Bearbeitungsgebühr von Krediten zurückfordern


  • Mako, deine Fragen kann ich mit Jain beantworten. Die Anwälte wollen auch verdienen, das ist richtig. Unter diesen Haien befinden sich Gute, sowie auch weniger Gute :S Jedoch waren diese vorangegangen Standardschreiben von den Banken (.. aus Kulanz, ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, etc...) für die Bank nicht verpflichtend. Keineswegs waren diese Schreiben mit einem "Einspruch auf den Verzicht der Verjährung" zu deuten. So, die Aussage meines und auch anderer Anwälte hier im Forum. Viele Kunden wären ohne rechtliche Schritte bzw. andere verjährungshemmende Maßnahmen schlicht leer ausgegangen.
    Nachdem auf, auch mehrmaliger Zahlungsaufforderung unsererseits, keine weitere Reaktion kam, haben sich viele Kunden eines Anwaltes bedient. Was auch jedem sein gutes Recht ist, da die Bank sich bereits in Verzug befand.
    Die Anwälte haben die Banken dann nochmals zur Zahlung aufgefordert. Da dann leider immer noch nichts kam, wurde nach Fristsetzung der MB erlassen.

  • @Immer mit der Ruhe
    gibt es was Neues


    JA gibt es. Einiges zu den Telefonaten von gestern, habe ich schon hier geschrieben.


    @Immer mit der Ruhe
    Hast du schon Klage erhoben?
    ich meine es sind ja jetzt schon 3 Wochen vergangen und Monierung von deinem MB müsste auch erledigt sein
    hat der Gegner widersprochen?


    Von der Deutsche Bank ist der Widerspruch gestern eingetrudelt. Da waren die recht schnell. Innerhalb von 8 Tagen.
    Bereite jetzt die Klage vor. Nutze dazu den gleichen Text, den ich dir zur Verfügung gestellt habe. Muss noch ein paar Zahlen aus den Akten suchen und dann wird gehts zum AG Frankfurt.


    Seitens der BS ist der Widerspruch noch nicht eingetrudelt. Aber macht nichts. So kann ich im Vorfeld auch hier schon mal in aller Ruhe die Klage vorbereiten.
    Es läuft ja nichts weg ;-) .


    Für meinen Schwager hab ich gestern bei der CreditPlus mal angerufen. Ich muss sagen, das dort, im GEgensatz zur Deutschen Bank, sehr Kundenfreundlich mit einem gesprochen wird.
    Ok, das mag aber auch daran gelegen haben, das mein Gegenüber dort meinte, ich sei der RA meines Shwagers. Habe den so zugetextet, das der überlegen musste, ob er Männlein, oder Weiblein ist.
    Denen habe ich die Klage angedroht, aber ihnen noch eine letzte Frist von 48 Stunden gesetzt, die Klage durch die Restzahlung abzuwenden.
    Morgen, Highnoon, ist die Frist abgelaufen. Dann wird die Musterklage ein weiteres Mal mit Leben gefüllt.


  • Du brauchst zur Klageerhebung am Amtsgericht keinen Anwalt. Anwaltszwang ist erst ab Landgericht.
    Sobald du die Gerichtsgebühr gezahlt hast, wird das Verfahren vom Mahngericht an das für die Bank zuständige AG übergeben. Du musst aber die Gebühr nicht sofort überweisen, sondern darfst ruhig noch ein paar Nächte darüber schlafen.
    Die Tage nutzt du dann zur Vorbereitung einer Klageschrift. Hat den Vorteil, das du dir im Vorfeld schon Allerhand Dinge sammeln kannst, die du für die Klage brauchst.
    Wenn du erst nach dem Schreiben vom AG reagierst, können die paar Tage Frist aufeinmal schnell vergehen.
    Von dort bekommst du dann ein weiteres Schreiben mit neuem Aktenzeichen. Weiterhin wirst du aufgefordert innerhalb einer Frist deinen Anspruch in Form einer Klageschrift zu begründen.


