Sinnvolle Sparmethode zur Altersvorsoge

  • Sehr geehrte Community,


    Ich habe Gedanken über meine aktuelle Altersvorsorge gemacht. Und zwar bin ich in 4 Monaten ausgelernt und werde übernommen. Jetzt zweifel ich, ob meine Sparmethode für Rentenalter richtig ist.


    Ich habe auch keine Schulden oder Kredite am laufen.


    Ich nehme gerne auch Tipps und Verbesserungsvorschläge zur aktuellen Sparmethode gerne an.




    Verträge Monatlicher Beitrag
    Schwäbisch Hall Fuchs Junge Leute Bausparvertrag 16 €
    Schwäbisch Hall Fuchs WohnRente 15 €
    Concordia Förder-Rente (Riester-Rente) 22,50 €
  • Gegen Bargeld Gold kaufen und irgendwo bunkern und wenns viel geworden ist, anlegen und noch mehr Gold draus machen. Oder eine Wohnung davon kaufen.


    Immobilien kaufen kann eine gute Altersvorsorge sein...Allerdings kann dich eine Immobilie auch finanziell zurückwerfen von wegen Sanierungen etc. Aber denk dran. Auf diesem Planeten müssen Menschen nunmal immer irgendwo wohnen. Die Nachfrage an Mietern wird also niemals ausgehen, außer natürlich es ist einsturzgefährdet :D


    Von den Verträgen verstehe ich auch nicht die viel, habe selbst nur eine Riester-Rente, die ich einzahle und meine Wohnung.


    Ich würde zusätzlich zu dem Gold, mir auch eine einfache Spardose anlegen, in der jegliches braunes Geld (1,2,5 Cent) gesammelt wird, welches du alle 2 jahre umtauschst um dir davon wieder gold zu kaufen.


    Wie gesagt. Gold und Immobilien und eine sparsame Lebensweise.

  • Da muss ich jetzt mal kurz einwerfen, dass m.E. hier etwas wichtiges überlesen wurde. Du bist jetzt mit der Ausbildung fertig und wirst übernommen.


    Da fällt es mir ehrlich gesagt sehr schwer, Dir Gold und Immobilien zu empfehlen...


    Du zahlst offensichtlich kleine Beiträge in eine Riester und einen Bausparvertrag ein. Das ist mehr als die meisten in Deinem Alter (nach der Lehre Anfang 20??) machen und auch ich damals z.B. gemacht habe.
    Ich persönlich würde in Deiner Situation erstmal alles so lassen, schau wie Du mit dem neuen Gehalt rumkommst und mache Dir dann nochmal Gedanken.
    In jungen Jahren würde ich zunächst voll auf Sicherheit gehen. Hier ist die Rendite nicht vordergründig wichtig, sondern erstmal, dass das Geld aus dem Konsum raus ist (25 Euro sind schnell ausgegeben, sind sie im Dauerauftrag auf die Riester, sind se erstmal weg und 25,- monatlich auf 45 Jahre sind n ganzer Batzen Geld).
    Stock die Riester doch erst mal innerhalb der förderfähigen und auch steuerlichen Grenzen auf, damit Du die volle Zulage kriegst.
    Den Bausparvertrag etwas mehr füttern wäre dann der nächste Schritt.


    Wenn dann die ersten Gehaltserhöhungen kommen und wirklich Geld da ist (man will ja auch mit zunehmendem Gehalt etwas den Kosum steigern) dann fang mal mit 25,- - 50,- Euro im Aktiensparplan an (Risiko, daher hier auf Finanztip erstmal informieren).


    Und wie gesagt vergiss vor lauter Altersvorsorge bitte nicht zu leben ;-)

  • In deinem Alter (Ende Ausbildung) würde ich oberste Priorität auf die Flexibilität meiner Altersvorsorge legen. Hier auf finanztip gibt es dazu diesen Artikel: http://www.finanztip.de/flexible-altersvorsorge/


    Ich habe den Fehler gemacht, mich relativ früh an meine Altersvorsorgeverträge zu binden. Dann bekam ich einen Job bei einem Arbeitgeber, der hervorragende Produkte anbietet. Nun macht es für mich keinen Sinn, parallel Verträge zu eröffnen oder die alten stillzulegen (da ich die Kosten in jedem Fall tragen muss).


    Mit Anfang 20 kannst du nicht absehen, ob/wann du Familie gründen oder ein Haus bauen willst, wie sich die Gesetzeslage ändert und welche Produkte in 10 Jahren vielleicht stärker gefördert werden als das was aktuell gerade IN ist.


    Wichtig ist in jedem Fall, Geld beiseite zu legen und als "unantastbar" für Urlaube und Party zu betrachten. Aber ich würde mich mit Anfang 20 nicht an Verträge binden, die ich 45 Jahre einhalten muss und wo ich nicht an mein Geld rankomme.

  • Hallo, es gibt eine relativ einfache Strategie:
    Kopiere jemanden, der nachaltig (sagen wir minimum 12 Jahre) eine gute durchschnittliche Nettorendite erzielt hat.
    Wenn das trotz Krisen funktioniert hat und der Berater selber die Hosen runter lassen kann (Auszug seiner Police zeigen lassen), dann könnte es der richtige Weg sein.
    Vor geförderten Lösungen warne ich - habe selber aus Überzeugung keine, denn wenn der Staat im Boot sitzt lohnt es in der Regel nicht mehr.
    Dazu ein Bepspiel: Heute bekommt man "Förderungen und Steuervorteile" auf den kleinen Sparbeitrag, muß dafür Einschränkungen in der Anlage hinnehmen, verliert die Macht über das eigene Geld (kann also nicht mehr verschenken, verzocken, vererben oder ins Ausland ziehen) UND zahlt am Ende volle Steuern auf das hoffentlich dann große Vermögen.
    Wer denkt, etwas vom Staat geschenk zu bekommen, der ist nicht auf dem aktuellen Stand - abgerechnet wird erst am Schluss und nicht beim "Abschluss"
    FAZIT: Wenn ich einen Strich drunter mache, kommen mehr Nach- wie Vorteile heraus, deshalb habe ich nichts gefördertes. Das letzte und vielleicht entscheidende Argument: Wenn die Lösung ohne klassische Abschlussprovision zu bekommen ist - also die Investitionsquote hoch ist, dann gibt´s kaum noch etwas dagegen zu sagen.


    Sportlicher Gruß, Thomas