Erbschaft mit Aktien halbiert - bitte um Rat

  • Liebes Forum, ich habe im letzten Herbst 125000 Euro geerbt. 100000 habe ich in Aktien und ETF (25%) und Kryptos (10%) angelegt....ohne große Ahnung zu haben, und das im November 2021, wo alles auf Höchststand war. Seitdem habe ich nichts mehr unternommen, außer zunehmend frustriert dem Verfall meines einzigen Erbes zugeschaut....wusste nicht, wie ich reagieren soll.

    Jetzt sitze ich auf Varta, Valneva, Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Ripple, Alibaba, Carnival, Coinbase, American Lithium usw. Der ETF, ein nachhaltiger MSCI World, ist kaum noch im Verlust, Apple und Tesla gehen auch. Siemens, BMW, BASF und Volkswagen sind auch dabei.


    Aktuell habe ich keinen Geldbedarf, weil ich noch arbeite. In 7 Jahren gehe ich in Rente und würde mir dann gelegentlich etwas leisten wollen.


    Was soll ich tun? Oder auch weiterhin nichts tun?


    Schon mal vielen Dank für eure Tipps! Viele Grüße!

  • Bitte beachten: Das Folgende ist meine persönliche Meinung und keine Anlageberatung.


    Wenn es geht würde ich die gesunkenen Kurse zum Nachkaufen nutzen.


    Ansonsten sind sieben Jahre bis zur Rente nicht sooooo lange. Trotzdem würde ich persönlich ins Risiko gehen und ETF bzw. bei entsprechendem Wissen Einzelaktien kaufen.

  • Hallo.


    Bei Finanztip verfolgt man einen passiven Ansatz. Also ETFs in Depot reinnehmen (gerne jahrelang über Sparplan) und lange drinlassen.

    Das ist ja bei (damals) 8 Jahren bis zur Rente nur teilweise so gewesen. Aber wenn das Depot ohne erst in der Zukunft angeknabbert werden soll, dann würde ich es erstmal liegen lassen bzw. ignorieren und in frühestens 5 Jahren wieder dran denken.

    Solange nichts verkauft wird, ist auch kein Schaden entstanden.


    Von Kryptos halte ich nix, da habe ich auch keine Anregung parat.

  • Rate zur grundsätzlichen Aufarbeitung.

    ohne große Ahnung zu haben,

    Wie bist du auf diese hochspekulativen Anlageideen gekommen. Neigst du zur Selbstüberschätzung (ich schlage den Markt) bzw. zu Glücksspiel? Neigst du dazu auf unseriöse Tipps aus dem Internet reinzufallen? Oder ist das Geld einfach nur Spielgeld für dich und du kannst drauf verzichten und hast einfach Spaß am Risiko ohne gleich süchtig zu werden? Das ist wichtig um zukünftige Entscheidungen zu treffen. Stell dir die Frage: wenn du erst heute geebrt hättest, würdest du diese Anlage wieder durchführen? Dann könntest du sie theoretisch behalten , wenn du jetzt nicht mehr davon überzeugt bist solltest du unabhängig vom aktuellen Kurs verkaufen und eine neue Strategie erarbeiten. Anregung dazu bietet Finanztip und Verbraucherzentralen. Spoiler Alarm: es läuft, falls Aktien überhaupt das Richtige für deine persönliche Situation sind, auf einen breit streuenden weltweiten ETF hinaus.

  • Hmm bei Aktien sollte eine Analyse vorausgegangen sein, warum diese Titel erworben wurden. Hat sich am Ergebnis der Analyse nichts geändert, kann man die Titel behalten. Sollte sich durch die Krise hier etwas geändert haben z.B. Gewinnerwartungen BASF als hochgradig energielastiges Unternehmen, sollte man eventuell den Verkauf einplanen.


    Hat man die Analyse bisher nicht durchgeführt, sollte man es nun tun. Nach der Analyse und damit verbunden der eigenen Kurserwartung kann man entsprechend verkaufen oder vielleicht auch nachkaufen.


    Wichtig ist auch bei Einzeltiteln auf eine entsprechende Streuung zu achten, um Klumpenrisiken zu vermeiden.


    Der ETF ist sicher nicht verkehrt und sollte beibehalten werden.


    Bei Krypto ist es natürlich hochspekulativ. Für Bitcoin steht in 2024 das nächste Halving an. In der Vergangenheit kam es hier immer zu Kursanstiegen...ob das in Zukunft so ist, weiß natürlich niemand.