  • Hast du deine Schreiben an die Bank und OM per Übergabeeinschreiben versendet?
    Das Datum auf den Belegen stimmt nicht immer, vor allem bei Gro0kunden, wie Banken, mit dem Datum, wann der Brief dort eingegeangen ist, überein.
    Gegen kleines Geld, habe hier von 5€ gelesen, kannst du dir bei der Post das Eingangsdatum besorgen.
    Wo und wie das Funkzioniert, kann ich dir leider nicht erklären.

  • Einfach bei der Deutschen Post anrufen.
    Wenn man als Nachweis was schriftliches braucht kostet das 5 €.
    Hab ich gestern auch gemacht da mein Einwurfeinschreiben vom 22.12. angeblich erst am 21.01. zugestellt wurde.
    Der nette Herr erklärte mir das so:


    Ein Großkunde bekommt die ganzen Einschreiben zusammen mit einer Liste.
    Dann hat er 2 Wochen Zeit die Liste abzuarbeiten, also zu schauen ob jeder Brief auf der Liste auch da ist und das zu quittieren. Dann kommt die Liste zurück an die Post.
    Das Datum in der Sendungsverfolgung ist das Datum wann die Liste zurück bei der Post war.
    Wichtig für uns ist aber das Datum wann die Liste dem Großkunden, zusammen mit den Briefen, übergeben wurde.
    Das Datum kann man telefonisch erfragen.


    Interessant war noch als er sagte: "Wundert mich das die Liste der Santander schon zurück ist. Die sind aktuell massiv im Rückstand mit den Listen" ;-)

  • @ Immer mit der Ruhe


    Ich kann dir Recht geben, was das freundliche Gegenüber bei der Credit Plus angeht.
    Habe da bzgl den fehlenden Zinsen angerufen, allerdings rate ich jedem nur das schriftlich zu machen. Da jetzt wieder 3 Wochen rum sind seit dem Telefonat.
    Ich würde jedoch keinem je raten bei denen was aufzunehmen. WucherZinsen und für ein Jahreskontoauszug werden 8,50€ verlangt. Stolz für ein ausgedrucktes Blatt.


    Ist denn Deutsche Bank = Norisbank ? ? ?
    Weiss das zufällig jemand? Norisbank z.B. versagt in jeglicher Hinsicht. Sowohl in Kompetenz, Freundlichkeit oder Kosten.

  • Hallo, ich stand vor einem ähnlichen Problem wie Reenid.


    Ich habe einen Mahnbescheid gegen die DSL-Bank gestellt, und auf diesen wurde erst garnicht reagiert, und nachdem die 2 Wochen Reaktionszeit vorbei waren und ich schon einen Vollstreckungsbescheid bekam, kam dann plötzlich ein Widerspruch der Bank, auch ohne Begründung. Ich stand im gleichen Entscheidungsdilemma. Da es bei meiner Rückforderung um mehr als 5000 Euro geht (Immobilienkredite), wäre das Ganze an das Landgericht anstatt Amtsgericht gegangen, und ich hätte eine Anwaltspflicht gehabt. Ich war mir jedoch sicher dass ich im Recht bin was die Kreditbearbeitungsgebühren angeht. Glücklicherweise konnte ich mir die Zeit und Nerven eines gerichtlichen Verfahrens ersparen, da die Bank dann von alleine ein paar Tage später einen Brief geschickt hat, und mitgeteilt hat, dass sie die Gebühren erstattet! Jedoch nicht alle, sondern 3000 Euro inkl. Zinsen! (Sie hat geschrieben dass sie dem Mahnbescheid widerspricht, da ein Teil der Gebühren von einem Kfw Förderkredit sind, dazu hat sie eine über 1seitige Begründung geschrieben, warum diese Gebühren nicht erstattet werden können). Damit ist die Sache für mich eigentlich erledigt. Die Kosten für den Mahnbescheid wurden auch übernommen.


