• Hallo zusammen!


    Seit Anfang 2020 beschäftige ich mich mit dem Thema ETF und habe zuerst den Weg über einen Robo-Advisor genommen, um mit dem Investieren zu beginnen. Hatte sich gut angehört, man muss sich um nichts kümmern und kann für eine kleine Gebühr sein Geld investieren. Die Entwicklung lief auch recht gut, allerdings wurden nun die Gebühren erhöht und mit wachsendem Depotwert steigen natürlich auch die Kosten. Habe zwischenzeitlich einige Videos von Finanztip und Finanzfluss angeschaut und mich dazu entschlossen, das Ganze selbst in die Hand zu nehmen.


    Habe das Depot zu Scalable Capital übertragen, aktuell befinden sich dort folgende ETFs/Werte:


    - Amundi Prime Global 6.046€ (ausschüttend / TER 0,05%)

    - SPDR MSCI World 5.346€ (thesaurierend / TER 0,12%)

    - Xtrackers MSCI World Value 3.738€ (thesaurierend / TER 0,25%)

    - iShares Core MSCI EM IMI 2.329€ (thesaurierend / TER 0,18%)

    - Xtrackers World Momentum 2.158€ (thesaurierend / TER 0,25%)

    - SPDR MSCI World Small Caps 1.944€ (thesaurierend / TER 0,45%)

    - Xtrackers MSCI World Minimum Volaltility 1.698€ (thesaurierend / TER 0,25%)

    - iShares Edge MSCI EM Value 683€ (thesaurierend / TER 0,40%)

    - iShares MSCI EM Small Cap 416€ (ausschüttend / TER 0,74%)


    Portfoliowert: fast 25.000€


    Wie bringe ich jetzt Struktur in mein Depot? Sollte ich die ETFs nach und nach verkaufen (zumindest die mit hohem TER) oder nur Ruhen lassen und ab sofort nur noch einen max. zwei ETFs (MSCI World evtl. MSCI EM / FTSE All World) besparen? Wie seht ihr den S&P 500 / NASDAQ? Die Performance lief ja die letzten Jahre sehr gut. Aber da man ja nicht in die Zukunft schauen kann, sollte man sich eher auf eine "große" Lösung konzentrieren, so habe ich es bis jetzt hier im Forum wahrgenommen.

    Die Idee, welche ich bereits öfter gelesen habe, den FTSE All World ausschüttend zu besparen, bis der Freibetrag ausgeschöpft ist und dann auf den thesaurierenden ETF zu wechseln, finde ich ganz interessant. Was meint Ihr?


    Kurz zu meiner Person, damit Ihr das ganz vielleicht etwas besser einordnen könnt:


    - ich bin 29 Jahre alt

    - ich möchte langfristig investieren ohne mich intensiv damit zu beschäftigen

    - auf das Geld kann ich über einen längeren Zeitraum (+15 Jahre) verzichten, ansonsten würden ja ETFs auch nicht unbedingt in Frage kommen

    - meine sicheren Geldanlagen betragen knapp 30.000€ (u.a. 6 Nettogehälter auf dem Tagesgeldkonto, dazu Riester & Bausparer)

    - meine riskanten Geldanlagen betragen 40.000€ (ETF Depot + DEKA-Fonds, welche ich aber schnellstmöglich verkaufe und den Erlös ebenfalls in ETFs investieren möchte)

    - monatlich können ca. 1.000€ in ETFs investiert werden

    - Versicherungen wie KV, BU und Haftpflicht sind natürlich vorhanden


    Ich hoffe ich habe jetzt erstmal das Wesentliche gennant und Ihr könnt mir Tipps und Einschätzungen zu meiner aktuellen finanziellen Lage geben :)


    Vielen Dank schonmal vorab!


    Viele Grüße

    Jan

  • Hallo,


    zuerst brauchst Du glaube ich eine Strategie. Dein Portfolio ist aktuell eine Mischung mit einer Übergewichtung einiger Faktoren. Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten gibt es sicher viele. Daher nur mal die ersten Ideen.