    Bei Ethereum, Litecoin und Ripple sollte man wie bei den Einzelaktien agieren. Vor allen Dingen ist im Kryptobereich wichtig zu verstehen, wie die einzelnen Währungen funktionieren.

  • Kommentar von McProfit aus Stuttgart

    Sonntag 31.10.2022

    Hallo Aktionärin MARIA

    Ich habe gerade eher zufällig Deine Anfrage gelesen.

    Im Grunde genommen wurde in den Antworten schon alles gesagt.

    Ich würde nur noch einen Kommentar von mir, (eines Ü75-Anlegers) hinzufügen, der schon seit mehr als 40 Jahren sein übriges Geld regelmäßig in Aktien anlegt.

    Meine erste Frage an Dich ist.

    Wie kommt es, dass Du als Neuling an der Börse ausschließlich solche spekulativen und risikanten Aktien gekauft hast?

    Wer hat Dir ein solches Depot als Anfänger empfohlen?

    Den sollte man haftbar machen. Das ist mir unbegreiflich.

    Zur erstmaligen Depoteröffnung fragt Dich die Bank immer, zu welcher Risikoklasse Du gehörst.

    Einem Neuling wird die Bank nie eine riskante Klasse empfehlen.

    Daher hätte eigentlich schon die Bank diese Käufe hinterfragen müssen.

    Sei es drum, jetzt ist es passiert.

    Bevor ich Dir einen persönlichen Rat gebe, will ich einen Blitzkurs in Geldanlage in Aktien machen.

    Wer z.B. Immobilien als Kapitalanlage kauft, der kauft das vor allem wegen der Rendite, also der MIETE.

    Ob eine Immobilie nach dem Kauf mehr oder weniger wert ist, ist für einem echten Anleger unwichtig.

    Genauso sehen es echte Anleger die Aktien kaufen:

    Die suchen sich Aktien von solchen Firmen aus, die nicht nur seit Jahrzehnten steigende Kurse haben, sondern die vor allem seit Jahrzehnten Jahr für Jahr ohne Ausnahme Dividende zahlen.

    Dividende ist für den Aktionär was die Miete für den Immobilienanleger ist.

    Es gibt zahlreiche Firmen die zahlen seit 50 bis 100 Jahren und länger, jedes Jahr Dividende.

    Viele davon sogar jedes Jahr eine HÖHERE.

    Warum ist nicht eine einzige Aktie von solchen Firmen in Deinem Depop?

    Z.B. NESTLE, größter Nahrungsmittelhersteller der Welt,

    oder Procter&Gamble, u.a. Hersteller der bekannte Pampers oder Oral-B usw.

    oder Coca Cola, seit hundert Jahren steigende Kurse und Dividende

    oder McDonalds, JohnsonJohnson, Pharmakonzerne, NovoNordisk, AirLiquide usw. usw.

    Vielleicht fragst Du jetzt:

    Warum steigt der Kurs und die Dividende bei solchen Firmen seit Jahrzehnten?

    Weil die Welt immer mehr Menschen hat.

    Vor 70 Jahren wo ich geboren wurde waren es 4 Mrd, jetzt sind wir 8 Mrd.

    Die wollen alle essen, trinken, brauchen Windeln, Zahnpasta und Energie, irgendwann im Alter Herzschrittmacher oder Pillen gegen Cholesterin...

    MEHR Menschen mehr Umsatz vor allem bei Verbrauchsgütern und Pharma.

    Mein Rat:

    Ich würde an Deiner Stelle sofort alle Deinerspekulativen Aktien verkaufen und den gesamten Erlös in Deinen schon vorhandenen ETF MSCI Weltfonds umschichten oder die von mir genannten Dividendenaktien oder ähnliche aus dieser Qualtitätsstufe kaufen.

    Beim Verkauf bzw. der Umschichtung machst Du keinen echten Verlust, der (Buch)-Verlust ist ja schon entstanden.

    Du sollst daher nur Deine spekulativen Aktien gegen koservative umtauschen.

    Ein echter realer Vrlust wäre es nur dann, wenn Du alles verkaufst und dann sagst:

    Nie wieder Aktien!!

    Dann wäre das Geld bzw. der jetzige Buchverlust wirklich weg.

    Wenn die Börse sich wieder erholt, bist Du mit einem MSCI-ETF auf jeden FAll mit dabei.

