Pellet/Ölheizung, welche sinnvoller bei baldigem Verkauf?

  • Ja, will ich ja aber gar nicht sein. Muss ich dank unserer "guten" Gesetzgebung aber. In den Niederlanden läuft der Stromzähler einfach rückwärts, ohne mit USt und Gewerbe genervt zu werden.

    Das ist vollkommen unabhängig von der Netztrennung. Die ist soweit ich weiß überall Pflicht, eben wegen der Arbeitssicherheit. Du sagst "eine Netztrennung ist viel zu teuer und lohnt sich nicht", erwartest aber, dass die Allgemeinheit in Form der Netzgebühren das für dich einbaut. Wegen ein paar Minuten alle paar Jahre.


    Und was den rückwärts laufenden Stromzähler anbelangt...klingt erst einmal toll, aber dann hast du halt Einspeisevergütung = Strompreis. Im Sommer speist du zigtausende kWh ein wenn es mehr als genug gibt und im Winter erwartest du - wenn es keinen Solarstrom mehr gibt - dass wieder die Allgemeinheit dafür aufkommt. Man hätte sicherlich einiges weniger bürokratisch gestalten können, aber das wird ja schon gemacht. Du kannst eine Anlage brutto kaufen, dann musst du keine Umsatzsteuer auf deinen Strom zahlen und keine Voranmeldung machen. Will aber auch wieder keiner weil er ja dann die Mehrwertsteuer auf die Anschaffung zahlt. Ab Januar ist das Thema ja ohnehin erledigt. Du kannst auch ein Balkonkraftwerk kaufen und einstecken, ohne dass das Finanzamt jemals damit zu tun hat

  • Das ist vollkommen unabhängig von der Netztrennung. Die ist soweit ich weiß überall Pflicht, eben wegen der Arbeitssicherheit. Du sagst "eine Netztrennung ist viel zu teuer und lohnt sich nicht", erwartest aber, dass die Allgemeinheit in Form der Netzgebühren das für dich einbaut. Wegen ein paar Minuten alle paar Jahre.


    Und was den rückwärts laufenden Stromzähler anbelangt...klingt erst einmal toll, aber dann hast du halt Einspeisevergütung = Strompreis. Im Sommer speist du zigtausende kWh ein wenn es mehr als genug gibt und im Winter erwartest du - wenn es keinen Solarstrom mehr gibt - dass wieder die Allgemeinheit dafür aufkommt. Man hätte sicherlich einiges weniger bürokratisch gestalten können, aber das wird ja schon gemacht. Du kannst eine Anlage brutto kaufen, dann musst du keine Umsatzsteuer auf deinen Strom zahlen und keine Voranmeldung machen. Will aber auch wieder keiner weil er ja dann die Mehrwertsteuer auf die Anschaffung zahlt. Ab Januar ist das Thema ja ohnehin erledigt. Du kannst auch ein Balkonkraftwerk kaufen und einstecken, ohne dass das Finanzamt jemals damit zu tun hat

    Nein, nicht die Allgemeinheit. Das privatwirtschaftliche Unternehmen, an das ich gezwungen bin, den Strom unter Marktpreis zu verkaufen.


    Und zum Stromzähler: Ich verstehe das Problem nicht? Klar wird im Sommer mehr eingespeist und im Winter mehr entnommen - beim normalen Strompreis mittelt sich das doch. Wo zahlt die Allgemeinheit denn da drauf?

  • Es mittelt sich eben nicht. Zum einen ist der Stromverbrauch im Winter höher als im Sommer und wird das in Zukunft noch viel mehr sein wenn wir alle mit Wärmepumpen heizen. Und zum anderen kannst du eben auch die Freiflächensolar im Winter knicken, denn die produziert dann eben so wenig wie deine Dachanlage. Stromspeicherung über diese Zeiträume ist aktuell nicht wirtschaftlich möglich. Sprich: für den Strombedarf im Winter müssen die fossilen Kraftwerke vorgehalten werden, das kostet.


    Man ist übrigens nicht zur Einspeisevergütung gezwungen. Jedem steht grundsätzlich die Direktvermarktung offen, es kann nur sein dass niemand Lust hat sich mit einer popeligen 8kWp Anlage rumzuschlagen.

  • Es mittelt sich eben nicht. Zum einen ist der Stromverbrauch im Winter höher als im Sommer und wird das in Zukunft noch viel mehr sein wenn wir alle mit Wärmepumpen heizen. Und zum anderen kannst du eben auch die Freiflächensolar im Winter knicken, denn die produziert dann eben so wenig wie deine Dachanlage. Stromspeicherung über diese Zeiträume ist aktuell nicht wirtschaftlich möglich. Sprich: für den Strombedarf im Winter müssen die fossilen Kraftwerke vorgehalten werden, das kostet.