    Hoffe die Antwort hilft einigen die noch nichts zurückbekommen haben. Ich glaube die DSL-Bank hat sich bis jetzt ganz besonders davor gedrückt.


    Viel Glück!

  • Wadi1982 schrieb:
    "Einfach bei der Deutschen Post anrufen.
    Wenn man als Nachweis was schriftliches braucht kostet das 5 €.
    Hab ich gestern auch gemacht da mein Einwurfeinschreiben vom 22.12. angeblich erst am 21.01. zugestellt wurde.
    Der nette Herr erklärte mir das so:


    Ein Großkunde bekommt die ganzen Einschreiben zusammen mit einer Liste.
    Dann hat er 2 Wochen Zeit die Liste abzuarbeiten, also zu schauen ob jeder Brief auf der Liste auch da ist und das zu quittieren. Dann kommt die Liste zurück an die Post.
    Das Datum in der Sendungsverfolgung ist das Datum wann die Liste zurück bei der Post war.
    Wichtig für uns ist aber das Datum wann die Liste dem Großkunden, zusammen mit den Briefen, übergeben wurde.
    Das Datum kann man telefonisch erfragen.


    Interessant war noch als er sagte: "Wundert mich das die Liste der Santander schon zurück ist. Die sind aktuell massiv im Rückstand mit den Listen" "
    --------------------------
    Da stellt sich für mich aber die Frage, weil ich das gleiche Problem habe,
    warum bekommt man bei einem Einwurfeinschreiben nicht die Leistung die man bezahlt hat?
    Bei einem Einwurfeinschreiben bestätigt nämlich nicht der Empfänger den Empfang, sondern der Zusteller das es zugestellt wurde, gem. Werbung Deutsche Post.
    Mir als Absender ist es relativ egal ob der Empfänger ein Großkunde ist, oder nicht. Außerdem kann ich das auch nicht wissen. Hätte nämlich der Zusteller einfach die Zustellung bestätigt, dann hätte man jetzt nicht das Problem mit der zeitlichen Verzögerung, und man müsste jetzt nicht nochmal 5€ investieren um den Beleg zu erhalten.
    Vor allem wenn man mal überlegt das man für 0,35€ mehr ein Einschreiben daraus hätte machen können, der Ablauf wäre auch wie jetzt gewesen, Empfänger bestätigt Empfang, und man hätte sich den Beleg online ausdrucken können.
    Echt eine Frechheit was die Post da macht.
    Ich hab da lieber Nachforschungsaufträge erteilt, da bekommt man dann auch ein Schreiben von der Post mit dem korrektem Zustellungsdatum, aber man muss sehr lang drauf warten.


    P.S.: Sorry, aber komme mit dieser "Zitieren-Funktion" nicht ganz klar, vor allem nicht mit dem Smartphone

  • Ist denn Deutsche Bank = Norisbank ? ? ?
    Weiss das zufällig jemand? Norisbank z.B. versagt in jeglicher Hinsicht. Sowohl in Kompetenz, Freundlichkeit oder Kosten.


    Das sagt Wikipedia dazu:


    Die Norisbank GmbH (Eigenschreibweise norisbank) ist ein deutsches Kreditinstitut mit Hauptsitz in Berlin. Seit dem 2. November 2006 ist es ein Tochterunternehmen der Deutschen Bank und seit dem 27. Juli 2012 eine reine Direktbank.