    Wenn die Börse aber noch einmal sinken sollte, dann sind großen Multis erfahrungsgemäß immer weniger betroffen, weil deren Produkte auch in Krisenzeiten gebraucht werden.

    Wer spart schon in der Krise an seinen Medikamenten oder am Herzschrittmacher wenn er einen braucht?

    Schönen Sonntag wünscht McProfit aus Stuttgart

  • Hallo Maria63 , willkommen im FT Forum,

    leider kommt deine Anfrage etwas spät, vor der Anlage wäre sie besser gewesen. Hier im Forum vertritt die Mehrheit die Tipps von Finanztip, heißt zur Altersvorsorge einen möglichst breitstreuenden weltweiten ETF kaufen und liegen lassen. Einzelaktien und Krypto sind dafür ungeeignet, Thema Risiko... Ich würde an deiner Stelle die Einzeltittel und Krypto versuchen wieder los zu werden und wenn du das Kapital nicht gleich zum Renteneintritt benötigst in ETFs (von FT empfohlene) zu schichten, alles was dringend zum Renteneintritt gebraucht wird, wäre wohl bei kurzen Festgeld (Zinsen steigen) gut aufgehoben, wenn auch durch die Inflation der Wert sinkt. Für eine monatliche Rentenerhöhung kämen noch freiwillige Zahlungen in die GRV in Frage, ist natürlich eine Wette aufs Alt werden.

  • Seitdem habe ich nichts mehr unternommen, außer zunehmend frustriert dem Verfall meines einzigen Erbes zugeschaut....wusste nicht, wie ich reagieren soll.

    In der Rolle des 'hilflosen Zuschauers' zu verfallen oder zu verbleiben, ist nicht die optimalste Lösung!

    Man könnte jetzt in Verbindung mit einem großen Ätschibätsch erklären, was du hättest machen (unternehmen) sollen... aber das ändert nix am Ergebnis.


    An deiner Stelle würde ich erst einmal den kleinen Finanzführerschein machen, mich also unter anderem auch mit dem Handel von volatilen Anlageinstrumenten befassen (Wie funct das?) und dann eine Systematik entwickeln, mit der du weiter vorgehen kannst.

    Falls du dich weiterhin auch mit Aktien befassen willst, dann solltest du auch an den Zeitbedarf denken, der zur 'Pflege' deines Aktiendepots nötig sein wird. Angesichts der noch relativ kurzen Zeit bis zum Rentenbeginn sehe ich mit Einzelaktien bessere Chancen (auf Gewinne), als dies mit ETF der Fall wäre. Hierzu gehört aber - ganz besonders für Nebenerwerbs-Hobby-Investoren - ein System, eine Strategie und vor allen Dingen die 'Arbeit' mit dem Möglichkeiten der Begrenzung von Verlusten.

    Aktien, die jetzt 'im Keller' sind, kannst du verkaufen und damit Verluste realisieren... Sollten reelle Aussichten auf baldige Erholung der Kurse bestehen, behältst du jene Aktien oder verkaufst und wartest auf den Beginn der Kurserholung...

    Bei den CCs würde ich reinen Tisch machen. CCs sind mMn nix für Langfristanleger*innen, und ebensowenig für Kurzfrist-Zocker*innen, die die Mechanismen nicht kennen. BTW, ich habe nichts gegen Kryptowährungen...


    Ansonsten wäre noch zu sehen, dass die Anlage/Investition immer im Zusammenhang mit der Gesamtsituation und dazu passend erfolgen sollte.

    Dazu kannst du dir auch einmal die Szenarien von Entnahmeplänen anschauen. Damit werden auch die Zeiträume (8 Jahre bis zur Rente...) zu vernachlässigen sein.

  • Dein größter Fehler wäre es, wenn du dich jetzt an den ursprünglichen Betrag von 125 000 Euro klammerst und irgendwie versuchst, dieses Geld möglichst rasch zurückzugewinnen, indem du weiter sinnbefreite Risikoinvestments tätigst. Vergiss die Vergangenheit, bitte!


    Du hast jetzt 60 000 Euro. Das ist eine Menge Geld. Deine Aufgabe ist es jetzt, diese 60 000 Euro so anzulegen, dass sie durch die Inflation langfristig nicht an Wert verlieren. Wenn das Schicksal mitspielt, kannst du sogar ein paar Prozent pro Jahr über der Inflation damit erwirtschaften. Wenn du versuchst, mehr Gewinn damit zu machen als 10 % nominal pro Jahr, wirst du abgezockt werden und hast in 5 Jahren nur noch 30 000 Euro. Reich wird man durch Arbeit, Erben oder die Lotterie. Durch investieren bleibt man im besten Fall reich. Wer das nicht akzeptiert, wird auf die Dauer viel Geld verlieren.