    Für die von Dir angedachte 1-ETF-Lösung FTSE All-World (90% Welt / 10% EM.) Kannst Du z.B. die beiden Welt-ETFs und den EM IMI belassen. Den Rest verkaufen und entweder im richtigen Verhältnis in den Amundi und den EM IMI oder in den einen neuen. Da der Amundi ausschüttend ist, könntest Du auch hier dann Deine Strategie mit der Ausnutzung des Freibetrags gleich einbringen. Mit einer kleinen Abwandlung könnte man auch den SPDR SC belassen, damit hat man dann Industrie- und Schwellenländer LC + MC + SC im Portfolio und die fast breiteste Diversifikation (glaube 99% der investierbaren Unternehmen).


    Alternativ 1: Die beiden Welt-ETFs lassen, zuerst den Amundi bis zum Freibetrag füllen und dann auf den SPDR wechseln. Alle anderen verkaufen.


    Alternativ 2: Alles verkaufen und komplett neu kaufen


    Welt / Industrieländer

    - Amundi Prime Global 6.046€ (ausschüttend / TER 0,05%)

    - SPDR MSCI World 5.346€ (thesaurierend / TER 0,12%)


    Welt / Industrieländer Small Caps - Faktor Size

    - SPDR MSCI World Small Caps 1.944€ (thesaurierend / TER 0,45%)


    Schwellenländer Faktor Political Risk + Faktor Size

    - iShares Core MSCI EM IMI 2.329€ (thesaurierend / TER 0,18%)

    - iShares MSCI EM Small Cap 416€ (ausschüttend / TER 0,74%)


    Welt / Industrieländer Faktor Value + Momentum + Minimum Volatility

    - Xtrackers MSCI World Value 3.738€ (thesaurierend / TER 0,25%)

    - Xtrackers World Momentum 2.158€ (thesaurierend / TER 0,25%)

    - Xtrackers MSCI World Minimum Volaltility 1.698€ (thesaurierend / TER 0,25%)


    Schwellenländer Faktor Political Risk + Faktor Value

    - iShares Edge MSCI EM Value 683€ (thesaurierend / TER 0,40%)

  • Hi,


    willkommen im Forum.


    Ich finde die Ausgangslage gar nicht mal so verkehrt. Mit Faktorinvestitionen auf eine Überrendite zu hoffen, ist kein schlechter Weg, man muss nur schauen, sich dabei nicht mit zu kleinen Positionen zu verzetteln.


    Als Gedankenanstoß, nicht als Empfehlung: Bei der Ausgangslage würde ich …


    (1) … den einen in den anderen weltweiten ETF umschichten, um eine Position loszuwerden. Würde das v a danach entscheiden, ob ich da einen Ausschütter oder einen Thesaurierer will.


    (2) … die Faktor-ETFs Momentum, Minimum Volatility, Small Caps und Value behalten; ebenso den EM IMI. Die vier würde ich vermutlich - bin Ordnungsneurotiker ;-) - durch Zukäufe alle mal auf den selben Stand bringen, und dann vielleicht einmal im Jahr re-balancen, also erneut auf denselben Stand bringen.


    (3) … den (kleinen) Rest verkaufen und fortan (abgesehen vom Re-Balancing unter (2)) nur noch den „normalen“ weltweiten ETF besparen. Wenn der mal bei 25.000 oder 30.000 Euro angekommen ist, kannst Du daran denken, dessen Besparen zu beenden und eine neue gleiche Position aufmachen.


    Ich persönlich hätte alles als Thesaurierer und würde das Ausnutzen das Steuerfreibetrags übers Rollieren regeln. Und zwar am weltweiten Fonds. Die Faktoren-ETFs hätte ich für immer und täte auch nie ans Verkaufen denken.

  • Ich persönlich hätte alles als Thesaurierer und würde das Ausnutzen das Steuerfreibetrags übers Rollieren regeln. Und zwar am weltweiten Fonds. Die Faktoren-ETFs hätte ich für immer und täte auch nie ans Verkaufen denken.

    Ich bin nicht der ursprüngliche Beitragsautor habe aber dennoch eine Frage zum Thema. Warum würdest du trotz der Überschneidungen nicht nur auf einen ETF setzen? Wegen der Umschichtungskosten?