  • @ Katharina
    Ganz kurz zu deiner Sache mit den Fristen. Also deine Annahme mit "Absendedatum + 3 Tage = zugestellt" kannst du im Zivilrecht vergessen, das dürfen nur öffentliche Stellen annehmen, wenn es sich um einen Verwaltungsakt handelt. Im Zivilrecht macht sich das Einschreiben immer gut, sonst kannst du schonmal gar nichts nachweisen. Um Verjährung zu hemmen muss das Schreiben beim Ombudsmann eingegangen sein, also hier zählt kein Absendedatum. Einfach mal bei der Post unter der Servicenummer anrufen. Als kleiner Tip, wenn dich der Computer auffordert die Sendungsnummer anzusagen, dann spreche so undeutlich das er dich nicht versteht, dann wirst du zu einem Mitarbeiter durch gestellt, ansonsten bekommst du eine Bandansage, die dir genau das vorliest was du online auch siehst.

  • Beim Einwurdeinschreiben gibt die Post aber auch eine Zustellzeit von bis zu 7 Werktagen an.


    Als besserer Tip (dann muss man auch nicht den Computer zu nuscheln):


    Einfach die Ansagen anhören und anstatt "Sendungsstatus" sagt man "Servicefrage".
    Dann kommt man direkt zu einem Menschen ;-)

  • Hallo zusammen,


    bisher habe ich nur still mitgelesen aber möchte nun auch meine Erfahrungen zur Deutschen Bank teilen. Ich habe mehrmals versucht, telefonisch eine Auskunft über den Bearbeitungsstatus zu erfahren, leider ohne Erfolg. Gestern teilte mir eine Dame der Deutschen Bank mit, dass wohl nun alle Anträge die im Oktober eingangen sind, abgearbeitet wurden. Was das auch immer zu bedeuten hat was die tatsächliche Auszahlung angeht?! Ich habe meinen Antrag/erste Aufforderung von insgesamt 3 am 18.11.14 verschickt. Die 3. und letzte Aufforderung dann am 14.01.15 mit "letzter" Fristsetzung zum 23.01.15. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die Rückerstattung morgen auf meinem Konto ist. Es ist wirklich traurig. Wann habt Ihr Eure ersten Aufforderungen zur Rückerstattung an die DB geschickt? Hat jemand bisher schon etwas erstattet bekommen von der Deutschen Bank?

  • NUR zur INFO:


    Creditplus - beginnt nun mit der Zinsnachzahlung - da erfährt man auch telefonisch den Stand der Bearbeitung , find ich gut muss man mal sagen:


    Das Wort Kundenservice kennen leider folgende Banken DEUTSCHE BANK, COMMERZBANK und NORISBANK - anscheinend nicht. Die schaffen es nicht mal die BG mal zu überweisen.

  • @ Katharina
    Ganz kurz zu deiner Sache mit den Fristen. Also deine Annahme mit "Absendedatum + 3 Tage = zugestellt" kannst du im Zivilrecht vergessen, das dürfen nur öffentliche Stellen annehmen, wenn es sich um einen Verwaltungsakt handelt. Im Zivilrecht macht sich das Einschreiben immer gut, sonst kannst du schonmal gar nichts nachweisen. Um Verjährung zu hemmen muss das Schreiben beim Ombudsmann eingegangen sein, also hier zählt kein Absendedatum. Einfach mal bei der Post unter der Servicenummer anrufen. Als kleiner Tip, wenn dich der Computer auffordert die Sendungsnummer anzusagen, dann spreche so undeutlich das er dich nicht versteht, dann wirst du zu einem Mitarbeiter durch gestellt, ansonsten bekommst du eine Bandansage, die dir genau das vorliest was du online auch siehst.


    Dann schau mal hier:


    Eine Partei darf darauf vertrauen, dass werktags im Bundesgebiet aufgegebene Postsendungen am folgenden Werktag im Bundesgebiet ausgeliefert werden.
    BGH - 13.05.2004 - V ZB 62/03

  • wadi1982: Ich habe in 2014 2x Schreiben der DB erhalten (nach 2x Aufforderungen), dass sie meine Fall prüfen werden und auf die Einrede der Verjährung verzichten. Ich denke wenn ich bis morgen nichts erhalte, werde ich am Montag meinen Anwalt kontaktieren und dann geht es weiter mit einem MB. :-(