    Du wirst aber sicher an deinen Investments festhalten wollen, weil sie ja so viel gefallen sind. Daher will ich kurz auf deine Investments eingehen:


    1. Bitcoin, Ethereum und die Shitcoins: Niemand hat Einblick in den Markt und kann sagen, wer wieso die Preise treibt. Niemand kann sagen, wie die Politik damit in Zukunft umgehen wird. Es ist hochspekulativ und du kannst davon ausgehen, dass du Geld damit verlieren wirst.

    2. Carnival: Hohe Schulten, Aktionäre verwässert. Schulden langfristig tragbar? Weißt du es? Ich weiß es nicht. Wann kommt der nächste Lockdown? Weißt du es? Ich weiß es nicht.

    3. Alibaba: Meint es Xi doch nicht so ernst, wenn er sagt, dass er die Taiwan-Frage noch in dieser Generation lösen will. Weißt du es? Ich weiß es nicht. Was passiert dann mit deiner Alibaba-Aktie?

    4. American Lithium: Winziges Unternehmen, das nur Verluste macht und während der spekulativen Manie der letzten Jahre extrem gestiegen ist. Warum soll dieses Unternehmen besser Lithium abbauen können als Abermarle? Wann hat das Unternehmen vor, Geld zu verdienen anstatt dein Geld zu verbrennen?

    5. Apple: Wird gehandelt mit einem sehr hohen Multiple im Vergleich zu seiner Vergangenheit. Ähnlich wie Coca Cola usw. Wird wohl fallen, sobald die Rezessionsängste sich auflösen. Ebenso sehr hohes China Risiko.

    6. BASF: Wie profitabel wird BASF sein in der neuen Gaslandschaft? Ich weiß es nicht. Weißt du es besser als alle anderen Marktteilnehmer? Insider-Wissen?

    7. BMW: Ist ein Zykliker und hat extrem gut verdient aufgrund des Automangels durch die Lockdowns. Automangel wird nicht für immer bestehen. BMW kauft man wie alle Zykliker dann, wenn die Gewinne schrecklich sind. Nicht wenn sie Rekordeinnahmen machen.

    8. Siemens: Keine Einwände.

    9. Varta: Offenbar stark abhängig von Apple.


    Keine Aktie dieser Welt ist ein so sicheres Investment, dass man mehr als vielleicht 5 % seines Geldes investieren sollte.


    Du solltest auch überlegen, ob du dein Geld auf eine Weise investieren kannst, die dich vor Dummheiten bewahrt. Vanguard hat einen Anlageservice in Deutschland gestartet. Kostet zwar 0,65 % Gebühren, aber dafür wirst du beraten und du hast dort gar nicht erst die Möglichkeit, wirklich dumme Investments zu tätigen.

  • Reich wird man durch Arbeit, Erben oder die Lotterie. Durch investieren bleibt man im besten Fall reich. Wer das nicht akzeptiert, wird auf die Dauer viel Geld verlieren.

    Ei, diese Theorie ist mir jetzt aber neu. Das 'Samenbingo' (Erben) kann man im Nachhinein kaum beeinflussen, und Lotteriegewinne setzten das Kaufen von Losen und eine irre hohe Quote an Glück voraus. Aber dass oder wie man durch Arbeit reich werden kann, das würde ich doch allzugerne mal erfahren.

  • Ei, diese Theorie ist mir jetzt aber neu. Das 'Samenbingo' (Erben) kann man im Nachhinein kaum beeinflussen, und Lotteriegewinne setzten das Kaufen von Losen und eine irre hohe Quote an Glück voraus. Aber dass oder wie man durch Arbeit reich werden kann, das würde ich doch allzugerne mal erfahren.

    Studiere Jura. Schließe das Studium mit sehr guten Noten ab. Arbeite in einer Großkanzlei. Verdiene >100 000 Euro pro Jahr.


    Studiere Medizin. Forsche fleißig. Werde Chefärztin. Verdiene >100 000 Euro pro Jahr.


    Studiere irgendwas. Mache Karriere in einer Partei. Werde in den Landtag gewählt. Verdiene >100 000 Euro im Jahr.