    Ich bespare nur einen ETF (FTSE all world) und würde gerne entscheiden ob das in Ordnung ist oder ob ich auch auf merere verschiedene setzen sollte. Was für sinnvolle Gründe gäbe es dafür?


    lg

  • Ich bin nicht der ursprüngliche Beitragsautor habe aber dennoch eine Frage zum Thema. Warum würdest du trotz der Überschneidungen nicht nur auf einen ETF setzen? Wegen der Umschichtungskosten?

    Ich bespare nur einen ETF (FTSE all world) und würde gerne entscheiden ob das in Ordnung ist oder ob ich auch auf merere verschiedene setzen sollte. Was für sinnvolle Gründe gäbe es dafür?


    lg

    Einer reicht.

    Aber, wenn man noch Faktoren dazu nimmt, geht das nur über mehrere ETFs. Und genau das meinte TAMINVEST m.E. .


    Da der TE es einfach will "ohne mich intensiv damit zu beschäftigen"

    wäre die Ausnutzung des Freibetrags über einen Ausschütter wohl besser.

  • Ich bespare nur einen ETF (FTSE all world) und würde gerne entscheiden ob das in Ordnung ist...

    Ein ETF reicht grundsätzlich völlig aus!

    Der FTSE All World ist dafür m.E. eine sehr gute Wahl.

    Also mach einfach weiter so!

    ... oder ob ich auch auf merere verschiedene setzen sollte. Was für sinnvolle Gründe gäbe es dafür?

    Entweder geht es um die Rendite oder das Risiko. Man hofft halt durch eine besonders geschickte Auswahl von unterschiedlichen ETF eine langfristig bessere Rendite zu erzielen oder aber die gleiche Rendite bei geringerem Risiko zu erreichen.

    Ein Ansatz für eine möglicherweise bessere Rendite ist das sog. Faktor-Investing, wie es offenbar durch den Robo-Advisor des Fred-Erstellers gemacht wurde.

    Strategie dahinter siehe hier:

    https://gerd-kommer.de/factor-investing-die-basics/


    Ob das dann auch aufgeht, wissen wir alle dann hinterher. U.U. steht nach 30 Jahren Faktor-Investing die gleiche Endsumme im Depot, wie man es auch mit einer simplen 1 ETF-Lösung erreicht hätte.

    Aber wenigstens hat man dann seine Erfahrungen gemacht.:D

  • ich möchte langfristig investieren ohne mich intensiv damit zu beschäftigen

    Das paßt - aus meiner Sicht - nicht so ganz zu der nahezu zweistelligen Anzahl (9, wenn ich mich nicht verzählt habe) und Sammlung von verschiedenen ETFs ...

    Portfoliowert: fast 25.000€

    Schon gar nicht - wieder nur aus meiner Sicht - zu dem eher sehr geringen Depotvolumen (absolut gesehen; für das Alter von lediglich 29 Jahre ist das relativ gesehen eher ein ganz guter Anfang).


    Zum Verständnis: Bin kein ETF-Experte und Fachmann für das "passive Anlegen" via Indices sondern eher Generalist in Sachen "Geldanlagen" und bevorzuge selbst beim eigenen Investieren sozusagen aktive Direktanlagen (Aktien, Immobilien, Edelmetalle usw.).


    Kenne aber einige (durchaus kundige) Leute, die passiv via ETFs anlegen - und die selbst bei sechs- oder siebenstelligen Depotvolumina sich mit ein, zwei oder drei verschiedenen ETFs gut aufgestellt fühlen ...


    Ein FTSE All World könnte beispielsweise für den Anfang gut ausreichen. Ab 100.000 aufwärts könnte man dann immer noch weitere Überlegungen anstellen.


    Welche Vorgehensweise (Beimischung EM, Value oder Growth, Small Caps, Beimischung Rohstoffe, Beimischung Real Estate, Beimischung Gold, Anleihen-Anteil usw.) die beste ist, weiß man sicher eh erst nach Jahrzehnten (sprich in der Retrospektive).


