DKB Giro-("EC"-)Karte nun kostenpflichtig, Kündigung unfassbar schlecht umgesetzt

  • Hallo zusammen,


    vielleicht ist ja jemand auch bei der DKB?

    Wie bei vielen anderen Banken ist dort die Giro-("EC"-)Karte zur "Carta non grata" erklärt worden .. Im ersten Schritt nun ab 1.1.2023 kostenpflichtig.


    Meine Absicht ist also, sie mit Ablauf 2022 - also wenn sie dann nicht mehr kostenfrei ist - zu kündigen (denn, zugegeben, so wichtig, dass ich die Gebühr zahle, ist sie mir nicht - die meisten Akzeptanzstellen nehmen auch die VISA-nun auch auf Debit umgestellte-Karte, die erstmal weiter kostenlos bleibt ..)


    PROBLEM: in der App (und vermutlich genauso im Online-Banking, scheint letztlich die gleiche Oberfläche zu sein) führt der Klickpfad "Service" → "Girokarte kündigen", und dann nochmals auf der (quasi inhaltslosen) Seite bei der betreffenden Karte auf "Kündigen" drücken zu SOFORTIGER Kündigung der Karte..!

    .. OHNE Hinweis darauf ("Achtung, sofort" o.ä.) oder Auswahlfeld/Eingabemöglichkeit, zu WANN,

    .. OHNE Notwendigkeit der Legitimation der Transaktion, z.B. Eingabe einer TAN,

    .. und, wie mir heute geschrieben wurde, OHNE Möglichkeit des Rückgängigmachens/Korrektur/Widerrufs(?!!)


    Wow.

    Meine Annahme bzgl. dieses Buttons war natürlich(!), dass dann noch irgendwas eingegeben werden kann (Datum) oder MINDESTENS bestätigt werden muss (TAN, ..). Aber NEIN!


    Abgesehen davon, dass mich das ärgert, kann ich auch nicht so richtig glauben, dass das so korrekt ist.


    Ich bin kein Jurist, aber die Kombination aller o.g. Fehler..Versäumnisse.. wie auch immer, kann eigentlich nicht wirksam sein - oder?

    Nur mal angenommen, es sei klar, dass das zu "sofort" ist. Und dass man "komfortablerweise" (ha, ha, .. ein Schelm, ..) keine TAN eingeben muss .. dann wäre das für mich sowas wie Fernabsatz (gibt's den Begriff bei Vertragsänderungen?) und daher selbstverständlich mit Widerrufsrecht .....?


    Ich weiß dass die Konditionen insgesamt bei manch anderen Banken schlechter sind, .. aber dass es korrekt abläuft, wünscht man sich doch allemal?


    Beste Grüße und ein sonniges Wochenende ...

  • Sieh es mal so: Da Du keine TAN eingeben musste, ist es gut möglich, dass da ein Mitarbeiter irgendwas von Hand macht (so stell ich mir das auch bei Limit-Änderungen vor, die Nachts und am Wochenende nicht umgesetzt werden können...).

    Ergo: Anrufen und bitten, die Kündigung rückgängig zu machen hat evtl. Erfolg.

  • Hab sie auch gekündigt und fand es auch „doof“ das es nur der Button war. Eine „Sicherheitsabfrage“ ist eigentlich üblich, mal gesehen von der Abfrage zu wann etc.. Da ich die EC-Karte aber schon lange nicht mehr nutze war es mir relativ egal.

    Das einzige was ich mich im Nachgang gefragt habe ist … wie zahle ich jetzt Bargeld ein? Kommt selten vor, lief dann aber über den Automaten und eben die EC-Karte …

  • Also, nochmal langsam zum Mitdenken. Du willst Deine Karte kündigen, aber wie das zu machen war, ging Dir zu schnell. Richtig? Weil … Du wolltest, dass Ihr Freunde bleibt, oder wieso? Sorry, verstehe auch den Punkt nicht.

    Die Karte wird erst zum 1.1.2023 kostenpflichtig. Ich nehme an er hätte sie gerne noch bis dahin (kostenlos) behalten.

  • Nur mal angenommen, es sei klar, dass das zu "sofort" ist. Und dass man "komfortablerweise" (ha, ha, .. ein Schelm, ..) keine TAN eingeben muss .. dann wäre das für mich sowas wie Fernabsatz (gibt's den Begriff bei Vertragsänderungen?) und daher selbstverständlich mit Widerrufsrecht .....?

    Naja, bei dem Widerrufsrecht geht es meistens darum Verpflichtungen fürs Geld Ausgeben widerrufen zu können, nicht für Geld Einsparungen :).

  • Kann ich bestätigen: Die Karte wird SOFORT nach Drücken des Buttons gekündigt. Wir bereits oben erwähnt stehen auf der Kündigungsseite keinerlei Informationen, wann die Kündigung erfolgt. Ich war auch naiv davon ausgegangen, dass dies erst zum Ende des Jahres (meine Karte war sowieso noch genau bis 12/22 gültig) erfolgt.


    Ist kein Beinbruch, aber die DKB hätte die Rahmenbedingungen deutlich transparenter darstellen können.

  • Dann kündige doch einfach erst spät im Dezember, wenn du nicht bereit bist 1 Euro (!) Monatlich (!!) zu bezahlen. Leistung kostet nun mal Geld und die DKB kann es sich nicht mehr leisten Kunden mitzuschleppen, die nicht bereit sind Geld zu bezahlen. Ing und andere günstige Konten werden bald nachziehen.


