Hohe Bereitstellungszinsen bei Immobilienkrediten

  • Die Baufinanzierung steht, die letzten Vorbereitungen müssen getroffen werden und dann kann es losgehen! So oder so ähnlich gehen viele Häuslebauer ihr Projekt an. Was bisher wenig im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert ist, ist, dass viele Banken von der Unterzeichnung des Vertrages bis zur Auszahlung des Kredites Bereitstellungszinsen verlangen. Ist doch valide - mag man jetzt sagen. Denn schließlich muss die Bank das Geld besorgen und hat bis zur Einzahlung von Zinsen personellen und organisatorischen Aufwand zu tragen.


    Allerdings haben sich die meisten Raten für Bereitstellungszinsen nicht an die aktuelle Niedrigzins-Entwicklung angepasst. Während also Immobilienkredite vergleichsweise günstig zu haben sind, müssen Kunden in der Schwebephase kräftig blechen. Das Geld können sie in der Zwischenzeit auch nicht anderweitig anlegen. Manche Banken bieten Kulanzfristen, andere nicht.


    Mussten Sie Bereitstellungszinsen zahlen und was haben Sie gemacht?

  • Bereitstellungszinsen werden in der Regel erst dann aktiv,
    wenn das Darlehen nicht innerhalb von drei Monaten abgerufen werden.


    Die Höhe der Bereitstellungszinsen für spät abgerufene Baufinanzierungen beträgt meist 3 Prozent pro Jahr, wobei die Zinsen üblicherweise in Form eines Monatszinses von 0,25 Prozent in Rechnung gestellt werden. Diese 3 Prozent sind im aktuellen Marktumfeld sicherlich nicht mit Konditionen mit 5-10jähriger Zinsbindung zu vergleichen, aber eine längere Bereitstellung kann im Voraus mit der Bank vereinbart werden.

    "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

    Lee Iacocca, amerik. Topmanager