    In Deinem jungen Alter dürfte jedenfalls Dein Humankapital (inkl. Gehaltssteigerungen) der deutlich größere Hebel sein iVz Deiner Asset-Allokation. Anstrengungen in dem Bereich werden daher den größten Nutzen generieren.


    Übrigens: Das Thema "Wohneigentum" wäre vermutlich eine Art Game Changer (das Thema kann für manche schneller auf sie zukommen als gedacht; Partnerschaft, Heirat/Ehe, Kinder usw. - um nur einige Stichworte zu nennen). Sollte man als junger Mensch zumindest mal auf dem Schirm haben (oder wie ein ehemaliger Kollege und überzeugter Mieter zu sagen pflegte, der nie ein eigenes Haus haben wollte, es dann aber dennoch kaufte "Happy wife, happy live" ...).


    Gutes Gelingen wünsche ich jedenfalls !

  • Das paßt - aus meiner Sicht - nicht so ganz zu der nahezu zweistelligen Anzahl (9, wenn ich mich nicht verzählt habe) und Sammlung von verschiedenen ETFs ...

    Schon gar nicht - wieder nur aus meiner Sicht - zu dem eher sehr geringen Depotvolumen (absolut gesehen; für das Alter von lediglich 29 Jahre ist das relativ gesehen eher ein ganz guter Anfang).

    Die Erklärung liegt m.E. in der Information, dass der TE mit einem Robo angefangen hat.

    Ich vermute mal, dass es Quirion war, da dort mit so einem Faktor Portfolio gearbeitet wird.

    Die ETFs hat der TE dann vermutlich mit ins eigene Depot übernommen und nun liegen sie dort.

  • Ich bin nicht der ursprüngliche Beitragsautor habe aber dennoch eine Frage zum Thema. Warum würdest du trotz der Überschneidungen nicht nur auf einen ETF setzen? Wegen der Umschichtungskosten?

    Ich bespare nur einen ETF (FTSE all world) und würde gerne entscheiden ob das in Ordnung ist oder ob ich auch auf merere verschiedene setzen sollte. Was für sinnvolle Gründe gäbe es dafür?


    lg

    Hoffnung und Spieltrieb. 😉😂


    Ganz ernsthaft jetzt: Ich stimme dem, was die vor mir Antwortenden sagen, voll zu. Will, da ich angesprochen bin, aber auch selbst was dazu sagen.


    1. Ein ETF ist tatsächlich genug. Wo ich für andere Geld anlege (namentlich meine Kinder und gemeinsam mit meiner Partnerin) setze ich auch ausschließlich auf den FTSE AllWorld. An der Stelle kann man, wenn man will, nun die Diskussion „Ganze Welt vs. Industrieländer“ führen. Auch selbst habe ich dort den größten Anteil meiner Aktieninvestitionen.


    2. monstermania hat bereits den Link zu einem (von insgesamt drei) Beiträgen ausm Kommer-Blog zum Faktorinvesting gesetzt. Das ist ein zumindest regelgeleiteter Versuch, eine Überrendite zu erwirtschaften - zu dem es positiv aussehende Untersuchungen gibt. Im Versuch, zu einer Überrendite zu kommen, erscheint mir das sinnvoller als bspw. auf ausgewählte Einzelaktien zu setzen.


    3. Persönlich verfolge ich die Strategie, zu meinem überwiegenden Anteil in einem FTSE AllWorld bzw. MSCI ACWI auf eine Reihe von Faktoren mit gleicher Gewichtung zu setzen: Momentum, Quality, Minimum Volatility, Value, Small Caps, Political Risk (=Emerging Markets).


    4. Dabei ist klar: Manche Faktoren widersprechen sich mehr oder weniger, entwickeln sich jedenfalls nicht gleichlaufend. Mal gewinnt der eine, mal verliert der andere … Die Motivation, das mit dieser umfassend-wilden Faktorenmischung zu machen, beruht zu vielleicht 10 Prozent auf der Hoffnung, eine Überrendite zu erwirtschaften, und zu 90 Prozent auf Spieltrieb. Letzteren lebe ich also so aus, dass zumindest nicht mit einer fatalen Unterrendite zu rechnen ist (mit der man beim Spielen mit Einzelaktien jedenfalls rechnen muss).