    Mir ist diese Pfennigfuchserei zu anstrengend und bleibe lieber bei meiner Sparkasse. Da muss ich mich nicht ständig mit neuen Gebühren und Tarifen herumschlagen.

  • PROBLEM: in der App (und vermutlich genauso im Online-Banking, scheint letztlich die gleiche Oberfläche zu sein) führt der Klickpfad "Service" → "Girokarte kündigen", und dann nochmals auf der (quasi inhaltslosen) Seite bei der betreffenden Karte auf "Kündigen" drücken zu SOFORTIGER Kündigung der Karte..!

    Eindeutig ein Fehler der Bank: Sie hätten nur den Button mit "Girocard sofort kündigen" beschriften müssen, um Klarheit zu haben (und sich vermeidbare Support-Anfragen zu ersparen).

    Einerseits.

    Andererseits besteht bei Kündigungen immer noch die Möglichkeit, Brief und Papier zu verwenden. In der Hoffnung, dass der entsprechende Vertragspartner die erwünschte Reaktion umsetzt.

    Dann kündige doch einfach erst spät im Dezember, wenn du nicht bereit bist 1 Euro (!) Monatlich (!!) zu bezahlen. Leistung kostet nun mal Geld und die DKB kann es sich nicht mehr leisten Kunden mitzuschleppen, die nicht bereit sind Geld zu bezahlen. Ing und andere günstige Konten werden bald nachziehen.

    Du übersiehst, dass der eine Euro pro Monat gleich zusammen mit den Euros für die restlichen Monate im Voraus zu bezahlen ist. Sind zwar auch "nur" 11.88€, aber wenn man deren unnötige Ausgabe vermeiden kann, warum nicht?

    Insofern kann ich den Ärger über die nicht kommunizierte Kündigungsfrist durchaus verstehen.

  • Wo finde ich (im online-banking) was dazu, ob man die (graue) Girocard kündigen muss, wenn man nicht ab 01/2023 11,88 €/J zahlen will, oder ob sie, wie es bei der (schwarzen) Visa-Card war, von der DKB gekündigt wird, wenn man nichts tat und für die (schwarze) Visa-Card nicht 2,99 €/ Monat bezahlen wollte?

    berghaus 13.11.22

  • Meine Frage ging mehr dahin, dass ich wissen wollte, ob es irgendwo Erläuterungen von der DKB dazu gibt, weil es ja bei der Visa-Karte anders war.

    Bei meinem Sohn wirkte die Kündigung der Visakarte sofort, so dass er jetzt einen Schufa-Eintrag hat, weil noch Buchungsvorgänge nicht abgeschlossen waren.

    Da war es besser, die Kündigung der Karte durch die DKB abzuwarten, also nichts zu tun.

    Jetzt, bei der Girocard, scheint es anders zu sein. Da führt Nichtstun wohl zur Kostenpflicht.

    Ich möchte die Karte aber bis zum Jahresende nutzen.

    Gibt es da Kündigungsfristen oder, wie kann man die Karte "zum" 31.12.2022 kündigen?

    berghaus 14.11.22

  • (neue) DKB VISA debit => kostenlos, automatisch zugesandt

    (alte) DKB VISA credit => wurde gekündigt, wenn nicht explizit verlängert

    DKB Giro: bleibt bestehen, aber kostet ab 1.1.


    So wurde es ziemlich unmissverständlich kommuniziert.

    Ich verstehe Deine Frage daher nicht. Wenn Du ab 1.1.23 nicht zahlen willst, musst Du die (aktiv) kündigen.

    Die Kündigung geschieht per klick wie bereits oben beschrieben wurde und ist sofort wirksam ohne Rückfragen, also theoretisch könnte am 31.12.22 reichen, aber wenn man nicht wild auf Stress ist, würde ich das nicht erst dann machen.

  • DKB Giro: bleibt bestehen, aber kostet ab 1.1.

    Stimmt so pauschal nicht.

    Aus der DKB-Pressemitteilung vom 14.09.2022:
    "Das erste eröffnete Einzelkonto und Gemeinschaftskonto inkl. kostenloser Visa Debitkarte(n) sind weiterhin kostenfrei, sofern sie vor dem 14.09.2022 eröffnet worden sind.

    Alle ab dem 14.09.2022 eröffneten Konten sind ebenfalls kostenfrei, sofern pro Monat mindestens 700 Euro eingehen. Ohne Mindestgeldeingang kostet das Konto zukünftig monatlich 4,50 Euro.

    Zusätzliche Girokonten kosten künftig 2,50 Euro pro Monat. Mit „Zusatzkonto“ sind DKB-Girokonten gemeint, die Kund*innen zusätzlich zu ihrem DKB-Erstkonto haben.

    Das DKB-Girokonto u18 für Kinder und Jugendliche bleibt bedingungslos entgeltfrei. Gleiches trifft auf normale Girokonten zu, sofern deren Inhaber*innen das 28. Lebensjahr noch nicht vollendet haben."

  • ....... aber wenn man nicht wild auf Stress ist, würde ich das nicht erst dann machen.

    also 30.12.2022! :) Aber Spaß beiseite.

    Ich meine, es ist völlig unüblich, dass man durch einen Klick sofort kündigt, zumal, wenn man das nicht weiß, weil es nicht erklärt wurde.

    Ich kenne es von Energieverträgen, dass man sauber 'zum' xx.xx.xxxx (Datum) kündigt, z.B. zum Ende der einjährigen Lieferzeit.

    Warum gibt es dazu keine Erläuterungen?

    Noch wäre Zeit, da was nachzubessern!

    berghaus 15.11.22