    Man ist übrigens nicht zur Einspeisevergütung gezwungen. Jedem steht grundsätzlich die Direktvermarktung offen, es kann nur sein dass niemand Lust hat sich mit einer popeligen 8kWp Anlage rumzuschlagen.

    Ja, aber das dürfte doch egal sein?

    Beispielrechnung:

    Im Sommer Einspeisung von 10000 kwh - Zählerstand -10000

    Im Winter Bezug von 5000 kwh - Zählerstand -5000


    Der Strompreis ist ja das komplette Jahr über konstant. Gut, fehlende Speicherung, ok. Aber irgendwie scheinen die Niederlande das Problem nicht zu kennen.

    Direktvermarktung wird - wie du schon sagst- daran scheitern, dass man keinen Vertragspartner findet.

  • Der Strompreis ist ja das komplette Jahr über konstant

    Deiner vielleicht. Die Strombörse hat einen Jahresgang, eben weil im Winter mehr verbraucht wird und gleichzeitig die PV nicht viel bringt. Dein Energieversorger mittelt den Preis natürlich aus. Wenn er dir jetzt aber für den billigen Strom im Sommer einen teuren Strom im Winter geben muss, klappt die Rechnung nicht mehr. Natürlich kann man das Modell trotzdem mit Bundeszuschuss o.ä. durchziehen, dann verlagert man die Kosten. Und es klappt nur wenn du nicht zu viele derartige Anlagen im System hast, sonst wachsen dir die Kosten über den Kopf.

    Das Modell kannst du übrigens auch mit Stromclouds nachbauen. Da bekommst du das sogar explizit bepreist. Ist am Ende aber nicht günstiger als Einspeisevergütung + Stromvertrag.


    Direktvermarktung wird - wie du schon sagst- daran scheitern, dass man keinen Vertragspartner findet.

    Aber das ist halt Marktwirtschaft. Jede Anlage erzeugt Aufwand und ein Geschäft kommt nur zustande wenn Aufwand und Ertrag in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Bei PV ist noch das Problem, dass du vor allem dann Strom erzeugst wenn er an der Börse ohnehin spotbillig ist. Insofern kannst du froh sein, dass der Staat dir einen Preis und die Abnahme garantiert.

  • Deiner vielleicht. Die Strombörse hat einen Jahresgang, eben weil im Winter mehr verbraucht wird und gleichzeitig die PV nicht viel bringt. Dein Energieversorger mittelt den Preis natürlich aus. Wenn er dir jetzt aber für den billigen Strom im Sommer einen teuren Strom im Winter geben muss, klappt die Rechnung nicht mehr. Natürlich kann man das Modell trotzdem mit Bundeszuschuss o.ä. durchziehen, dann verlagert man die Kosten. Und es klappt nur wenn du nicht zu viele derartige Anlagen im System hast, sonst wachsen dir die Kosten über den Kopf.

    Das Modell kannst du übrigens auch mit Stromclouds nachbauen. Da bekommst du das sogar explizit bepreist. Ist am Ende aber nicht günstiger als Einspeisevergütung + Stromvertrag.


    Aber das ist halt Marktwirtschaft. Jede Anlage erzeugt Aufwand und ein Geschäft kommt nur zustande wenn Aufwand und Ertrag in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Bei PV ist noch das Problem, dass du vor allem dann Strom erzeugst wenn er an der Börse ohnehin spotbillig ist. Insofern kannst du froh sein, dass der Staat dir einen Preis und die Abnahme garantiert.

    Stimmt. Die Cloud rechne ich tatsächlich regelmäßig und komme zum Schluss, dass sie sich nicht rentiert. Ich habe aber auch noch einen sehr guten 21-cent-Altvertrag...

  • Hallo Brand

    Wie wäre eine Energieberatung vor Ort? Über die Verbraucherzentrale besteht die Möglichkeit, sich einen Energieberater zu sich nach Hause zu holen. Die Beratung kostet Dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz maximal 30€, ich hoffe dieses ist noch so. Auf folgender Seite zu entnehmen: https://verbraucherzentrale-en…ung.de/beratung/zu-hause/

    Ich selber hatte dieses für meine neue Heizung im EFH in Anspruch genommen. Nach Kontaktaufnahme mit der Verbraucherzentrale wird einem eine Liste in eigener Wohnnähe befindlichen Energieberater zugesandt. Aus dieser sucht man sich eine Wunschperson heraus und vereinbart einen Besuchstermin für sich nach Hause.

    Dieser Energieberater bringt nun alles auf den Prüfstand, Zustand des Wohngebäudes mit sämtlichen vorhandenen Isolierungen, die Heizungsanlge mit Heizkörper und Termostaten. Hinzukommen die eigenen Wünsche. Er unterbreitet Vorschläge in einem richtigen Fachgespräch und es wird alles protokolarisch festgehalten, so hat man eine Richtlinie für das eigene, spätere Vorhaben.