    5. Am Ende von allem steht das Fazit: Wer keinen Spieltrieb hat, oder es sich an der Stelle einfach bequem und komfortabel machen möchte, liegt mit dem einen Welt-ETF - ob die ganze Welt, oder nur die Developed Markets - richtig.


    6. Im konkreten Fall des TO ging mein Gedankenanstoß in die Richtung: Wenn die Faktoren schon da sind, warum soll man sie ausm Haus jagen?

  • Die Erklärung liegt m.E. in der Information, dass der TE mit einem Robo angefangen hat.

    Ich vermute mal, dass es Quirion war, da dort mit so einem Faktor Portfolio gearbeitet wird.

    Die ETFs hat der TE dann vermutlich mit ins eigene Depot übernommen und nun liegen sie dort.

    Vielen Dank für den Hinweis bzw. die Erklärung. So was in der Art dachte ich mir auch schon.


    Für meinen Teil - als zugegebenermaßen ETF-Laie - sind solche Robos und VVs mit ETFs ein gewisser Widerspruch in sich selbst (angefangen vom rein passiven Gedanken bis hin zu den eigentlich sehr geringen Kosten bei ETFs). Hatte mir mal kurz (weil eine Bekannte mich gefragt hatte) das Ganze beim ETF-Pabst Herr Gerd Kommer angeschaut. Seine eigene VV (Kommer Invest) steht für mich etwas in Widerspruch zu seiner via Büchern verbreiteten Philosophie; auch was dann die Kosten (Management Fee) betrifft. Wenn schon passiv und damit auch sehr günstig, dann ist vermutlich auch die "reine Lehre" die bessere Wahl.

  • Hoffnung und Spieltrieb. 😉😂

    Das ist zumindest ehrlich.:thumbup:

    Ich zähle mich mit meinem 3-Index Portfolio zu den Hoffenden! Spielen tue ich dann mit meinem Hobby. Leider kostet das nur Geld. :D

    Wenn schon passiv und damit auch sehr günstig, dann ist vermutlich auch die "reine Lehre" die bessere Wahl.

    Absolut richtig. Es braucht aber auch ein gewisses Durchhaltevermögen einfach nur gaanz laangweilig seine Strategie durchzuziehen.

    Aber auch 3 verschiedene Indizies im Portfolio können passiv und günstig bedeuten, wenn man das 20 oder 30 Jahre durchzieht.

  • Mit einer kleinen Abwandlung könnte man auch den SPDR SC belassen, damit hat man dann Industrie- und Schwellenländer LC + MC + SC im Portfolio und die fast breiteste Diversifikation (glaube 99% der investierbaren Unternehmen).


    Alternativ 1: Die beiden Welt-ETFs lassen, zuerst den Amundi bis zum Freibetrag füllen und dann auf den SPDR wechseln. Alle anderen verkaufen.

    Wie würde/könnte die Abwandlung aussehen? EM SC ist schon in dem EM IMI enthalten? Sonst hätte ich IMI und SC für die Schwellenländer behalten um auch dort eine breite Diversifikation zu haben. Der EM SC ist in den letzten Jahren deutlich besser gelaufen als der IMI (29,15% / 5,67% bzw. 19,8% / 5,17%). In den Amundi den Großteil der Sparrate investieren, damit der Freibetrag so schnell wie möglich erreicht wird?

    (1) … den einen in den anderen weltweiten ETF umschichten, um eine Position loszuwerden. Würde das v a danach entscheiden, ob ich da einen Ausschütter oder einen Thesaurierer will.


    (2) … die Faktor-ETFs Momentum, Minimum Volatility, Small Caps und Value behalten; ebenso den EM IMI. Die vier würde ich vermutlich - bin Ordnungsneurotiker ;-) - durch Zukäufe alle mal auf den selben Stand bringen, und dann vielleicht einmal im Jahr re-balancen, also erneut auf denselben Stand bringen.