    Gründe ein Unternehmen deiner Wahl und sei erfolgreich. Verdiene >100 000 Euro pro Jahr.


    Bitte.

  • OK, Klaus, das passt!


    Allerdings sind diese Varianten nicht unbedingt massenkompatibel, oder?


    Für gewöhnlich versteht man in Schland unter 'Arbeit' eine abhängige Beschäftigung mit einer linearen Vergütung (Zeit für Geld oder umgekehrt). Reich/er wird man eigentlich durch die Arbeit anderer ;-)... wenn also, wie dies bei Unternehmern überwiegend der Fall ist, ein non-lineares, duplizierbares Einkommen erzielt wird.

    Aber selbst dann wird man nicht wirklich reich im Sinne von 'finanziell unabhängig'. Dies passiert erst dann, wenn weniger ausgegeben als eingenommen und das Ersparte sinnig investiert wird. Für Arbeitnehmer mit Arbeits-Einkünften deutlich unterhalb der von dir genannten 100k bedeutet dies, sich an erfolgreichen Unternehmen zu beteiligen ;-)


    Wenn du versuchst, mehr Gewinn damit zu machen als 10 % nominal pro Jahr, wirst du abgezockt werden und hast in 5 Jahren nur noch 30 000 Euro.

    Ich würde mit solchen pauschalen Aussagen eher vorsichtiger sein...

    Abgezockt kannst du nur dann werden, wenn du 'doof' bleibst und es zuläßt, dass dich jemand abzockt.

  • Vielen lieben Dank euch allen für eure Ratschläge. Bin gerade etwas geplättet und muss das Ganze erst mal setzen lassen. Zu den Käufen habe ich mich überwiegend durch YouTube Videos vom "Aktionär" inspirieren lassen, was ich nicht mehr tun würde, ohne mich selbst mehr mit der Materie zu beschäftigen, wozu ich aber eigentlich keine Lust habe. Was ich jetzt noch spare, kommt in einen ETF... vielleicht in einen anderen mit EM. Ob ich mich noch einmal an Aktien traue, weiß ich noch nicht. Unbedarft ging es so einfach ;)

  • Welche meiner Aktien sind denn die spekulativen?

    Ebenfalls einen schönen Sonntag!

  • Vielen lieben Dank euch allen für eure Ratschläge. Bin gerade etwas geplättet und muss das Ganze erst mal setzen lassen. Zu den Käufen habe ich mich überwiegend durch YouTube Videos vom "Aktionär" inspirieren lassen, was ich nicht mehr tun würde, ohne mich selbst mehr mit der Materie zu beschäftigen, wozu ich aber eigentlich keine Lust habe. Was ich jetzt noch spare, kommt in einen ETF... vielleicht in einen anderen mit EM. Ob ich mich noch einmal an Aktien traue, weiß ich noch nicht. Unbedarft ging es so einfach ;)

    Kommer hat dafür den Begriff der "Investmentpornografie" eingeführt. Mit einem MSCI World machst Du m.E. nichts falsch.


    Wenn Du ohnehin keine Lust hast, könntest Du natürlich auch verkaufen und den Rest in den World packen. Ob Du EM mit beimischen möchtest, solltest Du Dir auch nochmal in Ruhe überlegen. Ich würde bei dem kurzen Stück bis zur Rente den Fokus auf das Entsparen richten. (Siehe Beitrag #8)

  • Welche meiner Aktien sind denn die spekulativen?

    Ebenfalls einen schönen Sonntag!

    Alle.


    Nvidia, m.E. die Deppenaktie schlechthin, fehlt mir da irgendwie noch.


    Wahrscheinlich hilft da nur abwarten. Eine Alibaba oder eine Dax Aktie kann sich schon wieder erholen.


    Von Kryptos habe ich keine Ahnung. Hätte da noch Briefmarken in meiner Sammlung ...

  • Montag 31.10.2022

    Hier kommt schon wieder ein Kommentar von McProfit aus dem Schwabenland.

    Inzwischen weiß ich längst, dass hier in diesen Foren von Finanztip sehr viele Anleger mit viel Erfahrung und Detailwissen sitzen.

    Daher muss man (das gilt vom allem für mich selbst) jeden Kommentar gründlich überdenken, ob nicht ein Mißverständnis entstehen könnte oder ob man alle Aspekte bedacht hat.

    Oberflächliche schnelle Antworten fallen einem fast immer wieder selbst auf die Füße.

