Wechsel PKV in GKV

  • Du hast natürlich recht, dein Argument macht in beiden Fällen keinen Sinn ;-) aber innerhalb deiner Logik würds passen

    Nur weil du es nicht verstehst macht es nicht gleich keinen Sinn.

    Überhaupt würde ein bisschen Kultur im Umgang mit anderen Meinungen nicht schaden. Es gibt durchaus Argumente gegen die Familienversicherung, oder zumindest die kostenlose Familienversicherung.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.


    Grover Norquist

  • Ja aber was hat das mit PKVlern zutun, die sich zurück ins Solidarsystem schleichen weil billiger?

    Wo ist der Unterschied zu "Ich wechsel die Haftpflicht zu xy, weil billiger" oder "Ich wechsle den Stromanbieter zu xy, weil billiger?"

    Das ist eine Versicherung wie alle anderen auch, in die der Betreffende dann auch einzahlt. Damit hätte er mehr Rechte, versichert zu werden als das 4. Kind der 600 €- Putzfrau für exakt 0 €.

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    Grover Norquist

  • Hat jmd Zahlen wieviele PKVler sich wieder zurück ins Solidarsystem schleichen wenns gerade wieder billiger ist? Überweist die PKV eignetlich der GKV dann die Altersrückstellungen oder darf sie die frech behalten? Irre...

    Das hat mit Frechheit nichts zu tun. Die Alterungsrückstellungen gehören nicht der PKV, sondern ihren Versicherten. Ach ich vergaß, die sind ja auch frech8)

    "Auch stören mich die vielen u's in Ihrem Satz 'Ulf ging zu Fuß'!"
    Robert Gernhardts "Lektor Lincke" zu einem gewissen Herrn von Tarne (Theodor Fontane)

  • Hat jmd Zahlen wieviele PKVler sich wieder zurück ins Solidarsystem schleichen wenns gerade wieder billiger ist? Überweist die PKV eignetlich der GKV dann die Altersrückstellungen oder darf sie die frech behalten? Irre...

    Ich habe einen Vorschlag. PKV-Versicherte werden auch nur noch zu Quartalspauschalen behandelt, dann "schleicht" sich auch keiner mehr zurück in die GKV. ;)

  • Ich habe einen Vorschlag. PKV-Versicherte werden auch nur noch zu Quartalspauschalen behandelt, dann "schleicht" sich auch keiner mehr zurück in die GKV. ;)

    Gegenvorschlag: Die GKV rechnet endlich vernünftig nach der dafür vorgesehenen GOÄ ab.

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    Grover Norquist

  • Bekommen die ex-PKV Versicherten diese dann ausbezahlt?

    Nein, sie vererben sie an ihre tariflich Hinterbliebenen.

    Das Prinzip ist so einfach wie klar: "Vererben, ohne zu sterben".

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    Robert Gernhardts "Lektor Lincke" zu einem gewissen Herrn von Tarne (Theodor Fontane)

  • Ne, besser nicht. Sonst wächst einfach nur der Bundeszuschuss in die GKV

    Dürfte nicht. Die medizinische Behandlung ist ja keine versicherungsfremde Leistung, das Geld müsste dann also aus den Beiträgen kommen. Aber die müssten dann ja sinken, die PKV, die nach GOÄ abrechnet ist doch angeblich viel billiger ;)


    Spaß beiseite, man kann halt nicht beides haben. Entweder Solidargemeinschaft, die an der Behandlung spart um anhand einer untauglichen Bezugsgröße Einnahmen zu generieren (Einkommen statt individuelles Risiko) oder vernünftig kalkulierte Versicherung, die am individuellen Risiko ansetzt und halt auf Gerechtigkeitswellness a la "wir versichern die komplette Familie kostenlos mit" verzichtet.

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    Grover Norquist

  • https://www.zeit.de/wirtschaft…heit-zwei-klassen-medizin


    Wenn sogar die Bertelsmannstiftung gegen den PKV Quatsch ist... Oo

    dann zeigt das relativ wenig ökonomisches Denken bei dieser Stiftung. Die GKV gibt pro Versichertem mehr aus, als Sie einnimmt. Wie mehr Versicherte dieses Problem lösen sollen - unbekannt.

    Reformbedarf besteht hier aber tatsächlich: weg von der Beitragserhebung nach Einnahmen hin zu Kopfpauschalen oder einem risikoabhängigen Beitrag.

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    Grover Norquist

  • Steht doch im Artikel, logischerweise steigen die Einnahmen wenn gesunde Gutverdiener ohne Kinder einzahlen. Hoher Beitragssatz und wenig krank...

    Ich behaupte aber mal, dass die GKV-Mitgliedschaft einen Querschnitt der Gesellschaft abbilden und PKV-Versicherte jetzt auch nicht seltener oder öfter zum Arzt gehen. Also auch hier: Defizit pro Versicherter.

    Davon abgesehen, dass wir bei reiner GKV einen Ärztemangel bekämen, der sich gewaschen hat. Ich kenne allein hier im Kreis zwei Ärzte, die nur noch PKV-Patienten nehmen.

    Ein weiterer Teil könnte sich wirtschaftlich ohne Quersubvention durch die PKV nicht halten. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass man radiologisches Equipment für 36 € im Quartal finanziert bekommt?

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    Grover Norquist

  • Das Problem ist seit meinem 18 Lebensjahr in der PKV, dann sei 21 Selbstständig... Das Leben/Einnahmen u.s.w. geht nicht immer geradeaus. Dann kommen Kinder/Frau/Trennung, Zwangsverkauf von Immobilieneigentum, Lebensversicherungen früh angelegt zur Altersversorge, mussten auch weg zum überleben... Als kleiner Selbstständiger ist man leider Einzelkämpfer und es wird einem nicht immer leicht gemacht. Die Beiträge steigen und für die Altersversorge bleibt so gut wie nichts hängen.

    Ohne Dir jetzt zu Nahe treten zu wollen, aber solche Argumente habe ich schon häufiger aus meinem Bekanntenkreis gehört (auch selbstständig).

    Mein Argument ist immer: Wenn der Verdienst aus der selbstständigen Tätigkeit nicht reicht um alle Kosten zu decken, darf man sich schlichtweg nicht selbstständig machen. Ich kann nicht 20 oder 30 Jahre selbständig sein, und dann mit 50 jammern, dass das der Verdienst nicht (mehr) für die private KV reicht oder über die 20-30 Jahre keine private AV aufgebaut werden konnte. :/

    Ich merke ja schon nach einigen Jahren, was meine Selbstständigkeit abwirft und ob es sich finanziell lohnt und alle Kosten abgedeckt sind.

  • Ohne Dir jetzt zu Nahe treten zu wollen, aber solche Argumente habe ich schon häufiger aus meinem Bekanntenkreis gehört (auch selbstständig).

    Mein Argument ist immer: Wenn der Verdienst aus der selbstständigen Tätigkeit nicht reicht um alle Kosten zu decken, darf man sich schlichtweg nicht selbstständig machen. Ich kann nicht 20 oder 30 Jahre selbständig sein, und dann mit 50 jammern, dass das der Verdienst nicht (mehr) für die private KV reicht oder über die 20-30 Jahre keine private AV aufgebaut werden konnte. :/

    Ich merke ja schon nach einigen Jahren, was meine Selbstständigkeit abwirft und ob es sich finanziell lohnt und alle Kosten abgedeckt sind.

    Naja, für mich klingt das jetzt aber so, als ob das damals schon so war, dann aber Scheidung und Unterhalt dazu kam. Kann man jetzt nicht wirklich einplanen, finde ich.

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    Grover Norquist