    (3) … den (kleinen) Rest verkaufen und fortan (abgesehen vom Re-Balancing unter (2)) nur noch den „normalen“ weltweiten ETF besparen. Wenn der mal bei 25.000 oder 30.000 Euro angekommen ist, kannst Du daran denken, dessen Besparen zu beenden und eine neue gleiche Position aufmachen.

    Was hältst du von der Idee, wie es RNowotny vorgeschlagen hat, erstmal den Ausschütter besparen und dann auf den Thesaurierer wechseln? Was wäre der Vorteil bei deinem Vorschlag? Würdest du die Faktoren ETFs auch besparen oder nur Ruhen lassen? In welchem Verhältnis sollten diese zum World-ETF stehen? 60/70% World + 10% Faktor + 20/30% EM IMI? Mit der "neuen gleichen Position" meinst du einen Thesaurier? Da könnte ich ja dann den SPDR World nehmen. Wie würdest du eine monatliche Sparrate von 1k auf die ETFs aufteilen?

    Die Erklärung liegt m.E. in der Information, dass der TE mit einem Robo angefangen hat.

    Ich vermute mal, dass es Quirion war, da dort mit so einem Faktor Portfolio gearbeitet wird.

    Die ETFs hat der TE dann vermutlich mit ins eigene Depot übernommen und nun liegen sie dort.

    100 Punkte!^^

  • Was hältst du von der Idee, wie es RNowotny vorgeschlagen hat, erstmal den Ausschütter besparen und dann auf den Thesaurierer wechseln? Was wäre der Vorteil bei deinem Vorschlag? Würdest du die Faktoren ETFs auch besparen oder nur Ruhen lassen? In welchem Verhältnis sollten diese zum World-ETF stehen? 60/70% World + 10% Faktor + 20/30% EM IMI? Mit der "neuen gleichen Position" meinst du einen Thesaurier? Da könnte ich ja dann den SPDR World nehmen. Wie würdest du eine monatliche Sparrate von 1k auf die ETFs aufteilen?

    Man kann das mit dem Ausschütter und dem Thesaurierer natürlich so machen, aber ich würde alles in den Thesaurierer umschichten, weil ich (1) das als Beitrag zum Depot-Aufräumen sehen würde und (2) kein besonderer Fan von Ausschüttern bin. Ich finde es zielgerichteter, die Steueraspekte durch Rollieren zu optimieren. Beispiel: Du optimierst es jetzt so, dass Du durch die Ausschüttungen Deinen Freibetrag ausschöpfst. Idealerweise hat sich in zehn Jahren der ETF-Wert verdoppelt, bei gleicher Ausschüttungsquote verdoppeln sich auch die Ausschüttungen. Das heißt: Man muss hoffen, dass sich auch der Freibetrag verdoppelt hat, sonst versteuerst Du mehr als gut wäre. Langer Rede kurzer Sinn: Ich ent-steuere lieber zielgerichtet als automatisch (wenn ich nicht weiß, wie gut die Automatik ist).


    Die Faktoren-ETFs würde ich - wie gesagt - alle auf den gleichen Stand bringen, also auf jeweils einen Anteil von 20 Prozent. Das einmal im Jahr (oder wenn Lust besteht, auch 2 bis 4mal im Jahr) rebalancen. Aber nicht weiter besparen … sondern einfach die 1.000,- Euro monatliche Sparrate in den AllWorld- oder ACWI-ETF. Alles andere wäre mir zu kleinteilig.


    Und ja, wenn bei mir der eine thesaurierende ACWI- oder AllWorld-ETF bei 25.000 oder 30.000 oder meinetwegen auch 20.000 oder 40.000 Euro wäre, würde ich zum nächsten thesaurierenden ACWI- oder AllWorld-ETF greifen.


    Für mich wäre das alles eine ausbalancierte Lösung zwischen „einfach“ und „Spieltrieb/Hoffnung“ (s. oben 😉).