    Erstmal aber heute ein Kompliment an den Börsenfreund KLAUS.L mit seiner Einschätzung wie man reich wird. (Arbeit, Erben oder Lotterie)

    In dieser Aufstellung fehlt ein wichtiger Punkt:

    Man kann auch durch HEIRAT reich werden.

    Im Schwabenland sagt man hierzu:

    Man kann nichts dafür, wenn man ARM geboren wird.

    Wenn man aber ARM HEIRATET ist man selbst schuld.


    Und natürlich auch an JDS mit seiner Frage wie man mit ARBEIT denn reicht werden soll?

    Und dann wurde als eine Möglichkeit ein 100.000 Euro-Job genannt.

    Da muss ich jetzt gleich widersprechen!

    Ich habe jahrzehntelang als Immobilienmakler im Schwabenland Häuser und Wohnungen an Privatleute zum Selbstbezug verkauft.

    Hierbei habe ich schnell festgestellt, dass die Interessenten mit dem höchsten Jahreseinkommen oft am wenigsten Eigenkapital hatten, von "reich" also keine Spur.

    Warum wird man mit einem 100.000 Euro Job selten REICH?

    (was immer man auch unter "reich" versteht)

    Mein Eindruck aus dem damaligen Berufsleben:

    Üblicherweise dauert es viele Jahre bis man einen Job mit hohem Einkommen hat.

    Ausbildung, Studium, Hocharbeiten in seinem Beruf und dann noch Glück dass eine Position frei wird.

    Ist man dann endlich nach vielen meist Jahrzehnten in dieser Einkommensgruppe angekommen, hat man fast immer auch einen zum Beruf passenden Lebensstil.

    Man in einer großen und teurer (Penthaus)-Mietwohnung, man fährt ein entsprechendes Auto, meist sogar zwei oder drei, man hat Kinder die Reiten. Statt zum Fußball geht man zum Golfen, früher zu Tennis. Man kauft nicht mehr bei Zara, H+M oder Otto, sondern bie LouisVuitton, Dior, Chanel, MaxMara oder mindestens bei BOSS

    Und nicht vergessen:

    von den 100 oder 120.000 Euro Brutto.Einkommen gehen in der Regel fast die Hälfte an Einkommen- oder Lohnsteuer weg.

    Wer ohne Erbschaft, Heirat, Lotterie zu Vermögen gekommen ist, der hat meist in jüngeren Jahren sich mit der richtigen Geschäftsidee selbständig gemacht damit zuminest begonnen, Immobilien zur Vermögensbildung zu kaufen.

    Auch heute noch kann man gut erhaltene gebrauchte Wohnungen kaufen und mit wenig Eigenkapital finanzieren sofern man die Immobilie vermietet.

    Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte und mit steigenden Mieten zahlt sich die Immobilie von selbst ab.

    Ich habe damals mindestens 1 x im Jahr bei einer Zwangsversteigerung oder im freien Verkauf eine Wohnung oder später auch ein Mehrfamilienhaus gekauft. So bin ich im Laufe der Jahrzehnte vermögend geworden, oder auch "reich" wie KLAUS.L oder JDS sagen würde.

    Dies nur in Kurzform, ich weiß dass das alles sehr vereinfacht ist.

    In diesem Forum kann man aber nicht auf alle Aspekte eingehen, sonst liest das kein Mensch mehr. Es gilt: "Nichts geht OHNE RISIKO, aber ohne Risiko geht auch nichts...."


    Und zum Schluß noch eine Weisheit wenn mich einer meiner Freunde fragt. wie man am schnellsten reich wird. Dem sage ich immer:

    "Lieber Freund, ich kann Dir nicht sagen, wie Du schnell REICH wirst,

    aber ich kann Dir sagen, wie Du schnell ARM wirst:

    Indem Du versuchst schnell REICH zu werden"

    Schön Woche wünscht Euch McProfit.

  • Hallo zusammen,

    die neuen Investitionen in den MSCI World zu stecken macht Sinn.

    In den EM, in Ihrer Konstellation, eher nicht.

    Hilfreich auch die Einsteiger Videos oder die App selbst von Finanztip.

    Die Grundlagen haben Sie dort in in zwei Stunden drauf.

    Wenn Sie in die Rente gehen brauchen Sie ja nicht gleich alles, so kann es noch reifen.

    Bitcoin und Co halte ich für keinen soliden Vermögensaufbau.

    Wann verkaufen. Schwer zu sagen.

    Es ist noch vieles möglich.

    LG