hatte die Abwahl der CDU hier auch noch jede Menge andere Gründe ;)

  • Ich glaube, der nächste GAU ist für die Bevölkerung die bessere Alternative zum Frieren im Winter. Die älteren von uns können sich noch an Tschernobyl erinnern, das ging auch vorüber.

    Sagen die Menschen die Weit genug weg leben.

    Ob das die Bewohner von Pripyat seinerzeit auch so gesehen haben oder die ehemaligen Bewohner der Region Fukushima?:/

    • Entlassungen wegen zu hoher Energiepreise
    • geplanten Zwangsabschaltungen oder
    • Black Out.

    Alles mögliche Szenarien.

    Man stelle sich nur mal vor die letzten deutschen AKW laufen tatsächlich über das Jahresende hinaus weiter und es kommt trotzdem zu den vor Dir genannten Szenarien.

    Was hätte eine Weiternutzung der deutschen AKW dann gebracht?:/


    PS: Möglicherweise kommt es ja auch mal in einem D naheliegenden AKW zu einem GAU. Ob ein solches Szenario nicht auch zu Entlassungen führen würde? Oder zu einem massiven Verfall der Immobilienpreise in der besonders vom Fallout betroffenen Regionen.

    Aber ich weiß schon, auch das geht vorüber.;)


    Zumindest die CDU bzw. Herr Althusmann hat versucht die Wahl in NDS gleichzeitig zu einer Entscheidung pro AKW Emsland zu machen. Hat offensichtlich nicht so recht verfangen beim Wähler.

  • Ich möchte kurz erinnern, dass die im Raum stehende Atomkraft-Verlängerung im Kern kein ideologisches Problem ist, wie es in bestimmten Kreisen suggeriert wird ("die Grünen verhindern das!!1elf") sondern ein technisch/organisatorisches.

    Die Dinger sind seit Jahren für die Abschaltung geplant, die Mitarbeiter vermutlich schon woanders vorgesehen, kein Brennstoff bestellt (das muss Jahre im Voraus passieren), die Versicherung läuft aus und Wartungen/Austausche haben in Anbetracht der Abschaltung nicht stattgefunden sind nicht eingeplant.

    Es reicht nicht, dass ein wohlwollender Landesvater sagt: "Ja, mei, es ist noch immer gut gegangen", das ist eine Entscheidung die weit schwerwiegender ist als z.B. Schulklassen noch ein paar Jahre mit einem ausrangierten Jumbo durch die Gegend fliegen zu lassen, weil der ja bislang auch nicht abgestürzt ist.

    Jeder der Euch was anderes einreden will ist ein Demagoge.