  • Die Faktoren-ETFs würde ich - wie gesagt - alle auf den gleichen Stand bringen, also auf jeweils einen Anteil von 20 Prozent. Das einmal im Jahr (oder wenn Lust besteht, auch 2 bis 4mal im Jahr) rebalancen. Aber nicht weiter besparen … sondern einfach die 1.000,- Euro monatliche Sparrate in den AllWorld- oder ACWI-ETF. Alles andere wäre mir zu kleinteilig.

    Das vereint mir eher die Nachteile beider Varianten. Die Faktoren-ETF bleiben klein, müssen aber trotzdem rebalanced werden. Bei den Beträgen hier reden wir von 100-200€ die man von A nach B umschichtet. Mehr als einmal im Jahr würde ich das auf keinen Fall machen und auch mit einmal im Jahr gibt das sicherlich nicht den erwarteten Rendite Boost. Faktoren sollte man meiner Meinung nach entweder klotzen oder sein lassen.


    Ich finde auch, dass hier das bestehende Depot viel zu viel Raum einnimmt. Bei 1000€ Sparrate reden wir von ca 2 Jahresraten. Da sind jetzt sicherlich nicht massig Gewinne aufgelaufen die steuerlich optimiert werden müssen. Insofern würde ich empfehlen sich für eine zukünftige Lösung zu entscheiden und dann konsequent alles einmal in die Richtung umzubauen. Da der Wunsch war sich nicht großartig mit dem Thema beschäftigen zu müssen, würde ich einen thesaurierenden ETF nach Market Cap nehmen und eventuell noch thesaurierenden Small Caps aber mehr nicht.

  • Wie oft rollierst du? Ich vermute, man macht das in mehreren Schritten bis man den Freibetrag erreicht hat? Mit einem Verkauf direkt bei der Summe zu landen wäre ja sehr zufällig oder kann man das berechnen? So ganz habe ich das System noch nicht durchschaut. Ist ein Ausschütter nicht besser, da ich die Dividenden reinvestiere (gleicher Effekt wie beim Thesaurierer), ihn irgendwann ruhen lasse und die Ausschüttungen + Sparrate in den Thesaurierer investieren kann? Oder wird der Ausschütter dann komplett in einen Thesaurierer umgeschichtet? Also würdest du die 25k Gesamtwert auf die vier Faktoren ETFs + EM IMI aufteilen und dann einen All World ETF anfangen zu besparen? Weiter oben hast du ja geschrieben, du würdest alles in den bestehenden Thesaurierer umschichten, dachte du meintest damit den SPDR World ETF.


    Das mit den zwei thesaurierenden All World ETFs in deinem vorletzten Absatz verstehe ich nicht. Warum wechselst du bei einem Betrag X von einem Thesaurierer in einen anderen Thesaurierer? Bin davon ausgegangen, dass man solche ETFs einfach bespart und hält.

  • Das vereint mir eher die Nachteile beider Varianten. Die Faktoren-ETF bleiben klein, müssen aber trotzdem rebalanced werden. Bei den Beträgen hier reden wir von 100-200€ die man von A nach B umschichtet. Mehr als einmal im Jahr würde ich das auf keinen Fall machen und auch mit einmal im Jahr gibt das sicherlich nicht den erwarteten Rendite Boost. Faktoren sollte man meiner Meinung nach entweder klotzen oder sein lassen.

    Sorry, muss natürlich präzisieren: Würde nicht re-balancen durch Verkäufe, sondern nur durch unterschiedlich hohe Zukäufe. So kommt doch auch ein Anteil zusammen.

  • Das mit den zwei thesaurierenden All World ETFs in deinem vorletzten Absatz verstehe ich nicht. Warum wechselst du bei einem Betrag X von einem Thesaurierer in einen anderen Thesaurierer? Bin davon ausgegangen, dass man solche ETFs einfach bespart und hält.

    Unabhängig vom Rollieren: Ich finde, wenn heute ein ETF 25.000,- hat, ist das genug. Bis ich um die 70 bin, hat die Position nach 30 Jahre Liegen (hoffentlich!) vielleicht 200.000,- Euro. Die 25.000 bleiben also im alten ETF liegen und dürfen sich dort vermehren, die neuen Sparraten kommen in ein Neue Position (die ein anderer thesaurierender ACWI-ETF ist).