Altersvorsorge UniGlobal ab August 15 in UniGlobalVorsorge

  • Klar sind ETFs eine gute Sache und sollten bei keinem fehlen.
    ABER: Staatlich geförderte Produkte haben auch ihre Vorteile:

    • Der Staat rettet eher den "armen Riestersparer" als den "reichen Aktienbesitzer".
    • Durch die gesetzlichen Garantien und Förderungen bekomme ich schon mal 2 - 3% Rendite ohne Risiko.
    • Sobald ich eine nennenswerte Summe angespart habe, zahle ich bei ETFs hohe Steuern und die Gefahr, dass die demnächst steigen (Wegfall der Abgeltungssteuer ist hoch). Gewinne bei Riesterprodukten sind erst mal steuerfrei und könnten wieder neue Gewinne erwirtschaften!
    • Niemand garantiert mir, dass die Börse auch in Zukunft läuft wie in der Vergangenheit. Sollten wir langfristig Inflationsraten <1%, Zinsen <1%, Wirtschaftswachstum ~1% und eine alternde Gesellschaft haben, könnte es auch sein, dass man mit den 3% Rendite aus dem Riester besser fährt.
    • Es gibt Theorien nach denen Aktive Produkte wieder besser laufen sobald ETFs eine gewisse Größe erreichen....

    Von daher denke ich sollte man Riester mit ETF-Sparplänen kombinieren.
    Die Kunst besteht darin jeweils das beste Produkt zu finden. Leider erhält man zu den Fonds-Riester-Produkten nur eingeschränkte Infos - gerade der Kundenservice bei Union Investment ist sehr schlecht (häufig unfreundlich, täglich wechselnde, oft widersprüchliche Aussagen, wenig kulant, alles muss offiziell über die eine "Heimatbank" laufen).

  • Liebe Sara,
    liebes FT-Team


    ihr bewertet in eurem Artikel die DWS TopRente unter der Voraussetzung des Abschlusses durch einen Online-Vermittler wie z.B. AVL und der damit einhergehenden geringeren Kosten. Jetzt bietet AVL aber auch die DWS Riesterrente Premium mit 100% Rabatt auf die 2,5%-Abschlusskosten an (unter der Bedingung, dass ein Neuabschluss durch AVL stattfindet). Inwieweit ändert sich eure Bewertung der DWS RR Premium durch dieses Angebot?


    Vielen Dank im Voraus für deine/eure Antwort!

  • Liebes FT-Team,


    ich möchte gern den großen Unterschied zwischen der DWS TopRente und Fairr im Punkt Aktienquote verstehen.
    Ich weiß, dass bei der DWS die Aktienquote dynamisch (nach Marktumfeld und Restlaufzeit der Ansparphase) bestimmt wird, während Fairr eine starre (auf die Restlaufzeit der Ansparphase) ausgerichtete und vorher festgelegte Aktienquote hat.
    Ich selbst habe die DWS TopRente Dynamik und war bisher auch sehr zufrieden. Seit einigen Jahren sinkt die Aktienquote jedoch kontinuierlich auf mittlerweile 50%. Und das obwohl noch mehr als 30 Jahre bis zur Rente sind.
    Ihr selbst schreibt ja auch, dass eine in 2017 abgeschlossene TopRente Dynamik maximal 45% Aktienanteil hätte (bei 30 Jahren Restlaufzeit).
    Habt ihr genauere Informationen, wie die DWS die Aktienquote steuert? Also welche Entwicklung das Marktumfeld nehmen muss und wie sich die Aktienquote über die Restlaufzeit entwickeln würde, die zu dieser hohen Bewertung führt?
    Ich mache mir eher große Sorgen, dass die Aktienquote noch auf längere Zeit so niedrig bleiben wird, so dass ein starres Modell vielleicht bessere Renditechancen bieten würde?!


    Vielen Dank für nähere Informationen!

  • Hallo zusammen,
    soweit ich das überblicke, wurde das folgende Thema noch nicht behandelt.
    Beim Abschluss der DWS Toprente Dynamik muss ein "Einmalbeitrag zur Rentenversicherung" geleistet werden.
    Dieser verringert den Kapitalstock erheblich, aus dem die Renten berechnet werden. Außerdem wird ab dem 85. Lebensjahr eine Rente bezahlt, die nur noch dem garantierten ohne den variablen Anteil entspricht.
    Ist das bedenklich? Ist das bei jedem Riester-Fondssparplan so?
    Man wird auch erst zu Beginn der Auszahlungsphase darüber informiert, über welchen Versicherungspartner die Auszahlung der Rente erfolgt. Auch das irritiert mich. Ist dieses Vorgehen so üblich? Welche Alternative gibt es?
    Vielen Dank schon mal und viele Grüße
    PS


  • Hallo @pilzge, willkommen in der FT-Community,


    das Modell mit einer Einmalzahlung in eine Rentenzahlung ist nicht unüblich bei Riesterfondssparplänen. Denn Riester ist nunmal gesetzlich eine lebenslange Rente - damit will der Staat das Langlebigkeitsrisiko abdecken (ob sinnhaft oder nicht, sei dahingestellt). Auch die feste Verrentung ab 85 ist üblich.
    Eine Fondsgesellschaft macht halt Kapitalanlage und ist nicht eingerichtet auf biometrische Risiken - dazu brauchen sie einen Versicherer.


    Dass der Versicherer erst bei Renteneintritt gesucht wird, hat Vor- und Nachteile: Durch "Verkauf" der Verrentung am Markt hat der Kunde die Chance auf die dann besten Marktkonditionen. Die können niedriger sein als heute (weil die Menschen noch älter werden und die Renten dadurch niedriger) oder höher (weil das Zinsniveau bis dahin gestiegen ist und das Rentenkapital besser verzinst.)
    Schwer zu sagen, ob das besser oder schlechter ist, als wenn sich ein Anbieter heute schon auf einen Versicherer festlegt (wie Fairriester mit MyLife)